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Praktika China

Informationen darüber, wie man ein Praktikum in China findet.

Praktikum in China: Ein echter Karrierezünder

Wirtschaftswachstum von neun Prozent des BIP und mehr. Über 1,3 Milliarden potentielle Konsumenten. Weitreichende wirtschaftliche Reformen. Der Großraum China wird nicht nur der Markt von Morgen sein, er ist schon heute eines der faszinierendsten Gebiete der Welt wenn es darum geht, Geschäfte zu machen. Selbst wenn du deine berufliche Zukunft nicht unbedingt in Asien siehst, kann es eine tolle Erfahrung sein, hier gearbeitet zu haben. Es bewegt sich viel in China. Die Wirtschaft ist unglaublich dynamisch. Und du kannst einen kleinen Ausschnitt davon miterleben. Schon mal über ein Praktikum im Reich der Mitte nachgedacht? So gut wie alle großen deutschen Firmen besitzen eine etablierte Niederlassung in der Volksrepublik oder bauen Werke und Tochtergesellschaften auf.

Besser direkt bewerben

In den letzten Jahren hat die Zahl der Studierenden enorm zugenommen, die ein Praktikum in China absolvieren wollen. Mittlerweile wird auch hier gründlich ausgesiebt. Nicht jeder bekommt einen Platz, aber die Suche ist durchaus nicht aussichtslos. Wenn du genaue Vorstellungen hast, wo und bei welchem Unternehmen du arbeiten möchtest, solltest du dich direkt beim Personalverantwortlichen für deinen Wahlstandort bewerben.

Tipps und Links

  • Falls du dich direkt bei den Außenstellen deutscher Firmen, Medienvertretungen oder Kulturinstitutionen um einen Praktikumsplatz bewerben möchtest, bist du auf der Homepage der deutschen Auslandshandelskammer in Greater China genau richtig. Hier findest du eine Liste der in China, Hong Kong und Taiwan aktiven deutschen Unternehmen, ergänzt durch einige ausländische Globalplayer. In der Rubrik "Business News & Information" befindet sich außerdem ein Plattform für Arbeitsangebote und ein besonderer Teil für Praktika. Wenn du möchtest kannst du hier auch selbst ein Gesuch ins Netz stellen.
  • Der "Council on International Internship Placement" (CIIP) in Dresden vermittelt als gemeinnützige Organisation insbesondere auch Praktika in China.
  • KOPRA ist die Abkürzung für "KOordinationsstelle für PRAktika". Unternehmen, die nach qualifizierten Praktikanten suchen, können hier ihre Angebote kostenlos veröffentlichen und du kannst gebührenfrei darin stöbern!
  • AIESEC, die Studentenorganisation für internationale Praktika an deiner Uni, vermittelt ebenfalls Praktika im Ausland, darunter auch China.
  • Für Studierende der Ingenieur- und Naturwissenschaften sowie der Land- und Forstwissenschaften vermittelt und betreut die International Association for the Exchange of Students for Technical Experience, kurz IAESTE, Praktika weltweit. Weitere Informationen zu Praktikumsplätzen bekommst du auch beim IAESTE-Büro an deiner Hochschule.
  • Für Mediziner: Wie wäre es mit einer Famulatur an einem chinesischen Krankenhaus? Nähere Auskünfte erteilt die Fachschaft Medizin an deiner Hochschule oder der Deutsche Famulantenaustausch e.V. (DFA) in Bonn. Außerdem hat die Deutsch-Chinesische Gesellschaft für Medizin ein eigenes Famulanten-Austauschprogramm.
  • Gelegentlich bieten auch die in China aktiven Partner von e-fellows.net, wie zum Beispiel Bosch, attraktive Praktika an. McKinsey bietet im Rahmen eines Praktikums derzeit exklusiv die Möglichkeit, mit einem international besetzten Team bei einem Klienten von McKinsey in China zu arbeiten. Außerdem sucht McKinsey in Europa und Asien nach qualifizierten Absolventen für den Einsatz als Berater im "Asia House".
  • Neben den kostenfreien Vermittlungsmöglichkeiten, gibt es zahlreiche Organisationen, die gegen eine Gebühr einen eventuell sogar maßgeschneiderten Praktikumplatz besorgen, zum Beispiel Diplomcampus.
  • Ein Blick lohnt sich auf jeden Fall auch auf die Website des DAAD. Hier findest du Informationen rund um Praktika im Ausland, auch für China.

Voraussetzungen und Vorbereitung

Anders als bei einem Studienaufenthalt, musst du für ein Praktikum nicht unbedingt die Sprache beherrschen. Das Arbeiten bei einer chinesischen Firma ist dann zwar nahezu unmöglich, in den meisten internationalen Unternehmen ist die Geschäftssprache aber Englisch. Meistens werden dort keinerlei Chinesisch-Kenntnisse erwartet. Allerdings ist es natürlich auch hier einfacher, Kontakte zu seinen Kollegen zu schließen, wenn man ein paar Brocken der Muttersprache beherrscht. Im Alltag dagegen sind Chinesisch-Kenntnisse sehr hilfreich. Denn auf der Straße musst du manchmal etwas länger suchen, bis du jemanden findest, der dolmetschen kann. Selbst in Beijing oder Shanghai, spricht kaum ein Taxifahrer Englisch. Vom Personal im Supermarkt oder dem Friseur ganz zu schweigen. Mit ein bisschen Fantasie und Humor kommt man aber meist doch zurecht. Mancher Abgesandte einer westlichen Firma verbringt Jahre ausschließlich in den internationalen Kreisen der Küstenstädte. Von den faszinierenden Seiten Chinas bekommt er so aber nur äußerst wenig mit. Willst du dieser Gefahr entgehen, solltest du dich zur Vorbereitung auf dein Praktikum zumindest mit den sprachlichen Grundlagen beschäftigen. In China selbst ist es dann nicht schwer, stundenweise Privatunterricht zu nehmen. So lernst du dein Gastland besser zu verstehen.

Arbeitsbedingungen und Finanzierung

Der Arbeitsalltag in China unterscheidet sich deutlich von dem in Deutschland, selbst bei internationalen Firmen. Die Arbeitszeiten sind länger und Feiertage seltener. Überstunden werden in der Regel nicht ausgeglichen. Auf der anderen Seite ist es durchaus üblich, während der Arbeitszeit einfach mal ein Nickerchen zu machen. Eine chinesische Besonderheit sind die Feiertage. Sie sind nicht über das Jahr verteilt, sondern werden in drei Grüppchen zu drei Tagen aufgeteilt. Am Wochenende vor den Feiertagen wird Samstag und Sonntag gearbeitet und man hat damit anschließend eine komplette Woche frei. Die chinesischen Kollegen sind generell sehr freundlich, interessiert und hilfsbereit. Wenn du dich auf die kulturellen Unterschiede vorbereitest und ein offener Mensch bist, wirst du sicherlich keine Probleme haben, dich in China zurechtzufinden und die Zeit zu genießen.

Kosten

Im Vorfeld deines Praktikums solltest du genau klären, ob dein Arbeitgeber Kosten wie Flug, Miete, Impfung und Versicherung übernimmt. Danach sollte sich auch dein Praktikantengehalt richten. 300 Euro monatlich mag zwar nach sehr wenig klingen. Wenn man aber keine Miete zahlen muss, kommt man damit gut über die Runden, da die Lebenshaltungskosten in China sehr niedrig sind.

Stipendien

Auch bei einem Praktikum lohnt es sich, im Vorfeld nach einem Stipendiengeber zu suchen. Das DAAD-Programm "Sprache und Praxis in China" zum Beispiel öffnet Absolventen der Natur-, Rechts-, Wirtschafts-, und Ingenieurwissenschaften sowie Architektur den Weg nach China. Die Stipendiaten erhalten Einblick in die Sprache, Kultur und Wirtschaft oder Forschung des Landes. Das Programm beginnt mit einem dreiwöchigen Vorbereitungskurs in Deutschland. Daran schließt sich ein einjähriger Sprachkurs an der Uni in Beijing an. Im dritten Abschnitt sammeln die Stipendiaten dann ein halbes Jahr lang praktische Erfahrungen in einem chinesischen oder deutsch-chinesischen Unternehmen in der Volksrepublik. Neben den monatlichen Stipendienzahlungen sind auch die Kosten für die Sprachkurse und programmbezogene Exkursionen vor Ort sowie die internationalen Reisekosten in den Leistungen enthalten. Vorausgesetzt werden gute Englischkenntnisse und ernsthaftes Interesse an China. Außerdem darf der Hochschulabschluss nicht länger als zwei Jahre zurückliegen.

Weblinks

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