Software für das Studium

Software für das Studium - es muss nicht immer die teure, proprietäre Software von bekannten Herstellern wie Adobe oder Microsoft sein. Für viele Bereiche gibt es freie Software oder Freeware, die eine interessante Alternative darstellen und den kostenpflichtigen Angeboten nur in wenig nachstehen bzw. sie sogar häufig übertreffen.

Office-Software

  • Open Office, freies Office-Paket mit PDF-Unterstützung
  • Libre Office, ist der Fork von Open Office, nachdem die Open Source Community sich nicht mit Oracle einigen konnte. Momentan (10/2011) scheinen beide noch kompatibel zu sein, es ist aber davon auszugehen, dass das bald nicht mehr der Fall ist. (IBM Lotus Symphony wird in Open Office integriert - über Libre Office gibt es noch keine Meldung.)
  • Mozilla Thunderbird, bietet eine kostenlose Version der Kalendar- und Organistationsfunktionen von Outlook.

Literaturverwaltung

  • BibDesk, Literaturverwaltung, verwaltet BibTex-Dateien auf dem Mac. Durch Plugins erweiterbar (z.B. Amazon Import). Besonders hilfreich: Einfügen von Zitaten via Drag&Drop in Latexdokumente.
  • JabRef, Literaturverwaltung, benötigt Java (was aber fast überall schon vorhanden ist). Export in übliche Formate wird mitgeliefert, aber es können auch eigene Filter einfach geschrieben werden. JabRef ist freie Software und versteht das BibTeX-Format.
  • Litlink ist ein Datenbank-Programm für die Verwaltung von Informationen, die in den Geistes- und Sozialwissenschaften bei der Arbeit mit Literatur und Textquellen gesammelt und verwendet werden.
    Anders als bei den meisten auf dem Markt erhältlichen Literaturverwaltungsprogrammen steht bei Lit-link die assoziative Verknüpfung von bibliographischen Informationen, Zitaten, Exzerpten, Textauszügen, eigenen Notizen und Informationen im Internet im Vordergrund.
    Das Programm unterstützt den Arbeitsprozess nicht nur bei der Literatursuche und der Zusammenstellung von bibliographischen Verzeichnissen, sondern begleitet den gesamten Entstehungsprozess einer wissenschaftlichen Arbeit.
  • Mendeley, (Soziale) Literaturverwaltung,"Academic reference management software for researchers" wie es sich selbst beschreibt. Verwaltet alle Literaturquellen, bietet die Möglichkeit diese mit anderen Personen zu teilen, die PDFs zu markieren und Notizen zu machen. Die Bibliothek kann in die gängigen Formate exportiert werden (z.B. bibtex), es stehen einige Zitierformen zur Auswahl und das einfügen eines Zitats in LaTeX erfolgt per Shortcut. Summa summarum eine Rundumlösung für Recherchen

Textsatz

  • LaTeX (eigtl. TeX) ist ein freies Textsatzprogramm und im wissenschaftlichen Bereich der De-facto-Standard. LaTeX liefert nicht nur professionellen Textsatz, automatische Erstellung von Inhaltsverzeichissen etc., sondern unterstützt auch mathematischen und chemischen Formelsatz, Notensatz u.v.a.m.
  • Für Windows ist eine empfehlenswerte LaTeX-Distribution MikTeX (http://www.miktex.org/), als Editor eignet sich sehr gut das TeXnicCenter (http://www.toolscenter.org/).
  • Unter Linux und anderen Unix-basierten Systemen wird meist TeX Live (http://www.tug.org/texlive/) ausgeliefert, ältere Systeme enthalten aber häufig noch das inzwischen eingestellte teTeX (http://www.tug.org/tetex/). Geeignete Editoren sind u.a. Kile (http://kile.sourceforge.net) oder GNU Emacs (http://www.gnu.org/software/emacs/) mit AUCTeX (http://www.gnu.org/software/auctex/), wobei es sich bei dem letztgenannten Duo um eine gewöhnungsbedürftige, aber sehr mächtige Entwicklungsumgebung handelt.
  • Zum Einstieg eignen sich die deutschsprachige "Kurz"-Anleitung und die etwas ausführlichere englischsprachige "Not So Short Introduction"
  • LaTeX ist zu kompliziert, aber ihr wollt trotzdem von den Vorteilen profitieren? Kein Problem! Die Lösung heißt LyX. LyX ist ein WYSIWYM Textverarbeitungsprogramm, das LaTeX/TeX zur Ausgabe benutzt.
  • Wer sich näher mit LaTeX beschäftigt wird früher oder später über die umständliche Tabellenerstellung stolpern. Dafür gibt es gute Konverter:
  • Dein Kollege möchte Anmerkungen zu Deinem LaTeX-Dokument machen, hat aber selbst kein LaTeX? Konvertiere mit Latex2RTF nach Word/RTF, damit die üblichen Kommentarfunktionen genutzt werden können (Änderungen eintippen muss man dennoch selbst).

Grafik und Bildbearbeitung

  • The Gimp, GNU Image Manipulation Program (GIMP) ist ein professionelles Bildbearbeitungsprogramm à la Adobe Photoshop. Mit den Standardwerkzeugen, zahlreichen Profi-Filtern und einer gelungenen Oberfläche steht dieses Programm der führenden Grafikanwendung in nichts nach. Der einzige Unterschied: Im Gegensatz zu Photoshop ist The GIMP freie Software.
  • Paint.NET ist ein freies, ebenfalls sehr professionelles Bildbearbeitungsprogramm, das sich durch seine hohe Benutzerfreundlichkeit auszeichnet. Über das .NET Framework können eigene Plugins entwickelt und eingebunden werden. Zudem finden sich viele Plugins auf der Homepage. Paint.NET ist Open-Source.
  • Pixlr ist ein freies, online Bildbearbeitungsprogramm à la Adobe Photoshop.
  • Inkscape ist ein Open-Source-Vektorgrafikeditor, dessen Fähigkeiten mit denen von Illustrator, Freehand, CorelDraw oder Xara X vergleichbar sind.
  • Wink ist ein kostenloses (Freeware) Programm zum Erstellen von Tutorials/Präsentationen. Mit dieser Software kann man Tutorials aufnehmen und diese als Flash-Filme exportieren.
  • Für die wissenschaftlich Arbeitenden sei ein einfach zu bedienendes, "command-line driven interactive data and function plotting utility" empfohlen: Gnuplot. Kommt, wie der Name schon sagt aus der GNU-Ecke, ist erhältlich für alle Plattformen und sei besonders in den ersten Semestern eines wissenschaftlich angehauchten Studiums empfohlen.
  • Als Alternative zum kommerziellen Datenauswertungsprogramm Origin sei das Open-Source-Programm Qtiplot genannt. Erhältlich für alle Systeme.
  • Ebenso eine Origin-Alternative: SciDAVis

Chemische Strukturformeln

  • Wer in seinen Protokollen Reaktionsaufbauten oder Strukturformeln professionell darstellen möchte, kann dies mit ChemSketch erreichen.
  • Eine weiteres kostenloses Zeichenprogramm für chemische Strukturen stellt ISIS Draw dar. Für den Download ist allerdings eine kostenlose Registrierung notwendig ISIS Draw

Mathematik und Statistik

  • R für statistische Berechnungen und Grafiken. Die Sprache ist dem kommerziellen S sehr ähnlich.
  • Octave für numerische Berechnungen. Octave ist eine Alternative zu Matlab.
  • Scilab dient ebenfalls numerischen Berechnungen. Auch Scilab ist eine Alternative zu Matlab.
  • Python ist eine Allzweck-Scriptsprache, die mit dem Paket SciPy ähnliche Funktionen wie R und Octave abdeckt.
  • Maxima, Axiom und GAP sind Computer-Algebra-Systeme und damit Alternativen zu Programmen wie Mathematica oder Maple.
  • Für viele Bereiche vor allem der angewandten Zahlentheorie gibt es freie oder kostenlose C/C++-Bibliotheken, z.B. GMP (https://gmplib.org/) und NTL (http://www.shoup.net/ntl).
  • LAPACK ist eine Fortran-77-Bibliothek für lineare Algebra. Die Performance der Algorithmen ist sehr hoch, für Höchstleistungsrechner gibt es in der Regel speziell optimierte Varianten.
  • Geogebra ist eine kostenlose und plattforumunabhängige dynamische Mathematik Software, die Geometrie, Algebra und Analysis verbindet. GeoGebra hat bereits mehrere internationale Preise gewonnen, darunter der europäische und deutsche Bildungssoftware Preis. Dient zur netten Veranschaulichung, allerdings nicht sehr weitrechend. Geeignet zum Beispiel für Nachhilfe.
  • WolframAlpha ist eine mächtige Website mit der es zum Beispiel möglich ist Funktionen abzuleiten, Integrale zu berechnen und vieles vieles mehr.

PDF-Drucker

  • eDocPrintPro, lizenzkostenfreier Druckertreiber zum Erstellen von PDF-, JPG-, GIF-Dateien, etc. aus jedem beliebigen Programm mit Druckerunterstützung.
  • FreePDF, ebenfalls lizenzkostenfreier Druckertreiber zum Erstellen und Vereinen von PDF-Dateien.

Zusammenarbeit

  • TeamDrive ist eine kostenlose Software für die Zusammenarbeit über das Internet. Es bietet einen einfachen und sicheren Austausch von Daten mit automatischer Versionierung und Backup. Den kostenlosen 1 GB großen Server-Speicher kann man mit eigenem WebDAV Speicherplatz erweitern (z.B. mit GMX MediaCenter).
  • Dropbox ist ein Webdienst, der ein Netzwerk-Dateisystem für die Synchronisation von Dateien zwischen verschiedenen Rechnern und Benutzern bereitstellt. Dem Nutzer stehen in der kostenlosen Version 2 GB Speicherplatz zur Verfügung, der durch Werbung weiterer Nutzer auf bis zu 16 GB erweitert werden kann (pro Anwerbung + 500 MB).
  • Google Drive ist ein Webdienst mit offline Funtionalität analog zu Dropbox. Vorteile dieses Dienstes, sind außer 7GB an Speicherplatz für das kostenlose Konto, auch die Möglichkeit gemeinsam und auf echtzeit mit zwei oder mehrere Benutzer gleichzeitig in ein Dokument zu arbeiten.
  • Git ist ein Versionskontrollsystem, das zur gemeinsamen Arbeit an Programmierprojekten, Dokumenten etc. gedacht ist, aber auch für Einzelprojekte (Doktorarbeit, größere Programme) lohnenswert sein kann. Standard-Bash-Bedienung unter Linux, Clients unter Windows sind u.a. msysgit. Repositories können u.a. auf Bitbucket, github und Sourceforge kostenlos gehostet werden.

Diverses

  • GoConqr, Kostenlose Lernplattform zur Erstellung von Mindmaps, Quizzen, Lernplänen, Lerngruppen und mehr.
  • Datenschutz und IT-Sicherheit - Software zur Mailverschlüsselung, sicheres Surfen etc.
  • FreeMind, eine Mind-Mapping-Anwendung, die auf Java basiert.
  • SoSciSurvey, Online-Werkzeug zur Erstellung von Fragebögen, für wissenschaftliche Projekte kostenlos
  • Limesurvey ist ein Open-Source System zur Fragebogenerstellung. Benötigt eigenen Webspace mit PHP und MySQL-Datenbank, liefert dann aber maximale Freiheiten
  • TortoiseSVN ist ein SubVersion-Controller, also geeignet für Arbeitsgruppen in denen gemeinsam an Dokumenten gearbeitet werden muss. Dies erfordert üblicherweise viel Abstimmung, die dann von TortoiseSVN übernommen wird. TortoiseSVN ist Open-Source und wird für 32 und 64bit win-systeme angeboten.
  • DirSync, ist ein Tool zur Ordnersynchronisation.
  • Prezi erlaubt Studenten mit Uni-Mailadresse das Anlegen von Präsentationen im Internet. Die Präsentationen basieren nicht auf Folien sondern auf Zoom und Bewegung.
  • Personal Brain, virtuelle Mindmap inkl. Möglichkeit zur Hinterlegung von Hyperlinks und Dateien
  • juraLIB bietet hunderte kostenlose Jura Mindmaps und Karteikarten und einen integrierten Editor für Mindmaps

Weblinks