Partner von:

Aus Freude am Helfen

Corporate Social Responsibility CRS Corporate Volunteering Corporate Citizenship

Corporate Social Responsibility CRS Corporate Volunteering Corporate Citizenship

Im Krieg sei, so heißt es, alles erlaubt. Im 'War for Talents' wäre einiges mehr erlaubt – aber gerade ein zugkräftiges Lockmittel nutzen die um Nachwuchs buhlenden Unternehmen bisher kaum: das Corporate Volunteering. Selbst der Begriff ist noch wenig bekannt. Dabei profitieren Unternehmen, Mitarbeiter und Gesellschaft davon, wenn die Firma ehrenamtliche Tätigkeiten unterstützt.

Das soziale Engagement der Unternehmen ist in den letzten Jahren stark ins Blickfeld der Öffentlichkeit gerutscht. Wo Betriebe von heute auf gestern geschlossen werden, wo trotz Milliardenumsätzen Tausenden gekündigt wird, suchen Arbeitnehmer nach Unternehmen, die ihre soziale Verantwortung ernst nehmen und umsetzen.

Corporate Volunteering: eine Definition
Von den Übersetzungen des nicht eben handlichen englischen Ausdrucks ist eine sperriger als die andere: "Betriebliche Freiwilligenprogramme" – das klingt so verlockend wie "betrieblicher Frühsport". Und an "gemeinnütziges Unternehmensengagement" bricht man sich die wohlwollende Zunge. Dahinter steckt ein Element der "Corporate Social Responsibility" (CSR) und ein wichtiges Kriterium heutiger Absolventen bei der Auswahl ihres Arbeitgebers. Wie wichtig, das wurde ja bereits im Expertenforum CSR in der Community lebhaft diskutiert. Zur CSR zählt "Corporate Citizenship", bei dem sich das Unternehmen als "guter Bürger" in der Gemeinschaft zeigt. Und was tun gute Bürger? Entweder Geld spenden – was sich bei Unternehmen "Corporate Giving" nennt – oder selbst aktiv werden. Dieses freiwillige Engagement ist eben "Corporate Volunteering": Der Arbeitgeber ermuntert seine Mitarbeiter zu ehrenamtlichen Tätigkeiten, die der Gemeinschaft zugute kommen.

Wie – ich soll freiwillig für meine Firma arbeiten?
Ein zentraler Aspekt des Corporate Volunteering ist, dass die geleistete Arbeit gerade nicht dem Unternehmen nützt. Der Anteil des Unternehmens ist also die (bezahlte) Zeit, die es dem Arbeitnehmer "schenkt", um aktiv zu werden. Und der Anteil des Angestellten ist die Mitarbeit an einem Projekt. Das kann alles Mögliche sein: Da veranstalten die Trainees einen Bingo-Abend im Altenheim, da gibt der Personalmanager Hauptschülern Tipps für die Bewerbung, oder das Controlling-Team renoviert gemeinsam den örtlichen Kindergarten. In den USA hat das bereits über 50-jährige Tradition, in Deutschland fängt man gerade erst damit an.

Die Gemeinschaft profitiert – und das Unternehmen?
Und genau das ist das Problem vieler Unternehmen – sie kommunizieren ihr Engagement nicht genügend. Dabei bedeutet Corporate Volunteering laut dem Marketing-Fachmagazin Promotion Business eine "Erotisierung des Engagements". Gefühle bei Belegschaft und Kunden zu wecken ist immer gut – und kann die entscheidende Nasenlänge Vorsprung im Krieg um die jungen Talente einbringen. Eine Studie der Humboldt-Universität zu Berlin in Kooperation mit Scholz & Friends und der Financial Times Deutschland fand heraus, dass sich ein großer Teil der Führungskräfte in solchen Freiwilligenprogrammen engagiert. Dementsprechend werden diese Angebote durchaus auch bei der Wahl eines neuen Arbeitgebers als Kriterium herangezogen. Nur: Wie soll das gehen, wenn keiner weiß, was die Firma treibt?

Saubere Spielplätze und fröhliche Kinder
Als Stipendiat profitierst du bereits vom Corporate Volunteering der Partnerunternehmen von e-fellows.net. Das Mentorenprogramm kann nämlich auch dem freiwilligen, durch den Arbeitgeber unterstützten Engagement zugerechnet werden. Aber das ist nicht alles: So fördert die Deutsche Bank beispielsweise mit "Mentor plus" leistungsstarke Zuwandererkinder, Freshfields-Mitarbeiter säuberten Spielplätze in Köln und rund 95 Standorte weltweit von Roche beteiligen sich an dem jährlichen AIDS-Walk zugunsten HIV-infizierter Kinder. Nach vielen dieser Aktivitäten muss man aber lange suchen. Corporate Volunteering ist ein Punkt, durch den die Unternehmen in der Öffentlichkeit punkten könnten - wenn sie ihn verstärkt kommunizieren würden. Dann aber wäre ihnen die Aufmerksamkeit auch der jungen Talente, um die sie kämpfen, sicher. Und so gewinnt man Kriege: mit Freiwilligkeit.

nach oben

Hol dir Karriere-Infos,

Jobs und Events

regelmäßig in dein Postfach

Kommentare (0)

Zum Kommentieren bitte einloggen.