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Hanns-Seidel-Stiftung

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Die Hanns-Seidel-Stiftung (HSS) ist eine politische Stiftung, die der CSU nahe steht. Dieser Artikel informiert über die Stiftung und das Stipendium der HSS. Die HSS fördert insbesondere leistungsstarke Studierende, die sich durch gesellschaftspolitisches, soziales und/oder kirchliches Engagement auszeichnen. Darüber hinaus ist die Stiftung sehr engagiert in der politischen Bildung.

Historisches

7.11.1966
Die Stiftung wird in München gegründet. Als Namensgeber dient der frühere bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Hanns Seidel. Er galt als "Architekt des modernen Bayern".

11.4.1967
Ein Jahr später wird die Stiftung in das Vereinsregister beim Amtsgericht München eingetragen. Staatsminister Dr. Fritz Pirkl, MdL, wird zum Vorsitzenden der Stiftung gewählt.

1972
Die Stiftung übernimmt die Herausgabe der Zeitschrift "POLITISCHE STUDIEN".

25.9.1975
Das Bildungszentrum in Wildbad Kreuth wird eröffnet.

22.4.1983
Kloster Banz wird als weiteres Bildungszentrum der Hanns-Seidel-Stiftung eröffnet.

11.3.1994

Staatssekretär a.D. Alfred Bayer wird zum Vorsitzenden gewählt

11.2.2004

Staatsminister a.D. Dr. h. c. Hans Zehetmair wird zum Vorsitzenden gewählt.

12.5.2004
Ursula Männle wird zum Vorsitzenden gewählt.

Aufbau der HSS

Die Hanns Seidel Stiftung e. V. ist in fünf Abteilungen aufgegliedert.

  • Abteilung I ZENTRALE AUFGABEN
  • Abteilung II AKADEMIE FÜR POLITIK UND ZEITGESCHEHEN
  • Abteilung III BILDUNGSWERK
  • Abteilung IV FÖRDERUNGSWERK
    • Referat IV/1 Auslandsstipendiaten
    • Referat IV/2 Fachhochschulförderung, Promotionsförderung
    • Referat IV/3 Universitätsförderung
    • Referat IV/4 Medienpolitik und journalistische Nachwuchsförderung
    • Referat IV/5 Journalistisches Förderprogramm für Stipendiaten (JFS) und Fachforen
    • Referat IV/6 Altstipendiaten
  • Abteilung V INSTITUT FÜR INTERNATIONALE BEGEGNUNG UND ZUSAMMENARBEIT


Auftrag und Zielsetzung der HSS

"Im Dienst von Demokratie, Frieden und Entwicklung" so lautet das Motto der Hanns-Seidel-Stiftung. Die Stiftung engagiert sich im In- und Ausland und natürlich ganz besonders im Freistaat Bayern. Ziel der politischen Bildungsarbeit ist es, die "demokratische und staatsbürgerliche Bildung des deutschen Volkes auf christlicher Grundlage" zu fördern.


Politische Bildungsarbeit

Das Bildungswerk der Hanns-Seidel-Stiftung führt auf der Grundlage christlicher Werte und abendländischer Tradition Seminare zur politischen Bildung durch. Durch eine sehr differenzierte Themenpalette soll den Teilnehmern wichtige Informationen gegeben werden, die Orientierung ermöglichen, Transparenz schaffen sowie Hilfen für sachgerechtes Urteilen und Entscheiden geben. Der freiheitliche Staat braucht Bürger, die Verantwortung übernehmen, sei es in Beruf, Ehrenamt oder Politik, und sich dafür bereitwillig, verlässlich und fachkundig engagieren. Die HSS will die Teilnehmer ihrer Seminare dazu motivieren und ermutigen, Verantwortung zu übernehmen, und die erforderlichen Kompetenzen vermitteln. Die Seminare werden in den Bildungszentren Kloster Banz und Wildbad Kreuth durchgeführt, welche bekannt sind für ausgezeichneten Service und eine vorzügliche Gastronomie. Weitere Veranstaltungen finden im Konferenzzentrum München und dezentral in den Regionen Bayerns statt.

Kontakt zum Bildungswerk für allgemeine und organisatorische Rückfragen: organisation-bw@hss.de

Auszug aus dem Programm

  • Demokratie, Ethik, Politische Bildung, Politisches Handeln
  • Wirtschaft, Recht, Soziales
  • Ältere Generation
  • Technologie und Umwelt
  • Medien und Innovation
  • Zeitgeschichte, Ideen, Ideologien
  • Bildung, Kultur, Tradition
  • Europa-, Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik
  • Praxis, Kompetenz, Verantwortung
  • Agrarpolitik
  • Außenpolitik
  • Ethik in Staat und Gesellschaft
  • Europapolitik
  • Familienpolitik
  • Ferienprogramme
  • Frauenpolitik
  • Führungskraft
  • Integration
  • Internet
  • Kirche und Staat
  • Kommunalpolitik
  • Kultur und Tradition
  • Medien
  • Presse und Öffentlichkeitsarbeit
  • Rechtspolitik
  • Rhetorik
  • Schul- und Bildungspolitik
  • Schüler und Jugendliche
  • Seniorenpolitik
  • Sicherheitspolitik
  • Sozialpolitik
  • Technologie und Innovation
  • Umwelt- und Energieproblematik
  • Volkswirtschaft
  • Zeitgeschichte

Nutzung des Jahresprogramms

  • Anmeldung per Post
Wenden Sie sich schriftlich direkt an die HSS. Sie werden dann auf eine Interessentenliste gesetzt. Die HSS schickt daraufhin an alle Interessenten das jeweilige detaillierte Seminarprogramm sowie die Anmeldeunterlagen. Erst wenn die dort beiliegende Teilnehmererklärungskarte beim zuständigen Referat der Hanns-Seidel-Stiftung eingeht, ist die Anmeldung verbindlich. Bei mehrtägigen Seminaren werden die Teilnehmer schriftlich benachrichtigt bzgl. Ihrer Teilnahme (Anmeldebestätigung oder Absage). Bei Kurzveranstaltungen und Ein-Tages-Seminaren (Informationstage) werden in der Regel weder Zwischenbescheide noch Anmeldebestätigungen verschickt.

  • Anmeldung im Internet
Im Internet kann unter der Adresse http://www.hss.de/veranstaltungen.html im Bereich „Seminare und Veranstaltungen“ das aktuelle Angebot eingesehen werden. Mit der Datenbank kann man nach Ort, Zeit, Thema sowie Zielgruppe suchen und entsprechende Programme anfordern. Für viele Seminarangebote gibt es dort auch detaillierte Ankündigungen mit Online-Anmeldemöglichkeit.

  • Teilnahmebedingungen

Die Teilnahme an den Seminaren der Hanns-Seidel-Stiftung ist grundsätzlich für jedermann möglich. Mit der Anmeldung verpflichtet sich der Teilnehmer, das gesamte Seminar zu absolvieren.

Für jedes Seminar wird i.d.R. eine Teilnehmergebühr erhoben, deren Höhe sich u.a. nach der Dauer des Seminars richtet und in jedem Seminarprogramm angegeben ist. Bei unbegründetem Fernbleiben von einem mehr als eintägigen Seminar wird die Gebühr trotzdem erhoben, da der Seminarplatz nicht mehr anderweitig besetzt werden kann.

  • Ermäßigungen
Für Schüler, Studenten(bis zum vollendeten 30. Lebensjahr), Wehrpflichtige, Auszubildende, Zivildienstleistende und Arbeitslose wird gegen Vorlage eines entsprechenden Nachweises eine 50%ige Ermäßigung der Teilnehmergebühr gewährt.

  • Kinderbetreuung

Um Eltern und allein Erziehenden die Seminarteilnahme zu erleichtern, wird bei zahlreichen Seminaren in Kloster Banz sowie bei verschiedenen Seminaren an anderen Orten während der Seminarzeit eine kostenlose Kinderbetreuung für Vorschulkinder (3. – 6. Lebensjahr), teilweise auch für ältere Kinder, durch geeignete Personen angeboten.

Stipendien

Fördervoraussetzungen

  • Fachliche Qualifikation (mindestens gute bis sehr gute Leistungen)
  • Persönliche Eignung
  • Gesellschaftliches Engagement / ehrenamtlicher Einsatz
  • Politik, z. B. Partei, Jugendorganisationen, Mandatsträger
  • Hochschulpolitik, z. B. Fachschaft, Berufungskommissionen
  • Kirchlich, z. B. Kirchenchor, Pfarrgemeinderat, Ministrant
  • Karitativ, z. B. THW, DRK, Altenpflege
  • Verbände, z. B. Vereine

Entgegen vieler Vermutungen muss man weder in Bayern geboren sein noch dort leben oder dort studieren, um in die Förderung aufgenommen zu werden.

Bewerbungsverfahren

Jeder Student, der sich geeignet fühlt kann sich jeweils zu den Stichtagen bei der Stiftung bewerben.

  • Studierende an Universitäten: 15. Januar und 15. Juli
  • Studierende an (Fach)Hochschulen: 15. Mai und 15. November
  • Journalistisches Förderprogramm für Stipendiaten (JFS) für Studierende an * Universitäten und Fachhochschulen: 15. Januar und 15. Juli
  • Promotionsstudenten: 15. Januar, 15. Mai und 15. Juli

Für eine erfolgreiche Bewerbung sind unter anderem je ein Gutachten eines Hochschullehrers und einer Person aus dem öffentlichen Leben nötig. Die Bewerbungsunterlagen sind in vierfacher Ausführung abzugeben, da neben der Stiftung jeder der Gutachter eine Kopie erhält. Eine Bewerbung ist erst ab dem zweiten Semester zu empfehlen, da in der Regel erst zu diesem Zeitpunkt aussagekräftige Nachweise über die Hochschulleistungen (Scheine, Notenblätter) vorgelegt werden können.

Auswahlverfahren

Aus den eingesendeten Bewerbungen wird durch das zuständige Fachreferat bereits eine Vorauswahl getroffen. Die Bewerber, die den Anforderungen der Stiftung genügen, werden zu einer Auswahltagung eingeladen.
Diese Veranstaltung ist im Ablauf vergleichbar mit einem mehrtägigen Assessment-Center. Es werden neben dem Allgemeinwissen auch kommunikative Fähigkeiten in Form einer Gruppendiskussion und eines Einzelgesprächs mit dem Prüfungsausschuss abgeprüft. Des Weiteren müssen die Teilnehmer der Auswahltagung eine Erörterung eines aktuellen, meist politisch motivierten Themas anfertigen. Das Prüfungskommitee besteht aus 3 Personen, welche hauptsächlich aus den Hochschulen, aber auch aus Wirtschaft und Politik kommen. Es gibt für jeden "Förderzweig" (UNI, FH, Promotion) eigene Auswahltagungen.

Formen der Förderung

  • Verbindlich: Ideelle Förderung
  • Seminare: Das Bildungswerk stellt jährlich für die Stipendiaten ein eigenes Förderprogramm zusammen.
  • Studienfahrten
  • Stipendiatengruppen: Die Stipendiaten eines Hochschulstandortes bilden sogenannte Stipdendiatengruppen, welche von einem Vertrauensdozenten betreut werden.
  • Netzwerkaufbau
  • Fakultativ: Finanzielle Förderung nach den Richtlinien der Begabtenförderungswerke

Weblinks