Europäischer Freiwilligendienst

Europäischer Freiwilligendienst (EFD)

Der Europäische Freiwilligendienst (EFD), auch European Voluntary Service (EVS), ist ein Förderprogramm der Europäischen Union, welches den Austausch junger Menschen in Europa ermöglicht. Vereinzelt werden aber auch Projekte in außereuropäischen Ländern gefördert, wo allerdings nur wenige Plätze zur Verfügung stehen und man sich deshalb rechtzeitig bewerben sollte. Das Programm richtet sich an junge Erwachsene zwischen 18 und 30 Jahren (in Ausnahmefällen auch ab 16 Jahren), die sich für einen Zeitraum von zwei bis zwölf Monaten in einem gemeinnützigen Projekt mit einer sozial, ökologisch oder kulturellen Ausrichtung engagieren möchten.

Förderung

Die Teilnehmer am EFD bekommen eine Unterkunft, Verpflegung sowie Taschengeld, welches in der Höhe je nach Land variiert, zur Verfügung gestellt. Ebenso werden die Kosten für die An- und Abreise übernommen. Vor dem eigentlichen Projektstart findet im Heimatland ein Seminar statt, auf dem die Freiwilligen für die Zeit im Ausland vorbereitet werden sollen. Während des Projektes gibt es zwei weitere Seminare, welche im Projektland stattfinden. Ein abschließendes Seminar nach der Rückkehr soll die Akklimatisierung im Heimatland erleichtern. 
Damit das Erlernen einer neuen Sprache und somit auch das Leben in der neuen Kultur erleichtert wird, ist ein Sprachkurs über die gesamte Dauer des Auslandsaufenthaltes ein fester Bestandteil des EFD. Zum Abschluss erhalten die Teilnehmer den „European Youth Pass“, in welchem die im Rahmen des EFD erworbenen Kompetenzen und Erfahrungen aufgeführt werden.

Teilnahmevoraussetzungen

Für die Teilnahme am EFD ist die Nationalität, der akademische Hintergrund sowie die soziale Herkunft nicht von Bedeutung. Entscheidend ist die Motivation der Bewerber, sich in dem gewählten Projekt zu engagieren. Zudem sollte eine gewisse Eigeninitiative, Kreativität und das Interesse eine neue Kultur kennen zu lernen, vorhanden sein. Zu beachten ist beim EFD, dass dieser keinen Ersatz für den Zivildienst in Deutschland darstellt, wohl aber als Wartezeit auf einen Studienplatz bei der ZVS anerkannt wird.

Bewerbungsverfahren

An der Organisation des EFD sind grundlegend 3 Parteien beteiligt. Der Freiwillige selbst, eine Entsendeorganisation und eine Aufnahmeorganisation.

Der erste Schritt bei der Bewerbung ist daher, eine passende Entsendeorganisation zu finden.
Dabei gibt es welche, die Ortsgebunden arbeiten und nur Freiwillige aus der Umgebung aufnehmen, andere akzeptieren Bewerber aus ganz Deutschland. Da jede Organisation eigene Aufnahmebestimmungen hat, ist die persönliche Kontaktaufnahme bei der Suche, dringend anzuraten.

Passende Projekte, beziehungsweise die entsprechenden Aufnahmeorganisationen, können in einigen Fällen direkt von der Entsendeorganisation vermittelt werden. Die Europäische Union verfügt aber auch über eine Datenbank, in der sämtliche Projekte sortiert nach Projektart und dem Einsatzort, inklusive einer ausführlichen Projektbeschreibung aufgeführt sind. Aufgrund der großen Anzahl an Interessenten sowie unterschiedlichen „Deadlines“ für die Bewerbung empfiehlt sich eine möglichst frühe Suche nach passenden Projekten, mindestens ein halbes Jahr vor dem geplanten Beginn des Auslandsaufenthaltes. Die Bewerbung selbst besteht normalerweise aus einem „Letter of Motivation“, dem Lebenslauf und in einigen Fällen einem spezifischen Fragebogen der Organisation.

Links

http://www.go4europe.de/
http://www.youthreporter.eu/
https://europa.eu/youth/volunteering/evs-organisation_de