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Was machen die ehemaligen Stipendiaten des Monats heute?

2009: Gunnar Janson von Hengeler Mueller, ehemaliger Stipendiat des Monats bei e-fellows.net

2009: Gunnar Janson von Hengeler Mueller, ehemaliger Stipendiat des Monats bei e-fellows.net

Jeden Monat stellen wir in unserer Serie einen außergewöhnlichen e-fellow vor. Aber was wird eigentlich aus den 'Stipendiaten des Monats'? Gehen ihre Träume und Wünsche in Erfüllung? Wir haben einige von ihnen wiedergefunden. Den Anfang macht Gunnar Janson (34). 2002 noch Gag-Schreiber für Harald Schmidt, arbeitet er zurzeit in New York an der Erfüllung des Zehn-Jahres-Plans für e-fellows.net.

Was ist passiert, seitdem du Stipendiat des Monats warst?

 Nachdem ich feststellen musste, dass sich der Titel "Stipendiat des Monats" langfristig leider ähnlich schwer vermarkten lässt wie ein Sieg bei "Deutschland sucht den Superstar", habe ich meine juristische Doktorarbeit zu Ende geschrieben. Danach habe ich mein Referendariat absolviert, unter anderem mit Stationen bei der deutschen Botschaft in Manila und bei Hengeler Mueller in Düsseldorf. Bei der Wirtschaftskanzlei hat es mir so gut gefallen, dass ich dort nach dem Referendariat als Anwalt angefangen habe. Ein Aspekt bei dieser Wahl war, dass Hengeler Mueller seinen Associates anbietet, nach einiger Zeit für rund ein Jahr ins Ausland zu gehen. Im Rahmen dieses Angebots bin ich zurzeit in New York bei einer Kooperationskanzlei aus dem "Best Friends"-Netzwerk von Hengeler Mueller.
 

Bist du auf deine Auszeichnung als "Stipendiat des Monats" angesprochen worden?

 In meinem Berufsleben spielte dieser Ehrentitel bislang eine eher untergeordnete Rolle. Allerdings haben mich seinerzeit einige Freunde darauf angesprochen – das Echo war durchweg positiv.
 

Sieht es so aus, als ob deine Prognosen ("In zehn Jahren...") eintreffen könnten?

 Getreu dem Motto "Prognosen sind schwierig - besonders, wenn Sie die Zukunft betreffen..." hatte ich glücklicherweise nur einen Wunsch geäußert. Bei dessen Erfüllung sieht es gegenwärtig gemischt aus. So wohne ich meinem Empfinden nach an einem interessanten Ort: Sowohl in Düsseldorf als auch in New York fühle ich mich sehr wohl. Ich hoffe, mich in den nächsten drei Jahren (und auch danach) nicht zu verschlechtern!
 
 Im Hinblick auf eine eigene Familie baue ich auf die kommenden drei Jahre, die bis zum Ablauf der Zehn-Jahres-Frist aus dem e-fellows.net-Fragebogen noch bleiben. Was die Ziele angeht, die ich auch in Zukunft noch haben und für die ich mich einsetzen möchte, ist die Antwort ein klares "Ja". Sowohl privat als auch beruflich gibt es noch Vieles, was ich gern verwirklichen würde. Daran dürfte sich bis zum Fristablauf nichts ändern. Leider kann ich schon jetzt mit Sicherheit sagen, nicht behaupten zu können, "nichts verpasst" zu haben. Es war wohl auch etwas naiv zu glauben, man könne immer auf allen Hochzeiten tanzen. Häufig muss man sich einfach zwischen verschiedenen Dingen entscheiden. Allerdings bin ich mit meinen Entscheidungen bislang recht zufrieden und hoffe, dass sich daran auch in Zukunft nichts ändert.
 

Wie lief dein Berufseinstieg?

 Mein Berufseinstieg wurde sehr stark durch e-fellows.net beeinflusst. Ich war in Montabaur bei der Veranstaltung "Lawyers@work" (jetzt: Perspektive Wirtschaftskanzlei, die Redaktion) und knüpfte erste Kontakte zu verschiedenen großen Kanzleien. Als ich mich dann für die Wahlstation im Referendariat bewarb, gefiel mir Hengeler Mueller am besten. Der erste Eindruck, dass die Kanzlei neben spannenden fachlichen Entfaltungsmöglichkeiten auch viele nette Kollegen und eine gute Arbeitsatmosphäre bieten könnte, hat sich im Referendariat bestätigt.
 
 Bereits als Referendar wurde ich in einem großen Mandat umfassend integriert und lernte so die Vor- und Nachteile des Anwaltslebens in einer Großkanzlei aus nächster Nähe kennen. Das fühlte sich teilweise wie ein "Berufseinstieg light" an. Als ich dann am Ende der Referendariatsstation ein Angebot von Hengeler Mueller bekam, habe ich die schwierige Entscheidung treffen müssen, ob ich nicht vielleicht doch lieber in einer kleineren Kanzlei anfangen will, mich dann aber für Hengeler entschieden. Diese Entscheidung bereue ich bis heute nicht.
 

Hast du heute noch Kontakt zu e-fellows.net oder zu Stipendiaten/Alumni?

 Der Kontakt zu e-fellows.net besteht in erster Linie über die Website weiter, durch die ich als Alumnus regelmäßig über aktuelle Entwicklungen bei e-fellows.net informiert werde. Vielen Dank an dieser Stelle für den tollen Service! Dadurch, dass etliche Freunde, Bekannte und Kollegen ebenfalls bei e-fellows.net waren oder sind, habe ich noch viele Kontakte, vor allem zu Alumni. Außerdem erkenne ich ab und an auf der e-fellows.net-Website ein bekanntes Gesicht und nehme dann manchmal Kontakt auf. Schade fand ich, zuletzt beim Treffen der Düsseldorfer Alumni nicht teilnehmen zu können, da ich kurzfristig verhindert war. Hoffentlich klappt es beim nächsten Mal!
 

Und noch mal eine Prognose: Was machst du in zehn Jahren?

 Weil Prognosen ja besonders schwierig sind - siehe oben - und ich befürchte, meine Aussage könnte im Jahr 2019 einer erneuten Erfolgskontrolle durch e-fellows.net unterzogen werden, äußere ich lieber wieder nur einen Wunsch. In zehn Jahren hoffe ich, mir sagen zu können: "Deine damaligen Ziele hast du innerhalb des e-fellows.net-Zeithorizonts erreicht - mit der obigen Einschränkung, nicht "nichts" verpasst zu haben - und erreichst sie jeden Tag aufs Neue. Gut, dass du dir inzwischen weitere Ziele gesteckt hast…"
 

Welchen Karrieretipp hast du für die e-fellows?

 Es scheint mir etwas vermessen, relativ zu Beginn meiner eigenen Berufslaufbahn anderen e-fellows "Karrieretipps" zu geben. Ein genereller Ratschlag aber wäre, sämtliche Tipps sehr kritisch zu prüfen und zu überlegen, ob sie überhaupt zu einem selbst passen und in die Richtung führen, in die man sich entwickeln möchte. Wichtig scheint mir im Berufsleben und auch außerhalb, anderen und vor allem auch sich selbst gegenüber aufrichtig zu sein und herauszufinden, wo die eigenen Stärken liegen. Nur dann kann man meines Erachtens dauerhaft Ergebnisse erzielen, die einen selbst und andere überzeugen und zufrieden stellen.

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