Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Als einzige katholische Universität im deutschen Sprachraum wurde die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) im Jahre 1980 gegründet. Mit ihren zwei Standorten in Eichstätt und Ingolstadt ist sie alles andere als eine Massenuniversität. Den ca. 4.800 Studierenden bietet die KU alle Vorteile einer kleinen und überschaubaren Uni. Mit 120 Professoren, mehr als 200 wissenschaftlichne Mitarbeiter und zahlreichen Dozenten vor allem aus der Praxis ist eine gute Betreuung der Studierenden garantiert. Persönliche Kontakte zu den Professoren und Dozenten ergeben sich auf dem Campus wie von selbst.

Verteilung der Fakultäten

Eichstätt:

  • Theologische Fakultät
  • Philosophisch-Pädagogische Fakultät
  • Sprach- und Literaturwissenschaftliche Fakultät
  • Geschichts- und Geisteswissenschaftliche Fakultät
  • Mathematisch-Geographische Fakultät
  • Fakultät für Religionspädagogik und Kirchliche Bildungsarbeit (FH)
  • Fakultät für soziale Arbeit (FH)

Ingolstadt:

An beiden Orten sind Hörsäle, Mensa, Rechenzentrum und Bibliothek auf einem überschaubaren Campus vereint. Mit zahlreichen Partneruniversitäten bietet die KU ihren Studenten Ansprechpartner und Austauschmöglichkeiten auf allen fünf Kontinenten.

Geschichte der Universität Eichstätt

Im Jahre 1564 vom Eichstätter Fürstbischof Martin von Schaumberg gegründet, war das Collegium Willibaldinum das erste tridentinische Seminar für Priesterbildung nördlich der Alpen. Am 28. August 1565 schließt Fürstbischof Martin von Schaumberg einen Inkorporationsvertrag mit der Universität Ingolstadt, der die Eichstätter artistischen Studien mit denen der Ingolstädter gleichstellt. Von 1614 bis 1774 steht das Collegium Willibaldinum als "Gymnasium academicum" unter der Leitung des Jesuitenordens. In Ingolstadt bemühten sich bereits seit 1549 die Jesuiten – unter ihnen Petrus Canisius – um einen lebendingen und überlebensfähigen theologischen Lehrbetrieb.

Die Revolutionskriege, ein Anfall des Hochstifts an eine kurze salzburgische Herrschaft im Jahr 1803 und die darauf folgende Säkularisation und Mediatisierung infolge des Reichsdeputationshauptschlusses führen zur Auflösung des Lehrbetriebs in Eichstätt.

Im Jahre 1843 errichtet Bischof Karl August Graf von Reisach ein kirchliches Lyzeum, das den staatlichen Lyzeen rechtlich gleichgestellt wird. Zum Fächerkanon gehören systematische und praktische Philosophie sowie Philosophiegeschichte, Psychologie, Welt- und Allgemeingeschichte, Mathematik und Physik, Chemie und Naturgeschichte, Pädagogik (seit 1848), Dogmatik, Moral, Kirchenrecht, Exegese, Pastoraltheologie, Kirchengeschichte und Liturgik.

1924 wird das Lyceum in Bischöfliche Philosophisch-Theologische Hochschule umbenannt. Von 1933 bis 1950 zeigt sich Dr. Konrad Graf von Preysing-Lichtenegg-Moos, Bischof von Eichstätt, als entschiedener Gegner des Nationalsozialismus. Sein Freund, der Kapuziner Ingbert Naab, schreibt 1932 in einem offenen Brief an Hitler: "Noch selten hat ein Mensch soviel Geistesknechtschaft verlangt wie Sie, der Herold der deutschen Freiheit." Ähnliche Ansichten vertreten auch die Eichstätter Professoren. Im Jahre 1940 entzieht das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus der Philosophisch-Theologischen Hochschule die Öffentlichkeitsrechte. Sie wird als kirchliche Hochschule weitergeführt.

Schon 1946 stellt das selbe Ministerium alle ursprünglichen Rechte wieder her. Da die Universitätsgebäude in München und Würzburg teilweise zerstört sind, nimmt Eichstätt zeitweise bis zu 1.000 Stundenten aus verschiedenen Fachrichtungen auf, so dass neben Theologie auch Medizin, Jura, Naturwissenschaften etc. unterrichtet werden.

1958 wird in Eichstätt eine kirchliche Pädagogische Hochschule gegründet. 1972 unterzeichnen die bayerischen Bischöfe die Stiftungsurkunde der Kirchlichen Gesamthochschule Eichstätt, die 1979 in Katholische Universität Eichstätt umbenannt wird. 1980 schließen der Apostolische Stuhl und der Freistaat Bayern ein Konkordats in dem sie übereinkommen, die Eichstätter Hochschule als wissenschaftliche Hochschule im Sinne des Bayerischen Hochschulgesetz zu führen.

1988 wird die staatliche Finanzierung auf Diplom-, Magister- und Aufbaustudiengänge ausgeweitet. Eine Änderung des Konkordats erlaubt die Einrichtung einer Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät in Ingolstadt, die 1989 gegründet wird.

2001 verabschiedet der Senat eine neue Grundordnung, in der der Name Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) festgelegt wird. Damit wird der Bedeutung der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät in Ingolstadt mit inzwischen mehr als 900 von insgesamt 4.000 Studierenden Rechnung getragen. Neben diversen Strukturreformen wird die kollektive Hochschulleitung eingeführt.


Studieninteressierte

Zentrale Studienberatung:

Marie-Anne Eder, Kapuzinergasse 2 (ehem. Kapuzinerkloster), 85072 Eichstätt
Raum: KAP 003
Telefon: +49 8421 93–21283, Fax: +49 8421 93-212830
E-Mail: studienberatung@ku.de
Sprechstunden: Dienstag 10.30-12.00 Uhr und Donnerstag 13.30-15.00 Uhr


Zulassung und Einschreibung:

Zentrale Forschungseinrichtungen


Quellen

Teile dieses Textes wurden sinngemäß übernommen aus einer Schrift von Peter Moesgen aus dem Jahr 2001 und von der Homepage der Katholsichen Universität Eichstätt-Ingolstadt (Stand: Juni 2010).

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Weblinks