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Höhere Bildung lohnt sich für Frauen weniger

Geschlecht Business Frau Mann [Quelle: stock.xchng, Autor: mjamesno]

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Frauen arbeiten mehr für weniger Geld – so die Quintessenz einer weltweiten Studie zum Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern. Dabei geht in einigen Ländern die Schere wesentlich weiter auseinander als in anderen. Auch Alter und Bildungsgrad spielen eine erhebliche Rolle.

Dass der Gehaltsunterschied zwischen den Geschlechtern weder Mythos noch zu vernachlässigen ist, bestätigt eine aktuelle Studie der Wage Indicator Foundation. Dazu wurden zwischen 2006 und 2010 eine halbe Million Umfragen in elf Ländern in Europa, Nord- und Südamerika, Afrika und Asien ausgewertet. Das Ergebnis: Den "gender pay gap" gibt es in allen Nationen, allen Industriezweigen und allen Positionen – wenn auch mit einigen Unterschieden.

Dänemark hat den kleinsten "gap"

In keinem einzigen Land werden Frauen gleich gut wie Männer bezahlt. Allerdings klafft je nach Nation eine größere oder kleinere Lücke. Ein Extrem bildet Indien, wo Frauen nur 64 Prozent von dem verdienen, was Männer in der gleichen Position und mit den gleichen Qualifikationen erhalten. Am anderen Ende der Skala steht Dänemark, hier ist der Gehaltsunterschied am kleinsten: Dänische Frauen bekommen immerhin 91 Prozent des Gehalts ihrer männlichen Kollegen.

Haushalt ist Frauensache

Die Ungerechtigkeit setzt sich auch nach Feierabend fort: Den Löwenanteil der Arbeit im Haushalt schultern nach wie vor die Frauen und verlängern somit ihren Arbeitstag noch mal um die eine oder andere Stunde. Entsprechend unzufrieden sind Frauen mit dieser Rollenverteilung: 22 Prozent der Frauen geben an, mit der Verteilung der Haushaltsarbeit unzufrieden oder absolut unzufrieden zu sein – unter den Männern sind es nur 11 Prozent.

Höhere Bildung, größere Lücke

Je nach Beruf ist der Unterschied zwischen männlichem und weiblichem Gehalt mal kleiner, mal größer. Krankenpflegerinnen schaffen es auf 93 Prozent des männlichen Gehalts, Wirtschaftswissenschaftlerinnen dagegen nur auf 72 Prozent. Gerade in Berufen, die eine höhere Bildung verlangen, ist der Unterschied besonders deutlich: Akademikerinnen bekommen im Schnitt ganze 30 Prozent weniger. Für Männer scheint sich ein Hochschulabschluss also deutlich mehr zu lohnen als für Frauen.

Je älter, desto ungleicher bezahlt

Auch mit höherem Alter fallen die Frauen immer weiter hinter das Gehalt der Männer zurück. Bei Arbeitenden unter 25 Jahren ist die Lücke "nur" 15 Prozent groß. Bis 35 Jahre öffnet sich die Schere dann bis auf 19 Prozent, bei den 35- bis 50-jährigen bis auf 25 Prozent. Bei den Über-50-jährigen vergrößert sich der Unterschied dann etwas langsamer – auf schließlich 27 Prozent.

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Kommentar (1)

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  1. Betty

    Gehaltsunterschiede

    Hallo, vielleicht ist das interessant für Euch. Ich habe eine aktuelle Research Study über das Thema "Gehaltsunterschiede" gelesen. In der Studie wurden die Mitglieder des Portals nach den Gehaltsunterschieden befragt. Wie ich fand war es sehr interessant. Ich weiß jetzt nicht ob es in Ordnung ist, aber ich poste einfach mal den Link: http://www.jobvoting.de/news/singleviewN.php?uid=949 Betty

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