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Zwischen Wissenschaft und Praxis

Bücher (Quelle: freeimages.com, Autor: dynamix)

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Warum haben Sie sich für Clifford Chance entschieden?

Ich habe Clifford Chance bereits im Referendariat kennengelernt. In der Anwaltsstation habe ich in unserem Frankfurter Büro, in der Wahlstation in unserem Büro in New York gearbeitet. Beeindruckt hat mich von Anfang an die Kombination aus fachlich anspruchsvollen und herausfordernden Aufgaben und sehr lockerer und angenehmer Arbeitsatmosphäre. Am Ende stand die freudige Erkenntnis, dass man auf juristisch höchstem Niveau arbeiten kann, ohne in ein klischeehaftes juristisches Umfeld eingesperrt zu sein.

Also war die Entscheidung für Clifford nicht schwer?

Nach diesen Erfahrungen im Referendariat ist mir die Entscheidung verständlicherweise recht leicht gefallen. Hinzu kommt, dass mich seit dem Studium auch die wissenschaftliche Tätigkeit fasziniert. Mein Ziel ist es, wissenschaftliche und praktische Arbeit zu kombinieren. Clifford Chance bat mir vor diesem Hintergrund eine Teilzeitstelle an, mit der ich neben dem Anwaltsberuf als Habilitand und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität zu Köln tätig sein kann.

Wie lief das Bewerbungsverfahren ab?

Meine Bewerbung für das Referendariat lief über die von e-fellows.net organisierte Karrieremesse lawyers@work in Montabaur (heute Perspektive Wirtschaftskanzlei). Nach den Einzelgesprächen, die ich dort mit Vertretern verschiedender Kanzleien geführt habe, fiel mir die Entscheidung – wider Erwarten – leicht: Das Gespräch mit einem Frankfurter Partner, der später im Referendariat auch mein Mentor wurde, war sehr angenehm. Außerdem war Clifford Chance die einzige Kanzlei, die auf meinen besonderen Wunsch einging, Einblicke in die Beratung mit Bezug zur internationalen Rechnungslegung zu bekommen. In diesem Themenbereich hatte ich meine Dissertation geschrieben. Bereits wenige Tage nach der Karrieremesse lud Clifford Chance mich zu einem weiteren Gespräch mit verschiedenen Partnern und Associates nach Frankfurt ein. Danach machte mir die Kanzlei ein Angebot für die Anwaltsstation in Frankfurt und die Wahlstation in New York, das ich gern annahm.

Und wie kam es zum Festeinstieg?

Bereits am Ende der Anwaltsstation erhielt ich ein Angebot zum Einstieg als Associate nach dem zweiten Staatsexamen. Da ich wegen der Nähe zur Universität in Köln allerdings in unserem Düsseldorfer Büro arbeiten wollte, hatte ich in Düsseldorf noch einmal ein persönliches Gespräch, bei dem ich einen Großteil meiner jetzigen Kollegen kennengelernt habe. Die "Chemie" stimmte auch hier und so landete ich schließlich im Düsseldorfer Büro von Clifford Chance.

Was war die erste Überraschung in Ihrem Job?

Die erste und bisher auch größte Überraschung war, dass mich sowohl die Kollegen und Partner als auch die Mandanten vom ersten Tag an als "vollwertigen" Anwalt wahrgenommen und entsprechend eingebunden und um Rat gefragt haben. Auch wenn man am Anfang noch etwas unsicher ist, gewöhnt man sich daran sehr schnell. Letztlich macht dies die wirkliche Faszination des Berufseinstiegs in einer Kanzlei wie Clifford Chance aus.

Welche Stärken - vielleicht auch Schwächen, die es zu überwinden galt - haben Sie an sich entdeckt?

Ich habe an der Uni viel Spaß an juristischer Arbeit und Argumentation gehabt und habe schnell gemerkt, dass die Fähigkeit zu präzisem juristischen Arbeiten auch im Berufsalltag sehr nützlich ist. Allerdings musste ich auch erkennen, dass das ausgefeilte juristische Gutachten, das alle Eventualitäten berücksichtigt und zahlreiche Vorbehalte macht, nicht immer das ist, was dem Mandanten hilft. Den Blick für das Wesentliche bekommt man nur durch praktische Arbeit und durch die Unterstützung erfahrener Kollegen. In diesem Bereich habe ich sehr viel gelernt. Inzwischen macht es für mich den besonderen Reiz meiner Tätigkeit aus, mich auf das für den Mandanten Wesentliche zu beschränken, ohne dabei die juristischen Feinheiten aus den Augen zu verlieren.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?

In meinem Arbeitsalltag berate ich verschiedene Mandanten in allgemeinen gesellschaftsrechtlichen Fragen: Zum Beispiel entwerfen wir Gesellschafterbeschlüsse sowie Gesellschafts- und Konsortialverträge. Daneben gehört das Aktienrecht zu meinen Tätigkeitsfeldern: Hier begleiten wir Hauptversammlungen, beraten Vorstand und Aufsichtsrat zu innergesellschaftlichen Kompetenzfragen oder sind mit der Prozessführung bei Klagen gegen Hauptversammlungsbeschlüsse beauftragt. Bei Unternehmenskäufen und -übernahmen besteht meine Tätigkeit darin, dass ich verschiedene gesellschaftsrechtliche Dokumente im Rahmen einer Due Diligence durchsehe. Dazu verfasse ich den entsprechenden Teil des sogenannten Due Diligence Reports oder entwerfe Teile des Kaufvertrags.

Wie ist die Zusammenarbeit mit Vorgesetzen und Kollegen?

Die Zusammenarbeit ist hervorragend und für mich persönlich eine der besten Seiten der Arbeit bei Clifford Chance. Die Atmosphäre ist sehr kollegial und in vielen Fällen sogar freundschaftlich. Gerade beim Berufseinstieg ist es sehr wertvoll, dass man alle Kollegen und auch die Vorgesetzten jederzeit ansprechen und Rat bitten kann.

Was würden Sie als Ihren größten beruflichen Erfolg bisher bezeichnen?

Einen "größten beruflichen Erfolg" kann ich bisher nicht benennen. Aber schöner sind ja eigentlich auch die zahlreichen kleine Erfolge. Es ist immer wieder ein tolles Gefühl, wenn mich ein Mandant mit einer komplizierten Frage konfrontiert und ich nach einiger Zeit und Mühe einen Lösungsvorschlag gefunden habe, der rechtlich hält, praktisch umsetzbar ist und vom Mandanten gelobt wird.

Ist Ihnen auch einmal ein Fauxpas unterlaufen? Welche Erkenntnis zogen Sie daraus?

In der juristischen Arbeit generell und gerade unter dem oft herrschenden Zeitdruck passiert es sehr schnell, dass man einzelne Aspekte übersieht oder falsch einordnet. Dies ist mir auch schon einige Male passiert. Äußerst wichtig – und zum Glück auch üblich – ist es daher, die Arbeitsprodukte mit einem erfahrenen Kollegen zu besprechen, bevor sie an den Mandanten oder an das Gericht gehen. Sollte dennoch einmal ein Fehler unentdeckt bleiben, gilt wie immer im Leben, dass man seinen Fehler sofort offen legen und dazu stehen sollte, um dann gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Wie hat sich Ihr Privatleben verändert, und worin finden Sie den Ausgleich zum Job?

Mein Privatleben hat sich durch den Berufseinstieg natürlich verändert. Die Arbeitsbelastung in der Woche ist ziemlich hoch. Allerdings schaffe ich es meist, mehrmals in der Woche nach der Arbeit zum Sport zu gehen oder mich am Abend mit Freunden zu treffen. Am Wochenende – das zum Glück fast immer arbeitsfrei ist – findet man mich meist am Flughafen, wo ich meinem liebsten Hobby nachgehe, dem Segel- und Motorflug. Die Zeit an der und in der Luft ist ein hervorragender Ausgleich zum Anwaltsberuf, der ja doch überwiegend ein "Bürojob" ist.

Wenn Sie mit Ihrem heutigen Wissen auf Ihr Studium zurückblicken: Gibt es etwas, das Sie anders machen oder worauf Sie besonders achten würden?

Auch im Rückblick bin ich mit meinem Studienverlauf im Großen und Ganzen zufrieden. Besonders wichtig ist es, bereits im Studium Praxis- und Auslandserfahrung zu sammeln. Wenn man später in einem internationalen Arbeitsumfeld – zum Beispiel bei Clifford Chance – arbeiten möchte, muss man gerade die englische Sprache sicher beherrschen. Darauf sollte man während des gesamten Studiums großen Wert legen und alle "Trainingsmöglichkeiten" nutzen: Sprachkurse, englische Vorlesungen, Auslandsaufenthalte und anderes.

Haben Sie so etwas wie ein Tagesmotto oder einen Tipp, den Sie den e-fellows mit auf den Weg geben möchten?

Geht euren Weg und lasst euch nicht von Aussagen wie "Das geht nicht" oder "Das hat noch keiner so gemacht" beirren! Wenn man ein Ziel vor Augen hat und dafür arbeitet, lässt sich oft viel mehr erreichen, als man denkt.

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