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Aufbruchstimmung in der Schweiz

St. Gallen in der Schweiz [Quelle: Pixabay.com, Autor: romanrieger]

Quelle: Pixabay.com, romanrieger

Warum haben Sie sich für Roche entschieden?

Bei der Auswahl eines Unternehmens war mir wichtig, die Frage "Wofür mache ich diesen Job eigentlich?" positiv beantworten zu können. Das hört sich zunächst etwas pauschal an. Ich denke jedoch, dass Roche seine Vision, die Gesundheit der Menschen zu fördern und letztendlich Leben zu verbessern, sehr ernst nimmt. Weiterhin war für mich bedeutend, mich mit der Unternehmenskultur identifizieren zu können, in einem internationalen Umfeld zu arbeiten und als Bewerber und späterer Mitarbeiter ernst genommen zu werden. Dies alles hat mich bei Roche überzeugt.

Wie lief das Bewerbungsverfahren ab?

Zunächst so, wie ich es erwartet habe und dann doch ganz anders. Ich hatte mich zunächst für das Management-Start-Up-Programm für Marketing bei Roche in Mannheim beworben. Nach einem Vorauswahltag, der sowohl Einzelinterviews als auch eine Präsentation umfasste, wurde ich zum Assessment Center eingeladen. Obwohl ich die angestrebte Traineestelle nicht bekommen habe, wurde ich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, an anderer Stelle für Roche zu arbeiten. Nach ein paar Wochen bekam ich einen Anruf und nach einem sehr positiven persönlichen Interview das Angebot für meine jetzige Arbeitsstelle in der Schweiz.

Was war die erste Überraschung in Ihrem Job?

Die erste Überraschung war die Dynamik meines neuen Arbeitsstandorts Rotkreuz in der Schweiz. Dadurch, dass ich meine Bewerbungsgespräche größtenteils in Deutschland geführt hatte, habe ich den Standort vorher kaum kennen gelernt. Rotkreuz wurde und wird noch von Roche von einem lokalen in einen internationalen Standort ausgebaut. Durch viele neue und internationale Mitarbeiter ist so etwas wie eine Aufbruchstimmung und der Wille zu spüren, zusammen etwas zu bewegen. In diesem Umfeld arbeiten zu können, ist für mich eine sehr spannende Erfahrung.
 

Welche Stärken - vielleicht sogar auch Schwächen, die es zu überwinden galt - haben Sie an sich entdeckt?

In meiner momentanen Aufgabe als Brand Manager arbeite ich mit an einem Markenrepositionierungsprojekt, das große Herausforderungen an das Team stellt und viel Überzeugungsarbeit nötig macht. Meine Fähigkeiten, offen auf andere Menschen zuzugehen und mich schnell in neue Sachverhalte einarbeiten zu können, haben mir hier sehr geholfen. Dagegen arbeite ich noch daran, mir selbst schneller und häufiger Prioritäten für die wichtigen Aufgaben zu setzen.
 

Wie gestalten sich Ihr Arbeitsalltag und die Zusammenarbeit mit Vorgesetzten und Kollegen?

Der Arbeitsalltag ist generell von der Netzwerkorganisation bei Roche geprägt. Entscheidungen werden oftmals eher miteinander als hierarchisch gefällt. Das bedeutet, dass man mit seiner eigenen Idee oder Persönlichkeit überzeugen und zugleich teamfähig bleiben muss. Es bedeutet aber auch, dass man mit guten Ideen auch als Neueinsteiger schnell Gehör findet.
 

Was würden Sie als Ihren größten beruflichen Erfolg bisher bezeichnen?

Meinen Beitrag dazu, dass das genannte Markenrepositionierungsprojekt erfolgreich läuft.
 

Und Ihr größter Fauxpas? Welche Erkenntnis zogen Sie daraus?

Ein größter Fauxpas fällt mir spontan nicht ein. Hingegen erinnere ich mich an mehrere kleine Fehler, die ich im Umgang mit Kollegen oder im fachlichen Bereich gemacht habe – und wahrscheinlich auch immer machen werde. Ich denke, am wichtigsten ist es, damit offen umzugehen, Fehler zuzugeben und es beim nächsten Mal besser zu machen.
 

Wie hat sich Ihr Privatleben verändert und worin finden Sie den Ausgleich zum Job?

Sicher kann ich meine Freizeit nicht mehr so frei einteilen wie während des Studiums. Die dafür "geregelten freien" Abende und Wochenenden nutze ich für Sport, Besuche bei Freunden und Familie, Wochenendtrips oder – gerade hier in der Schweiz – zum Wandern und Skifahren.

Wenn Sie mit Ihrem heutigen Wissen auf Ihr Studium zurückblicken: Gibt es etwas, das Sie anders machen oder worauf Sie besonders achten würden?

Ich würde alles wieder genauso machen. Dinge, die nicht nach meinen Wünschen liefen und die ich bei einer zweiten Gelegenheit nicht wiederholen wollte, haben sich im Nachhinein oft als sehr wertvolle Erfahrungen herausgestellt.
 

Haben Sie so etwas wie ein Tagesmotto, das Sie den e-fellows mit auf den Weg geben möchten?

Oft ist man im Studium darauf fokussiert, schnell und zielgerichtet mit Blick auf ein späteres Berufsprofil zu studieren. Obwohl ich das für wichtig halte, sollte man meiner Meinung nach dabei den Spaß an dem, was man macht und machen möchte, nicht verlieren. Das hört sich sehr einfach an, ein bewusstes "Innehalten" vergisst man aber oft im Unialltag neben Klausurenvorbereitungen, außeruniversitärem Engagement und Praktikasuche. Ich selbst habe während meines Studiums ein Urlaubssemester genommen und bin drei Monate durch Australien und Malaysia gereist. Diese Erfahrung möchte ich nicht missen, auch wenn sich mein Studienabschluss dadurch um ein halbes Jahr verzögert hat.

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