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Master lohnt sich - Bachelor auch?

Gehaltsstudie, alma mater, 2009, Euro-Scheine (Quelle: sxc.hu/therysma)

Gehaltsstudie, alma mater, 2009, Euro-Scheine (Quelle: sxc.hu/therysma)

Die studentische Personalvermittlung 'alma mater' veröffentlichte zum fünften Mal in Folge ihre Gehaltsstudie 'Einstiegsgehälter von Hochschulabsolventen und Praktikanten'. An der Befragung nahmen in diesem Jahr deutschlandweit 685 Unternehmen teil. Während die Einstiegslöhne in fast jedem Berufsfeld die 40.000-Euro-Marke durchbrechen, müssen Bachelor-Absolventen mit erheblichen Gehaltsabstrichen rechnen.

 Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Einstiegsgehälter leicht. Die magische Grenze von 40.000 Euro brutto Jahresverdienst wurde fast überall überschritten. Bei Trainees schwankt die Höhe zwischen 33.600 und 45.000 Euro. Dabei haben sich alle Berufsgruppen bis auf den Vertrieb verbessert. Das stärkste Lohnwachstum gibt es im Marketing, in der Fertigung sowie in Forschung und Entwicklung. Insgesamt bewegen sich die Gehältsgrößen der einzelnen Berufsfelder aufeinander zu. Marketing und Personalwesen zahlen trotz Lohnanstieg geringere Gehälter als der Durchschnitt aller Berufsgruppen. Die besten Gehälter für Einsteiger zahlen Forschung und Entwicklung, Einkauf, Fertigung und das Finanzwesen.
 

Großunternehmen zahlen nach Tarif

 Das durchschnittliche Einstiegsgehalt steigt proportional zur Firmengröße. Großunternehmen zahlen im Schnitt 4,72 Prozent mehr Lohn als der Durchschnitt. Allerdings lagen sie im vergangenen Jahr noch bei 6,9 Prozent. Der größte Unterschied (fast 4.000 Euro) besteht zwischen tarifgebundenen Gehältern und der Entlohnung ohne Flächentarif. Dabei zahlen zwei Drittel der Großunternehmen nach Tarif.
 

Höhere Gehälter für Spezialisten

 Auf Grund ihrer Firmengröße und dem Grad der Spezialisierung zahlen die Firmen aus Versorgung, Fahrzeugherstellung, Bankwesen, Maschinenbau, Elektrotechnik und Chemie/Pharma die höchsten Einstiegsgehälter. Unternehmensberatungen zahlen überraschenderweise unterdurchschnittlich. Grund: 60+ sind nur bei den Top-Beratungen drin, die zahlreichen kleinen Beratungen zahlen deutlich weniger. Schlusslichter der Gehaltstabelle und bei den Trainee-Gehältern bilden Medien, öffentlicher Dienst und sonstige Dienstleister.

Regionale Verteilung

 Regional gleichen sich die Unterschiede an. Der Norden holt mit Einstiegsgehältern von 40.378 bis 40.516 Euro den Süden ein. Spitzenreiter sind Niedersachsen, Baden-Württemberg und Hamburg. Die östlichen Bundesländer liegen mit rund 39.000 Euro noch immer unter dem Westniveau.
 

Master und Diplom im Vorteil

 Bei den Abschlüssen erhält der Master inzwischen stärkere Anerkennung. Der Bachelor dagegen erschwert die Gehaltsverhandlungen deutlich. Aufgrund der geringeren Studiendauer und stofflichen Tiefe führt er zu 15 bis 20 Prozent geringeren Einstiegsgehältern. Der Master und das Diplom werden in der Regel als gleichrangig betrachtet, wobei sich der neue Abschluss in größeren Unternehmen durchsetzt.

Praktika werden besser entlohnt

 Praktika haben an Bedeutung gewonnen. Es gibt jedoch unterschiedliche Erwartungen. Studenten suchen verstärkt Kurzpraktika von einigen Wochen, während die Unternehmen mehrmonatige Verpflichtungen anstreben. In der Folge entsteht ein Mangel an geeigneten Praktikanten, was zum Anstieg des Durchschnittlohns auf 600 Euro führt. Noch vor ein paar Jahren lag er unter 500 Euro pro Monat.
 

Konsolidierung auf hohem Niveau

 Insgesamt halten sich die Einstiegsgehälter für Aklademiker auf hohem Niveau. Vor allem die unteren Lohnsegmente verzeichnen sogar Zuwächse. Zudem werden vermehrt Gehälter über 50.000 Euro gezahlt. Steigende Tendenzen gibt es im produzierenden Gewerbe. Ingenieure und Techniker waren zum Zeitpunkt der Studie gefragt, was zu überdurchschnittlichen Gehältern führte.

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