Queensland University of Technology

Vorbereitung

Bewerbung

Die Paderborner Bewerbungsfrist für das australische Sommersemester (also Juli bis November) ist im April. Nach kurzer Zeit bekommt man eine Nachricht, und falls man weiterkommt, die Einladung zu einem persönlichen Gespräch mit Prof. Rückert. Ebenfalls zeitnah wird danach die Entscheidung mitgeteilt, da es dann auch recht schnell gehen muss. Bis Anfang Mai muss die offizielle Bewerbung bei der QUT vorliegen (was eigentlich nur Formsache ist, also keine Angst), und man bekommt einen „Offer Letter“, in dem die QUT einen Studienplatz anbietet. Diesen nimmt man an, erhält etwas später eine „Confirmation of Enrolment (CoE)“ und kann damit dann online sein Visum beantragen.

Visum

Das Visum muss man online beantragen, und zwar sobald man das CoE-Schreiben (s.o.) von der QUT bekommen hat. Es handelt sich um ein Studentenvisum, für das die Gebühr bei ca. 500 Dollar liegt – meiner Meinung nach eine Frechheit, es wird aber auch nicht vom Stipendium übernommen, bezahlt man also selbst. Ich hatte noch das „Pech“, dass ich ein Jahr zuvor für ein Semester in Spanien studiert hatte, und dadurch (zumindest aus Sicht der australischen Regierung) ein erhöhtes Tuberkulose-Risiko hatte. Also muss man zu einem Arzt aus der Liste der australischen Regierung (geht natürlich nicht jeder beliebige Arzt, bei mir war der Nächste in Dortmund) und dort einen Zusatzuntersuchung machen. Die Untersuchung dauert nicht lange, kostet aber trotzdem nochmal ca. 170 Euro, sodass das „Eintrittsgeld“ für Australien schon recht teuer werden kann.

Finanzierung

Und da sind wir auch gleich schon beim leidigen Thema „Geld“. Das ISAP-Stipendium vom DAAD lohnt sich auf jeden Fall. Wenn man während des Auslandsaufenthaltes schon im Masterstudium steckt, bekommt man monatlich 850 Euro, plus eine Pauschale für Flug und Krankenversicherung. Von dem Geld kann man die normalen Lebenshaltungskosten (Miete, Essen, etc.) vor Ort gut bezahlen. Wenn man allerdings noch Reisen möchte, muss man selbstverständlich draufzahlen. Ich habe ca. 2500 Euro von meinen Ersparnissen bezahlt, bin aber dafür auch insgesamt 5-6 Wochen durch Australien und nach Vanuatu gereist – und es war mir jeden Cent wert. Ein anderer großer Vorteil des Austauschprogramms ist, dass man die Studiengebühren in Australien nicht bezahlen muss. Ich habe einige Leute kennengelernt, die im Rahmen eines „Study abroad“-Programms in Brisbane gewesen sind, und zusätzlich also auch noch für die Studiengebühren von ca. 5.000 Euro selbst aufkommen mussten und teilweise sogar Kredite dafür aufgenommen oder einen Bausparvertrag gekündigt haben – und das muss ja nun wirklich nicht auch noch sein.

Falls es über das Austauschprogramm vom HNI nicht klappt, kann man immer noch Auslandsbafög beantragen. Man bekommt es auf jeden Fall dann, wenn man auch Inlandsbafög erhält – falls nicht, kann man trotzdem Glück haben, da für Auslandsaufenthalte die Grenzbeträge anders sind. Das Bearbeitungsverfahren dauert allerdings gerne eine paar Monate, also sollte man sich sehr frühzeitig darum kümmern, wenn man auf das Geld zum Zeitpunkt des Auslandsaufenthaltes angewiesen ist. Für Australien ist das Studentenwerk Marburg zuständig, alle weiteren Infos zu Unterlagen und Fristen usw. findet man bequem im Internet. Außerdem noch ein Tipp (was viele Studenten nicht wissen): Wer schon einmal Auslandsbafög für ein Semester innerhalb Europas beantragt hat, darf trotzdem auch noch für ein weiteres Semester außerhalb Europas gefördert werden, zumindest nach aktuellen Vergaberichtlinien. Also lohnt es sich sicherlich, ein paar Paragraphen zu durchforsten und von mehreren Stellen Auskünfte einzuholen – lasst euch nicht zu schnell abservieren, durchhalten!

Sprachzeugnis

Für die Bewerbung beim HNI (sowie beim DAAD und bei der QUT selbst) braucht man ein Sprachzeugnis. Da ich International Business Studies studiere und somit ohnehin schon Pflicht-Englischkurse an der Uni Paderborn besucht hatte, konnte Herr Wagner (von der Fakultät Kulturwissenschaften, Fachbereich Englisch) mein Sprachzeugnis ohne weitere Prüfungen o.Ä. ausfüllen.

Krankenversicherung

Von der QUT wird eine Krankenversicherung für alle internationalen Studenten angeboten, die alles beinhaltet, was man braucht. OSHC (=Overseas Students Health Cover) von der Medibank kostet 145 Dollar (ca. 80 Euro) für das ganze Semester. Sobald man in Brisbane eine feste Adresse hat, muss man sich auf der Medibank-Homepage registrieren und bekommt seine Versichertenkarte per Post. Diese braucht man bei Arztbesuchen etc.; ich bin zum Glück nicht krank gewesen, und weiß daher leider nicht, wie der weitere Ablauf ist.

Learning Agreement

Um die Noten für die Kurse aus Brisbane später problemlos in Paderborn anzurechnen, empfiehlt es sich, vor Antritt des Auslandssemesters ein sogenanntes „Learning Agreement“ auszufüllen. Das Kursangebot des jeweiligen Semesters findet sich nach Fakultäten geordnet auf der Homepage der QUT (vom „Exchange and Study Abroad Office“ gibt es auch eine Liste von Kursempfehlungen für Austauschstudenten), mit Angaben zu Inhalten, Prüfungsarten und –anforderungen, etc. Wenn man einen Kurs gefunden hat, der sich grob mit einem Modul aus dem Paderborner Lehrangebot inhaltlich und umfangsmäßig deckt, geht man mit diesen ganzen Unterlagen zu den jeweiligen Paderborner Professoren und lässt sich auf dem Learning Agreement bestätigen, dass diese in Brisbane erbrachten Leistungen nach dem Auslandsaufenthalt für die entsprechenden Kurse zu Hause angerechnet werden können. Somit hat man schon vorher die Sicherheit und Gewissheit, dass keine Noten verlorengehen.

Unterkunft

Wohnen ist in Australien (zumindest im Vergleich zu Deutschland) nicht billig, und viele Studenten wurden selbst für Bruchbuden noch abgezockt. Man bezahlt die Miete wöchentlich (aufpassen, ob Nebenkosten und Internet schon im Preis inbegriffen sind!) und liegt in Brisbane ca. zwischen 130 und 200 Dollar, abhängig von Lage und Zustand der Wohnung etc. Das Grundsatzprinzip ist natürlich: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ – es macht also Sinn, ein paar Tage vor Semesterbeginn so früh wie möglich in Brisbane zu sein, um sich vor Ort auf Wohnungssuche zu begeben. Hilfreich ist dabei das große Onlinenetzwerk Gumtree.com.au, ansonsten habe ich bisher auch immer sehr gute Erfahrungen mit Wohnungs-/Zimmervermittlung über Facebook.com oder StudiVZ.net gemacht.

Ich hatte das Glück, mein Zimmer von einer Paderborner Freundin zu „erben“, die ein Semester vor mir in Brisbane war. Sobald ich meine Zusage hatte, habe ich mich mit ihr in Verbindung gesetzt und per Email mit der Wohnungsagentur alle Formalitäten geregelt. Das beinhaltet eine formale Bewerbung bei der Agentur, man muss Formulare ausfüllen, Ausweise einreichen, seine Liquidität beweisen, die Kontaktdaten früherer Vermieter angeben (damit die Agentur dort ggf. nachfragen kann, ob man auch immer pünktlich seine Miete bezahlt hat – ist aber nur „pro forma“), und und und. Bei dem ganzen Papierkram bestehen dann die Agenturen meist auf einen Mindestmietzeitraum von 6 Monaten und probieren, besonders internationale Studenten über’s Ohr zu hauen (so kam es uns zumindest vor). Da das Semester incl. Klausurzeitraum aber nur ca. viereinhalb Monate dauerte, wollte ich auch nicht länger „in der Wohnung festsitzen“, bin hartnäckig geblieben, und nach einigem Hin und Her war dann plötzlich auch der kürzere Zeitraum kein Problem mehr. Falls ihr also auch im Juli in Brisbane startet, probiert es doch mal bei euren Vorgängern, die bis Juni dort sind! Ich habe viel Zeit, Arbeit, Nerven und Geld gespart.

Nach der Ankunft

Empfang

Sobald man in Brisbane angekommen ist, sollte man sich in der Uni im „Study Abroad and Exchange Office“ (im O Block Podium) melden und bekommt dort genau erklärt und auf einem Lageplan der Uni eingezeichnet, welche Stationen man nun alle abklappern muss, um einen Studentenausweis zu bekommen, sich online für die Kurse einzuschreiben und alle anderen Sachen zu regeln. Außerdem gibt es eine große Informationsbroschüre zu allen Veranstaltungen während der Einführungswoche. Es gibt offizielle Begrüßungen mit allen möglichen wichtigen Informationen zur Stadt, Land und Leuten, und natürlich organisatorischen Dingen im Uni-Leben.

Überprüfung der Kurswahl

Schon von Deutschland aus musste man sich für vier Units an der QUT entscheiden (Weiteres dazu siehe „während des Aufenthalts“), die dann auch vom „Study Abroad and Exchange Office“ rückbestätigt wurden. Allerdings kann man sich in den ersten zwei Wochen noch komplett umentscheiden, und muss mit einem speziellen Formular aus dem Office dort seine Kursänderung beantragen. Die Mitarbeiter im Büro sind wirklich sehr freundlich und helfen immer gerne, und wissen auch manchmal ein paar Tipps und Tricks, wie man die umständliche Bürokratie etwas umgehen oder erleichtern kann. Irgendwann in den ersten Wochen gibt es dann eine Frist für die endgültige Kurswahl, danach darf man nichts mehr ändern. Vom Office gibt es aber auch eine Erinnerungsmail, damit man diesen Termin nicht verpasst, also keine Angst.

Bargeld

Um in Australien regelmäßig an Bargeld zu kommen und nicht immer der heimatlichen Sparkasse oder Volksbank ein paar Prozente zahlen zu müssen, kann ich ein Konto bei der Deutschen Kreditbank (DKB) empfehlen. Dieses kann man ganz bequem (und kostenlos!) online eröffnen, man bekommt ein Girokonto mit Online-Banking (ohne Gebühren) und eine kostenlose Kreditkarte. Mit dieser Kreditkarte kann man an jedem beliebigen Geldautomaten auf der ganzen Welt umsonst Bargeld abheben – es gibt keinen Haken und ich habe so sicherlich Hunderte gespart! Dadurch erübrigt sich auch die teilweise umständliche Eröffnung eines australischen Kontos, die Miete habe ich einfach immer abgehoben und persönlich eingezahlt, ohne jegliche Probleme.

Das Studium

Studium, Kurse, Lernumgebung, Aufwand

Die Uni funktioniert in Australien schon sehr anders als man es aus Deutschland gewohnt ist. Zunächst muss jeder Student vier Units belegen (Achtung: „course“ bedeutet Studiengang; ein Kurs, wie wir es kennen, heißt „unit“), mit denen man auch bestens während des Semesters beschäftigt und ausgelastet ist. Eigentlich sind pro Kurs nur 3, manchmal 4, Präsenzstunden pro Woche angesetzt (meist 2 Stunden Vorlesung und ein Tutorium in Kleingruppen), es kann also gut sein, dass man nur zwei Vorlesungstage hat, aber davon sollte man sich nicht täuschen lassen, denn es kommt an den restlichen Tagen niemals Langeweile auf. Die Professoren verstehen es bestens, die Studenten arbeiten zu lassen, und so muss man dauernd kleine Hausarbeiten („Assignments“) einreichen, gerne auch mal als Gruppenarbeit, was ja bekanntlich immer noch länger dauert, Präsentationen vorbereiten und Projektarbeiten organisieren und noch viel mehr. Kurse mit einer Abschlussklausur zu 100% scheint es nicht zu geben.

Die australische Notenskala reicht von 1 bis 7, eine 7 („high distinction“) ist mit 85-100% das Beste. Im „Study Abroad and Exchange Office“ gibt es Umrechnungstabellen, in denen aufgeschlüsselt wird, wie diese Noten ins deutsche Notensystem übertragen werden. Ich habe drei Business-Kurse und einen IT-Kurs belegt, die auch alle in Paderborn angerechnet werden können.

Marketing and Survey Research (AMN403) bei Dr. Steven Pike war mein Lieblingskurs. Der Dozent kommt aus der Praxis und hat die Vorlesung sehr ansprechend gestaltet, meist beginnend mit einem passenden Youtube-Video und gespickt mit Beispielen, die das Verständnis erleichtern und die Theorie greifbar machen. Auch die Tutoren haben einen sehr guten Job gemacht und im Tutorium gezielt klausurrelevante Theorie wiederholt, auf die Assignments vorbereitet und Fragen kompetent beantwortet. Die zu erbringenden Leistungen in dieser Unit waren ein Gruppenassignment zu Beginn (20% Gewichtung), eine Klausur zum Ende der Vorlesungszeit hin (25%) und ein großes individuelles Assignment am Schluss (55%). Es ist Einiges an Arbeitsaufwand, aber man lernt auch wirklich etwas und die Benotung ist gut und fair. AMN403 wird in Paderborn von Prof. A. Eggert für W4111 „Kundenmanagement und –forschung“ angerechnet.

Negotiating across borders (IBN 409) bei Dr Xaiohua Yang war auch ein sehr interessanter Kurs, der sich mit den Hindernissen, Herausforderungen, Regeln und Handlungsempfehlungen von internationaler Verhandlungsführung und dem Zusammentreffen verschiedenster Kulturen beschäftigt. Die gelernte Theorie wird nach jeder Vorlesung mit Fallstudien und Rollenspielen, in denen echte Verhandlungen simuliert werden, geübt und gefestigt – so macht Lernen wirklich Spaß. Drei Assignments im Laufe des Semesters (30%, 30% und 40%) ersparen den Studenten eine Abschlussklausur, aber sorgen für viel Arbeitsaufwand während der Vorlesungszeit. IBN409 wird in Paderborn von Prof. M. Schneider für W4881 „Advanced Course in International Business Culture“ oder W4144 „Cross-cultural Management and Business Ethics“ angerechnet.

Business in Australia (IBN435) bei Brian Sengstock ist ein Kurs, von dem ich mir viel mehr erhofft hatte und sehr enttäuscht war. Was sich in der Kursbeschreibung nach einem sehr guten Überblick über die australische Wirtschaft anhörte, entpuppte sich als eine etwas zu sehr juristisch angehauchte Veranstaltung im tristen Vorlesungsstil mit einem höchst unmotivierten Dozenten, widersprüchlicher Emailkommunikation und unklaren Aufgabenstellungen für die Assignments (30%, 30% und 40%). Die Abgabedaten wurden unangekündigt verschoben, weil der Verantwortliche vergessen hatte, die Dokumente vom letzten Jahr entsprechend anzupassen, und wirklich gelernt hat man gar nichts. Von diesem Kurs kann ich, zumindest bei diesem Dozenten, leider nur abraten. IBN435 wird in Paderborn von Prof. M. Schneider für W4881 „Advanced Course in International Business Culture“ angerechnet.

Networks (IBB101) bei Ernest Foo war mein einziger IT-Kurs und hat mir wirklich gut gefallen. Der Dozent war sehr motiviert, nahezu enthusiastisch, und überaus freundlich, aufgeschlossen und hilfsbereit bei Fragen jeglicher Art. Von deutschen Informatikstudenten wurde ich allerdings in meiner Vermutung bestätigt, dass das Niveau der Kursinhalte doch schon etwas unter dem in Deutschland üblichen Standard läge – was mich aber nicht weiter gestört hat. Der Kurs ist als allgemeine Einführung für Bachelorstudenten gedacht und hat diesen Zweck meiner Ansicht nach auch vollkommen erfüllt. Es gab einen guten Einblick in das Basiswissen zu Netzwerken, angereichert mit vielen Praxisbeispielen in den Tutorien, und abgefragt durch 2 theoretische Klausuren (einmal Multiple Choice nach der ersten Semesterhälfte, 20%, und einmal „zum Selberschreiben“ am Ende der Vorlesungszeit, 60%) sowie eine Praxisklausur (20%). IBB101 wird in Paderborn von Prof. Karl für „Rechnernetze“ angerechnet.

Im Allgemeinen wird man in der Uni sehr „an die Hand genommen“ und es gibt überall und jederzeit Ansprechpartner für alles Mögliche, z.B. einen Assignment-Korrekturlese-Service oder sogar eine 24h-Hotline für Sorgen oder Kummer, was noch nicht mal unbedingt unibezogen sein muss. Das mag zuerst super klingen, kann aber manchmal auch nerven – vor allem, wenn man es aus Deutschland gewohnt ist, viel eigenverantwortlicher zu arbeiten und sich sein Lernpensum und besonders seine Zeit das Semester über selbst einzuteilen, und man nun plötzlich so bevormundet wird, jede Woche irgendwas einreichen muss und im Unialltag vielleicht sogar etwas zu sehr behütet wird.


Ausflüge und Reisen

Sowohl vom „Study Abroad and Exchange Office“ als auch vom ISS-Büro („International Student Services“ im X Block) werden regelmäßig Tagesausflüge und mehrtägige Reisen angeboten. So gibt es direkt zu Anfang des Semesters ein Kennenlernwochenende („Orientation Camp“) auf Stradbroke Island, was sehr zu empfehlen ist, dann beispielsweise Tagesausflüge zur Gold Coast, Surfers Paradise und in einen großen Zoo, so wie mehrtägige Trips nach Fraser Island, Moreton Island oder zum Whale watching. Die Reisen sind immer preiswerter, als wenn man sie alleine organisieren würde, bieten eine tolle Gelegenheit, neue Leute kennenzulernen, und machen viel Spaß. Auch unabhängig von Uni-Ausflügen lädt Australien natürlich zum Reisen ein. Und so kommt man vom „Domestic Terminal“ des Flughafens in Brisbane mit den Billigfliegern Jetstar oder Virginblue sehr preiswert nach Cairns (Great Barrier Reef, Cape Tribulation), Airlie Beach (Whitsundays), Sydney, Melbourne (Great Ocean Road), Adelaide, und und und. Und es ist sooo schön überall!


Öffentliche Transportmittel

In Brisbane gibt es drei Arten von öffentlichen Verkehrsmitteln: Bus, Bahn und CityCat (eine Fähre, die zick-zack auf dem großen Brisbane River, der die Stadt teilt, unterwegs ist). Praktischerweise haben sich diese drei Verkehrsmittel ticketmäßig zusammengeschlossen und Brisbane und die weitere Umgebung in Zonen eingeteilt. Mit einem Ticket der Zonen 1 und 2 kann man also schon den größten Teil der Stadt abdecken und sich das Transportmittel sogar beliebig aussuchen. Mit dem Studentenausweis der QUT bekommt man immer Rabatt („Concession“), an Sonn- und Feiertagen gelten die „Off peak“-Tarife, die nochmals billiger sind. Und so bekommt man auch beispielsweise ein Tagesticket für einen Sonntagsausflug nach Surfers Paradise und zurück (ca. 2 Stunden Bahn und Bus pro Weg, Endstation ist Zone 16) für unter 10 Dollar!

Fazit und Tipps

Australien ist ein tolles Land, und wer die Chance hat, dort für längere Zeit zu leben, sollte sie sich nicht entgehen lassen. Die Menschen sind sehr freundlich und hilfsbereit (das merkt man besonders, wenn man wieder zurück in Deutschland ankommt und den direkten Vergleich hat), und haben immer einen flotten Spruch auf den Lippen. Vom Wetter natürlich ganz zu schweigen! Bei meiner Ankunft in Brisbane Anfang Juli, wohlbemerkt im tiefsten Winter, waren es tagsüber auch manchmal schon 17 Grad (nachts dann aber leider auch mal 3 Grad), und ab dann ging es steil bergauf!

Brisbane ist eine Stadt, in der es sich richtig gut leben lässt. Es ist nicht so touristisch überlaufen wie Sydney und Melbourne, daher sind auch die Mietpreise noch bezahlbar, und hat genau die richtige Größe, nicht zu groß (man kann immer in der Stadt einem bekannten Gesicht über den Weg laufen), aber auch nicht zu klein (man kann schon recht lange unterwegs sein, um Freunde auf der anderen Seite der Stadt zu besuchen). Ich habe mir direkt zu Beginn des Semesters ein gebrauchtes Fahrrad gekauft (wahrscheinlich die am besten investierten 50 Dollar) und war somit immer sehr mobil. Australien ist ein Land, das noch viel mehr „multi-kulti“ ist, als ich es je gedacht hatte. In der Uni bestanden manche Kurse zu 80% aus Chinesen, Taiwanern und Indern, und auch so wimmelt es in der Stadt von Menschen aus allen Nationen der Welt. Wie passend ist da doch das in Australien so berühmte Lied: „We are one, but we are many, and from all the lands on earth we come. We share a dream, and sing with one voice: I am, you are, we are Australia!”

…und wenn ihr auch, so wie ich gerade, etwas Gänsehaut bei diesen Zeilen bekommen möchtet, bewerbt euch ganz schnell und packt schon bald die Koffer für ein paar Monate in „Brissi“ – ihr werdet die Zeit nie vergessen!

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