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Mit Lernpartner im Schlafanzug Cases üben

Lernen [© Nelos - Fotolia.com]

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Cases sollte man nicht allein im stillen Kämmerchen üben - außer man ist via Skype mit einem anderen Kämmerchen verbunden. e-fellow Niels fand über die e-fellows.net-Website Lernpartner und bekam wertvolles Feedback für seine Case Studies. Das Bewerbungsgespräch hat er hinter sich, als Lernpartner will er trotzdem nicht aufhören.

"Dass ich auf das Lerngesuch gestoßen bin, war reiner Zufall." Niels hatte sich auf gut Glück in der e-fellows-Community umgehört und die Fragen & Anworten durchstöbert. Schließlich wurde er fündig: "Hol dir einen e-fellow als Lernpartner." – Gesagt, gesucht.

Du siehst was, was ich nicht sehe

Niels gab ein Gesuch auf und schrieb Leute an, die selbst schon auf der Suche waren. Ruck zuck fand er fünf andere Lernwillige, die sich mit ihm auf die Cases stürzen wollten. Die Gespräche fanden über Skype statt. "Es war am Anfang schon etwas komisch, sich mit wildfremden Leuten online zu treffen." Zumal es zu Beginn kleine Missverständnisse gab. "Ich hatte das Video laufen, meine Partner aber nicht. Wahrscheinlich saßen sie im Schlafanzug vorm Laptop." Seitdem gibt auch Niels nur noch seine Stimme preis.

Lernpartner aus der ganzen Welt

Das System ist aber mehr als praktisch: "Es bietet die größtmögliche Flexibilität. Man kann sich spontan treffen und muss nicht lange planen." Außerdem trifft man sich mit Lernpartnern aus der ganzen Welt. "Ich hatte schon Leute aus China oder dem Tessin."

Kinderbetreuung im Fitnessstudio?

Beim Online-Treffen wird ein fiktives Bewerbungsgespräch bei einer Beratung durchgespielt. Dazu gehört insbesondere das Lösen von Cases, also Anwendungsfälle mit allen möglichen Szenarien. Einer spielt dabei den Interviewer, einer den Bewerber. "Da überlegt sich zum Beispiel ein Fitnessstudio, ob es Kinderbetreuung anbieten soll. Dann sollst du beurteilen, ob sich das lohnt. Rechnet sich das im Bezug auf neue Kosten und Mitarbeiter? Bekommt man dadurch mehr Mitglieder?"

Woher der Input? - Ein heißes Thema

Beide Lernpartner bereiten sich vor dem Skype-Gespräch ausführlich vor. "Es ist nicht so einfach, wirklich gute Cases zu finden. Das ist ein heißes Thema. Meistens weicht man dann auf Bücher im Englischsprachigen aus, da gibt es mehr Fälle." Der "Bewerber" bekommt nach der Session ausführliches Feedback. Dieses Feedback ist der eigentliche Mehrwert. War ich souverän genug? Oder wirke ich unsicher?

Die Routine macht’s

Denn es geht nicht nur um den Inhalt, die Treffen haben auch einen  psychologischen Effekt. "Du kannst 100 Cases durchspielen und korrekt  lösen. Worauf es aber im echten Gespräch ankommt, ist dein Auftreten."  Und das kann über das Telefonat geübt werden. "Man entwickelt eine  gewisse Souveränität und Struktur, an die Fälle ranzugehen. Die Routine  macht’s." Einziger Wermutstropfen: Die wirklich reale  Interviewsituation kommt nicht zustande. "Den  Händedruck, die Mimik und  Haltung im Gespräch kann man schlecht üben."

Schicksal und Stress teilen

Außerdem stärkt der Austausch mit anderen die Motivation. "Man ist mit den meisten auf der gleichen Wellenlänge: Es herrscht ein Konsens über die Herangehensweisen  und Quellen und es geht nicht nur darum, Wissen auszutauschen. Man teilt auch dasselbe Schicksal und denselben Stress." Mit der Zeit entwickelt sich ein eigenes Netzwerk. "Man bekommt von den eigenen Lernpartnern andere empfohlen, die zum Beispiel gerade ein Gespräch mit McKinsey hatten." So kommt man an wichtiges Insider-Wissen.

"Die e-fellows sind zielstrebig und ehrgeizig"

Eigentlich lernt Niels ja lieber alleine. "Beim Joggen mit Freunden tausche ich mich dann normalerweise noch mal über die gelernten Inhalte aus." Warum dann ausgerechnet einen Lernpartner bei e-fellows? "Ich wusste, dass man viele Gleichgesinnte trifft, mit denen man auf einer Wellenlänge ist. Die e-fellows sind zielstrebig im Studium und haben  vor, Karriere zu machen. Das ist die gemeinsame Basis." Wie sieht es mit Freundschaften nach getanen Cases aus? Auch das ist  drin. "Mit manchen übe ich zwei- bis dreimal pro Woche und das meist über einen Monat. Das verbindet und man bleibt in Kontakt."

Lernpartner sein - Fast schon ein Hobby

Niels hatte sein Gespräch bei McKinsey eigentlich schon, will sich aber auch noch bei weiteren Beratungen bewerben. Aber selbst wenn das geschafft ist, will er mit den Übungsgesprächen weitermachen. "Man ist sehr dankbar, mit Leuten zu üben, die schon Erfahrung haben. Zwei Neulinge zusammen haben es oft schwer. Außerdem macht es Spaß und ist fast schon wie ein Hobby." Deshalb macht Niels weiter. Vielleicht ja im Schlafanzug.

Selbst einen Lernpartner finden?

Hol auch du dir einen e-fellow - einen besseren Lernpartner kannst du gar nicht finden. Einfach hier eintragen.

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