Studieren in Finnland

Das finnische Bildungssystem hat einen guten Ruf, nicht nur wegen des guten Abschneidens finnischer Schüler in den PISA-Studien. Finnische Hochschulen ziehen auch viele Studenten aus dem Ausland an.

Hochschullandschaft

Ähnlich wie in Deutschland unterscheidet man zwischen Universitäten und Fachhochschulen (Finnisch: ammattikorkeakoulu oder kurz "AMK", Schwedisch: yrkeshögskola). Viele der Fachhochschulen erkennt man auch am "AMK" in der Abkürzung, beispielsweise OAMK für Oulu University of Applied Sciences.

Insgesamt gibt es in Finnland über 40 Hochschulen. Die älteste und größte ist die Universität Helsinki: Sie wurde 1640 gegründet und hat heute rund 40.000 Studenten.

Rankings

Die hohe Qualität des finnischen Hochschulsystems lässt sich auch an den regelmäßig guten Ergebnissen in weltweiten Rankings ablesen. Die beste Uni ist die Uni Helsinki, häufig in den weltweiten Top 100. Dahinter folgt in Rankings meist Aalto University, die ebenfalls in Helsinki liegt und eher einen Fokus auf Technologie und Fächer mit Technologiebezug hat. Weitere gute Universitäten sind Turku, Jyväskylä, Tampere und Oulu.

Sprachliche Voraussetzungen

Der Großteil der Studiengänge wird auf Finnisch angeboten, außerdem häufig auch auf Schwedisch. Finnland war lange Zeit Teil des schwedischen Königreichs und es gibt noch immer eine schwedischsprachige Minderheit in Finnland, die rund 5% der Bevölkerung ausmacht. Fast jede Hochschule bietet aber wenigstens einige Studiengänge komplett auf Englisch an. Insgesamt gibt es rund 600 englischsprachige Studiengänge, davon etwas mehr als die Hälfte auf Master-Level. So findet sich für fast jede Fachrichtung der passende Studiengang, wenn man sich für Finnland entscheiden will.

Studiengebühren

Wie in allen Ländern Nordeuropas können EU-Bürger gebührenfrei studieren, während Nicht-EU-Bürger häufig viel bezahlen müssen, teilweise bis zu 18.000 Euro im Jahr. Gleichzeitig sind die Lebenshaltungskosten wesentlich höher als in Deutschland.

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