ELSA

ELSA, The European Law Students' Association, ist die weltgrößte Jurastudentenvereinigung und bietet Jurastudenten, Referendaren und jungen Juristen die Möglichkeit, sich zu engagieren und weiterzubilden. Völkerverständigung, die Ausbildung sozial kompetenter Juristen, akademische Arbeit und Praxisbezug sind die Grundpfeiler des Selbstverständnisses von ELSA.


Philosophy Statement

Vision

'A just world in which there is respect for human dignity and cultural diversity.'

Purpose

To contribute to legal education, to foster mutual understanding and to promote social responsibility of law students and young lawyers.

Means

To provide opportunities for law students and young lawyers to learn about other cultures and legal systems in a spirit of critical dialogue and scientific cooperation. To assist law students and young lawyers to be internationally-minded and professionally skilled. To encourage law students and young lawyers to act for the good of society.

Fakten

Die European Law Students' Association ist eine unabhängige, politisch neutrale und als gemeinnützig anerkannte internationale Organisation von Jurastudenten, Rechtsreferendaren und jungen Juristen. ELSAs Ziele fasst das Philosophy Statement zusammen, sie werden verwirklicht durch die drei Programme Akademische Aktivitäten, Seminare & Konferenzen und STEP, das Prak­ti­kan­ten­aus­tausch­pro­gramm.

Gegründet wurde ELSA 1981 in Wien von Jurastudenten aus Österreich, Polen, Ungarn und Deutschland. Heute ist ELSA in 36 europäischen Ländern an mehr als 220 Universitäten mit 30.000 Mitgliedern vertreten. Damit ist ELSA die größte Organisation von Jurastudenten weltweit. Der Sitz von ELSA International ist Amsterdam und das Büro ins Brüssel.

ELSA hat Beraterstatus bei verschiedenen internationalen Organisationen, unter anderem

UNESCO - UN Educational Social Cultural Organization (UN Erziehung, Wissenschaft und Kultur)

ECOSOC - ECOnomic and SOCial Council (Wirtschafts- und Sozialrat der UN),

UNCITRAL - UN Committee on International TRAde Law (UN Kommission für Internationales Handelsrecht),

WIPO - World Intellectual Property Organization (Weltorganisation für geistiges Eigentum), und

dem Europarat. Dieser Status ermöglicht es ELSA-Mitgliedern, im Rahmen von Delegationen als Nichtregierungsorganisation an Sitzungen internationaler Gremien teilzunehmen.

Struktur

ELSA arbeitet auf drei Ebenen: Lokale Gruppen an mehr als 220 Universitäten und einigen Fachhochschulen bilden das Rückgrat von ELSA. Ihre Arbeit wird in jedem der 36 Mitgliedsländer von einem Nationalen Vorstand (z.B. ELSA-Deutschland in Heidelberg) koordiniert, der zugleich den Kontakt zum internationalen Vorstand sichert und seine 43 Gruppen auf der halbjährlichen Delegiertenversammlung von ELSA International, dem International Council Meeting (ICM), vertritt. Der Sitz von ELSA International ist Brüssel.

Key Areas

Die Ziele von ELSA fasst das Philosophy Statement zusammen, sie werden verwirklicht durch die drei Programme AA - Akademische Aktivitäten, S&C - Seminare & Konferenzen und STEP - das Prak­ti­kan­ten­aus­tausch­pro­gramm.

Innerhalb dieser Programme liegen Schwerpunkte der ELSA-Tätigkeit auf Moot Courts, Study Visits und Human Rights.

Supporting Areas

Damit die Arbeit in den vorgenannten Bereichen sich auf das Wesentliche - den Inhalt - konzentrieren kann, beschäftigen sich weitere Vorstandsmitglieder mit dem Drumherum und der Verwaltung: Teamleitung und Repräsentation (Präsident) Interne Verwaltung (Vizepräsident) Finanzen Marketing

Geschichte

Gegründet wurde ELSA am 4. Mai 1981 in Wien von Jurastudenten aus Österreich, Polen, Ungarn und der Bundesrepublik Deutschland. Von da an entwickelten sich die unterschiedlichen nationalen Gruppen.

Damals gründete sich, vermutlich durch den auch bei ELSA-International beteiligten deutschen Studenten, eine nationale Gruppe in Deutschland, ELSA-Deutschland e.V. Dieser Verein wurde in Berlin eingetragen und existiert formal auch heute noch, wobei seit 1983 keine Treffen o.ä. stattgefunden haben und auch von dem zuletzt eingetragenen Vorstand nur noch eine Person ausfindig zu machen war, die sich aber "nicht mehr sehr erinnern" kann und eigentlich auch sonst damit nichts mehr zu tun haben will. Nach dessen Äußerungen hatte der Verein damals einen sehr familiären Charakter. Eine Gruppe von ca. 20 Studenten interessierten sich für die "Internationalität" im Jurastudium und man organisierte mal Vorträge oder auch mal ein Seminar, was dann deutschlandweit ausgeschrieben wurde, aber nicht auf besonderes Interesse stieß. ELSA-Deutschland e.V. hatte somit eher den Charakter einer schlecht funktionierenden Fakultätsgruppe. Ob sich in Deutschland zu dem Zeitpunkt schon Fakultätsgruppen entwickelt haben, läßt sich leider nicht mehr rekonstruieren.

Am 09.07.84 schreibt der damals neugewählte Vorsitzende an das Vereinsgericht, daß die Wahlen im Juli 1983 nicht satzungsgemäß verliefen, und er die Meldung des neuen Vorstands zurücknimmt. Somit wurde kein neuer Vorstand eingetragen, eine neue Wahl fand wohl niemals statt, der alte Vorstand fühlte sich nicht mehr zuständig oder war gar nicht mehr in Berlin, ELSA schlief ein. Gerüchte, daß zuletzt auch politische Einflußnahme oder Finanzunregelmäßigkeiten zum Einschlafen der Aktivitäten führten, konnten niemals nachgewiesen werden.

Auf internationaler Ebene entwickelte sich ELSA aber kontinuierlich. Es gab zunächst zwar wohl nur i.d.R. eine Gruppe pro Land, aber es gab verschiedene nationale Gruppen. Im März 1988 existierten bereits 15 nationale Vertretungen: Österreich, Polen, Ungarn, also die drei Mitgründerländer, dann alle vier skandinavischen Länder, Island, England, die Niederlande, Belgien, sowie Italien, Portugal, Malta und Jugoslawien.

Anfänge in und durch Wien

ELSA schlummerte, bis 1986 ein Jurastudent aus Heidelberg in Wien Völkerrecht studierte und dabei mit ELSA in Berührung kam. In Deutschland zurück, suchte er sich über einen Aushang am Schwarzen Brett sieben Studenten zusammen, um eine deutsche Sektion ins Leben zu rufen. Das anfängliche Interesse der Mitstudenten war sehr gering. Aber die Professorenschaft hatte aufgehorcht: Bei seiner Vorlesung schwärmte ein bekannter Heidelberger Professor vor 100 Zuhörern von der Idee und der Arbeit von ELSA. ELSA-Heidelberg konnte dadurch die Anzahl der Mitglieder auf 15 Leute verdoppeln. Durch Veranstaltungen wie Studienfahrten und Vorträge versuchten die Heidelberger weiterhin, das Interesse vor Ort zu steigern, jedoch ohne bahnbrechenden Erfolg. ELSA glich in dieser Zeit eher einer Freundesclique.

Ausschluss und Beobachterstatus bei ELSA International

ELSA-BR Deutschland gab es formaljuristisch auch noch bei ELSA-International aus der ersten Gründung. Für ein Jahr war der damalige Vorstand von ELSA-Heidelberg in Personalunion gleichzeitig der Vorstand von ELSA-Deutschland. Um sich von eventuellen "Altlasten und Verpflichtungen" zu befreien, beantragte der damalige Heidelberger/Deutsche Vorstand auf dem International Council Meeting (ICM) in Helsinki im Oktober 1988 den formellen Ausschluß der alten ELSA-BR Deutschland aus ELSA-International, beantragte und erhielt aber gleichzeitig Beobachterstatus bei ELSA-International, damit die neue ELSA-Deutschland möglichst schnell wieder aufgenommen werden konnte. In dieser Zeit bestand ein sehr enger Kontakt zum damaligen International Board (IB), dem Internationalen Vorstand.

Durchbruch in Deutschland, Gründung von ELSA-BR Deutschland e.V.

Im Januar 1989 wurde ein Artikel in einer großen juristischen Zeitung veröffentlicht, in dem die Heidelberger eine kostenlose Informationsveranstaltung über ELSA ankündigten. Sie hatten mit mäßigem Interesse gerechnet und waren plötzlich mit 120 Teilnehmern aus ganz Deutschland konfrontiert. Dabei stellte sich heraus, daß auch in Bonn und Köln bereits ELSA-Gruppen existierten, von denen allerdings im Vorfeld keiner wußte und deren Satzungen auch nicht mit der von ELSA-International kompatibel waren.

Weiterhin war für dieses Treffen eine Satzung für ELSA-BR Deutschland vorbereitet, die jedoch wegen der sich entspinnenden Diskussion nicht in Kraft gesetzt wurde. Dieses verzögerte die Gründung um ein halbes Jahr. Auf dem ICM in Lissabon im April 1989 übernahmen die Vertreter von Deutschland die Ausrichtung des übernächsten Council Meetings. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich in Deutschland bereits 14 ELSA-Fakultätsgruppen gegründet. Die Arbeit an diesem ersten deutschen Großprojekt schweißte die ELSAner sehr zusammen, so daß dann auf der ersten Generalversammlung am 1./2. Juli 1989 in Münster die Satzung verabschiedet und ELSA-BR Deutschland gegründet wurde, obwohl die Finanzierung und die Struktur, die ELSA-BR Deutschland bekommen sollte, noch heiß umkämpft waren. Heidelberg stellte aufgrund der Erfahrung in der aktiven ELSA-Arbeit die überwiegende Mehrheit des ersten Bundesvorstandes.

ELSA in Deutschland

Seit 1989 existiert ELSA-Deutschland e.V. als Dachverband der inzwischen 43 deutschen Fakultätsgruppen mit insgesamt über 6.000 Mitgliedern. ELSA-Deutschland hat seinen Sitz in Heidelberg.

ELSA-Deutschland e.V. hat sich mit den größten deutschen Studentenorganisationen - AIESEC, BDSU, bonding, MARKET TEAM und MTP - in der Kölner Runde zusammengeschlossen.

Und was bringt mir ELSA?

ELSA bietet Jurastudenten und jungen Juristen vom ersten Semester bis zum Eintritt ins Berufsleben die Chance, einen Blick über den Tellerrand zu werfen, Vorurteile abzubauen und die eigene internationalität zu entdecken.

Ganz abgesehen davon, dass ELSAs Aktivitäten jedem Jurastudenten etwas bringen, erlaubt die aktive Mitarbeit, schon früh Erfahrungen in vielen Bereichen zu sammeln, die im Berufsleben relevant sind. Organisation, Projektmanagement und Teamarbeit sind nur einige Beispiele.

Externe Trainer und das professionell geschulte Trainer Team von ELSA-Deutschland bieten unentgeltlich wervolle Trainings in den Bereichen Kommunikation, Moderation, Projektmanagement, Teambuilding, Konfliktmanagement, Motivation und Präsentation.

ELSA-Deutschland macht kein Recruitment, das heißt keine direkte Vermittlung zu potenziellen Arbeitgebern. Die aktive Mitarbeit bietet jedoch Gelegenheit zum Kontakt mit jeglicher Art interessanter Personen. ELSA ist gut für Dich!

Damit kein falscher Eindruck entsteht: ELSAner bringen jede Menge Idealismus mit und fü ihn regelmäß auf ELSA-Treffen und -Veranstaltungen auf. Aber dabei muss man ja die vielen Möglichkeiten zur persönlichen Weiterentwicklung nicht vergessen.

Du findest bestimmt auch eine Fakultätsgruppe an Deiner Uni. Dort kann man am besten aus erster Hand erfahren, was ELSA ist - schau es Dir an!

AA - Akademische Aktivitäten

Die Akademischen Aktivitäten (AA) sind das eigentliche Standbein der ELSA-Gruppen in Deutschland, da sich die Events aus diesem Bereich mit einem relativ geringen zeitlichen und finanziellen Aufwand organisieren lassen. Somit sind die AA-Veranstaltungen genau jene Veranstaltungen, die vorrangig an den juristischen Universitäten stattfinden.

Bei der Auswahl der Events verfügt der lokale Vorstand für AA über einen großen Handlungsspielraum. Aktuelle juristische Themen und Dauerbrenner, die Jurastudenten immer wieder begegnen, sollen in diesem Rahmen näher gebracht, Rechtswissen soll vermittelt und Jurastudenten zur eigenen akademischen Arbeit animiert werden. Damit liefert ELSA einen direkten Beitrag zur rechtlichen Ausbildung.

Gerade für die Erstsemesterwerbung bietet AA eine tolle Plattform, um den "Anfängern" den ersten Kontakt mit dem Phänomen Jura zu erleichtern und ihnen ein "etwas anderes Jurastudium" zu zeigen. AA = Absolutely Amazing

ELSA hat in den letzten Jahren eine ansehnliche Summe an Projekten im Bereich Akademische Aktivitäten entwickelt und hervor gebracht.

Veröffentlichungen wie die Selected Papers on European Law (SPEL) und der Guide to Legal Studies in Europe (GLSE) sind ein wichtiger Teil von ELSAs Aktivitäten geworden. Der GLSE ist gleichzeitig Teil des Studies-Abroad-Programms, durch welches Studenten aus dem Ausland betreut und Studenten aus Deutschland im Rahmen der lokalen ERASMUS-Initiativen dazu ermutigt werden sollen, ins Ausland zu gehen, um dort zu studieren.

Die bekanntesten Events im Bereich AA sind

Vorträge / Vortragsreihen Podiumsdiskussionen Moot Courts L@W Events Essay Competitions Legal Debates Legal Research Groups

Vorträge / Vortragsreihen

Ein aktuelles juristisches Thema wird im Rahmen eines Vortrages an der Universität vorgestellt, wobei auch juristische Randgebiete einbezogen werden können. Hierzu können externe Referenten aus der ganzen Welt oder direkt vor Ort aus der Universität eingeladen werden.

Auch Vortragsreihen können leicht organisiert werden, wenn eine juristische Problematik viele verschiedene Facetten aufzeigt. Hierzu sollte man im Laufe eines Semesters die einzelnen Themen in regelmäßigen Abständen durch z.B. unterschiedliche Vertreter der Juristerei beleuchten lassen. Podiumsdiskussionen

Bei kontroversen und strittigen Themen bietet es sich an, mehrere Referenten mit unterschiedlichen Auffassungen einzuladen. Diese diskutieren dann über die verschiedenen Blickwinkel zu einem – meist juristischen – Problem und den zuhörenden Studenten wird nicht nur ein abwechslungsreiches Schauspiel geboten, sondern sie sehen wie unterschiedliche Standpunkte entstehen und begründet werden.

Moot Courts

Der Moot Court ist eine simulierte Gerichtsverhandlung, in der Jurastudenten als Vertreter fiktiver Prozessparteien vor einem Gericht einen Fall verhandeln und damit den Ernstfall proben. Dieser Wettbewerb bietet den Studenten die Möglichkeit, ihre Qualifikation und fachliche Kompetenz zu testen. Strafrechts-Moot Courts, Märchen-Moot Courts und jede andere erdenkliche Umsetzung rechtlicher Themen sind hierbei möglich.

In Deutschland gibt es zusätzlich dazu den ELSA-Deutschland Moot Court Wettbewerb (EDMC). In verschiedenen lokalen Gruppen finden Verhandlungen zum gleichen Fall statt und die jeweilige Siegerpartei kann dann zum Regionalentscheid (Nord oder Süd) antreten. Die beiden Sieger dieser Entscheide dürfen dann, um den endgültigen Sieger zu ermitteln, vor dem BGH in Karlsruhe auftreten und BGH-Richter entscheiden über die Verhandlung.

Seit dem Wintersemester 2002/2003 gibt es auch einen ELSA Moot Court auf internationaler Ebene. Die ELSA Moot Court Competition ist ein Projekt von ELSA International und befasst sich inhaltlich mit WTO-Recht. Nach einer schriftlichen Vorrunde, an der Teams aus der ganzen Welt teilnehmen, treffen sich die besten Teams zur mehrtägigen Finalrunde in Genf, um dort zu versuchen, sich auf den 1. Platz zu plädieren. Mehr Infos zu Moot Courts

L@W Events

Diese Art der Veranstaltung soll praktischen Einblick in die unterschiedlichsten juristischen Arbeitsbereiche geben. Um den Arbeitsalltag eines Juristen einer Kanzlei oder im öffentlichen Dienst besser einschätzen zu können, werden hier meist Besuche in Kanzleien, Unternehmen oder oder oder organisiert. Bei Kanzleibesuchen ist es interessant, wie sich die Bearbeitung unterschiedlicher Rechtsgebiete auf die Gestaltung der täglichen Arbeit auswirkt.

Essay Competitions

Dieser Wettbewerb ist der universitären Ausbildung in Deutschland noch am nächsten, denn man muss eine wissenschaftliche Abhandlung über ein vorgegebenes Thema verfassen. Der größte Unterschied zur bekannten juristischen Hausarbeit: Es winken Preise! Das können Praktika, Sach- oder Geldpreise oder auch eine Veröffentlichung der Arbeit in juristischen Fachblättern sein.

Eine kleine Institution bei ELSA in Deutschland ist mittlerweile die Essay Competition von ELSA-Deutschland e.V. und der Förderkreiskanzlei Buse Heberer Fromm geworden, die einmal im Jahr stattfindet.

Auf internationaler Ebene sind Essay Competitions sehr beliebt und auch bilaterale Competitions sind möglich, um den internationalen Austausch noch mehr zu fördern. Mehr Infos zu Essay Competitions

Legal Debates

Ein aktuelles juristisches Thema wird von zwei Teams – bestehend aus Studenten – diskutiert und ein Schiedsrichter ermittelt mit Hilfe eines Punktesystems den Sieger der Debatte. Wichtig ist hierbei, dass im Vorfeld der Debatte genaue "Spielregeln" die Redezeit und den Ablauf der Debatte betreffend vereinbart werden.

Diese Veranstaltung soll keinen Ansatzpunkt zu parteipolitischer Polemik bieten, sondern kontroversen Diskussionen Raum geben. Dies ermöglicht Jurastudenten "für den Ernstfall" vor Gericht gerüstet zu sein, eine gewisse Diskussionskultur zu üben und einzuhalten und Argumente rhetorisch strukturiert und überzeugend einzubringen. Eine solche Debatte kann vor Publikum stattfinden oder auch in kleinerem Rahmen eines L@W Events oder eines Debating Clubs veranstaltet werden.

Legal Research Groups

Zu einer Legal Research Group finden sich Jurastudenten aus ganz Europa oder aus einem einzelnen Land zusammen und recherchieren über ein juristisches Thema, das vor allem internationalen Bezug hat (z.B. LRG zum International Criminal Court). Der internationale Gedanke von ELSA kommt in diesem Programm besonders stark zum Ausdruck.

Ziel einer Legal Research Group ist es, eine Veröffentlichung mit den Arbeiten der Teilnehmern herauszugeben. Die Ergebnisse werden zudem auf dem International Council Meeting von ELSA vorgestellt.

Zurzeit wird die Legal Research Group zur Reform der Vereinten Nationen neu aufgebaut. Betreut wird diese Arbeitsgruppe vom Düsseldorfer Institut für Außen- und Sicherheitspolitik (DIAS) und ELSA. Mehr Infos dazu gibt es unter News

S&C - Seminare & Konferenzen

„Seminars & Conferences aims to give law students and young lawyers from different countries the opportunity to learn and discuss legal topics that are not usually included in the curricula of universtities, thus contributing to a better legal, cultural and social education.“ (S&C Policies, Introduction)

In Deutschland und in ganz Europa veranstalten ELSA-Fakultätsgruppen juristische Seminare und Konferenzen, um eine bessere juristische Ausbildung, kulturellen und sozialen Austausch zu gewährleisten.

Zur Verwirklichung dieser Zielsetzung sind die Themenschwerpunkte und rechtlichen Problematiken sehr unterschiedlich. Die Bandbreite dieser Veranstaltungen reicht von allgemeinen Einblicken und Einführung in ein Rechtsgebiet über die Vertiefung von universitären Lehrinhalten zu interdisziplinären Themen oder Problemkreisen, die nicht Teil der universitären Ausbildung sind.

Die Themen

Inhaltlich wird eine Vielzahl von Themen erörtert, nachfolgend ein kleiner Überblick:

  • Internationale Rechtsgebiete (Handelsrecht, Wirtschaftsrecht, Kartellrecht, Wettbewerbsrecht etc.)
  • Europaweite Rechtsfragen (Umweltrecht, Medienrecht etc.)
  • Einblick in andere Rechtssysteme (Common Law System)
  • Fragen der Demokratie, des Rechtsstaates, des Grundrechtsschutzes, der inneren Sicherheit etc.
  • Die Europäische Union (Osterweiterung, Vereinheitlichung des Rechts, Währungsfragen etc.)
  • Rechtsvergleichende, rechtsgeschichtliche und rechtsphilosophische Thematiken
  • Erkenntnisse in neuen Rechtsgebieten (Internet und Recht, Gentechnik)
  • Die Problematik der Juristenausbildung
  • Internationale Themenkreise (Menschenrechte, die Errichtung des internationalen Strafgerichtshofes)
  • Umstrittene Themen (Terrorismus, Humangenetik, Scientology)

Die verschiedenen kulturellen Hintergründe junger Juristen aus ganz Europa ermöglichen interessante Diskussionen über eine Vielfalt von Themen, die in dieser besonderen Weise nur von ELSA gewährleistet werden kann.


Weitere Bereiche der Key Area Seminare und Konferenzen

Außerdem werden Summer Law Schools (ein mindestens einwöchiges Seminar), Study Visits (Besuch einer europäischen ELSA-Fakultätsgruppe) und Institutional Visits (Besuch einer nationalen oder europäischen/internationalen Institution) veranstaltet.

Aktuelle Informationen unter: Events

STEP - Student Trainee Exchange Programme Praktikum im Ausland

Was sind die Vorteile von STEP gegenüber anderen Praktika?

Die Praktika sind in der Regel bezahlt. Vor Ort erhältst Du so eine Vergütung, die in etwa dem Lebensunterhalt entspricht. So musst Du Dir über die Finanzierung des Lebens im anderen Land keine großen Gedanken machen.

Du wirst von deiner Bewerbung bis zum Ende deines Praktikums begleitet. Für die Bewerbung steht Dir der lokale STEPer deiner ELSA-Gruppe mit Rat und Tat zur Seite. Bist Du erst im fremden Land, empfängt Dich der STEPer des Ortes, in dem Du das Praktikum absolvierst. Er hilft dir auch bei der Wohnungssuche, lädt Dich zu ELSA-Veranstaltungen ein etc., so stehst Du nicht allein da.

Welche Bedingungen gibt es?

Laut eines Beschlusses des International Council Meetings (ICM) muss jeder STEP-Bewerber ELSA-Mitglied sein.

Du musst Deine Bewerbung wahrheitsgemäß ausfüllen. Solltest Du besondere Sprach- oder juristische Kenntnisse angeben, wirst Du um Vorlage eines entsprechenden Nachweises bei Deinem lokalen Vorstand für STEP gebeten.

Wie funktioniert die Bewerbung?

Zunächst kannst du Dich hier über die derzeit zur Verfügung stehenden Praktikumsplätze informieren.

Die Bewerbung verläuft nun wie folgt: Du füllst lediglich die Student Application Form (SAF) aus, und reichst diese fristgerecht ein - fristgerecht bedeutet Eingang Deiner Bewerbung bei ELSA International. Die SAF findest Du einerseits hier auf der Homepage, ansonsten erhältst Du Sie bei deinem STEPer vor Ort. Er wird Dich auch nach Zeugnissen oder ähnlichem Fragen, um Deine angegebenen Qualifikationen nachprüfen zu können. Du kannst Dich hierin gleichzeitig für bis zu drei Praktika gleichzeitig bewerben.

Nun folgt der "matching process". In diesem wird Deine Bewerbung mit den anderen auf diese Stelle vorliegenden Bewerbungen verglichen. Mehr oder minder kurz nach Bewerbungsende wird Dir dann mitgeteilt ob Du dem Arbeitgeber zur Auswahl weitergegeben wurdest. Sollte Deine Wunschstelle nicht diejenige sein, für welche Du am besten geeignet bist, wird dennoch versucht, Dir eine andere Stelle zuzuteilen. Diese wird Dir aber vorher mitgeteilt werden.

Welche Kosten entstehen?

Die Teilnahme an diesem Programm ist völlig kostenlos.

Fahrt- und Unterkunftskosten müssen von dir selbst aufgewandt werden, Du erhältst aber in den meisten Fällen eine Vergütung für das Praktikum.

Wie läuft das Praktikum ab?

Hat sich der Arbeitgeber für Dich entschieden, wird Dich dein Vorstand für STEP informieren. Ab diesem Zeitpunkt ist die lokale Gruppe Deines Praktikumsortes für Dich da. Der dortige STEPer wird Dir bei der Suche nach einer Unterkunft behilflich sein und Dich bei deiner Ankunft in Empfang nehmen.

Vor Ort wirst Du von der ELSA-Gruppe betreut und kannst an deren Veranstaltungen teilnehmen. Von Deiner Arbeitsstelle erhältst Du in der Regel eine Vergütung, die etwa in Höhe der Lebenshaltungskosten des jeweiligen Landes liegen sollte. Ausnahmen hiervon bieten einzelne Länder (kannst Du bei deinem STEPer erfragen) und Praktika in internationalen Organisationen.

Weblinks