Studieren in Frankreich

Artikel über das Studium in Frankreich: Hochschullandschaft, Anerkennung von Studienleistungen, Stipendien für Frankreich, Französisch lernen, Leben und Arbeiten in Paris, Lyon oder Marseille.

Studienaufbau

Zwar teilen auch die französischen Universitäten seit den neunziger Jahren das Studienjahr in Semester ein. Richtig durchgesetzt hat sich das jedoch nicht: Nach wie vor gilt das akademische Studienjahr als Maßstab aller Dinge.

Das akademische Studienjahr in Frankreich

In den meisten Studiengängen kannst du das Studium dementsprechend nur im Herbst aufnehmen: Das Studienjahr (année universitaire) beginnt in fast allen Lehreinrichtungen im September und endet im Juni. In diesen Monaten finden die Abschlussexamina statt. Sie entscheiden darüber, ob du das Studienjahr erfolgreich absolviert hast. Falls nicht, musst du einen Teil der Lehrveranstaltungen oder sogar das ganze Programm wiederholen.

Zyklen statt Grund- und Hauptstudium

Die Hochschulen unterteilen das Studium in drei Abschnitte. Vom ersten zum dritten Zyklus spezialisiert sich das Studium zunehmend. Im Grundstudium sind die Wahlmöglichkeiten gering. Ein abgeschlossener erster Zyklus verschafft dir aber in der Regel das Recht zu mehreren Studiengängen des zweiten. Ein Abschluss im zweiten eröffnet dir mehrere Möglichkeiten für den dritten Zyklus.

Da derzeit im Zuge der Bologna-Reform auch in Frankreich neue Studienstrukturen nach dem Bachelor-Master-Modell eingeführt werden, ändert sich die genannte Einteilung jedoch zunehmend: Der erste Abschnitt wird in Zukunft nach drei Jahren mit der "licence en 3 ans" enden (entspricht etwa einem deutschen Bachelor). Den zweiten Abschnitt bildet ein zweijähriger Master, der in der Regel berufs- oder forschungsorientiert sein wird. Das doctorat (Promotion) soll in Zukunft der dritte mögliche Studienabschnitt sein.

1er cycle

  • Der 1er cycle umfasst wie das deutsche Grundstudium die ersten beiden Jahre an der Uni. Das vermittelte Wissen ist sehr breit gefächert - von Spezialisierung noch keine Spur. Mit über 20 Wochenstunden, regelmäßigen Leistungsnachweisen und hohem Aufwand zum Aufarbeiten der Inhalte wird den Studenten viel abverlangt. Die Abbruchquote liegt bei knapp 50 Prozent.
  • Der wichtigste Abschluss des 1er cycle ist das DEUG (diplôme d´études universitaires générales). Es entspricht dem Vordiplom oder der Zwischenprüfung in Deutschland und wird in allen Studienfächern außer Human- und Zahnmedizin und Pharmazie verliehen. Das DEUG berechtigt zum Beginn des 2ème cycle (Hauptstudium) und ist ein national anerkanntes Diplom. Es bietet aber keine spezifische Qualifikation für den Arbeitsmarkt. Dennoch ist keiner, der sein Studium mit Erwerb des DEUG an den Nagel hängt, ein Studienabbrecher.
  • Einige Universitäten verleihen nach zwei Studienjahren ein "diplôme d'études universitaires scientifiques et techniques" (DEUST). Es bietet eine Berufsqualifikation in Bereichen, die auf die individuellen Bedürfnisse der Region angepasst sind, in der die Uni angesiedelt ist.

2ème cycle

Der 2ème cycle schließt sich dem 1er cycle an, er entspricht dem deutschen Hauptstudium und wird mit der maîtrise (Magister oder Diplom) abgeschlossen. Der 2ème cycle dauert zwei Jahre. Das erste Jahr ist noch sehr verschult und endet mit dem Erwerb der licence. Sie ist Voraussetzung für die Zulassung ins zweite Studienjahr. Hier wird schon sehr viel mehr Eigeninitiative erwartet. Neben der Abschlussprüfung muss meistens eine große Hausarbeit und eine "mémoire de maîtrise" (Magister- oder Diplomarbeit) geschrieben werden. Nach bestandener Abschlussprüfung erlangt man seine maîtrise. Das ist ein allgemein anerkannter Hochschulabschluss, der mit dem Diplom oder Magister in Deutschland verglichen werden kann.

3ème cycle

Aufbau- und Promotionsstudiengänge sind diesem Abschnitt zugeordnet.

Fakultäten - les trois grandes facultés

Es gibt drei große Fakultäten (facultés) die sich in die einzelnen Fachbereiche aufgliedern.

  • Die faculté de droit, sciences politiques, économie et administration umfasst die Fachbereiche Recht, Wirtschaft, Politik und Verwaltungswissenschaften.
  • Zur faculté des lettres, arts et sciences humaines gehören die Geistes- und Sozialwissenschaften.
  • Die faculté des sciences et technologies umfasst die Fachbereiche Sportwissenschaften, Human- und Zahnmedizin, Informatik, Phamazie, Natur- und Ingenieurwissenschaften

Nicht an jeder Universität kann jedes Fach studiert werden. Gerade in Städten mit mehreren Universitäten, wie in Paris, sind die einzelnen Hochschulen oft auf bestimmte Fachrichtungen spezialisiert.

Wie Frankreich Bachelor und Master einführt

Allerdings werden in Frankreich wie in Deutschland derzeit neue Studienstrukturen nach dem Bachelor-Master-Modell eingeführt. Dies passiert im Rahmen der Bologna-Reform, die bis 2010 die europäischen Studiensysteme vergleichbar machen soll. Rund 80 Prozent der Universität haben die neuen Abschlüsse bereits eingeführt. Der Bachelor heißt bei unseren Nachbarn "licence en 3 ans" und dauert ebenfalls drei Jahre. An diesen ersten Abschnitt lässt sich wie in Deutschland ein Master anschließen, wobei sich die Franzosen drei Master-Varianten ausgedacht haben:

  • Master nach Y-Struktur: Nach einem Jahr können sich die Studenten zwischen einem berufsorientiertem (master professionnel) und einem wissenschaftsorientierten Master (master de recherche) entscheiden.
  • Master nach V-Struktur: Hier entscheiden die Studenten schon zu Beginn, ob sie einen berufs- und einem wissenschaftsorientierten Master machen wollen.
  • Master nach T-Struktur: Dieser Master umfasst berufs- und forschungsorientierte Kurse.

Die Master-Abschlüsse werden mit den bisherigen DESS- oder DEA-Studiengängen (siehe weiter unten) gleichgesetzt. An einen wissenschaftsorientierten Master lässt sich dann das doctorat, also die Promotion, anschließen.

Verschultes Studium

Unabhängig davon ist das französische Studiensystem generell verschulter als das deutsche, die Studieninhalte wesentlich straffer. Daher studieren französische Studenten auch schneller als ihre deutschen Kommilitonen. Während es in Frankreich 5,3 Jahre sind, brauchen deutsche Hochschulabsolventen im Schnitt mehr als sechs Jahre.

Abschlüsse

IUP-Studium

Auch die Langzeitstudiengänge (filières longues) haben immer häufiger einen starken Bezug zur Praxis. Die 1991 gegründeten instituts universitaires professionalisés (IUP) zeichnen sich durch eine sehr enge Zusammenarbeit mit Wirtschaftsunternehmen aus. Diese finanzieren und organisieren nicht nur die Institute mit: Sie nehmen direkten Einfluss auf Lehrinhalte und Prüfungen. Diese Institute bieten überwiegend Studiengänge in kaufmännischen, naturwissenschaftlichen und technischen Fachrichtungen an. Wegen der internationalen Ausrichtung liegt ein starker Schwerpunkt auf Fremdsprachen. Im Verlauf des Studiums sind mehrere Praktika zu absolvieren, über die ausführliche Berichte verfasst werden müssen. IUPs sind in etwa vergleichbar mit den deutschen Fachhochschulen.

Aufnahmevoraussetzung ist ein erfolgreiches Studienjahr in der entsprechenden Fachrichtung. Dann entscheidet eine Kommission, ob der Bewerber akzeptiert wird. Das IUP-Studium dauert drei Jahre und wird mit der maîtrise abgeschlossen. Studenten mit absolviertem Grundstudium (DUT, DEUG) können gleich in das zweite Studienjahr zugelassen werden.

Aufbaustudium

An den französischen Universitäten beginnt der 3ème cycle meist mit einem Aufbaustudium. Hier können zusätzliche Qualifikationen erworben werden.

  • DESS: Handelt es sich um praxisorientiertes Fachwissen, dann heißt der Abschluss "Diplôme d'Etudes Supérieures Specialisées" (DESS). Ein Jahr lang müssen Studierende für diesen Abschluss nach einem beendeten Langzeitstudium oder nach ausreichender Berufserfahrung büffeln. Sowohl Universitäten als auch écoles Supérieures bieten das DESS an. Diese Zusatzqualifikation kannst du in allen Studienfächern erwerben. Die Aufbaustudiengänge orientieren sich an der Praxis. Das vorgeschriebene Praktikum gewährt Einblick in den künftigen Beruf.
  • DEA: Werden Fachwissen und Methoden für Forschungsarbeiten gelehrt, wird das Aufbaustudium mit dem "Diplôme d'Etudes Approfondies" abgeschlossen (DEA). Dieser Abschluss ist zugleich Voraussetzung für die Promotion (doctorat). Die Studien für das DEA bereiten künftige Doktoranden auf die fachlichen und methodischen Aspekte ihrer Forschungsarbeit vor. Zulassungsbedingung ist der Abschluss eines Langzeitstudium an einer Universität oder einer Grande Ecole. Beide Hochschulformen bieten diese Aufbaustudiengänge an. Franzosen müssen vor der Promotion ein DEA absolvieren. Deutsche können sich zwar von dieser Pflicht befreien lassen. Dennoch erweist sich das DEA auch für sie in mehrfacher Hinsicht als vorteilhaft:
    • Das einjährige Studium zum DEA macht dich mit den französischen Erwartungen an deine Doktorarbeit vertraut
    • Du hast Gelegenheit, dir einen passenden Doktorvater zu suchen
    • Schließlich ist das DEA mehr als eine lästige Pflichtübung vor der Promotionskür: DEA-Absolventen haben gute Chancen, einen Job zu finden

Promotion - doctorat

Das Promotionsstudium endet mit der Abgabe der Forschungsarbeit (thèse) und ihrer anschließenden Verteidigung. Ein Rigorosum existiert nicht. Drei bis vier Jahre muss man in Frankreich für den Titel das Feld der Wissenschaft beackern. Sowohl Universitäten als auch grandes écoles dürfen Studierende promovieren. Ausführliche Informationen zur Promotion in Frankreich findest du auf den Internetseiten des französischen Bildungsministeriums (http://www.education.gouv.fr/).

Mastère spécialisé

Möchtest du dich auf das Management im Luxusgütermarkt, auf Unternehmen in der Sportbranche oder auf das Management der Neuen Informationstechnologien spezialisieren? Die Grandes Ecoles machen es möglich. Sie bieten diese und andere hochgradig spezialisierte Aufbaustudiengänge an: nicht nur in den Wirtschafts-, sondern auch in den Ingenieurwissenschaften. Teilnehmen dürfen Studierende, die schon Haupt- und Aufbaustudium an einer Universität oder ein Studium an einer Grande Ecole abgeschlossen haben. Eine verlinkte Liste aller Mastères findest du auf der Site der Conférences des Grandes Écoles.

MBA

"Master ist nicht gleich "Mastère". Von den Mastère-Abschlüssen ist der eher generalistisch orientierte MBA zu unterscheiden. Er gewinnt auch in Frankreich an Boden. Meist braucht man für den internationalen Abschluss ein Jahr. Der Ausländeranteil in den Masterprogrammen ist besonders hoch. Den begehrten Titel verleihen zum Beispiel:

Scheine und Noten

Endexamen musst du in einem Großteil, wenn nicht in allen besuchten Lehrveranstaltungen des absolvierten Studienjahres meistern. Diese 'examens terminaux' haben es in sich: Zwei oder mehr Prüfungen an einem Tag sind häufig. Deine Leistungen ordnen die französischen Unis in ein 20 Punkte-System ein. Sie bewerten Klausuren, mündliche Prüfungen, Hausarbeiten und Referate.

Französische Benotung (in Punkten) und ihre deutsche Entsprechung

  • 16-20: très bien (sehr gut)
  • 14-15,9: bien (gut)
  • 12-13,9: assez bien (befriedigend)
  • 10-11,9: passable (ausreichend)
  • 6-9,9: insuffisant (mangelhaft)
  • 0-5,9: très insuffisant (ungenügend)

Studiengänge - filières

Die Fachrichtungen sind an den französischen Unis in verschiedene Studiengänge gegliedert, die 'filières'. Im Verlauf des Studiums werden verschiedene 'filières' belegt. Sie bestehen aus einem weitgehend festgelegten Studienprogramm. Inhalte, Leistungsanforderungen und Semesterwochenstunden sind klar definiert. Jede 'filière' wird in Gruppen eingeteilt. Gerade an kleineren Universitäten ist der Zusammenhalt in einer Gruppe sehr stark, da alle mehr oder weniger den gleichen Stundenplan haben.

Hochschulen

Grandes écoles: Die meisten grandes écoles bieten nur Hauptstudiengänge an. Das Grundstudium wird durch Vorbereitungsklassen (classes préparatoires) ersetzt, die analog zum Grundstudium an der Universität zwei Jahre dauern.

Ecoles de commerce et de gestion: Wirtschaftswissenschaftliche Diplome verleihen die écoles de commerce et de gestion. Das Ansehen der écoles de commerce ist sehr uneinheitlich. Das liegt vor allem daran, dass sie seit einigen Jahrzehnten wie Pilze aus dem Boden schießen. Gab es 1950 in ganz Frankreich erst 40 solcher Wirtschaftshochschulen, so waren es Anfang der neunziger Jahre mehr als 250. Das führte zu einem gewissen Prestigeverlust, der die großen Namen allerdings nicht berührt.

Ecoles d'ingénieurs und écoles scientifiques: An den écoles d`ingénieur und écoles scientifiques kannst du ingenieur- oder naturwissenschaftliche Abschlüsse erwerben. In Frankreich verleihen 233 staatlich anerkannte Hochschulen das begehrte "diplôme d'ingénieur". Es kann frühestens nach fünf erfolgreich abgeschlossenen Studienjahren erworben werden. Im traditionellen Ausbildungsweg entfallen die ersten beiden Jahre auf Vorbereitungskurse (CPGE). Dann erst findet ein concours d'entrée statt - die größte Hürde vor dem eigentlichen Studium an einer école d'ingénieurs.

Kurzstudiengänge - filières courtes

Adieu Elfenbeinturm: Französische Hochschulen formen nicht nur Forscher - sie bilden Praktiker aus. Neben den klassischen Studiengängen bieten die Hochschulen im Nachbarland eine Reihe von Kurzstudiengängen (filières courtes). Sie qualifizieren nach kurzem Uniaufenthalt schon für den Arbeitsmarkt. Daher verlangen sie zahlreiche Praktika. Die filières courtes dauern insgesamt zwei Jahre und stehen in Frankreich hoch im Kurs. In Deutschland sind sie weniger bekannt. Die filières courtes dienen wesentlich zur Ausbildung von Technikern und Assistenten der Industrie- oder Dienstleistungssektoren. In den Universitäten sind sie hauptsächlich in den Instituts universitaires de technologie (IUT) vertreten, aber auch in Gymnasien findet man sie, unter dem Namen "Sections de techniciens supérieures".

Section des techniciens supérieures

  • Die "Section des techniciens supérieures" bildet in den Dienstleistungsberufen wie Handel, Tourismus, Hotelfach und in den technischen Berufen wie Chemie, Elektronik, Druckverfahren aus.
  • Die Ausbildung dauert zwei Jahre und findet an eigenen Instituten statt.
  • Praktika ergänzen das theoretische Wissen.
  • Mit dem Abschlussdiplom "brevet de techniciens supérieures" (BTS) kann man sich entweder um einen Job bewerben oder an anderen Hochschulen weiter studieren.
  • Deutsche Bewerber bewerben sich direkt an den Instituten.
  • Zu den Bewerbungsunterlagen gehören die Zeugnisse der 12. und 13. Klasse, Empfehlungsschreiben von Lehrern und der Nachweis von Französischkenntnissen. Die Einschreibung beginnt im Januar.

Instituts universitaires de technologie (IUT)

  • Die Ausbildung an den IUT ist nicht ganz so praxisorientiert wie beim BTS, dafür aber breiter gefächert und damit prädestiniert für globale Aufgabenfelder in den Unternehmen.
  • Sie dauert zwei Jahre.
  • Zielgruppe sind Abiturienten - und zwar die besten. Das Auswahlverfahren ist sehr streng.
  • Es werden überwiegend Studiengänge in naturwissenschaftlichen, technischen und kaufmännischen Fachrichtungen angeboten.
  • Mit dem Abschlussdiplom "diplôme universitaire de technologie" (DUT) in den Händen sehen die Chancen auf einen Job ähnlich rosig aus wie beim BTS.
  • Bewerbungen müssen vor dem 15. April eingereicht werden.
  • Zu den Unterlagen gehören in der Regel Schulnoten und ein Bewerbungsschreiben. Der frühzeitige Kontakt mit dem entsprechenden IUT sowie eine eingehende Beratung sind empfehlenswert. Deutsche Bewerber müssen ihre Französischkenntnisse nachweisen.

Langzeitstudiengänge - filières longues

Seit Anfang der Neunziger Jahre bieten die Universitäten spezifische Studiengänge an, welche die Studierenden im Unterschied zur rein akademischen Ausbildung gezielt auf die jeweiligen Berufsanforderungen vorbereiten. Diese neuen Studiengänge findet man an den Instituts Universitaires Professionnalisés (IUP). Sie sind für Studierende der deutschen Fachhochschulen eine besonders relevante Alternative zu den üblichen Studiengängen der Universitäten und grandes écoles.

Entscheidungshilfen für die Auswahl

Wichtige Kriterien für die Auswahl der Schule sind ihre Beziehungen zu örtlichen und regionalen Wirtschaftsunternehmen, die Bekanntheit ihrer Diplome, die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit und wie wählerisch sie bei der Aufnahme sind. Wichtig ist auch, welchem Träger die Hochschule unterstellt ist und ob sie staatliche Anerkennung genießt. Der Hauptvorteil der offiziellen Anerkennung besteht für die Hochschule darin, dass sie öffentliche Zuschüsse bekommen kann und die an ihr eingeschriebenen Studenten staatliche Stipendien erhalten können.

Kosten: Im Gegensatz zu den Ingenieurhochschulen, die sich überwiegend in staatlicher Hand befinden, müssen an den Wirtschaftshochschulen saftige Studiengebühren bezahlt werden. Sie bewegen sich derzeit (je nach Studiengang sowie Ansehen und Größe der Hochschule) in einer Größenordnung von 4.000 bis 6.000 Euro. Wer diese Anlageform für sein Erspartes wählt, sollte sich vorher gut informieren.

Ausländer willkommen: Die écoles de commerce sind ausländischen Studierenden gegenüber sehr aufgeschlossen. Ihre Aufnahme erfolgt nach den Bestimmungen und Kriterien, die auch für französische Kandidaten gelten. Die Studienplätze sind aber, vor allem an den namhaften Hochschulen, trotz der hohen Studiengebühren äußerst begehrt, so dass der Zugang nicht gerade einfach ist. Eine Alternative bieten integrierte Studiengänge, die einen Studienaufenthalt an einer französischen Wirtschaftshochschule ohne größeren Aufwand und bei deutlich geringeren Kosten ermöglichen. Auch die Deutsch-Französische Hochschule (DFH) hat einige gute écoles de commerce im Angebot.

Austauschprogramme: Es gibt eine Menge Austauschprogramme, da die meisten Ingenieurhochschulen enge Beziehungen zu Technischen Hochschulen und Universitäten in Deutschland pflegen. Offiziell gibt es keine Unterscheidung zwischen den écoles d'ingénieurs und den écoles scientifiques. Beide Bezeichnungen werden meist synonym benutzt. Zu unterscheiden sind jedoch die écoles généralistes, die verschiedene Fachrichtungen anbieten, und die écoles spécialisées, die sich auf die Ausbildung von Ingenieuren innerhalb eines Fachgebiets (z.B Agronomie, Biologie, Physik, Maschinenbau, Informatik, Elektrotechnik usw.) konzentrieren.

Kaderschmieden: Unter den écoles généralistes gibt es einige der namhaftesten Hochschulen Frankreichs. Dazu gehört die Ecole polytechnique, die dem Verteidigungsministerium unterstellt ist und ursprünglich die Aufgabe hatte, technisch qualifizierten Nachwuchs für militärische Führungsaufgaben heranzubilden. Sie gilt aber auch im zivilen Sektor als allererste Adresse. Die Ecole nationale des ponts et chaussées wurde bereits Mitte des 18. Jahrhunderts als erste französische Ingenieurhochschule gegründet. Ebenfalls noch vor der französischen Revolution geschaffen wurde die Ecole nationale supérieure des mines de Paris. Sie unterhält enge Beziehungen zu den gleichnamigen Schulen in Nancy und St. Etienne.

Integrierte Studiengänge

Keine Lust auf den Formalitätenmarathon? Angst um die Anerkennung von französischen Scheinen? Integrierte Studiengänge ermöglichen ein effektives Studieren in Frankreich. Aufwändige Registrierungsrituale entfallen.

Zwei Abschlüsse, zwei Chancen: Einen integrierten Studiengang schließt du in der Regel mit einem Doppeldiplom ab: Du erwirbst einen deutschen und einen französischen Abschluss. Damit qualifizierst du dich für zwei Arbeitsmärkte.

Grenzen überschreiten: Die Studienangebote sind so auf einander abgestimmt, dass ein reibungsloser Wechsel von der deutschen zur französischen Hochschule und umgekehrt gewährleistet ist. Studiendauer, zu erbringende Leistungen und deren Anerkennung sind von vornherein geregelt. Studiengebühren an den ausländischen Hochschulen entfallen oder sind stark reduziert.

Praktika: Ein Auslandspraktikum wird während des Studiums häufig erwartet. Es gibt dazu zahlreich Hilfestellungen und Vermittlungsangebote. Häufig kannst du es in den Semesterferien absolvieren. Selbstverständlich liegt ein großer Schwerpunkt des Studiums auf der französischen Sprache. Zusätzlich werden meistens Seminare zur Landeskunde angeboten.

Deutsch-Französische Hochschule: Die DFH ist ein Verbund von Mitgliedshochschulen aus Deutschland und Frankreich. Er soll die Zusammenarbeit zwischen deutschen und französischen Hochschulen fördern. Die binationale Institution pflegt deshalb die Beziehungen und den Austausch zwischen deutschen und französischen Unis sowie grenzüberschreitende Aktivitäten und Projekte in Lehre, Erstausbildung und Weiterbildung, Forschung und Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Besonderes Augenmerk widmet sie der Mobilität von Studierenden zwischen Deutschland und Frankreich. Die DFH besitzt den Rechtsstatus einer Hochschule. Ihr Campus ist dezentral organisiert. Verwaltungssitz ist Saarbrücken.

Die Vereinbarung über die Gründung der DFH ist im September 1999 in Kraft getreten. Es wurde ein System integrierter Studiengänge geschaffen. Damit sollen Studierende künftig innerhalb der Regelstudienzeit zwei nationale Abschlüsse machen können (Doppeldiplom).

Deutsch-Französische Hochschule Université Franco-Allemande Villa Europa Kohlweg 7 66123 Saarbrücken Tel.: (0681) 501-93812 100 E-Mail: info@dfh-ufa.org

Bewerbung für einen Studienplatz

Grundvoraussetzungen für die Einschreibung an einer französischen Hochschule sind eine entsprechende Studienberechtigung (baccalauréat/Abitur), ausreichende Sprachkenntnisse und die strikte Einhaltung aller Fristen. Da sind die Franzosen sehr penibel. Allgemein gültige Regelungen existieren nicht. In Frankreich gibt es keine ZVS. Die Hochschulen entscheiden selbst über die Vergabe von Studienplätzen. Daher solltest du die Termine direkt an der jeweiligen Hochschule erfragen.

Idealer Zeitpunkt

Für ein Auslandsjahr sind die Studienjahre der Licence und der Maîtrise die beste Zeit. Hier gibt es kaum Probleme bei der Anerkennung von Studienleistungen. Die Anforderungen in Klausuren und Hausarbeiten lassen sich mit dem deutschen Hauptstudium vergleichen. Viele Austauschprogramme richten sich an Studierende mit abgeschlossenem Grundstudium. Sie sollen einige Zeit in Frankreich verbringen, bevor sie in Deutschland ihr Studium abschließen.

Grundstudium: Deine Bitte um Voreinschreibung (demande d'admission préalable) richtest du direkt an die Hochschulen, an denen du studieren möchtest. Die Bewerbungsprodezur beginnt allerdings schon in Deutschland. Sie untergliedert sich in mehrere Abschnitte, für die genaue Fristen einzuhalten sind: Von Nicht-EU-Bürgern muss bis 15. Januar ein Formular bei der Wunschhochschule oder einem französischen Konsulat beantragt werden. Die Adressen der diplomatischen Vertretungen Frankreichs in Deutschland erfährst du auf der Site der Französischen Botschaft in Berlin (siehe Tippkasten). EU-Studenten können sich seit 2001 direkt bei den französischen Universitäten bewerben.

Das Formular schickst du bis zum 1. Februar ausgefüllt zurück. Danach legst du einen Sprachtest in der Regel beim lokalen Institut Français ab.

Dessen Resultat reichst du zusammen mit der eigentlichen Bewerbung bis 15. März bei der Wunschuni ein.

Diese entscheidet bis zum 31. Mai über die Bewerbung und leitet sie bei einer Ablehnung an deine zweite Wunschhochschule weiter.

Spätestens am 31. Juli hälst du die ersehnte Zusage oder auch die Ablehnung in der Hand.

Hauptstudium: Willst du an einer französischen Universität in das Hauptstudium einsteigen, solltest du das Vordiplom oder die Zwischenprüfung abgelegt haben. In der Regel lässt dich die Uni dann zur Licence zu. Für die Zulassung zur Maîtrise solltest du zwei Hauptseminare in dem entsprechenden Fach besucht haben. Die Anerkennung deiner Studienleistungen liegt bei den einzelnen Hochschulen. Vor der Bewerbung brauchst du von der französischen Hochschule deiner Wahl das Formular zur Anerkennung bisheriger Studienleistungen (dossier de demande d'équivalence/dossier de demande de reconnaissance des acquis). Ausgefüllt schickst du es zusammen mit den Scheinen, deren Übersetzung und einem Motivationsschreiben an die Hochschule zurück.

Postgraduiertenstudium:

  • DEA: Für das Diplôme d'Etudes Approfondies (DEA) bewirbst du dich direkt bei der Universität deiner Wahl. Ebenfalls bei den Unis können Deutsche einen Antrag auf Befreiung vom DEA stellen. Voraussetzung: Du musst nachweisen, dass du schon wissenschaftlich gearbeitet hast.
  • DESS: Diplômes d'Etudes Supérieures Spécialisées bieten sowohl Unis als auch 'grandes écoles' an. Bei diesen Institutionen kannst du dich direkt bewerben. Sie wählen dich aufgrund der Bewerbungsunterlagen und/oder in einem Gespräch aus. Beachte: Diese Studiengänge sind praxisorientiert. Hebe also in deiner Bewerbung Praktika oder Berufserfahrungen hervor.
  • Mastère spécialisé: Zugang erhälst du nach 5 Studienjahren. Du musst also schon Haupt- und Aufbaustudium an der Uni oder das Studium an einer 'école supérieure' absolviert haben.
  • Promotion: Für einen Promotionsplatz bewirbst du dich direkt an der Hochschule oder Forschungseinrichtung deiner Wahl. Persönliche Kontakte und fachliche Gemeinsamkeiten mit einem dort Lehrenden sind hilfreich. Auch die Empfehlung eines deutschen Professors leichtert dir die Bewerbung.

Gut informieren über Zugang zu neuen Studiengängen: Wenn du in Deutschland in einem traditionellen Magister- oder Diplomstudiengang studierst und in Frankreich in einem der neuen "licence en 3 ans"- oder Master-Studiengänge (entsprechend dem Bachelor-Master-Modell) studieren möchtest, solltest du dich vorher besonders gut bei deiner Wunschhochschule erkundigen, was sie von deinen deutschen Leistungen anerkennt. In der Regel dürfte die deutsche Zwischenprüfung als vollendetes zweites Jahr der licence (licence 2) anerkannt werden und Magister oder Diplom als bestandenes erstes Jahr eines Masters (master 1). Wenn du bereits in Deutschland auf Bachelor studierst, bietet sich auch ein kompletter Master in Frankreich an. Auch hier solltest du bei deiner Wunschhochschule die Frage nach der Anerkennung deines Abschlusses frühzeitig klären.

Bewerbung an den Grandes Ecoles

Nach einem strengen Verfahren wählen die Grandes Ecoles ihre Studienbewerber aus. Der Auswahlprozedur amerikanischer Elitehochschulen kommt es sehr ähnlich. Anspruchsvolle Prüfungen erwarten dich. Du reichst ein umfangreiches Dossier ein und/oder durchläufst einen Eingangstest: den berühmten "concours d'entrée". Viele französische Bewerber bereiten sich in zweijährigen "classes préparatoires" auf den "concours" vor. Meist in Gymnasien untergebracht, nehmen diese Vorbereitungsklassen nur Abiturienten auf, deren Schulleistungen sie für den harten Drill qualifizieren. Weitere Informationen zum Aufnahmeverfahren bei den Grandes Ecole gibt es bei www.frankreich-forum.de/ausbildung/grande_ecole.

Aufnahmeprüfung - concours d'entrée: Für deutsche Abiturienten ist der Zugang zu den "classes préparatoires" wegen der hohen Sprachanforderungen schwierig und zeitaufwändig. Den Einstieg in eine Grande Ecole über den "concours" ermöglicht aber auch ein abgeschlossenes Grundstudium oder ein Zwischenabschluss. Am einfachsten kommst du in eine Grande Ecole über ein Austauschprogramm der eigenen Heimathochschule oder ein Stipendium. Der DAAD bietet zum Beispiel Stipendien für die französische Verwaltungshochschule ENA (Ecole Nationale d'Administration) an. Bewerben können sich Juristen, Wirtschaftswissenschaftler oder Politologen mit abgeschlossenem Hochschulstudium.

Austauschprogramme und integrierte Studiengänge: Ein Schlupfloch bieten deutsche Hochschulen mit guten Austauschprogrammen. Noch besser entscheidest du dich schon zu Beginn des Studiums für einen integrierten Studiengang. Konkret heißt das: Es werden zwei Abschlüsse gemacht, der deutsche und der französische. Die Studiendauer verlängert sich nur unwesentlich. Entsprechend hoch sind die Lernanforderungen. Es ist also keinesfalls der bequeme Weg. Die Studiengebühren entfallen oder sind deutlich günstiger.

Alternativer Zugang

Eine besondere Zulassungsmöglichkeit bietet sich für Interessenten an den wirtchaftswissenschaftlichen écoles supérieures HEC Paris, ESCP-EAP Paris, EM Lyon und CERAM Sophia-Antipolis Nizza. Die vier Hochschulen betreiben zusammen mit der Handelskammer Paris ein Zulassungszentrum (Service des Admissions Internationales) für ausländische Bewerber ihrer Masterstudiengänge. Voraussetzung für dieses Verfahren sind zwei bis drei Jahre Studium an einer ausländischen Hochschule. Die Bewerbung besteht aus einem Dossier, GMAT (bzw TAGE-MAGE) und einem 30-minütigen Interview im einem der 50 Testzentren weltweit. Alle Bewerbungsteile können sowohl auf französisch als auch auf englisch eingereicht und abgelegt werden. Die Einschreibung erfolgt über die Webseiten der jeweiligen Schule. Weitere Informationen zur Zulassung gibt es unter https://www.joinaschoolinfrance.com/education/home.aspx.

Sprachliche Voraussetzungen

Als ausländischer Bewerber musst du zum Sprachtest antreten, bevor dich die französische Uni zulässt. Klare Bestimmungen regeln den Nachweis ausreichender Sprachkenntnisse. Der Test findet im Februar statt. Er wird von der Französischen Botschaft in Deutschland oder von der ersten Wunschhochschule in Frankreich organisiert. Informationen gibt dir auch jedes französische Konsulat.

Befreiung vom Sprachtest

Befreit vom Sprachtest sind:

  • Inhaber eines deutsch-französischen oder internationalen Abiturs
  • Absolventen deutsch-französischer Züge an Sekundarschulen
  • Abiturienten, die im Leistungsfach Französisch mindestens Note "ausreichend" hatten
  • Inhaber des Sprachdiploms DALF (Diplôme Approfondi de Langue Française)

Hast du im Gymnasium den Leistungskurs Französisch belegt? Dann kannst du dich wie folgt vom Test befreien lassen: Sorge für eine schriftliche Bestätigung auf deinem Zeugnis oder lass dir von deiner Schulleitung in Französisch bescheinigen, dass du Dank deiner Note vom Sprachtest befreit bist. Diese Bescheinigung sollte den Zusatz tragen "gemäß den deutsch-französischen Vereinbarungen".

Sprachkurse und Sprachdiplome in Frankreich

Du hast in der Schule kein Französisch gelernt? Den Austausch mit deiner französischen Partnerstadt hast du verpasst? Ce n'est pas grave - macht nichts! Verschiedene Organisationen bieten Sprachkurse auf allen Niveaus an, in Deutschland wie in Frankreich: als Abendkurse, Intensiv-Workshops oder mehrmonatige Auslandsaufenthalte. Die Qual der Wahl bleibt beim Lernwilligen.

Zusätzliche Motivation für deinen Sprachkurs gibt dir die Aussicht auf ein Sprachdiplom. Zwei Sprachdiplome sind national anerkannt: Das Diplôme d'Etudes en Langue Française (DELF) und das Diplôme Approfondi de Langue Française (DALF). Das DELF ist Voraussetzung für das DALF. Besitzt du das DALF, bist du an einer Hochschule vom obligatorischen Sprachtest befreit.

Kurse in Deutschland: In Deutschland bieten die lokalen Instituts Français Kurse und Prüfungen für nationale Diplome an. Schrittweise kannst du dich an das erforderliche Niveau für die nationalen Diplome herantasten. Deutsche Hochschulen bieten mehrwöchige Sommersprachkurse für Anfänger und Fortgeschrittene an. Auch Themen aus der Landeskunde, Geschichte, Literatur und Kultur Frankreichs sind Bestandteil der Kurse.

Kurse in Frankreich: In Frankreich selbst bieten nahezu alle Universitäten Sprachkurse für Ausländer an. Veranstalter sind die jeweiligen Institute für Französisch als Fremdsprache. Deren Bezeichnung variiert von Universität zu Universität. Ein typischer Kurs umfasst 20 bis 25 Wochenstunden Grammatik, Wortschatzübungen, Konversation und Landeskunde. Diese Intensivkurse finden meist in den Monaten Juli bis September statt.

Kosten und Unterbringung: Ein einmonatiger Intensivkurs an einer französischen Universität kostet zwischen 460 und 960 Euro exklusive Unterkunft und Verflegung. Oft ist eine günstige Unterbringung in einem Studentenwohnheim möglich. Daneben werden auch Semester- und Jahreskurse angeboten. Wochenstundenzahl und Preis pro Monat sind hier niedriger. Kurse privater Veranstalter sind etwas teurer und oft im Paket mit Verpflegung und Unterkunft. Achte darauf, dass die Veranstalter seriös sind.

Weblinks

Studiengebühren und Stipendien

Ähnlich wie in Deutschland zahlen Studierende an Unis in Frankreich eine Gebühr. Sie beläuft sich auf knapp 180 Euro pro Studienjahr. Hinzu kommen eventuell noch Bearbeitungs- gebühren zwischen 20 und 40 Euro. An öffentlichen 'écoles supérieures' (grandes écoles) sieht es etwas anders aus. Sie verlangen zwischen 800 und 5.000 Euro. An privaten Einrichtungen kann das Studienjahr bis zu 15.000 Euro kosten. Die Höhe variiert je nach Einrichtung und Studienfortschritt (siehe Tabelle). Mit der Einführung der neuen Studiengänge licence en 3 ans (entspricht einem Bachelor) und Master wurden zumindest die Studiengebühren an den staatlichen Unis vereinheitlicht: licence-Studiengänge kosten dann 180 Euro pro Jahr, Master-Studiengänge 250 Euro und doctorat-Studiengänge 290 Euro.

Studiengang-Gebühren pro Jahr

Universitäten: traditionelle Studiengänge (DEUG, Licence) 180 Euro
Universitäten: traditionelle Studiengänge (Maîtrise) 250 Euro
Universitäten: besondere Studiengänge (z.B. Maitrise de Sciences de Gestion) 300 Euro
BWL- und Handelshochschulen (allgemein) 300-770 Euro
BWL- und Handelshochschulen (privat) 5.000 - 8.000 Euro
Institut Universitaires Professionnalisés 140 Euro
Brevet des Techniciens Supérieures (BTS) variiert
Institut d'Etudes Politiques Paris: je Studienabschnitt 0 - 12.000 Euro
Institut d'Etudes Politiques Bordeaux et Lyon je Studienabschnitt 553 Euro
Institut d'Etudes Politiques Aix Certificat pour Etudiants Etrangers 800 Euro
Institut d'Etudes Politiques Aix 300-770 Euro
Architekturhochschulen 150 - 190 Euro
BWL- und Handelshochschulen (allgemein) 300-770 Euro

Stipendien

Ist dir das zu teuer? Für dein Studium in Frankreich gibt es zahlreiche Stipendien. Voraussetzung sind überdurchschnittliche Leistungen. An den Studiengebühren der 'grandes écoles' kommst du vorbei, indem du an einem Austauschprogramm deiner deutschen Hochschule teilnimmst. Wenn Du an einem der zahlreichen binationalen Studiengänge -auch als Doppeldiplom bezeichnet- teilnimmst, kannst Du Förderung durch die Deutsch-Französische Hochschule (DFH) erhalten.

Jahresstipendien des DAAD

Das Studium an einer anerkannten, französischen Hochschule versüßt dir ein Jahresstipendium des DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst). Monatlich erhältst du als Studierender 390 Euro und als Graduierter 1080 Euro. Zum Zeitpunkt der Bewerbung musst du mindestens im dritten Fachsemester an einer Hochschule in Deutschland studieren. Sieht dein Studiengang eine Zwischenprüfung vor, muss du sie vor Stipendienantritt bestanden haben. Der DAAD übernimmt Studiengebühren in der Höhe, die an französischen Hochschulen üblich ist (140 bis 350 Euro). Nur in Ausnahmefällen trägt der DAAD höhere Gebühren; darüber entscheidet er gesondert. Hier musst du mit einer hohen Eigenbeteiligung rechnen.

Jahresstipendien Frankreich

Status Fach
Studierende nur Geistes- und Sozialwissenschaftler
Graduierte alle Fachrichtungen
Doktoranden nur Naturwissenschaftler

Kurzstipendien Frankreichs

Du willst einen Forschungs- und Rechercheaufenthalt in Frankreich verbringen (an Forschungszentren, Bibliotheken, Hochschulen oder Universitäten)? Deutschen Graduierten bietet die französische Regierung Stipendien für ein bis zwei Monate an. Sie stehen allen Fachgebieten der Geisteswissenschaften offen (Philosophie, Geschichte, Literatur, Linguistik, Kulturwissenschaften etc.).

Bewerbungsunterlagen für Stipendien

Kurzstipendien Frankreich

Ambassade de France/Botschaft der Französischen Republik Referat für Hochschulangelegenheiten

Pariser Platz 5

10117 Berlin

Jahresstipendien Frankreichs und des DAAD

Deutscher Akademischer Austauschdienst

Kennedyallee 50

53175 Bonn

Weblinks