Pontificia Universidad Católica de Chile

Diese Seite ist für die Leute gedacht, die einen Austauschsemester in Santiago und speziell an der Universidad Católica planen. Hauptsächlich sollen Tipps und Anregungen gegeben werden, um die Planung und Durchführung des Auslandsaufenthaltes zu erleichtern.

Die Universitaet Catolica de Chile

Allgemeines zur Universitaet

Die Pontificia Universidad Católica de Chile (PUC) gehört zusammen mit der Universidad de Chile zu den besten Universitäten in Chile.
Sie verfügt über insgesamt vier Campi die über die ganze Stadt verteilt sind: Casa Central, San Joaquín, Lo Contador und Campus Oriente. An welchem Campus man letztendlich studiert, hängt vom Studienfach ab. So sind zum Beispiel unter anderem die Naturwissenschaften und die Ingenieursfächer am Campus San Joaquín.
Insgesamt verfügt die Universität über folgende Fakultäten:

- Agronomía e Ingeniería Forestal
- Arquitectura, Diseño y Estudios Urbanos
- Artes
- Ciencias Biológicas
- Ciencias Económicas y Administrativas
- Ciencias Sociales
- College (Bachilleratos, Licenciaturas)
- Comunicaciones
- Derecho
- Educación
- Filosofía
- Física
- Historia, Geografía y Ciencia Política
- Ingeniería
- Letras
- Matemáticas
- Medicina

Der Campus ist ähnlich wie in Deutschland nur ein Ort an dem man studiert. Nicht wie beispielsweise in den USA, wo sich auch die Studentenwohnungen, der Frisör und vieles mehr direkt am Campus befindet. Allerdings zeichnen sich die Campi hier durch besonders schöne Gärten, Innenhöfe, und je nach Campus, durch schöne antike Gebäude aus.

Infos zum Studium

An der PUC müssen die Austauschstudenten Vorlesungen mit insgesamt mindestens 20 Creditpoints pro Semester hören. Dies sind etwa 2 bis 3 Vorlesungen mit jeweils ungefähr zweimal 80min. Dabei ist es vollkommen egal was man studiert. Zu Beginn des Semesters erhält man ein Vorlesungsverzeichnis mit allen angebotenen Vorlesungen aller Fakultäten und Fächer. Wer anfangs noch nicht weiß, was er studieren will, kann dann anfangen das Heft durchzuwälzen und sich seinen Stundenplan zusammenstellen.
Im Gegensatz zu Deutschland wird hier auch der Sport sehr groß geschrieben, für den man pro Aktivität zwischen 5 und 8 Creditpoints erhält. Von Fußball, Tanzen, Klettern, Kapuera, Joga, Tennis, Basketball bis hin zu Rugby wird alles angeboten. Zusaetzlich verfügt die Universität am Campus San Joaquín über eine Turnhalle, Schwimmhalle, einen Kraftraum, Kletterwand, Joggingstrecke, Tennisplätze und diverse Sportplätze. Ergänzt wird das Vorlesungsangebot durch sogenannte Optativos. Dies sind Fächer wie Kunst, Fotografie, usw. Es ist also für jeden was dabei.
An der Universität ist das Drucken kostenlos, allerdings muss man sein eigenes Papier mitbringen. Damit kann man sich dann in einem der Computerräume in die Schlange stellen und bis zu 100 Seiten pro Tag kostenlos drucken.

Wo bekomme ich Hilfe?

Die Universität verfügt über ein ausgezeichnetes und sehr gut organisiertes Austauschprogramm. Wer Hilfe braucht, findet bei Patricia im Büro Nummer 14 (Oficina del intercambio) in der Casa Central der Universität immer ein offenes Ohr und kompetente Beratung.
Auch die studentische Organisation "Comision de Acogida UC" ist immer bereit zu helfen und wer noch ein paar chilenische Freunde sucht, sollte hier mitarbeiten.


Wie gut muss mein Spanisch sein?

Wer schon vorher gutes Spanisch spricht, ist natürlich klar im Vorteil. Allerdings werde selbst die Leute mit guten Spanischkenntnissen überrascht sein, wie schwer es ist, die Chilenen zu verstehen. Das liegt schlicht daran, dass fast alle Chilenen ein sehr schnelles, undeutliches, fast genuscheltes Spanisch sprechen. So wird zum Beispie ein s am Ende eines Wortes nie ausgesprochen und ein d wird quasi verschluckt. Hinzu kommt, dass die Chilenen viele eigene Wörter und Ausdrücke haben. "Chilenismo" wird das genannt. Zum Beispiel wird aus "Commo estas?" "Commo estai?" und "la novia" ist "la polola".
Eine weitere markante Eigenheit ist, dass praktisch an jeden Satz das Wort "po" angehängt wird, zum Beispiel "Si, yo entendi po!". Wenn man sich mit Männern unterhält, wird zusätzlich das Wort "weon" angehängt (dies wird aber aber ausschließlich zu Männern gesagt), zum Beispiel: "Si, yo entendi po weon!" Als das sogenannte i-Tüpfelchen wird dann noch das Wort "cachai" benutzt, was soviel heißt wie "Verstanden" oder "Kennst du" z.B. "Si yo entendi po weon, cachai?" oder "Cachai esa pelicula?"

Santiago de Chile

Wie sicher ist Santiago

Santiago zählt zu den sichersten Städten in Südamerika und dies kann ich auch so bestätigen. Auch wenn viele Chilenen hier etwas paranoid erscheinen und niemals nachts alleine nach Hause laufen.

Man sollte einfach die Grundregeln einer Stadt beachten. So sollte man:
- einerseits nicht unnötig viel Geld mitnehmen; andererseits jedoch immer einen gewissen Betrag in Scheinen griffbereit bei sich führen, um bei einem Überfall schnell etwas herausgeben zu können,
- in U-Bahnen und Plätzen mit vielen Menschen besonders gut auf sein Zeug aufpassen,
- seinen Geldbeutel natürlich immer in der vorderen Hostentasche tragen
- Taschen auch im Café immer zwischen die Beine stellen,
- bei einem Überfall keine Gegenwehr leisten

Als besonders Gefährlich gelten spätnachts auch Brücken und Flussufer.
Die Polizei ist in ganz Chile unbestechlich und "Trinkgelder" sind vollkommen fehl am Platz. Dafür leisten sie im allgemeinen gute Arbeit, die lediglich durch den bürokratischen Aufwand bei einer Anzeige behindert wird.

Speziell für Frauen

Ich kenne einige Frauen, die Opfer von Handtaschendieben geworden sind. Teilweise wurden die Taschen dabei auch direkt von den Schultern gerissen (auch in Diskotheken). Also wenn möglich, diese einfach Zuhause lassen.
Frauen sollten nachts auch immer ein Taxi benutzen und niemals alleine durch Parks laufen und dunkle Gassen meiden.

Wohnen

Wie finde ich eine Wohnung?

In Santiago gibt es überdurchschnittlich viele freie Zimmer und alles geht über die Homepage von http://www.compartodepto.cl
Einfach einen kostenlosen Account erstellen, dann wird man sogar von den Vermietern angeschrieben, ob man sich nicht das Zimmer oder die Wohnung anschauen möchte. Wichtig ist, dass man ein Bild von sich bei seinem Profil einstellt, und einen kurzen Text über sich schreibt. Auch hier gilt, wer zuerst kommt, hat die größte Auswahl.
Ich würde empfehlen, schon von Deutschland aus Kontakt zu den Vermietern aufzunehmen und einen Termine zur Zimmerbesichtigung über E-Mail zu vereinbaren. Denn manchmal kann es drei bis vier Tage dauern bis sich ein Vermieter auf eine E-Mail meldet und so spart man sich einige Tage im Hostel und kann gleich nach der Ankunft in Santiago mit der Zimmersuche beginnen.
Die Preise unterscheiden sich je nach Lage und Komfort von unter 100€ für ein fensterloses Zimmer in das gerade mal ein Bett passt und man eine Stunde bis in die Innenstadt braucht, bis über 300€ für ein Zimmer mit 20m² direkt in der Innenstadt.
Es gibt dutzende Moeglichkeiten wie und wo man wohnen kann. Die Bandbreite reicht von einem gemieteten Zimmer in einer chilenischen Familie inklusive Abendessen, über Studentenheime bis hin zu Häusern mit über 15 anderen Austauschstudenten, in denen jeden Abend die Post ab geht und man am Ende des Auslandssemesters erst mal zur Alkoholentziehungskur muss. Wer so etwas mag, dem empfehle ich das sogenannte "Casa Cueto".

Tipp: Sich nicht verrückt machen lassen, wer vor Semesterbeginn in Santiago ist, findet mit sehr großer Wahrscheinlichkeit genau das richtige für sich zum Wohnen. Also in Ruhe einige Wohnungen anschauen und dann entscheiden.

In welchem Stadtteil lebt es sich am besten?

Am besten lebt es sich wohl in einem der Stadtteile in der Nähe des Zentrums. Als am sichersten und schönsten gilt hier im allgemeinen der Stadtteil "Providencia". "Bellavista" ist die Partyzone der Stadt in der sich eine Diskothek an die andere reiht und Bars mit billigem Bier aufwarten. Auch hier gibt es einige freie Zimmer für Austauschstudenten, die aber im allgemeinen schnell vergeben sind. Wer allerdings zum ernsthaften Studieren nach Santiago kommt, sollte sich vielleicht nicht unebdingt hier ein Zimmer suchen, da die Gefahr, jeden Abend in einer andern Bar oder Diskothek zu enden, sehr groß ist.
Im Allgemeinen würde ich empfehlen, sich ein Zimmer in der Nähe einer U-Bahn-Station zu suchen und nicht weiter vom Stadtzentrum entfernt als die U-Bahn-Stationen: Tobalaba, República, Cumming und Irarrázaval. Denn dann kann man eigentlich an jeder Aktivität teilnehmen und muss nicht eine halbe Weltreise zurücklegen, um sich mal auf einen Kaffee zu treffen.

Weggehen und Party machen

Wo kann man Party machen?

Santiago verfügt über ein ausgezeichetes Nachtleben, in dem jeder das findet was er sucht.
Das klassiches Weggehviertel ist Bellavista mit dutzenden Diskotheken und Bars. Aber auch in Providencia und Bario Brasil gibt es unzählige Möglichkeiten, um sich zu amüsieren.
Auch viele Kinos, Theater, Museen und Ausstellungen bieten viele Möglichkeiten seine Freizeit zu verbringen.

Tipp: Für Austauschstudenten wird jeden Mittwoch das sogennante "Miercolespo" veranstaltet. Das ist schlichtweg eine Party speziell für die Austauschstudenten in Santiago (natürlich sind auch Chilenen eingeladen), die jeden Mittwoch in einer anderen Diskothek stattfinden. Wo, erfährt man wenn man sich im Facebook in der Gruppe: anmeldet. Dies ist der ideale Ort, um andere Austauschstudenten kennenzulernen.


Weitere Möglichkeiten etwas zu unternhemen

Die Universidad Católica verfügt über das beste Austauschprogramm aller Universitäen in Chile. Eine speziell eingerichtete Kommission namens "Comision de Acogida UC" veranstaltet fast jede Woche eine Ausfahrt. Egal ob Skifahren, Weinprobe, Stadtbesichtigung oder Grillabend. Irgendetwas wird immer angeboten. Es empfhielt sich also sich zu Beginn des Semesters bei der Einführungsveranstalltung in die Liste für den E-Mail-Verteiler einzuschreiben.