Deutsch-Französische Hochschule (DFH)

Die Deutsch-Französische Hochschule (DFH oder auch Université franco-allemande, UFA) ist ein Verbund von etwa 150 Mitgliedshochschulen aus Deutschland und Frankreich. Sie bietet integrierte deutsch-französische sowie trinationale Studiengänge und Förder- und Austauschprogramme für Graduierte an.


Organisation

Die Hochschule ist eine völkerrechtliche Einrichtung und wurde 1997 durch ein Regierungsabkommen (das Abkommen von Weimar) gegründet. Die Vereinbarung über die Gründung der DFH ist im September 1999 in Kraft getreten. Verwaltungssitz ist Saarbrücken. Der Campus ist dezentral, das heißt, die Partnerhochschulen führen die Studiengänge durch und die an DFH-Programmen teilnehmenden Studenten sind dort normal eingeschrieben.

Die Organe der DFH sind

  • der/die Präsident/in und der/die Vizepräsident/in,
  • der Hochschulrat und
  • die Versammlung der Mitgliedshochschulen.

Der Hochschulrat der DFH legt die Leitlinien fest und ist paritätisch binational zusammengesetzt. Die Versammlung der Mitgliedshochschulen setzt sich aus je einem Vertreter der Mitgliedshochschulen zusammen. Der/Die Präsident/in verfügt über ein Sekretariat, das von einem/einer Generalsekretär/in geleitet wird. Zusätzlich gibt es einen Wissenschaftlichen Beirat und Fachgruppen. Dabei handelt es sich um Gremien mit beratender Funktion.


Studienprogramme

Zurzeit (2008) werden über 140 deutsch-französische Studienprogramme in den Fachrichtungen Ingenieurwissenschaften, Mathematik/Informatik/Naturwissenschaften, Medizin, Wirtschaftswissenschaften, Rechtswissenschaften, Geistes- und Sozialwissenschaften und Lehrerbildung angeboten.

Ein deutsch-französisches Studienprogramm besteht in der Regel aus einer Phase in Deutschland und einer Phase in Frankreich, die gleich lang sind. Durch gegenseitige Anerkennung von Studienleistungen erwirbt der Student somit Anspruch auf einen deutsch-französischen Doppelabschluss. Die DFH hat die Schirmherrschaft über die Programme und beaufsichtigt und zertifiziert deren geregelten Ablauf. Etwa 4.500 Studierende sind derzeit bei der DFH eingeschrieben.


Doktoranden- und Graduiertenprogramme

Auch der Austausch in der Forschung ist ein Ziel der DFH. Es gibt deutsch-französische Doktorandenkollegien und doppeltbetreute Promotionsstellen. Weiterhin bietet sie Sommerakademien und die Möglichkeit zur Förderung eigener Workshops und Konferenzen mit deutsch-französischem Hintergrund.


Einschreibung

Die Zulassung zu einem deutsch-französischen Studienprogramm erfolgt direkt durch den Programmbeauftragten an einer der Partnerhochschulen, die das Programm durchführen. Zusätzlich ist eine Einschreibung bei der DFH notwendig.

Weblinks