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Wie willst du wohnen?

Wohnung, Wohnheim, WG [Quelle: pixabay.com]

Quelle: pixabay.com

Wohnheim-Party vor der Zimmertür oder jeden Abend sturmfreie Bude? Wie der Alltag im Studium aussieht, hängt auch davon ab, wo man wohnt. Bevor man Annoncen aufgibt, sollte man sich darüber klar werden, wie man leben will.

Wohnheim

So lebt es sich: Im Wohnheim ist immer etwas los: Fußballgucken im Innenhof, Party in der Kellerbar, ständig neue Gesichter in der Gemeinschaftsküche. Wer hier einzieht, findet schnell Anschluss – darf aber auch nicht zimperlich sein, wenn es abends mal länger laut bleibt oder der Duschabfluss mit fremden Haaren verstopft ist. Der Standard sind Flure mit vier bis fünf Einzelzimmern von jeweils 11 bis 18 Quadratmetern. Die Bewohner teilen sich Waschraum und Küche. Es gibt aber auch Einzelapartments mit kleiner Küche und Bad. Wohnheimzimmer sind funktional ausgestattet: mit Bett, Schrank, Schreibtisch, Regal und Stühlen. Die Durchschnittsmiete liegt zwischen 170 und 210 Euro, inklusive Internet, Nebenkosten und Reinigungsdienst für die Gemeinschaftsräume.

So kommt man ran: Wohnheimplätze sind wegen der günstigen Mieten rar. Am besten lässt man sich rechtzeitig – auch schon ein halbes Jahr vor der Zulassung – auf die Warteliste setzen. Das Antragsformular gibt man beim örtlichen Studentenwerk ab. Sollte es mehrere Wohnheime geben, kann man seinen Favoriten angeben. Die Chancen auf eine Zusage stehen allerdings besser, wenn man sich nicht festlegt und erst nach dem Einzug einen Wechsel beantragt. Viele Wohnheime haben kirchliche oder private Träger mit unterschiedlichen Aufnahmekriterien. Nicht selten verlangen sie eine Art Bewerbung mit Motivationsschreiben oder sogar die Empfehlung eines Lehrers, Dozenten, Pfarrers oder Vorgesetzten.

WG-Zimmer

So lebt es sich: Die einen wollen jemanden zum gemeinsamen Abendessen und Fernsehgucken, die nächsten nur jemanden, um die Miete zu teilen. Vor dem Einzug muss mit den potenziellen Mitbewohnern geklärt sein, ob man als Familienersatz mit Freunden, lockere Gemeinschaft oder Zweck-WG leben will. Manche WGs erstellen einen Putzplan oder richten eine Haushaltskasse ein, um Grundnahrungsmittel oder Klopapier zu kaufen. Andere trennen Kosten und ordnen jedem Mitbewohner ein Kühlschrankfach zu. Zu pingelig darf man nicht sein: Wer nicht will, dass die anderen Besuch bekommen oder Omas Porzellan benutzen, ist in einer WG falsch.

So kommt man ran: Über kostenlose Internetplattformen wie wg-gesucht.de und wgfinden.de. Wg-cast.de fragt vorab nach eigenen Wünschen, No-Gos und Marotten. Angebote zur Untermiete findet man auf Seiten wie mitwohnzentrale.de und homecompany.de. Auch viele Unis bieten Wohnungsbörsen an – auf Facebook oder am Schwarzen Brett. Wer hier nicht nur nach Angeboten schaut, sondern selber ein Gesuch anpinnt, erhöht die Chance, schnell ein Zimmer zu finden. Wenn möglich, sollte man es vermeiden, am Semesterbeginn zu suchen, um nicht in einen Casting-Marathon zu geraten. Enspannter ist es, während des laufenden Semesters Angebote zu beobachten und zuzuschlagen, wenn ein Zimmer bei netten Kommilitonen frei wird oder man Leute trifft, mit denen man selber eine WG gründen will.

Eigene Wohnung

So lebt es sich: Musik aufdrehen, Schmutzwäsche auftürmen, Stunden im Bad verbringen und mit dem neuen Freund nackt in der Küche sitzen: Die eigene Wohnung ist der Inbegriff von Freiheit, aber in der Regel auch teurer als ein WG-Zimmer. Und alles muss man alleine machen: aus der Nebenkostenabrechnung schlau werden, den Router reparieren, das Bad putzen und die Milch austrinken, ehe sie schlecht wird.

So kommt man ran: Selber zu suchen ist günstiger, als einen Makler anzuheuern, der bis zu zwei Monatsmieten kosten kann. Auf Immobilienscout24.de, Immonet.de und studenten-wg.de gibt es alles von der Maisonette-Wohnung bis zum Loft. Geheimtipps findet man über örtliche Onlinenetzwerke wie Klüngelmaschine in Hamburg oder Restrealität in Berlin. Oder in Lokalzeitungen. Dort lohnt es auch, Annoncen aufzugeben. Viele Vermieter melden sich lieber auf eine Anzeige, als selbst eine zu schalten. Zur Wohnungsbesichtigung mitbringen: Schufa- Auskunft, Einkommensnachweis und Bürgschaft der Eltern.

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