MBA

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Der MBA (kurz für "Master of Business Administration") ist ein akademischer Titel. Er bringt (angehenden) Führungskräften Wirtschafts- und Managementwissen bei. Daher ist er meisten besonders geeignet für Führungskräfte, die keinen wirtschaftswissenschaftlichen Background besitzen. Wer einen Abschluss bei einer renommierten MBA-Hochschule vorweisen kann, hat üblicherweise erheblich bessere Karriere- und Aufstiegschancen.

Hauptnutzen eines MBAs sind nicht nur die Vorlesungen und Seminare, sondern die Kontakte mit anderen Programmteilnehmern aus den unterschiedlichsten Branchen und deren Erfahrungen. Daher sind die hochkarätigsten MBA-Programme meistens diejenigen, die am meisten Berufserfahrung voraussetzen.

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Ein MBA eröffnet neue Perspektiven (Quelle: photocase.com)


Einführung

Kaum ein akademischer Titel, für den Studierende so viel Geld hinlegen. Kaum ein Studienprogramm, mit dem die Teilnehmer so hohe Erwartungen verknüpfen. Weltweit gibt es heute über 2.000 MBA-Anbieter mit über 5.000 MBA-Programmen - 50 Prozent davon in den USA. Jährlich studieren etwa 350.000 Studenten in MBA-Programmen. Auch im deutschsprachigen Raum gibt es mittlerweile über 200 Anbieter.

Praxisnah und international
Was macht den MBA so attraktiv? Gute MBA-Programme bereiten Führungskräfte auf die Anforderungen der globalen Marktwirtschaft vor. In solchen MBA-Programmen sind Dozenten- wie Studentenschaft deshalb international zusammengesetzt. Sie vermitteln betriebswirtschaftliche Grundlagen ebenso wie Management-Kenntnisse. Teamarbeit und Fallstudien unter meist hohem Zeitdruck erzeugen Ernstfall-Atmosphäre, Praktika und Projekte sowie ein oft enger Austausch mit Unternehmen stellen den unmittelbaren Bezug zum Berufsalltag her.

MBA ist nicht gleich MBA
Doch woran erkennt man ein gutes MBA-Programm genau? Staatlich anerkannte Akkreditierungsstellen bewerten die Qualität von Business Schools oder Programmen nach festen Standards. Doch nur rund ein Drittel der Anbieter und Programme trägt das Gütesiegel einer Akkreditierungsstelle. Vor allem die Gütesiegel der Akkreditierungsstellen AACSB (USA), AMBA (GB) und EQUIS (Europa) sind begehrt. Bei Business Schools, die alle drei wichtigen Akkreditierungen besitzen, spricht man von der Triple Crown. Anbieter aus dem deutschsprachigen Raum lassen sich zunehmend auch von der FIBAA in Bonn akkreditieren. In Deutschland gibt derzeit sieben anerkannte Agenturen: ACQUIN, AHPGS, AKAST, AQAS, ASIIN, FIBAA und ZEvA. Auch wenn die Akkreditierung allein noch keine Auskunft gibt, welches Programm für dich geeignet ist: Sie trennt zumindest einen Teil der Spreu vom Weizen.

Gehaltssteigerung um 250 Prozent...
MBA-Teilnehmer geben als Hauptmotivation für das Studium meist an, die eigenen Job-Chancen erhöhen und das Gehalt verbessern zu wollen. Statistiken scheinen ihnen Recht zu geben: Bei den 100 besten MBA-Programmen im Ranking der Financial Times vom Januar 2003 erzielen Absolventen eines Vollzeitprogramms drei Jahre nach Abschluss im Durchschnitt zweieinhalbmal soviel Bruttoeinkommen als vor dem MBA-Studium.

...oder Fehlinvestition?
Doch ein Vollzeitprogramm bedeutet auch hohe Auslagen: Studiengebühren bis zu 62.000 Euro und Lebenshaltungskosten müssen erst einmal aufgebracht werden. Im Grunde zählt auch der Verdienstausfall zur MBA-Investition - denn zwei Jahre Vollzeitstudium bedeuten auch zwei Jahre ohne Gehalt. Im Durchschnitt zahlt sich für Vollzeitabsolventen die Investition erst nach fünf Jahren aus - trotz höherer Gehälter. Immer mehr MBA-Anwärter entscheiden sich deshalb für Teilzeitprogramme. Teilnehmer eines der 50 besten Executive MBA-Programme der Financial Times vom Oktober 2002 steigern ihr Gehalt nach drei Jahren um durchschnittlich 70 Prozent. Einkommensvergleiche bei Absolventen der übrigen MBA-Programme gibt es bisher noch nicht.

Schritt für Schritt zum MBA

Ein MBA-Studium kostet eine Menge Zeit, Geld und Energie. Du solltest dir die Entscheidung deshalb sehr gut überlegen. Mindestens folgende Fragen solltest du für dich beantworten können.

Checkliste

  • Warum möchte ich ein MBA-Programm absolvieren?
  • Ist ein MBA-Studium wirklich der beste Weg zu meinem beruflichen Ziel?
  • Wann und in welcher Form möchte ich das MBA-Studium absolvieren (Vollzeit, Teilzeit, Fernstudium)?
  • In welchem Land möchte ich den MBA-Titel erwerben?
  • Welche Schule und welches Programm passen zu mir?
  • Bringe ich ausreichend Engagement, Selbstdisziplin und Ausdauer mit?
  • Bin ich bereit, eine Beeinträchtigung meines Privatlebens in Kauf zu nehmen?
  • Ist die Finanzierung sichergestellt?

Programmtypen

Man unterscheidet in der Regel folgende Programmtypen:

Vollzeit-MBA

Vollzeit-MBA-Programme dauern in Europa in der Regel neun bis zwölf Monate. Ausnahmen sind die London Business School, die University of Manchester und Birmingham (18 bis 24 Monate). In den USA sind 24 Monate Standard. Vollzeitprogramme setzen wenig bis gar keine Berufserfahrung voraus - Hochschulabschluss und Bewerbungsunterlagen mit Referenzen, Zeugnissen und dem Eignungstest GMAT) reichen in der Regel. Teilnehmer haben den großen Vorteil, in direktem Kontakt zu Kommilitonen und Dozenten zu stehen. Neben dem Fachlichen lernst du hier, im Team unter Zeitdruck zu arbeiten. Außerdem gewinnst du durch die enge Zusammenarbeit mit Studierenden und Dozenten aus anderen Ländern eine internationale Perspektive.

Teilzeit-MBA

In Teilzeitprogrammen finden die Kurse an Abenden oder Wochenenden statt, häufig auch kombiniert mit mehrtägigen Präsenzveranstaltungen. Damit kann man das MBA-Studium parallel zum Beruf absolvieren. Der große Vorteil: Man hat keine Verdienstausfälle und behält den Bezug zur Praxis. In der Regel setzen Teilzeitprogramme zwei bis drei Jahre Berufserfahrung voraus. Die durchschnittliche Studiendauer beträgt vier Jahre - je nach Hochschule kannst du sie bis auf zehn Jahre ausdehnen.

Executive MBA (EMBA)

Eine besondere Form des Teilzeit-MBAs ist der so genannte Executive MBA. Er richtet sich vorwiegend an Führungskräfte mit mehrjähriger Berufserfahrung - in der Regel fünf bis zehn Jahre. Sie haben meist ihr Potenzial schon in einem Fachbereich unter Beweis gestellt und möchten sich mit dem EMBA für übergreifende Management-Aufgaben qualifizieren. Die Teilnehmer sind in der Regel zwischen 35 und 45 Jahre alt.

Fernstudium

Der MBA per Internet ist die am schnellsten wachsende Form des MBA-Studiums. Das Programm kann als reines Fernstudium absolviert werden - alle Kurse und Übungen bearbeitet man dann übers WWW - oder auch einzelne Präsenzphasen enthalten. Der Fern-MBA ermöglicht damit höchste zeitliche und räumliche Flexibilität. Die Erfahrung von Teamarbeit und der direkte Austausch mit Kommilitonen und Dozenten bleibt jedoch etwas auf der Strecke. Durchschnittliche Studiendauer: drei Jahre.

Firmen-/Konsortial-MBA

Manche Unternehmen bieten einen MBA eigens für ihre Mitarbeiter an. Sind mehrere Unternehmen beteiligt, spricht man von einem Konsortial-MBA. Die Vorteile: Die beteiligten Unternehmen übernehmen häufig Teile der Studiengebühren oder stellen ihre Mitarbeiter für Lernphasen frei. Und die Programminhalte stehen in direktem Bezug zum Unternehmen. Beispiel hierfür ist der "European Partnership MBA" am Ashridge Management College in Großbritannien, ein Teilzeitprogramm in Kooperation mit Bosch, der Deutschen Bank, Lufthansa und Merck.

Voraussetzungen

Mindestvoraussetzung sind üblicherweise ein erster Universitätsabschluss (mindestens ein Bachelor) und je nach Programm gar keine bis zum Teil zehn Jahre Berufserfahrung. Bei vielen Programmen kann der fehlende Universitätsabschluss durch ausgiebige Berufserfahrung ersetzt werden. Für die meisten MBA-Studiengänge ist außerdem eine bestimmte Punktzahl beim GMAT und beim TOEFL erforderlich. Weitere Voraussetzungen unterscheiden sich von Programm zu Programm.

Das richtige Programm

Weltweit gibt es über 1.300 MBA-Anbieter mit mehr als 5.000 Programmen. Doch welches ist das richtige für dich? Letztlich musst du entscheiden, was zu dir und deinem Karriereweg passt. Experten nennen jedoch immer wieder Kriterien, die sich als hilfreich zur Orientierung im MBA-Dschungel erwiesen haben.

Akkreditierung

Die Akkreditierung ist vielleicht das wichtigste Basis-Kriterium zur Auswahl eines MBA-Programms. Denn allein der Titel MBA bietet noch keine Garantie für Qualität. Nur akkreditierte Programme oder Business Schools garantieren qualitative Mindeststandards, wobei auch das Renommee der Akkreditierungsstelle zählt. Folgende Akkreditierungsstellen sind für dich wichtig:

AACSB

Die amerikanische Akkreditierungsstelle AACSB (Association to Advance Collegiate Schools of Business) akkreditiert weltweit Institutionen als Ganzes - nicht die einzelnen Programme. Dadurch gilt jedes MBA-Programm einer AACSB-akkreditierten Hochschule als hochwertig. Die AACSB genießt international höchstes Renommee. Rund 500 Institutionen hat die AACSB bisher akkreditiert, davon über 60 außerhalb der USA. In Deutschland sind es bislang nur sehr wenige, darunter die WHU - Otto Beisheim School of Management in Vallendar, wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Goethe-Universität Frankfurt (Main) und die Hochschule Pforzheim [1].

EQUIS

EQUIS (European Quality Improvement System) ist ein Verfahren zur Prüfung von MBA-Anbietern auf europäischer Ebene. Dahinter steht der Akkreditierungsverbund EFMD (European Foundation for Management Development), ein Zusammenschluss nationaler Akkreditierungsstellen mit dem Ziel, die Eigenständigkeit des europäischen MBA gegenüber dem amerikanischen zu fördern. Rund 115 Hochschulen haben bisher das EQUIS-Verfahren durchlaufen und tragen dessen Gütesiegel. Wie bei der AACSB gilt: Das Gütesiegel bezieht sich auf die Hochschule - die Qualität des jeweiligen MBA-Programms leitet sich davon ab.

AMBA

Im Gegensatz zu EQUIS und AACSB bewertet die englische AMBA (Association of MBAs) MBA-Programme im Einzelnen. So kann es sein, dass ein Vollzeitprogramm einer Business School von AMBA akkreditiert ist, das Teilzeitprogramm aber nicht. AMBA prüft auch über Großbritannien hinaus. Bisher tragen rund 90 Programme ihr Gütesiegel.

MBA-Programme mit dem Gütesiegel der AMBA und MBA-Institutionen mit dem von AACSB oder EQUIS zeugen von Qualität. Häufig bemühen sich nicht-akkreditierte Anbieter um die Zusammenarbeit mit AACSB-akkreditierten Hochschulen, die WHU in Vallendar zum Beispiel mit der renommierten Kellogg Graduate School of Management. Absolventen dieses Executive MBAs erhalten damit zwei Diplome: das der WHU und das von Kellogg.

FIBAA

Auch Deutschland hat Akkreditierungsstellen, unter denen die FIBAA (Foundation for International Business Administration Accreditation) in Bonn die höchsten Anforderungen an MBA-Anbieter stellt. Die FIBAA wurde 1994 von fünf Wirtschaftsverbänden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gegründet mit dem Ziel, MBA-Programme im deutschsprachigen Raum zu bewerten. Sie vergibt seitdem ein eigenes Gütesiegel. Im Jahr 2000 erhielt die FIBAA einen weiteren Auftraggeber: Kurz zuvor hatte die deutsche Kultusministerkonferenz und die Hochschulrektorenkonferenz die Einführung von Bachelor- und Master-Studiengängen in Deutschland beschlossen. Ein eigens dazu eingerichteter Akkreditierungsrat sollte ausgesuchte Agenturen beauftragen, die neuen Studiengänge zu akkreditieren. Der Akkreditierungsrat entschied sich unter anderem für die FIBAA, die seitdem deutsche Bachelor-, Master- und MBA-Programme auch in seinem Auftrag akkreditiert. Geprüfte staatliche und staatlich anerkannte deutsche Programme erhalten nun das Gütesiegel von FIBAA und Akkreditierungsrat, österreichische und schweizerische Programme nur das der FIBAA. Die Qualitätsanforderungen der FIBAA liegen unter denen von AACSB, AMBA und EQUIS. Experten kritisieren zum Beispiel, dass die FIBAA als Kurssprache nur 25 Prozent Englisch verlangt - in ihren Augen ist das zu wenig für eine wirklich internationalen Ausrichtung des MBAs.

Weitere Qualitätskriterien

Doch auch innerhalb der Gruppe der akkreditierten Anbieter gibt es erheblich Unterschiede. Um die besten MBA-Programme herauszufinden, sollte man deshalb weitere Kriterien heranziehen.

Career Services

Eigene Karriereabteilungen sind heute Standard bei anspruchsvollen Business Schools. Diese Career Offices unterstützen die MBA-Teilnehmer bei der Suche nach dem späteren Arbeitgeber durch eine Vielzahl von Recruiting-Aktivitäten. Manche Hochschulen beschränken sich darauf, lediglich über vakante Stellen zu informieren. Gute nutzen die eigenen Kontakte zur Wirtschaft und laden Gastredner ein, informieren über Business-Projekte oder veranstalten Job Fairs auf dem Campus, auf denen Unternehmen sich präsentieren können.

Frag die Unternehmen!

Ein guter Weg, um das geeignete MBA-Programm zu finden: Frag die Unternehmen, die dich als Arbeitgeber interessieren. Kennen die Mitarbeiter des Personalwesens dein MBA-Programm? Hast du damit Karriere-Chancen?

Frag die Business School!

Erkundige dich bei der Business Schools deines Interesses nach MBA-Absolventen und Unternehmen, die Absolventen eingestellt haben. Nimm mit beiden Kontakt auf und erkundige dich nach deren Erfahrungen mit der Hochschule. Solltest du keine Auskunft erhalten: Vergiss sie besser gleich.

Internationalität

Achte auf eine internationale Zusammensetzung von Studierenden- und Dozentenschaft. Entscheidend kann auch sein, wo du später arbeiten möchtest. Amerikanische MBA-Programme sind meist auf die amerikanische Wirtschaft und das amerikanische Rechtssystem ausgericht, europäische Programme entsprechend auf Europa. Möchtest du später definitiv in Europa arbeiten, bietet sich ein europäischer MBA an. Wenn du ein Programm in Deutschland wählst, sollte unbedingt ein Auslandsaufenthalt an einer anerkannten Partnerhochschule integriert sein.

Mehrsprachigkeit

Englisch ist eine Schlüsselqualifikation für Managementführungskräfte. Deshalb empfiehlt sich ein MBA im Ausland. Bei deutschen Anbietern sollte die Unterrichtssprache Englisch sein. Manche europäische Schulen wie IESE in Barcelona sind bilingual ausgerichtet - eine gute Möglichkeit, um zum Englischen zum Beispiel noch sein Spanisch zu trainieren.

GMAT-Score

Die meisten MBA-Schulen verlangen den Sprach- und Logiktest GMAT als Voraussetzung für ein MBA-Studium. Auf ihren Homepages veröffentlichen sie häufig die Mindest-Score, die du erreichen musst. Gute Schulen verlangen mehr als 600 Punkte (von 800), die Top-Schulen über 650. Der GMAT dient den Schulen als Auswahlinstrument - es lohnt sich deshalb, Zeit für ein gutes GMAT-Ergebnis zu investieren.

Titel in Deutschland erlaubt?

Nicht jeder MBA darf auf die Visitenkarte. Entscheidend ist, dass der Titel bei einer Institution erworben wurde, die in ihrem Herkunftsland staatlich anerkannt ist. Das hat zur Folge, dass der Titel der weltberühmten Hochschule INSEAD in Deutschland nicht getragen werden darf, was aber in der Wirtschaftswelt relativ irrelevant ist - dort zählt das Renommée der Business School.
Das entscheidende Gremium für die Titelanerkennung in Deutschland ist die Kultusministerkonferenz (KMK). Sie hat empfohlen, dass nur akademische Titel von (im jeweiligen Herkunftsland) staatlich anerkannten Institutionen getragen werden dürfen. Auf ihrer eigenen Informationswebsite www.anabin.de kann man nachlesen, welchen Status eine nationale oder internationale Bildungseinrichtung hat:

  • Status "H+" haben staatlich anerkannte Bildungseinrichtungen, das heißt, man kann den Titel führen.
  • Status "H-" haben Bildungseinrichtungen, die in ihrem Herkunftsland nicht staatlich anerkannt sind - das heißt, man darf den Titel in Deutschland nicht führen.
  • Status "H+/-" kennzeichnet Bildungseinrichtungen, die noch nicht klar zugeordnet sind. Auf Antrag kann ein Gutachten erstellt werden, das etwa zwölf Monate dauert und an dessen Ende die jeweilige Institution bei H+ oder H- eingeteilt wird.

Die Kultus- bzw. Wissenschaftsministerien der Länder richten sich nach dieser Einschätzung der KMK und erkennen demnach nur Titel von Bildungseinrichtungen mit Status "H+" an.

Kooperationen unter Business Schools
Eine Lösung für viele staatlich nicht anerkannte Anbieter, deren Titel man eigentlich nicht tragen darf, bieten Kooperationen mit staatlich anerkannten Hochschulen. Vergeben beide Bildungseinrichtungen zusammen den Titel, darf er in Deutschland geführt werden. Die private Allfinanzakademie in Hamburg zum Beispiel kooperiert mit der staatlich anerkannten University of Wales - den Titel darf man demnach tragen. Ein weiteres Beispiel ist die private German International Graduate School of Management and Administration (GISMA) in Hannover: Ihren Titel darf man in Deutschland tragen, weil sie mit der staatlich anerkannten Krannert Business School of Purdue University kooperiert.

Achtung: Titelhändler

Der Handel mit dem MBA-Titel blüht. Unseriöse Unis, gefälschte Urkunden, korrupte Professoren - wer den MBA erlangen möchte, sollte sich gut über seine Hochschule informieren. In den USA informiert die Homepage des Oregon Office of Degree Authorization über rund 200 unseriöse Anbieter von Titeln (Degree Mills).

Rankings

Vollzeit-MBA-Rankings

Über den Aussagewert von Rankings lässt sich streiten. Fakt ist aber, dass die jährlich erscheinenden Rankings von Financial Times, Economist Intelligence Unit und Forbes. Beachtung finden und eine Business School unter den Top-30 hoch angesehen wird. Die genaue Ranking-Position ist dabei weniger wichtig. Doch wenn eine Schule über Jahre hinweg Spitzenplätze ergattert, spricht das für ihre Qualität. Vier Schulen schaffen es bei allen fünf Blättern regelmäßig unter die Top Ten: Chicago, Dartmouth, Harvard und Kellogg. Weitere vier Schulen sind viermal unter den ersten zehn: Wharton, Columbia, Stanford und Yale.

Executive-MBA-Rankings

Auch für Executive MBA-Programme veröffentlicht die Financial Times regelmäßig Rankings. Hier die aktuellsten:

Bewerbung

Die Bewerbung an einer MBA-Schule ist nicht ohne. Für die Zusammenstellung der einzelnen Unterlagen wirst du Zeit brauchen. Und wenn du die erste Hürde geschafft hast, warten ein bis zwei Interviews auf dich. Als Faustregel gilt: Bewirb dich so früh wie möglich. Folgende Unterlagen brauchst du für eine erfolgreiche Bewerbung:

1. Bewerbungsformular
2. Zeugnisse
3. Referenzen
4. Essays
5. TOEFL und GMAT
6. Financial Statement
7. Interview

Bewerbungsformular

Du erhältst es beim Admissions Office oder über die Homepage der jeweiligen Schule. Neben detaillierten Angaben zu deiner Person werden hier auch deine akademischen oder beruflichen Leistungen gewünscht. Immer mehr Schulen bieten die Möglichkeit, das Bewerbungsformular auf ihrer Homepage auszufüllen und online zu übermitteln.

  • Am besten, du kopierst das Bewerbungsformular für den ersten Entwurf: Erst wenn alles stimmt, kannst du die endgültige Version schreiben.
  • Auch dein fertiges Exemplar solltest du kopieren: Nicht selten wird im späteren Interview darauf Bezug genommen. Dann ist es hilfreich, dass du deine eigenen Angaben noch im Kopf hast.

Zeugnisse

MBA-Schulen fordern häufig die beglaubigte Vorlage deiner Zeugnisse (Official Transcript oder Official Academic Records). Wende dich an deine Hochschule: Sie beglaubigt dir eine Fotokopie des Zeugnisses, die du deinen Bewerbungsunterlagen beilegst. Häufig erwarten Business-Schools jedoch auch Übersetzungen der Zeugnisse. Hierfür hast du zwei Möglichkeiten:

Attestierung und Beglaubigung: Der jeweilige Lehrstuhl oder das Prüfungsamt attestiert dir die Übersetzung als inhaltlich korrekt. Vom Akademischen Auslandsamt erhältst du die offizielle Beglaubigung.

Apostille: Du lässt deine Zeugnisse beim Landgericht durch einen dort anerkannten Diplom-Übersetzer übersetzen (oder deine eigene Übersetzung von ihm autorisieren). Er muss die von ihm unterzeichnete Übersetzung notariell bestätigen lassen. Beim Präsidenten eines Landgerichts kannst du damit schließlich – ein formloser Antrag genügt - eine so genannte Apostille beantragen - also eine beglaubigte Nachschrift eines Dokuments. Sie wird dann mit Siegel und Unterschrift an die Übersetzung geheftet und kommt im Ausland gut an. Vor allem für dein wichtigstes Dokument (zum Beispiel das Diplom-Zeugnis) macht die Apostille Sinn.

Referenzen

In den Referenzen geht es nicht darum, eine bekannte Persönlichkeit als Schirmherrn zu finden (auch wenn das nicht von Nachteil ist). Vielmehr wollen die Business Schools Hintergrundinformationen zu deinen akademischen und beruflichen Leistungen. Deshalb benötigst du mindestens zwei Referenzen, eine aus dem akademischen und eine aus dem beruflichen Bereich. Ein paar Tipps:

  • Die Aussteller der Referenz sollten dich kennen:

Wie sollen sie sonst detaillierte Auskunft geben können? Viele Schulen möchten eine genaue Bewertung deiner Persönlichkeitsmerkmale: Wie wird deine Kreativität eingeschätzt, deine analytischen Fähigkeiten, deine Motivation und Intelligenz?

  • Referenzformulare:

Manche Schulen bieten Vordrucke an mit Fragen wie: "In what areas does the applicant need improvement or growth?"

  • Auf jeden Fall auf Englisch:

Das Formular muss auf jeden Fall in einer Fremdsprache (meist Englisch) verfasst sein.

  • Ganz oben: die Erklärung

Auf den Kopf schreibst du eine Erklärung, dass du auf Einsicht in das Gutachten zu Gunsten der völlig freien Meinungsäußerung des Beurteilenden verzichtest.

Dann reichst du es - vielleicht mit Unterlagen zu deinem Lebenslauf - an deinen Gutachter weiter. Von ihm erhältst du das Gutachten in versiegelter Form (Stempel und Unterschrift auf der Kouvert-Rückseite) zurück und legst es deinen Bewerbungsunterlagen bei.

Essays

In den meist dreiseitigen Essays hast du vielleicht am meisten Freiheit, dich selbst (positiv) darzustellen – abgesehen von den späteren Interviews. Am besten bereitest du dich mit dem Informationsmaterial der Schule vor, um deren Philosophie und Ansprüche kennen zu lernen. Dein Essay gibt dann Einblick in deine Lebens- und Berufsziele, deine Motivation, Interessen und Stärken. Häufig werden Fragen vorgegeben, die du in jeweils 10 bis 15 Zeilen beantwortest. Dein Essay für das IMD in Lausanne zum Beispiel ist wie folgt aufgebaut:

  • What do you consider to be your single most important achievement and why?
  • Please describe three situations, business or otherwise, in which you were involved and which were of importance to you. Explain why you view them as such (10-15 lines each).
  • Please comment on a situation where you failed to reach an objective and what you learned from it.
  • Please give a candid assessment of your personality.
  • What motivates you to seek an MBA education and why do you believe you should be admitted to the IMD MBA program?
  • If you are not admitted, what alternatives will you consider?
  • Please comment on the advantages and disadvantages of attending the IMD MBA program.
  • Please explain how you intend to finance your studies at IMD. What is your budget?

TOEFL und GMAT

Die Business Schools erwarten in beiden Tests exzellente und aktuelle Ergebnisse. Konkret:

  • TOEFL: Um ein Stipendium des DAAD oder der Fulbright-Kommission zu erhalten, reichen Werte zwischen 225 bis 250 Punkte (paper-based 560 bis 600). Für die Top-Schulen der Rankings aber wird es anspruchsvoller: Scores über 250 Punkte (600) sind hier Standard. Dein Ergebnis darf nicht älter als zwei Jahre sein.
  • GMAT: Als gutes Ergebnis gelten Werte um die 630 Punkte. Für die Top-Schulen der Rankings aber solltest du mindestens 650 Punkte erzielen. Der GMAT darf nicht länger als fünf Jahre zurückliegen. Natürlich kannst du den Test auch mehrmals machen und dich steigern. Die Schulen erhalten jedoch immer die letzten drei Ergebnisse und ermitteln meist den Durchschnittswert. Außerdem erfahren sie auch, ob du einen Test abgebrochen hast.

Financial Statement

Häufig wollen die Business Schools sicher gehen, dass du die nicht unerheblichen Kosten für die Ausbildung auch aufbringen kannst. Hierzu verlangen sie eine Bankbestätigung zu deinen finanziellen Rücklagen. Die finanzielle Bürgschaft können sowohl Verwandte als auch dein Arbeitgeber geben (Stipendien und Darlehen erhältst du leider meist erst nach Aufnahme an einer Schule). Auch eine offizielle Bestätigung einer fördernden Institution kann ausreichen - zum Beispiel eines Stipendiengebers. Wichtig ist es, das offizielle Formblatt der jeweiligen Business School für die Bestätigung zu verwenden.

Interview

Viele Business Schools integrieren persönliche Gespräche in ihr Auswahlverfahren. Das jeweilge Admissions Office führt Interviews teils auf dem Campus, im Rahmen von MBA-Foren oder auch telefonisch. Teilweise führen die Interviews aber auch Alumni der Business School im jeweiligen Heimatland des Bewerbers durch. In jedem Fall wirst du versuchen, den bestmöglichen Eindruck zu machen. Lies dir zur Vorbereitung am besten die eigenen Unterlagen und die der Schule durch, denn nicht selten nehmen die Fragen darauf Bezug. Wichtig ist es, Interesse am Programm der Schule zu zeigen, ohne künstlich zu wirken. Selbstverständlich ist es, sich nach inhaltlichen Aspekten des Programms oder nach Kontakten zu Partnerunternehmen zu erkundigen.

Finanzierung

Der MBA kann ziemlich teuer werden: In Europa reichen die Studiengebühren derzeit von 5.000 Euro (Universität des Saarlandes) bis 62.000 Euro (London Business School). In den USA von 11.600 US-Dollar (University of California Irvine) bis 37.000 US-Dollar (University of Pennsylvania). Dazu kommen Lebenshaltungskosten und viel drum herum, zum Beispiel Gebühren für Englischtests oder die richtige Laptop-Ausstattung.

Wie machen's die andern?
Den Vollzeit-MBA bezahlen erfahrungsgemäß 80 Prozent der Studenten aus eigener Tasche. Für den Teilzeit-MBA erhalten etwa 60 Prozent Unterstützung durch ihre Firma. Die Übrigen sind auf Stipendien oder Bankkredite angewiesen.

Was tun?
Nahezu jede Business School empfiehlt, zunächst die Finanzierungsmöglichkeiten im Heimatland zu nutzen: Ersparnisse, Unterstützung durch die Eltern, Darlehen, Stipendien, Förderung durch den Arbeitgeber. Grundsätzlich sind aber vor allem die renommierten Business Schools sehr interessiert daran, qualifizierte Studenten zu gewinnen - am Geld soll es nicht scheitern. In Kooperation mit ansässigen Banken bieten sie sehr häufig günstige Darlehen (Loan Programs) und Stipendien. Über die Finanzierungsmöglichkeiten im Einzelnen informiert dich das Office for Financial Aid an deiner Business School.

Zusatzverdienst während des Studiums
In viele MBA-Programme sind Praktika integriert. In den USA verdienen Studenten derzeit zwischen 500 und 800 US-Dollar die Woche. Außerdem kannst du möglicherweise einer Teilzeitbeschäftigung nachgehen, zum Beispiel als teaching assistant oder research assistent an der Business School.

Stipendien

Weniger schwer tut sich, wer ein Stipendium bei Stiftungen, dem DAAD oder Unternehmen ergattert. Exklusiv für e-fellows gibt es MBA-Stipendien im Wert von 400.000 Euro unserer Partnerhochschulen.

DAAD

Der DAAD vergibt eine Vielzahl von Stipendien. Du findest sie in der Stipendiendatenbank auf der Homepage der akademischen Austauschorganisation. Die MBA-Stipendien laufen zunächst für maximal zehn Monate. Wenn deine Studienleistungen in dieser Zeit stimmen und der DAAD über genügend Mittel verfügt, kann das Stipendium weiter verlängert werden.

Höhe des Stipendiums:
Monatlich erhältst du eine Unterstützung von 925 (Belgien) bis 1.825 Euro (Japan) - abhängig vom jeweiligen Land. Dazu einen Zuschuss zu den Studiengebühren bis zu 10.200 Euro (USA) bzw. 7.700 Euro (andere Länder). Außerdem übernimmt der DAAD deine Reisekosten.

Voraussetzungen:
Der DAAD fördert ausschließlich akkreditierte Vollzeitprogramme. Zwischen Hochschulabschluss der Bewerber und Bewerbungszeitpunkt müssen mindestens drei Jahre liegen. Weitere Voraussetzung ist ein sehr gutes TOEFL-Ergebnis und ein GMAT-Score von mindestens 600 Punkten.

Kontakt:
Bewerben kannst du dich über die Akademischen Auslandsämter der deutschen Hochschulen. Ausführliche Informationen erhältst du über die Stipendiendatenbank des DAAD. Dort eingeben:
=> Fachrichtung: Wirtschafts- und Verwaltungs-wissenschaften
=> Status: Graduierte und Promovierte

Stipendien für e-fellows

Wer bei e-fellows.net Stipendiat oder Alumnus ist oder den e-fellows.net MBA Day besucht hat, kann sich bei unseren Partnerhochschulen exklusive MBA-Stipendien für e-fellows im Wert von 400.000 Euro zu sichern.

Weitere Anbieter von MBA-Stipendien

Weitere Stipendien findest du in der Kategorie "Stipendien" im e-fellows.net wiki. Dort bist du auch aufgerufen, dein eigenes Stipendium und das Auswahlverfahren hierfür mit deinen ganz persönlichen Erfahrungen vorzustellen. Hilft dir das e-fellows.net wiki einmal nicht mehr weiter, empfehlen sich auch die e-fellows.net Stipendien-Datenbank oder die nach Ländern sortierte Stipendiendatenbank des DAAD. Bei Letzterer eingeben:

  1. Fachrichtung: Wirtschafts- und Verwaltungswissenschaften
  2. Status: Graduierte und Promovierte

Weblinks