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Ausgezeichneter Masterstudiengang

Globus vor blauem Himmel [Quelle: unsplash.com, Lucas George Wendt]

Quelle: unsplash.com, Lucas George Wendt

Der Master of Arts in Internationalen Beziehungen (MAIB) der FU Berlin ist ein konsekutiver Masterstudiengang. Wissenswertes zum Studium findest du im Beitrag.

Studiengang International Relations

Der Master-Studiengang Internationale Beziehungen / International Relations ist ein konsekutiver, biligualer Studiengang. Er zeichnet sich durch ein innovatives Konzept, eine sich ergänzende Lehre und eine klare, internationale Ausrichtung aus. Dafür ist das Programm 2006 vom DAAD und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft als einer der zehn besten internationalen Masterstudiengänge in Deutschland ausgezeichnet worden.

Der MAIB wird gemeinsam von der Freien Universität Berlin (Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften), der Humboldt-Universität zu Berlin (Philosophische Fakultät) und der Universität Potsdam (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät) angeboten. Die jährlich ca. 30 Studierenden sind formal an einer der beteiligten Universitäten eingeschrieben und werden vor Ort auch betreut. Allerdings können und sollen sie Seminare und Vorlesungen an allen Lehrorten besuchen. Die Hälfte der Kern-Veranstaltungen findet in deutscher Sprache statt, die andere Hälfte wird in englischer Sprache angeboten.

Das Studium beginnt bisher nur im Wintersemester und hat eine Regelstudienzeit von vier Semestern. Ein dreimonatiges Vollzeit-Berufspraktikum sowie ein einsemestriges Auslandsstudium sind Teil des Studiums. Nach erfolgreichem Studienabschluss wird den Studierenden der akademische Grad "Master of Arts" (M.A.) verliehen.

Der Studiengang verfügt derzeit über folgende Partnerschaften:

  • Französisches Dual Degree Program – Institut d’Etudes Politiques de Paris (Sciences Po)
  • Russisches Dual Degree Program – Moskauer Staatliche Institut für Internationale Beziehungen, MGIMO (U)
  • Elliott School of International Affairs at George Washington University, Washington D.C. (Austauschmöglichkeiten für ein oder zwei Semester)

Gegenstand des Studiums

Als "Internationale Beziehungen" wird diejenige Teildisziplin der Politikwissenschaft bezeichnet, die sich mit den Außenbeziehungen von Staaten (Außenpolitik), den Beziehungen zwischen den Staaten (internationale Politik) und denen zwischen den Gesellschaften in verschiedenen Staaten (transnationale Politik) beschäftigt. Diese Disziplin erforscht die Entstehungsbedingungen und Wirkungen von Ordnung und Institutionen auf bilateraler, regionaler und globaler Ebene.

Der Studiengang hat dabei insbesondere die Problemfelder "Kooperation und Konflikt", "Sicherheit und Ordnung", "Globalisierung und Entwicklung" und "Transformation und Demokratisierung" insbesondere nach dem Ende des Ost-West-Konflikts zum Thema. Zusätzlich ist er durch eine intensive Spezialisierung im Bereich regionaler Politikanalyse (Naher Osten, Nord-Amerika/transatlantische Beziehungen, Lateinamerika, Osteuropa/Russland, Asien/China) gekennzeichnet.

Aufbau des Masters

Der Studiengang umfasst je vier Basis- und Aufbaumodule. Ein dreimonatiges Vollzeit-Berufspraktikum sowie ein einsemestriges Auslandsstudium sind Teil des Studiengangs. Das Berufspraktikum kann in inhaltlich sinnvollen Abschnitten abgeleistet und ggf. erlassen werden, wenn eine andere, gleichwertige praktische Tätigkeit (z.B. Berufsausbildung) nachgewiesen wird. Das Auslandssemester wird erlassen, wenn schon im Erststudium ein mindestens einsemestriges Auslandsstudium absolviert wurde.

Basismodule (Kernbereiche)

  • Internationale Institutionen und transnationale Politik: Empirische Erscheinungsformen von internationalen Institutionen und transnationaler Politik sowie Theorien zu deren Funktionstätigkeit
  • Internationale Wirtschaftsbeziehungen und politische Ökonomie: Prozesse der Entwicklung/Unterentwicklung und der wirtschaftlichen Globalisierung; globale Steuerungsprobleme in Wirtschaft, Umwelt und anderen Politikbereichen (außer internationale Sicherheit)
  • Transformationen, Regionen und vergleichende Außenpolitik: Außenpolitische Entscheidungsprozesse vor dem Hintergrund der besonderen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedingungen einzelner Länder sowie Integrationsprozesse in verschiedenen Weltregionen (regionale Schwerpunkte: Lateinamerika, Asien/Pazifik, Mittel- und Osteuropa, Nordamerika und Naher und Mittlerer Osten)
  • Internationale Konflikte, Sicherheit und Frieden: Möglichkeiten zur Prävention der gewaltsamen Eskalation von Konflikten und zur Befriedung gewaltsam ausgetragener Konflikte

Aufbaumodule

  • Vertiefungsmodul: Das Vertiefungsmodul ermöglicht eine individuelle Schwerpunktbildung durch die Erarbeitung zusätzlicher regionen- oder theoriebezogener Kompetenzen beim Besuch entsprechend ausgewählter Hauptseminare
  • Projektkursmodul: Im Projektkursmodul wird die inhaltliche Schwerpunktbildung durch das Vertiefungsmodul ergänzt durch die Anwendung sozialwissenschaftlicher Forschungsmethoden auf ein besonders intensiv bearbeitetes Thema als Vorbereitung auf die Masterarbeit
  • Begleitmodul: Das Begleitmodul dient der Ergänzung des Fachwissens durch die Beschäftigung mit den Internationalen Beziehungen verwandten Themenfeldern (z.B. Geschichte oder Völkerrecht)
  • Methodenmodul: Das Methodenmodul dient der Beschäftigung mit quantitativen und qualitativen Methoden der Sozialforschung; es soll insbesondere auf die wissenschaftliche Arbeit im Rahmen der Masterarbeit vorbereiten
  • Berufspraktikum und Kolloquium: Das dreimonatige Berufspraktikum einschließlich des begleitenden Kolloquiums soll die praktische Anwendung theroetischer Inhalte ermöglichen
  • Masterarbeit: Die Masterarbeit einschließlich des begleitenden Kolloquiums soll nachweisen, dass die Studierenden in der Lage sind, eigenstäding ein komplexes Thema wissenschaftlich zu bearbeiten

Auslandssemester ist Pflicht

Alle Studierenden müssen im Laufe ihres gesamten Studiums mindestens ein Auslandssemester absolviert haben. Dazu verfügt das Programm über ein weit reichendes Netz an Partneruniversitäten und Austauschprogrammen. Die Studierenden können sich darüber hinaus selbstverständlich auf "eigene Faust" ihr Auslandsstudium in einer Universität ihrer Wahl im Ausland organisieren. Das Auslandssemester wird erlassen, wenn schon im Erststudium ein mindestens einsemestriges Auslandsstudium absolviert wurde.

Praktische Erfahrungen sammeln

Im Verlauf des Masterstudiums müssen die Studierenden in fachrelevantes Berufspraktikum im Umfang von insgesamt mindestens drei Monaten absolvieren, das durch ein Kolloquium begleitet wird und zu dem ein Praktikumsbericht zu verfassen ist. Diese Leistung wird durch einen entsprechenden Nachweis bestätigt. Das Praktikum soll den Studierenden einen Einblick in mögliche Berufs- und Tätigkeitsfelder eröffnen, sie mit den Anforderungen in der Praxis konfrontieren und eine Überprüfung der bisherigen im Studium erworbenen Kenntnisse ermöglichen. Damit üben die Praktikanten eine wichtige Orientierungsfunktion für eine realitätsgerechte Ausrichtung des Masterstudiengangs aus.

Zulassungsvoraussetzungen für das Studium

Willst du International Relations studieren, solltest du folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Studienabschluss: ein Bachelor- oder ein gleichwertiger berufsqualifizierender Abschluss des Studiums in einem für das Studium im MAIB wesentlichen Fach (v.a. sozialwissenschaftliche Fächer) an einer Universität oder einer nach Landesrecht gleichgestellten Hochschule im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes oder der Nachweis eines gleichwertigen (ausländischen) Abschlusses
  • Englischkenntnisse: Bei Bewerberinnen und Bewerbern, deren Muttersprache nicht Englisch ist, der Nachweis von Englischkenntnissen entsprechend dem Cambridge Certificate of Proficiency oder Nachweis gleichwertiger Englischkenntnissen (z.B. TOEFL)
  • Deutschkenntnisse: Bei Bewerberinnen und Bewerbern, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, der Nachweis von Deutschkenntnissen durch Bestehen der deutschen Sprachprüfung für den Hochschulzugang (DSH) oder gleichwertige Nachweise

Alle Nachweise müssen zum Ablauf der Bewerbungsfrist vorliegen. Nur Nachweise über Studienabschlüsse die im vorhergehenden Sommersemester erreicht werden, können nachgereicht werden.

An der Universität Potsdam können an die Stelle des ersten berufsqualifizierenden Studienabschlusses durch Entscheidung des Prüfungsausschusses gleichwertige Studien- und Prüfungsleistungen in einem anderen Studiengang treten, die in einem Studium von mindestens drei Jahren Dauer erbracht wurden.

Ablauf des Zulassungsverfahrens

Die Entscheidung darüber, wer einen der 30 verfügbaren Plätze im Masterstudiengang Internationale Beziehungen erhält, fällt in einem zweistufigen Verfahren.

  • Prüfung der Zugangsvoraussetzungen: Nach Ablauf der Bewerbungsfrist werden alle eingegangenen Unterlagen darauf geprüft, ob die Bewerberinnen und Bewerber die formalen Voraussetzungen (einschlägiger erster Studienabschluss und Sprachnachweise) erfüllen. Alle, auf die dies zutrifft, kommen in die "zweite Runde".
  • Auswahlentscheidung: Etwa zwei Monate nach Ablauf der Bewerbungsfrist und nach der Prüfung der eingegangenen Unterlagen in der "ersten Stufe" fällt die Zulassungskommission die Entscheidung über die Zulassung zum Programm. Im Rahmen dieses Auswahlverfahrens erstellt die Zulassungskommission eine Rangfolge der Bewerberinnen und Bewerber. Dabei spielen eine Reihe weiterer Kriterien eine wichtige Rolle: Noten bisheriger akademischer Abschlüsse und Leistungen, Qualität der Referenzschreiben, Qualität des Motivationsschreibens, relevante Berufs- und Praxiserfahrung, Auslandserfahrung im Studium oder im Rahmen von Praktika, etc. Die 30 nach diesen Kriterien besten Bewerberinnen und Bewerber erhalten einen Zulassungsbescheid. Sollten unter ihnen Studierende sein, die den zugewiesenen Platz nicht in Anspruch nehmen möchten, werden die freiwerdenden Plätze im Nachrückverfahren vergeben.
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