Wirtschaftsingenieurwesen (Karlsruher Institut für Technologie)

Artikel zum Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen am Karlsruher Institut für Technologie (Zusammenschluss der Universität Karlsruhe (TH) und dem Forschungszentrum Karlsruhe).

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Das Studium

Das Studium des Wirtschaftsingenieurwesens ist allen zu empfehlen, die sich nicht von Beginn ihres Studiums an festlegen wollen, was genau sie später machen wollen. Ein Wirtschaftsingenieur erhält eine breit gefächerte Ausbildung in Wirtschaft, Technik und Informatik, wodurch drei Kerngebiete der heutigen Geschäftswelt abgedeckt werden.

Wer an der Universität Karlsruhe ein Studium des Wirtschaftsingenieurwesens beginnt, sollte sich allerdings darüber im Klaren sein, dass dieses deutlich wirtschaftswissenschaftlich ausgerichtet ist, sowohl von der Anzahl der Semesterwochenstuden als auch von der Gewichtung der Noten. Man kann zwar im Vertiefungsstudium und im Master mehr Wert auf ingenieurwissenschaftliche Fächer legen, aber im Gegensatz zu anderen Universität (z.B. Darmstadt oder Aachen) ist der Technikanteil doch relativ gering und die Lehre in diesen Bereichen ist hinter denen anderer Universitäten doch ein Stück zurück. Daher empfhielt sich das Studiums des Wirtschaftsingenieurwesens in Karlsruhe nur für diejenigen, die eine Affinität zu wirtschaftlichen und/oder informationstechnischen Themen haben. Wer ein Ingenieursstudium mit wirtwissenschaftlichem Background absolvieren will, sollte an einer anderen Universität Wirtschaftsingenieurwesen studieren oder zunächst ein echtes Ingenieursstudium abschließen und ein wirtschaftswissenschaftliches Aufbaustudium draufsetzen.

Seit dem Wintersemester 2007/2008 ist der Studiengang auf das Bachelor/Master-System umgestellt.

Für das Bachelor-Studium sind 3 Semester Grundstudium und 3 Semester Vertiefungsstudium, also 6 Semester veranschlagt, für den Master sind es 4 Semester. Zur Zeit ist noch nicht geklärt, ob alle Studenten, die in Karlsruhe einen Bachelor-Abschluss machen, auch einen Masterplatz bekommen. Entsprechende Anträge und Petitionen gibt es bereits.

Mit dem Bachelor-/Mastersystem ist auch die Flexibilität des Studiums ein wenig verloren gegangen. (Auslands-)Praktika und Auslandssemester sind wesentlich schwerer im Stundenplan unterzubringen. Sinnvoller wäre es in so einem Fall, ein Jahr "auszusetzen" und dann wieder einzusteigen.

Zulassungsbedingungen und Einstieg ins Studium

Aufgrund der vielen Bewerber (WS 2008/2009: über 3200 Bewerbungen, 470 Plätze) gibt es für Studieninteressierte relativ hohe Hürden zu nehmen. Für eine Bewerbung wichtig sind ein guter Abischnitt (am Besten 1,5 oder besser), gute Noten in Mathematik (sehr wichtig), Deutsch und Englisch (am Besten 12 Punkte aufwärts) sowie Gesellschaftliches Engagement (z.B. in Vereinen oder Parteien), aber auch sportliche und musikalische Erfolge (hier allerdings auf sehr hoher Ebene).

Einstieg ins Studium ist immer nur im Wintersemester möglich, die Bewerbungsfrist endet meistens am 15. Juli. Mit dem Zulassungsbescheid kommt auch immer eine Einladung zur Orientierungs-Phase (und die Aufforderung, Studiengebühren zu bezahlen), die i.d.R. in der Woche vor dem Semesterstart, also Mitte Oktober stattfindet. In der O-Phase lernt man neue Leute kennen und erhält von den Tutoren wichtige Informationen zum Studium. Die O-Phase hat bereits eine gewisse Berühmtheit erlangt und man sollte auf jeden Fall teilnehmen wenn irgendwie möglich.

Ein mehrwöchiger (davon eine Woche Präsenzphase) Mathematik-Vorkurs wird angeboten. Wer sich darüber hinaus schon vorher auf das Studium vorbereiten möchte, sollte sich ein wenig Java Programmierkenntnisse aneignen, da dies meist die größte Herausforderung im ersten Semester darstellt.

Semesterzeiten

Die Semester in Karlsruhe dauern immer vom 1. Oktober bis 31. März (Wintersemester) und vom 1. April bis zum 30. September (Sommersemester). Die Vorlesungen im Wintersemester beginnen stets Mitte Oktober und enden Mitte Februar, im Sommersemester finden Vorlesungen von Ende April bis Ende Juli statt. Die meisten Klausuren finden in der vorlesungsfreien Zeit statt.

Bachelor

Das Grundstudium

Seit der Umstellung auf Bachelor und Master dauert das Grundstudium 3 Semester. Die Fächer, die zu belegen sind, sind strikt vorgegeben und auch ein echter Stundenplan ist online bei der Fakultät abrufbar. Dies erleichtert vielen Studenten den Einstieg in den Universitätsalltag, lässt aber weniger Freiheiten bei der Gestaltung des eigenen Studiums zu. Da in den ersten 3 Semestern jedoch Grundkenntnisse vermittelt werden, wie sie jeder Student dieses Studiengangs benötigt, fällt die Einschränkung der Wahlfreiheit nicht weiter ins Gewicht.

Diese Tabelle gibt eine Übersicht über die verschiedenen Veranstaltungen des Grundstudiums und ihre Gewichtung:

Semester BWL (15) VWL (10) Mathematik (21) Informatik (15) Operations Research (9) Statistik (10) Ingenieurswissenschaften (10)
1 BWL Finanzwirtschaft und Rechnungswesen (4) & BWL Unternehmensführung und Informationswirtschaft (3) VWL I: Mikroökonomie (5) Mathematik 1 (7) Programmieren I: Java (5) - - Werkstoffkunde I (2,5) & Stoffumwandlungen und Bilanzen (2,5)
2 BWL Produktionswirtschaft und Marketing (4) VWL II: Makroökonomie (5) Mathematik 2 (7) Grundlagen der Informatik I (5) Einführung in das Operations Research I (4,5) Statistik I (5) -
3 BWL Rechnungswesen (4) - Mathematik 3 (7) Grundlagen der Informatik II (5) Einführung in das Operations Research II (4,5) Statistik II (5) Elektrotechnik I (2,5) & Technische Mechanik I (2,5)

Die Note des Grundstudiums ergibt sich durch den Durchschnitt aus den einzelnen Modulen. Innerhalb der Module werden die verschiedenen Lehrveranstaltungen gemäß der Gewichtung gewertet, d.h. z.B. die BWL-Note ist 3*BWL A + 4*Rechnungswesen I + 4*BWL B + 4*BWL C und das alles geteilt durch 15. Nach der ersten Nachkommastelle wird abgeschnitten. Anschließend wird aus allen Modulen mit Hilfe der Gesamtgewichtung der Durchschnitt ermittelt. Das Vertiefungsstudium zählt im Gegensatz zum Grundstudium doppelt!

Es folgt nun eine Beschreibung der einzelnen Module im Grundstudium:

BWL: Dieser Block beinhaltet die Veranstaltungen Rechnungswesen I, BWL A, B und C. Im 1. Semester erhalten die Studenten in Rechnungswesen I eine Einführung in die Finanzbuchhaltung und die Kosten- und Leistungsrechnung sowie in BWL A eine Einführung in die allgemeine Materie der BWL. In den beiden darauffolgenden Semestern werden in BWL B und C jeweils 3 Teilgebiete der BWL vertieft, was es den Studenten erleichtern soll, ihre Entscheidung im Modul BWL fürs Hauptstudium zu treffen. Die vorgestellten Bereiche sind Marketing, Produktionswirtschaft und Informationswirtschaft (BWL B) sowie Strategie / Organisation, Grundlagen der Finanzierung und Controlling (BWL C). In BWL A und Rechnungswesen I werden Aufgaben in der Vorlesung gemacht, in BWL B und C gibt es Tutorien. Während in Rechnungswesen I viel gerechnet wird und von den Studenten verlangt wird, das Vermittelte zu verstehen und anzuwenden, wird in den anderen drei BWL-Veranstaltungen eher Wert auf die Vermittlung einer großen Menge theoretischen Stoffs gelegt, sodass für die Klausuren viel auswendig zu lernen ist.

VWL: Im Grundstudium gibt es in VWL nur 2 Veranstaltungen: Im 1. Semester wird die Mikroökonomie vorgestellt, im 2. Semester die Makroökonomie. VWL I ist neben Statistik I eine der Orientierungsprüfungen des Studiengangs und muss bis Ende des 3. Semesters erfolgreich bestanden sein. In beiden Veranstaltungen werden Tutorien, in VWL I auch große Hörsaalübungen angeboten. Während VWL I z.T. komplex mathematisch vermittelt und so auch abgeprüft wird, beschäftigt man sich in VWL II eher mit dem Erkennen und Bewerten größerer Zusammenhänge.

Mathematik: In der Universität Karlsruhe wird generell starken Wert auf eine solide mathematische Ausbildung aller Studenten gelegt. Dies ist im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen nicht anders. Zwar ist die Mathematik nicht so hart wie in anderen Studiengängen und es gibt extra für Wirtschaftsingenieure eine eigene Mathematik-Veranstaltung, dennoch sollte man einiges an Zeit investieren, da das Mathematik-Modul im Grundstudium am Stärksten gewichtet wird. Im 1. Semester wird neben Logik, Mengenlehre, Folgen und Reihen insbesondere die Differentialrechnung vertieft. Das 2. Semester beginnt mit Integralen und vermittelt danach Kenntnisse in der Linearen Algebra. Im 3. Semester geht es schließlich um Funktionen und Integrale mehrerer Veränderlicher sowie Differentialgleichungen. In allen drei Semestern werden neben der Vorlesung auch Tutorien und Übungen angeboten. In Mathematik 1 und 2 werden pro Semester 2 Klausuren geschrieben, in Mathematik 3 nur die übliche Abschlussklausur.

Informatik: Das Informatik-Modul im Grundstudium gliedert sich in Programmieren I: Java sowie Grundlagen der Informatik I und II. Während in Programmieren I ziemlich praxisorientiert in der Sprache Java programmiert wird, vermitteln die beiden darauffolgenden Informatikveranstaltungen theoretisches Wissen in grundlegenden Bereichen der Informatik wie Algorithmen, Sortierverfahren, Tests, Datenbanken u.ä. Programmieren I bietet mit Saalübungen, Tafeltutorien und Rechnerpraktika das wohl umfangreichste Angebot an Veranstaltungen an. In den Rechnerpraktika ist wöchentlich ein selbst geschriebenes Programm abzugeben und zu erklären, um die Zulassung zur Klausur zu erreichen. In den beiden Informatik-Veranstaltungen im 2. und 3. Semester gibt es vorlesungsbegleitend Tutorien. Studenten, denen Programmieren I gefallen hat, wählen gerne im 2. Semester bereits die Folgeveranstaltung Programmierung kommerzieller Systeme: Anwendungen in Netzen mit Java, die zwar zum Vertiefungsmodul Informatik gehört, inhaltlich aber nahtlos an Programmieren I anschließt.

Operations Research: Die beiden Veranstaltungen Einführung in das Operations Research I und II vermitteln Grundkenntnisse des OR in verschiedenen Bereichen, wie z.B. Lineare und nicht-lineare Optimierung, Graphentheorie u.ä. Das Besondere am OR-Modul ist, dass die Veranstaltung nach dem 3. Semester mit einer einzigen Gesamtprüfung beendet wird, d.h. es wird der Stoff aus 2 Semestern abgeprüft.

Statistik: Dieses wie OR im 2. und 3. Semester angesiedelte Modul gliedert sich in die 3 Teilbereiche Deskriptive Statistik, Wahrscheinlichkeitstheorie und Induktive Statistik. Der erste Teil beschäftigt sich besonders mit der Beschreibung von Umfragen, Ereignisse usw., der zweite Teil führt Zufallsvariablen und Standardfunktionen ein und im abschließenden Teil werden Tests und Schätzungen vorgestellt. In Statistik I und II werden neben der Vorlesung Tutorien angeboten und in 6 Rechnerpraktikumsblöcken kann ein PC-Schein für statistische Arbeit mit Excel erworben werden. Statistik I und II gehören zu den anspruchsvollsten Prüfungen im Grundstudium und bei Statistik I ist zusätzlich zu beachten, dass es wie VWL I eine Orientierungsprüfung ist und daher bis zum Ende des 3. Semesters erfolgreich abgeschlossen sein muss.

Ingenieurswissenschaften: Im Ingenieursbereich werden sowohl im 1. als auch im 3. Semester jeweils 2 Veranstaltungen angeboten. Im 1. Semester sind dies Werkstoffkunde und Stoffumwandlungen und Bilanzen ("StoBi"). Während Werkstoffkunde sich mit dem atomaren Aufbau und dem Einsatz verschiedener Werkstoffe in der Realität beschäftigt, geht es in StoBi hauptsächlich um Energie- und Stoffbilanzen. Im 3. Semester vermitteln die Veranstaltungen Elektrotechnik I und Technische Mechanik I Grundlagen, die für das weitere Studium im Ingenieursbereich wichtig sind.

Es ist zu empfehlen, das verpflichtende 8-wöchige Betriebspraktikum bereits nach dem 2. Semester abzulegen, da hier noch eine relativ lange Zeit zwischen der letzten Klausur und dem Beginn des 3. Semesters frei ist.

Das Vertiefungsstudium

Diese Tabelle gibt eine Übersicht über die verschiedenen Veranstaltungen des Vertiefungsstudiums und ihre Gewichtung, die genauso abläuft wie im Grundstudium:

Semester Pflichtprogramm Wahlpflichtprogramm
4 + 5 BWL (9) VWL (9) Informatik (9) Operations Research (9) Ingenieurswissenschaften (9) Seminare und Schlüsselqualifikationen (6+3) Betriebspraktikum (0) BWL oder Ingenieurswissenschaften (9) Wahlpflichtmodul (9)


6 Bachelorarbeit (12)

Wie auch das Grundstudium sind für das Vertiefungsstudium 3 Semester angesetzt. Im Gegensatz zum Grundstudium hat der Student hier relativ viele Wahlmöglichkeiten. Vorgeschrieben sind 7 fachliche Blöcke, 2 Seminare, 1 achtwöchiges Betriebspraktikum und 1 Bachelorarbeit.

BWL-Modul: Hier gibt es die größte Auswahl an Veranstaltungen: Die Studenten können zwischen so unterschiedlichen Fächern wie Strategisches Management, Finance, Marketing, Innerbetriebliches Rechnungswesen, Industrielle Produktion, Energiewirtschaft usw. wählen.

VWL-Modul: In VWL gibt es primär (wie im Grundstudium) eine Unterscheidung zwischen mikro- und makroökonomischen Veranstaltungen, die sich aber ebenfalls mit vielen verschiedenen Themen beschäftigen. Beispiele hierfür wären die Spieltheorie und Wohlfahrt (Mikroökonomie) sowie Spezielle Steuerlehre, Öffentliche Einnahmen, Außenwirtschaft und Internationale Wirtschaftspolitik (Makroökonomie).

Informatik-Modul: In der Informatikvertiefung muss entweder Programmierung kommerzieller Systeme: Anwendungen in Netzen mit Java oder Programmierung kommerzieller Systeme: Einsatz betrieblicher Standardsoftware gewählt werden. Ersteres vertieft die Kenntnisse aus Programmieren I, Letzteres beschäftigt sich eher mit dem vernunftgemäßen Einsatz bereits erstellter Software. Neben dieser Pflichtveranstaltung muss mindestens eine weitere Veranstaltung gewählt werden, zur Auswahl stehen z.B. Angewandte Informatik, Complexity Systems, Effiziente Algorithmen u.v.a.

Operations Research-Modul: Aufbauend auf den Kenntnissen aus der Einführungsvorlesung im Grundstudium gibt es hier verschiedene Module, die sich mit speziellen Optimierungsstrategien beschäftigen, z.B. Globale Optimierung oder Nicht-lineare Optimierung. In OR gibt es meistens Tutorien und Rechnerpraktika, damit die Studenten den theoretischen Stoff praktisch anwenden können und geeignete OR-Software kennen lernen.

Ingenieurswissenschaften-Modul: Ähnlich wie in BWL ist auch hier die Auswahlmöglichkeit extrem groß: Neben der Vertiefung von Grundkenntnissen in Elektrotechnik oder Technische Mechanik können Module über Geophysik, Katastrophenverständnis, Erneuerbare Energien, Fahrzeugkonstruktion usw. gewählt werden. Seit 2009 ist es auch möglich, sich selbst ein individuelles Ing-Modul zusammenzustellen, sofern die Veranstaltungen zusammenpassen.

Neben diesen 5 Modulen ist ein weiteres BWL- oder Ing-Modul zu wählen, ein 7. Modul, das sog. Wahlpflichtmodul kann man völlig frei festlegen, hier stehen auch Module über Statistik, Recht und Soziologie zur Verfügung.

Um den Bachelor abschließen zu können, müssen 8 Wochen Betriebspraktikum mit einer kaufmännischen oder technischen Arbeit nachgewiesen werden können und ein Praktikumsbericht geschrieben werden.

Zum Abschluss des Bachelorstudiums gehört schließlich die Bachelor-Arbeit, auch Bachelor-Thesis genannt, in welcher die Studenten zu einem selbst gewählten eine Abschlussarbeit schreiben müssen. Hierbei wird häufig mit Firmen in Karlsruhe und Umgebung zusammengearbeitet.

Master

Eine genauere Beschreibung des Master-Studiengangs folgt demnächst.

Veranstaltungsformen

Vorlesung

Die klassische Vorlesung gibt es an der Karlsruher Universität noch in jeder Veranstaltung. Hier steht der Dozent vorne im Raum (oder im Saal) und liest den Stoff vor. Fragen werden hier so gut wie nie gestellt. Häufig gibt es ein Skript oder Vorlesungsfolien im Internet, manchmal empfiehlt der Dozent auch ein Buch, das die Vorlesung begleitet (z.B. Mathematik 1 und 2 oder VWL I und II).

Saalübung/Übung

Ähnlich wie in der Vorlesung steht auch hier der Dozent vorne, allerdings ist dies meist nicht der Vorlesungsveranstalter, sondern der Übungsleiter. In der Übung werden an der Tafel oder per Beamer Aufgaben für den ganzen Saal vorgerechnet, Fragen werden eher selten gestellt. Für die Übungen werden meistens im Voraus Übungsblätter online gestellt. Saalübungen bzw. Übungen gibt es z.B. in Mathematik, in VWL I und in Programmieren I.

(Tafel-)Tutorium

In den (Tafel-)Tutorien geht es dann im Gegensatz zu Übung und Vorlesung ein bisschen mehr wie in einer Schulklasse zu. Es sind rund 25 bis 30 Studenten anwesend (in Extremfällen auch 50 oder 60) und ein Tutor, der selbst Student ist und häufig im gleichen Studiengang ist, rechnet wichtige Aufgaben vor und wiederholt wichtigen Stoff. Hier kann man nach Lust und Laune Fragen stellen, allerdings sind die Tutoren sicherlich nicht so allwissend wie die Professoren oder Übungsleiter und können daher nicht auf jede noch so abwegige Frage eine Antwort geben. Dennoch tragen die Tutorien wohl mit am Meisten zum Verständnis bei und sind deswegen bei den Studenten immer besonders beliebt. Tutorien gibt es in fast jedem Fach im Grundstudium, im Vertiefungsstudium sind sie eher unüblich.

Rechnerpraktikum

In den Rechnerpraktika werden entweder selbst geschriebene Programme von den Tutoren abgenommen (Programmieren I / Programmierung kommerzieller Systeme) oder es werden mit Hilfe von Tutoren Aufgaben gelöst, z.B. in VWL II, Statistik oder in OR-Vertiefungsmodulen. Hier wird mit verschiedener Software gearbeitet, um den Studenten einen praktischen Einblick in die Anwendungsmöglichkeiten des vermittelten Stoffs zu geben. Auch wenn die Rechnerpraktika mit Ausnahme der Programmieren-Veranstaltungen (hier sind sie entscheidend für die Klausur-Zulassung) freiwillig sind, sollte man sie doch unbedingt machen, weil sie viel für das Verständnis beitragen (Statistik) und teilweise sogar Extrapunkte für die Klausur bringen (VWL II).

Online-Plattformen

KIT-Studierendenportal

Seit dem Zusammenschluss der Universität Karlsruhe mit dem Forschungszentrum Karlsruhe (TH) gibt es das sog. KIT-Studierendenportal, bei dem sich Studierende per Internet rückmelden können, Bescheinigungen fürs Studium und die Straßenbahn ausdrucken können usw. Immer mehr Institute setzen zudem auf das Portal, um ihre Vorlesungsfolien, Skripte, Übungsblätter, Lösungen usw. anbieten. Auch Foren zu den einzelnen Veranstaltungen gibt es im KIT-Portal.

Ilias

Das Ilias ist der KIT-Portal-Vorgänger und wird derzeit noch von vielen Instituten benutzt, um wie im KIT-Portal Lernmaterial sowie Forensupport zur Verfügung zu stellen.

Weitere Plattformen

Einzelne Institute (z.B. das IWW, zuständig für VWL II: Makroökonomie, oder das AIFB, zuständig für die Informatik-Veranstaltungen) haben auch noch einige Seiten, auf denen sie aktuelle Ankündigungen machen, Lernmaterial hochladen, Noten und Notenskalen bekannt machen usw.

Lage

Der Universitäts-Campus liegt leicht östlich vom Stadtzentrum (Europaplatz bis Marktplatz) und wird im Westen direkt vom Schloss und dem Schlosspark begrenzt. Im Süden wird die Universität von der Kaiserstraße begrenzt, im Norden von Hardtwald. Die Universität ist mit dem gut ausgebauten Karlsruher S-Bahn-Netz über die Haltestellen Kronenplatz/Universität und Durlacher Tor erreichbar. Die Einkaufsstraße Karlsruhes, die Kaiserstraße ist in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar. Zu Fuß sind auch innerhalb der Universität alle Gebäude in einer Viertelstunde zu erreichen.

Vorlage:Studiengänge efn

Weblinks