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University of New South Wales, Sydney


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Lage

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Die University of New South Wales befindet sich zirka eine Viertelstunde (Bus) entfernt vom Stadtzentrum Sydneys im Stadtteil Kensington, studientechnisch etwas ungünstig gelegen in der Nähe von des belebten Coogee Beach. Die Uni ist mit ihren 40.000 Studenten ziemlich groß und ausgesprochen international. Etwa ein Viertel der Studenten stammt aus dem Ausland, etwa zur Hälfte aus dem asiatischen Raum, man begenet allerdings auch vielen Europäern und Amerikanern. Mit ihren über 200 Partneruniversitäten genießt sie auch den Ruf, Australiens internationalste Uni zu sein. New South Wales ist übrigens der Australische Bundesstaat, in dem Sydney liegt. UNSW klingt für Australier also so ähnlich wie Universität des Freistaats Bayern.

Sydney selbst ist eine Traumstadt mit ihren vielen Buchen, Wassersportmöglichkeiten, Clubs und Pubs, internationalen Restaurants, fünf Universitäten und etlichen benachbarten Nationalparks. Obwohl die sonnig warme Strandatmospähre vermutlich eine der typischen Vorstellungen von Sydney ist, kann es dort im Winter überraschenderweise auch ausgesprochen nass und tendenziell kalt sein. Es fällt zwar kein Schnee, aber da die Leute meist der Ansicht sind, dass man keine Zentralheizung benötigt (man wohnt ja schließlich in Sydney), kann man dort auch ganz schön frieren. Der typische Australier zieht dann ein zweites Paar Socken und ein weiteres T-Shirt an und findet es ein bisschen kühl (ca. 10°C).

Den Unicampus erreicht man problemlos mit dem Bus und dem Auto, da er an eine der zentralen Verkehrsadern Ost-Sydney (der Anzac Parade) grenzt. Besonders zu empfehlen vom Flughafen aus ist übrigens die Buslinie 400, die einen zu Nahverkehrspreisen direkt zur Uni (oder nach Bondi Beach...) bringt.

Studium

Die UNSW bietet alle gängigen Studienrichtungen an.

Fakultäten

UNSWLib
Die University of New South Wales von außen
  • Faculty of Arts and Social Sciences
  • Australian Defence Force Academy
  • Australian Graduate School of Management
  • Faculty of the Built Environment
  • Faculty of the College of Fine Arts
  • Faculty of Commerce and Economics
  • Faculty of Engineering
  • Faculty of Law
  • Faculty of Medicine
  • Faculty of Science

Studienkosten und Gegenwert

Am günstigsten ist das Studium, wenn man an dem Austauschprogramm einer deutschen Partnerunis teilnehmt. In diesem Fall werden nur die Studiengebühren an der Heimatuniversität fällig. Andernfalls muss man versuchen, die Studiengebühren (2006, Undergraduate, Naturwissenschaftliche Fächer: AUD 21.840, etwa 13.200 Euro pro Jahr) selbst zu aufzubringen oder beispielsweise über ein DAAD Stipendium zu finanzieren. Australier zahlen übrigens nur etwa ein Viertel. Den hohen Gebühren steht allerdings auch eine Ausstattung gegenüber, die in Deutschland ihres Gleichen sucht. Die Unigebäude sind top instand gehalten oder neu (~2000) gebaut, die Unibibliothek ist groß, ausreichend bestückt und 24h am Tag zugänglich. Die Computer- und Laborausstattung ist gut und neu, Studenten werden gut und professionell betreut und auf vielerlei Art an die Hand genommen und unterstützt. Bei der Wohnungssuche gibt es beispielsweise ein gemanagtes Schwarzes Brett auf dem Campus, Personen, die einen zu Besichtigungsterminen fahren und bewerten können, ob das Angebot vernünftig ist. Ein anderes Beispiel ist der Uni-Anwalt, der einem bei Bedarf kostenlos rechtlich berät.

Grandios ist auch das Campusleben mit den diversen, ausgesprochen gut ausgestatteten Studentensocieties. Für eine kleine Beitrag pro Semester (~10 Eur) kann man diesen Clubs beitreten und von deren Angeboten profitieren. Der Tauchclub besitzt beispielsweise zwei Tauchboote (ein Gummiboot und ein Hartschalenboot für ca. 10 Taucher) und einen ganzen Raum voller Lungenautomaten, Flaschen und Jackets, die man sich für kleines Geld leihen kann. Wenn man eine Tauchtour organisiert, leiht man sich einfach einen Uni-Pickup zum Ziehen des Bootes. Der Bootsführerschein ist übrigens an einem Samstag absolviert und kostet etwa 40 Eur. Dann kann man (nach kurzer Einführung) auch selbst das Boot fahren. Natürlich werden auch stark vergünstigte Tauchkurse uvm. angeboten. Ganz ähnlich sieht es bei den unzähligen anderen Societies (Windsurfing, Bushwalking, ...) aus. Man kann auch recht einfach selbst eine Society gründen und wird dann von der Uni finanziell unterstützt. Zu Beginn des Semesters gibt es eine Orientation-Week (O-Week) in der sich alle Clubs mit einem kleinen Stand vorstellen und um Mitglieder werben.

Deutsche Partnerunversitäten

  • Bauhaus-University Weimar
  • Berlin University of the Arts
  • Freie University, Berlin
  • University of Bonn
  • Frankfurt Schoof of Finance & Management, Frankfurt
  • Freiburg University
  • Humboldt University, Berlin
  • University of Mannheim
  • University of Media Art and Design Karlshrue
  • Technical University of Darmstadt
  • University of Tübingen

Lehre

Die Vorlesungen sind im Vergleich zu Deutschland etwas schulähnlicher, allerdings in einem recht positiven Sinne. Studenten werden deutlich individueller betreut, die Lecuturer betrachten die Lehre generell als ihre Hauptaufgabe und versuchen, die Inhalte auf zugängliche Art und Weise zu präsentiern. Da die Kurse (zumindest in Physik) meist relativ klein sind, ist eine direkte Rückfrage während der Vorlesung problemlos möglich und üblich.

Alle paar Wochen gibt es benotete Assignments, die in ihrem Umfang in Deutschland typischen Übungszetteln ähneln, aber im Gegensatz zu diesen von jedem Studenten alleine gelöst werden müssen. Das in Deutschland verbreitete Abschreiben der Lösungen ist absolut tabu und unüblich. Zur Hälfte und gegen Ende des Semsters gibt es Klausuren. Die Mid-Session-Exam soll im Wesentlichen einen Überblick über den individuellen Lernfortschritt geben, die Finale prüft das Erreichen des Kursziels. Im Gegensatz zu Deutschland ist es durchaus möglich und gewünscht, dass alle Teilnehmer den Schein erhalten.

Erneuerbare Energien und Photovoltaik

Die UNSW verfügt über eine ausgezeichnete Fakultät Erneuerbare Energien und Photovoltaik. Diese wird zum Beispiel durch den Australien Research Council gefördert und hält den Rekord für die Effizienteste siliziumbasierenden Solarzelle erster Generation. Ende 2010 wurden das Tyree Energy Technologies Building (TETB) zur Erforschung Erneuerbarer Energien und ein weiteres Gebäude zur Erforschung von Solarzellen begonnen zu bauen.

Weblinks