Konferenz im Wirtschaftsvölkerrecht hinsichtlich Armutsminderung

Conference: Poverty and the International Economic Legal System: Duties to the World’s Poor
Juristische Fakultät der Universität Basel, 20. Oktober bis 22. Oktober 2011

Mit der Konferenz zur Armutsminderung im Wirtschaftsvölkerrecht „Poverty and the International Economic System: Duties to the Poor” – 20. Oktober bis 22. Oktober an der Universität Basel - versuchen wir, die verschiedene Systeme des Wirtschaftsvölkerrechts – Handel, Investition und Finanzierung –auf die verschiedenen Aspekte der Armut anzuwenden. Theoretiker und Praktiker aus der ganzen Welt diskutieren, wie das Wirtschaftsvölkerrecht zum Nutzen der Armen respektive zur Armutsminderung eingesetzt werden kann.

Poverty and the International Economic Legal System

Diese Konferenz entsteht auf dem Hintergrund der Forschungsarbeit: „Schutzpflichten von Staaten und Organisationen im Völkerrecht“ von Prof. Dr. K. Nadakavukaren. Es werden die Schutzpflichten der Staaten gegenüber Menschen und Umwelt untersucht, die sich aus dem generellen Völkerrecht, sowie aus dem internationalen Handels- und Investitionsrecht ergeben und ergeben können. Die Teilnehmenden werden die Frage der Armutsminderung in Bezug auf das Wirtschaftsvölkerrecht sowohl aus konzeptioneller, als auch aus fallspezifischer Perspektive diskutieren.

Offizielle Eröffnung

Die Konferenz wird am Donnerstag, 22.10.2011 durch Dr. J. Kellenberger, Präsident des ICRC, dem Regierungspräsident Dr. G. Morin, Prof. K. Nadakavukaren, der Dekanin der Juristischen Fakultät, Prof. Dr. S. Gless und dem Vize-Rektor E. Constable feierlich im Rathaus Basel-Stadt eröffnet. Die Ansprache und der anschließende Apéro vor geladenen Gästen sollen auf die Konferenz und ihren wichtigen Anliegen und Themen aufmerksam machen.

Konferenzablauf

Die Konferenzvorträge werden am Freitagvormittag bis Samstagnachmittag stattfinden. Die erste Präsentation wird den theoretischen Hintergrund von (ethischen) Verpflichtungen, Hilfestellung und Schutzpflichten von Staaten und Organisationen (inklusive Kritik an der Idee, Staaten Schutzpflichten aufzuerlegen) behandeln. Ferner stellen die Teilnehmenden rechtliche Rahmenbedingungen, Verfahren und Methoden ihres Gebietes vor, die Auswirkungen auf die Armut haben. Hierbei wird auch die institutionelle Sicht auf Schutzpflichten berücksichtigt. Die Teilnehmenden aus dem Gebiet des internationalen Handels- und Investitionsrecht sowie dem Finanzregulierungsrecht und der Handelsschiedsgerichtsbarkeit erläutern ihre Sichtweise zum Thema. Die Kombination aus Theoretikern und Praktikern soll zu einer ertragreichen Diskussion zu aktuell relevanten Themen mit Bezug auf die Bekämpfung der Armut ermöglichen.

Redner und Themen

Die Redner sind Samantha Besson, Margot Salomon, Chris Kee, Mariel Dimsey, Mark Pieth, Markus Krajewski, Stephan Wilske, Thomas Cottier, Bryan Mercurio, Ahila Sornarajah, Christian Häberli, Emmanuel Laryea, Ben Thirkwell-White, Mark Ellis, Yvonne Wong, Celine Tan, Emilios Avgouleas, Roberto Echandi, Aline Doussin, Barnali Choudhury, Christiana Fountoulakis, Caroline Hess-Klein, Anil Xavier, Mariana Hernandez Crespo. Es werden u.a. folgende Themen diskutiert:

  • Duties to Protect and to Aid and their Allocation,
  • Global Responsibility and Positive Obligations,
  • International Commercial Arbitration and Poverty Law – not obvious but possible,
  • International Arbitration in the Context of Poverty,
  • The OECD Guidelines on Bribery and Investment: Fighting Corruption as Poverty Reduction, Investment Guarantees and State Duties to Foster Poverty-Reducing Investments,
  • The Corruption Objection to Jurisdiction in Investment Arbitration: Does it Really Protect the Poor?,
  • The WTO and Poverty,
  • Trade Liberalisation and Poverty Reduction: Consistent or Contradictory Aims?
  • The Free Trade Regime and Poverty Reduction: The ASEAN Case,
  • Poverty and the Margin of Appreciation: Discretionary Decisions in Trade,
  • Investment and Human Rights Law,
  • Agricultural Trade in the WTO and Food Aid,
  • Poverty Alleviation Through Paperless Trade,
  • Big Ambitions, Limited Tools: the IMF and Poverty Reduction,
  • Poverty Reduction and the World Bank,
  • Poverty and the Architecture of Financial Aid,
  • Ethical Finance and the Challenge of Sustainability and Poverty Eradication: Can financial Regulation Help?,
  • Economic Development, Poverty and FDI: the Case of Costa Rica,
  • The European Approach to the Poverty-Economic Law Problematic,
  • The Young and Poor: Can Consumer Protection Laws Help Prevent Youth Poverty,
  • Access to Information for People with a Visual Impairment and Intellectual Property as a Poverty Issue,
  • Social & Economic Facets of Alternative Dispute Resolution: An Indian Perspective,
  • Dispute System Design as a Catalyst to Promote the Sustainable Implementation of IIAs and a Culture of Inclusion of the Disenfranchised Majorities in Latin America.

Ziele und Zweck

Das Hauptziel der Konferenz ist es, auf ein unzureichend untersuchtes, wichtiges Thema aufmerksam zu machen, nämlich Armut und ihre Verhältnisse zum internationalen Wirtschaftsrecht. Darüber hinaus sollen die Ergebnisse der Konferenz in ein Buch einfliessen. Ein weiteres zentrales Anliegen der Konferenz ist es, die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Forschern und Praxis-Experten zu fördern, um die Armut gemeinsam und interdisziplinär zu bekämpfen. Die Zusammenarbeit soll auch nach der Konferenz als Netzwerk bestehen bleiben.

Anmeldung

Als Stipendiat von e-fellows.net und Mitorganisator dieser Konferenz hoffe ich möglichst viele Studierende für dieses Thema begeistern zu können. Es ergeben sich spannende Rechtsfragen des Wirtschaftsvölkerrechts in diesem Gebiet, denn bisher ist dieses Thema meist nur von Ökonomen, Entwicklungstheoretiker und Ethikern beleuchtet worden. Aktuelle Ereignisse in Nahost und Arabien fordern sowohl Wirtschaft und Staaten in diesem Felde der Jurisprudenz heraus. Es würde mich freuen, Dich resp. Euch als e-fellows.net Stipendiaten in Basel begrüßen zu dürfen. Sonderkonditionen sind denkbar, schreibt mir diesbezüglich einfach ein E-Mail. Für weitere Informationen sendet mir gerne ein E-Mail: d.euler (at) unibas.ch.