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Leben in Princeton

Leben in Princeton

Campus-Wohnen

Mehr als 95 Prozent der Studierenden, zwischen 18 (High School) und 22 Jahre alt, leben auf dem Campus in Wohnheimen, die von Außen einem Oxford-Schloss gleichen (v.a. Blair Arches), nach innen aber eher spartanisch ausgestattet sind, sodass der erste Weg zum nahegelegenen 24-Stunden University-Store führt.

Freshmen und Sophomores (ersten beiden Jahre) leben in Wohn-Colleges. Juniors und Seniors nutzen die Möglichkeit, "Off-Campus" zu wohnen – aber zu hohen Mieten in Princeton (ab 1.500 Dollar für ein 10m² WG-Zimmer im Monat). Deswegen macht das nur, wer es sich leisten kann.

Colleges

Princeton hat sechs Undergraduate-Wohnheime. Jedes College (nicht zu verwechseln aber mit Oxforder Vorbild) besteht aus einer Reihe von Wohnheimen, einem Speisesaal, einer Vielzahl von anderen Annehmlichkeiten wie Study Lounges, Bibliotheken, Fitnessbuden und Dunkelkammern. Das nicht-akademische Leben der Undergraduates spielt sich auf dem Campus neben den Dormitories (Wohnheime) in organisierten Parties und den Eating-Clubs ab, einem der letzten Vehikel der finanziellen, beruflichen und politischen Elite.

Eating-Clubs

Rund 90 Prozent der Studenten sind in den Eating Clubs, die primär als Speisesäle dienen. Beheimatet in prächtigen Villen zwischen Jugendstil und Neo-Gothik befinden sich die Adressen auf der Prospect Avenue. Die meisten "upperclassmen" (rund 40 Prozent davon sind Millionärskinder) essen ihre Mahlzeiten in einem der zwölf Vereine. Darüber hinaus dienen die Vereine als soziale Treffpunkte für Mitglieder und Gäste, aber auch zum Networking auf dem Golfplatz nebenan. Es zählt im Ansehen, in welchem Club man ist, denn nicht jeder Club lässt jeden rein. Nicht zu verwechseln sind diese elitären Clubs Princetons mit den Formal Dinners "im alten Bruder" Oxford oder gar einer durchschnittlichen Mensa in Deutschland.

Sport

Ob Baseball, Football, Rugby, Hockey, Polo oder Kricket. Die US-amerikanischen Hochschulen und insbesondere die Ivy League legen außerhalb der Reichweite von Hörsaal und Bibliothek viel Wert auf körperlichen Ausgleich. Auch sportliche Exzellenz ist auf dem Rasen und im Wasser gewünscht. Die Universität verfügt über große Stadien (vergleichbar mit der deutschen Bundesliga) und ein riesiges Fitnessstudio mit Trainingsangeboten.

Die Ivy League ist eine Liga im US-amerikanischen Hochschulsport, doch der Ausdruck wird meist außerhalb des Hochschulsports verwendet und verstanden. Die Begriffe akademische Exzellenz, strenge Selektion bei der Aufnahme sowie soziales Elitedenken spiegeln sich darin sowohl im Sport als auch der Akademie wieder. Historisch hat "Ivy" mit der Situation zu tun, als sich die acht Hochschulen 1945 in einer Football-Liga namens Ivy Group Agreement zusammenschlossen. 1954 erfolgte eine Ausdehnung auf alle Sportwettkämpfe zwischen den acht Elite-Unis im Nordosten der USA. Vorbild für die Gründung war der britische Collegesport.

Metropole

Aufgrund der Nähe zu New York City sind die Wohn-Colleges am besten bekannt für ihre darstellenden Künste, die regelmäßig nach New York City exportiert werden. Die Studenten machen Ausflüge in die Metropole, besuchen Ballette, Opern, Broadway-Shows, Baseball-Spiele von den Yankees (wenn nicht im eigenen Stadion der Ivy League) und anderen Aktivitäten.

Finanzierung der Universität

Stiftungen

Mit einem Stiftungsvolumen von mehr als 17 Milliarden US-Dollar ist die Princeton University eine der reichsten Universitäten der Welt. Als die viertgrößte Stiftung in den Vereinigten Staaten gerankt, verfügt die Universität pro Student über sage und schreibe 2,15 Millionen US-Dollar. Obwohl Harvard in der Masse mit 30 Milliarden on top ist (PU auf Platz 2), ist Princeton pro Kopf gerechnet auf weiter Flur die reichste Universität der Welt.

Fundraising

Eine so bedeutende Stiftung wird nachhaltig durch weitere Spenden seiner Alumni gefüttert mit einem beharrlichen Marketing und Anzeigen im Daily Princetonian, dem Uni-Magazin. Betreut wird das Geld von professionellen Anlageberatern, die auch auf den Jobmessen von Princeton (meist im Herbst) einen Stand anbieten, um möglichst viele High Potentials in den eigenen Reihen zu halten. Neben den Gebäuden und einer ganzen Stange an hochdotierten Professoren, investiert die Stiftung in Kunst. Das Museum of Modern Art zeigt z.B. originale Werke von Claude Monet und Andy Warhol sowie anderen prominenten Künstlern.

Einkommen der Eltern

Mehr als die Hälfte aller Princetonians kommt aus Familien, die im Durchschnitt 700.000 US-Dollar im Jahr verdienen und für die ein Studium ihres Kindes, dass im Schnitt 250.000 US.Dollar reine Studiengebühren braucht, kein Armutsrisiko bedeutet. Dementsprechend rar und weltweit heiß umkämpft sind die Stipendien für ein Jahr oder mehr an der PU.

Stipendien

Auch wenn die statistische Wahrscheinlichkeit für ein Stipendium aus Princeton unter einem Prozentpunkt liegt (Bewerbung über die Webseite sowie direkter Kontakt zu Professoren), sollte man es trotzdem versuchen. Denn die Privatuni sucht sich ihre Studenten selbst aus. Mitbringen sollte man als internationaler Austauschstudent jedoch Einser-Noten in Abi und Vordiplom sowie viel soziales Engagement, was in der Ivy League auch bei akademischen Überfliegern ebenso groß geschrieben wird.

Soziales

Das Motto: You get (viel Geld), you earn (einen Degree, mit dem man sich seinen künftigen Job aussuchen kann) and you give back (sich sozial in Vereinen, Non-Profit-Organisationen und Kirchen engagieren). Wobei Kirchen in den USA mehr als in Deutschland ein wichtiger Sozialisationsträger sind, der vor allem auf dem Land Bildung, Unterhaltung und Hilfe als Ortskern verbindet.

Politik der Princeton University

Zielgruppe

Die PU genießt vor allem einen guten Ruf für die beharrliche Exzellenz in ihren jeweiligen Bereichen mit einem Engagement für Klassenzimmer-Atmosphäre und Lehrer, die neben dem regulären Coursework die "Independent Studies" beraten, bei dem sich Studenten ein eigenes Thema suchen und den Rat des Lehrers suchen, welcher daraufhin einen Kurs anbietet – statt nur auf das gedruckte Vorlesungsverzeichnis angewiesen zu sein.

Auswahlkriterien

Princeton ist das selektivste College in den Vereinigten Staaten, denn weniger als zehn Prozent der Undergraduate-Antragsteller werden im Schnitt genommen. Internationale Studenten haben es noch schwieriger – 99 Prozent erhalten per E-Mail eine Absage. 2001 war Princeton die erste Universität, die Darlehen für alle Studenten anbietet, damit auch Studenten, deren Eltern keine Millionäre sind (rund die Hälfte aller Studenten nach einer aktuellen Umfrage im Daily Princetonian), nicht in die Schuldenfalle kommen.

Studiengebühren

Für die wenigen Studenten aus dem Mittelstand ist die Rechnung (vor der Subprime-Krise) bisher gewesen: Mit meinem Einstiegsgehalt von Princeton (bis zu dreimal höher als von anderen Unis, z.B. statt 50.000 US-Dollar gleich 170.000 im Jahr auf dem Konto) werde ich meine Schulden in zwei bis drei Jahren abgezahlt haben. Geht die Rechnung auf, ist dies schneller als an einem staatlichen – und damit viel günstigeren College, dessen Karrierechancen aber umso geringer sind.

Kooperationen

Die Universität hat enge Verbindungen zum Institute for Advanced Study, dem Nobelpreis-Physiker Albert Einstein angehörte, und dem Princeton Theological Seminary, zwischen Graduate College und Undergraduate Campus gelegen, das die Princeton University gründete und sich dann dafür entschied, lieber unabhängig zu sein. Auch zum lokalen Hochschulverbund gehört das Westminster Choir College.

Rankings

Von 2001 bis 2008 war die Princeton University an erster Stelle unter den nationalen Universitäten vom Magazin US News & World Report. Außerdem, wurde Princeton an erster Stelle unter allen nationalen Colleges und Universitäten im Forbes-Ranking gelistet – ebenso wie die nationalen Auszeichnungen von Studenten und Dozenten, sowie die Zahl der Absolventen in der 2008-Ausgabe "Who's Who in Amerika".

In der Princeton Review, Ranking der "weicheren" Aspekte der Studenten, hat Princeton mit die glücklichsten Studenten auf dem Campus. Die Princeton University beteiligt sich auch an dem University College und Accountability Network (U-CAN), einem Karrierenetzwerk für Studis und Absolventen. Die Princeton University hat zudem einen "BlueGeneL" IBM-Supercomputer, genannt Orangena, aber nur Rang 79 als schnellster Computer der Welt. 

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