LL.M. an der Frankfurt School of Finance and Management 2016

Erfahrungsbericht von Marcus Haberstroh; Head of Dean’s and Chancellor’s Office

Business Schools und Jura – praxisnah & doch akademisch

Praxisorientiert, wissenschaftlich fundiert und dazu eine Betreuung, die ihresgleichen sucht – kurz zusammengefasst sind das die herausragenden Merkmale meines Doppelstudiums an zwei der führenden europäischen Privathochschulen, dem Management Center Innsbruck – Entrepreneurial School in Österreich und der Frankfurt School of Finance & Management in Deutschland. Das Doppelabschluss-Programm zum „Master of Laws (LL.M.)“ und „Master of International Business & Tax Law (LL.M.)“ hat meinen Erwartungen entsprochen und sie zum Teil noch übertroffen.

Was die reine juristische Ausbildung anbetrifft, habe ich mir in den wichtigsten Rechtsbereichen ein praktisch anwendbares Grundlagenwissen aneignen können. Es befähigt mich dazu, einfachere juristische Sachverhalte selbst zu beurteilen und bei komplexeren Angelegenheiten fundiert mit den jeweiligen Anwälten zu kommunizieren.

Außerdem wurden mir in meinem LL.M.-Studium effektive, wissenschaftliche und zugleich praxisrelevante Recherchetechniken beigebracht, die ich regelmäßig beruflich wie auch privat einsetze. Neben der Rechtslehre habe ich zudem verschiedene Soft-Skill-Trainings bei hochkarätigen Trainern erleben können und mir dadurch fortgeschrittene Kenntnisse im Bereich der Debattier- und Verhandlungstechniken, Interviewtechniken, Regeln moderner Business-Etikette, Führungsstile und des effektiven Netzwerkens sowie des Beziehungsaufbaus angeeignet.

Das viersemestrige LL.M.-Studium führt zudem zu zwei hochwertigen Abschlüssen, mit denen man unter bestimmten Voraussetzungen anschließend auch promovieren kann. Die Lehrveranstaltungen fanden jeweils zur Hälfte in Innsbruck und Frankfurt am Main statt und konzentrierten sich überwiegend auf die zweite Wochenhälfte inklusive dem Wochenende. Dadurch konnte das Studium auch ohne Weiteres berufsbegleitend absolviert werden. Durch die Entfernung zwischen den Studienorten war eine gewisse Reisebereitschaft notwendig. Ich wohnte damals in Frankfurt am Main und habe somit regelmäßig den Weg nach Innsbruck auf mich genommen – teilweise auch zweimal im Monat. Für die Unterbringung während der Vorlesungstage waren wir Studenten selbst verantwortlich. Die Unis haben uns an den jeweiligen Studienorten bei der Hotel- oder Wohnungssuche unterstützt und uns bei Interesse von speziellen Preisen profitieren lassen.

Als Young Professional im Banking-Bereich stand ich vor der Herausforderung, mit der ständig wachsenden Regulierung in dieser Branche Schritt zu halten. Also beschloss ich, meinen kaufmännischen Horizont um eine fundierte und zugleich praxistaugliche juristische Ausbildung zu erweitern. Mit meiner Entscheidung, diesen LL.M.-Studiengang zu belegen, ist mir genau das gelungen.

In angenehmer und zugleich fordernder Atmosphäre habe ich viele spannende Persönlichkeiten kennengelernt. Bei etwa einem Drittel der Studenten handelte es sich um grundständige Juristen mit Erstem oder Zweitem Staatsexamen. Alle weiteren Kommilitonen brachten akademische Ausbildungen im betriebswirtschaftlichen oder speziell steuerrechtlichen Bereich mit. Gemeinsam haben wir uns wichtige interdisziplinäre Fähigkeiten und Kenntnisse an der Schnittstelle von Rechts- und Wirtschaftswissenschaften angeeignet, die für mich im Job von unschätzbarer Bedeutung sind und mein Handeln bis heute beeinflussen– auch außerhalb der Bankenwelt.


Die Mischung von Theorie und Praxis – ein klarer Mehrwert für das Berufsleben

Viele LL.M.-Studiengänge orientieren sich überwiegend am nationalen Recht und vermitteln in erster Linie theoretisches Wissen. Die Lehrinhalte in meinem LL.M.-Programm hingegen waren konsequent auf aktuelle Praxisanforderungen ausgerichtet. Dem didaktischen Konzept entsprechend, wurden die im Bildungsbereich weit verbreiteten Methoden zur Aneignung und Überprüfung von Wissen (mechanistisches Lernen und repetitive Wiedergabe) auf ein Mindestmaß reduziert. Vielmehr stand die Befähigung zum verantwortungsvollen Umgang mit praktischen Problemstellungen, zur Erarbeitung kreativer Lösungen und zur Umsetzung beschlossener Maßnahmen im Vordergrund. Neben Klausuren wurde daher auch eine Vielzahl fallstudienbasierter Prüfungsleistungen von den Studenten erbracht. Auch die spezielle Themenwahl bei der Master-Thesis bestätigte mich in meiner sehr positiven Auffassung vom Studiengang. Für mich bestand die Herausforderung in der Anfertigung eines Gutachtens zu einem konkreten Rechtsstreit aus dem Bankensektor. Die Vorlesungen hielten neben Professoren der Frankfurt School und des MCI auch international anerkannte Hochschulprofessoren renommierter juristischer Fakultäten aus Deutschland und Österreich sowie Führungskräfte aus Politik, Wirtschaft und internationalen Großkanzleien. Zudem wurden themenabhängig auch Trainer aus dem Consulting-Bereich und Freiberufler hinzugezogen. Gerade die Mischung aus Wissenschaftlern und Praktikern hat mir besonders gefallen, weil dadurch praktisches Know-how auf Basis einer soliden wissenschaftlichen Ausbildung vermittelt wurde. Ein weiterer Vorteil: Die Kurse wurden zum Teil auch in englischer Sprache angeboten. Summa summarum blieb der Schulterschluss zwischen Theorie und Praxis kein leeres Versprechen. Die Frankfurt School und das MCI haben mich vom Vorteil eines rechtswissenschaftlichen Studiums an Wirtschaftshochschulen überzeugt, mein Profil um einige wertvolle Aspekte erweitert und mir die Türen für neue berufliche Wege geöffnet.


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