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Kommt die Selbstbewerbung?

Studienstiftung des deutschen Volkes

Studienstiftung des deutschen Volkes

Gute Chancen für e-fellows, die noch kein Zweitstipendium haben: Die Begabtenförderungswerke nehmen zurzeit mehr Stipendiaten auf als je zuvor. Weil gute Bewerber schwer zu bekommen sind, müssen sie dafür neue Wege gehen. Die Studienstiftung erweiterte letztes Jahr die Vorschlagsmöglichkeiten der Schulleiter und senkte die Anforderungen. Kann man sich bald auch selbst bewerben?

 Bundesforschungsministerin Annette Schavan hat die Spendier- hosen angezogen - die Hauptgeldgeberin der Begabten- förderungswerke will nämlich, dass mehr Hochbegabte ein Stipendium erhalten. Die Studienstiftung des deutschen Volkes nimmt deshalb mehr Stipendiaten auf: Insgesamt 9.500 Stipendiaten unterstützte die Studienstiftung im letzten Jahr. In diesem Jahr sollen es 11.000 werden.
 

Mehr Abiturienten, weniger Anforderungen
 2007 erhöhte die Stiftung die Anzahl der Stipendiaten einerseits dadurch, dass die Schulleiter statt einem nun zwei oder drei Abiturienten vorschlagen können. Andererseits müssen die Bewerber im Auswahlverfahren - also bei Auswahlgesprächen und einer Gruppendiskussion - nur noch 21 von insgesamt 30 Punkten erreichen. Bisher benötigten sie 23 Punkte. Konnten sich zuvor nur 30 Prozent der Bewerber über ihre Aufnahme freuen, sind es jetzt ganze 38.
 

Ein Plädoyer für die Selbstbewerbung
 In einem Interview mit der Welt am Sonntag sprach sich nun der Präsident der Studienstiftung, der Hirnforscher Gerhard Roth, dafür aus, die Selbstbewerbung einzuführen: Studenten sollen sich dafür an eine Ansprechperson an ihrer Universiät wenden können. Dadurch sollen vor allem die Hürden für Studierende in Medizin und Jura sinken. In diesen Massenfächern fällt es meist schwer, einem Professor positiv aufzufallen. Insgesamt stehen dadurch auch mehr Bewerber zur Auswahl. So will die Studienstiftung mehr Stipendiaten aufnehmen, ohne die Anforderungen weiter zu senken.
 

Gesucht: Techniker
 Vielleicht hebt die Selbstbewerbung auch den Anteil der Studierenden in technischen Studiengängen - die stellen bisher lediglich sieben Prozent der Stipendiaten. Gerhard Roth macht dafür das technikfeindliche Klima an den Schulen verantwortlich. Die Selbstbewerbung würde Jung-Technikern einen neuen Weg in die Studienstiftung eröffnen.

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