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Freunde als Karriereberater

Freunde Holzmännchen Hände halten Spielzeug Team [Quelle: freeimages.com, Cieleke]

Quelle: freeimages.com, Cieleke

Wenn wir nicht weiterkommen, fragen wir Menschen, die sich auskennen. Ob für Tipps zum Studium oder Hobby: Grünschnäbel profitieren vom Wissensvorsprung der alten Hasen. Dieses Prinzip des Mentorings nutzen immer mehr Studenten auch für ihre Karriereplanung. Und entdecken ungeahnte Möglichkeiten, sich beruflich wie persönlich zu entfalten.

Freundschaft entsteht, wenn sich zwei Menschen am Herzen liegen. Das ist auch der Kern jeder erfolgreichen Mentor-Mentee-Beziehung. Der Mentor ist eine bereits etablierte Person, die den unerfahrenen Mentee, auch Schützling oder Protegé genannt, unter seine Fittiche nimmt. Er ist Vertrauter, Berater, Freund und Helfer in einem, sowohl in beruflichen Fragen als auch bei der persönlichen Entwicklung des Mentees.

Keine Konkurrenz, doppelter Nutzen

Konkurrenzdenken oder Machtspielchen sind hier fehl am Platz. In einer Atmosphäre ohne Hemmungen ist es für den Mentee leichter, auch heikle Fragen zu stellen, mit persönlichen Schwächen konstruktiv umzugehen und sich auf die Ratschläge des Mentors einzulassen. Zwar orientiert sich Mentoring primär am Nutzen für den Mentee, aber das Tandem versteht sich als wechselseitige Beziehung. Es ist ein Geben und Nehmen, von dem beide profitieren.

Was bringt's dem Mentor?

Der Mentor steht üblicherweise mitten in einer erfolgreichen Karriere. Ein überfüllter Terminkalender gehört zum Alltag, trotzdem nimmt sich der Mentor Zeit für seinen Mentee. Aber was hat er davon?

  • Einblicke in die aktuelle Forschung
  • Frische Impulse und neue Ideen vom akademischen Nachwuchs
  • Eine Möglichkeit, die eigene Arbeit zu reflektieren
  • Training der sozialen und kommunikativen Kompetenzen
  • Kontakt zu möglichem Nachwuchs für sein Unternehmen

Was hat der Mentee vom Mentoring?

Den Berufseinstieg schaffst du zwar auch ohne Hilfe. Dein Mentor ist in seinem Leben aber schon da angekommen, wo du gerne hin willst. Mit ihm an deiner Seite kannst du dir viele Umwege sparen und jede Menge dazulernen. Aus erster Hand bekommst du ein unbezahlbares Geschenk: Die Lektionen aus den beruflichen und persönlichen Erfahrungen deines Mentors. Das sind zum Beispiel:

  • Das Insider-Wissen deines Mentors hilft dir, dich besser auf Bewerbungen vorzubereiten und Fehler zu vermeiden.
  • Du entdeckst Karrierepfade, die dir vorher noch nicht bekannt waren.
  • Durch den Blick hinter die Kulissen lernst du die Berufswelt besser kennen und erfährst die ungeschriebenen Gesetze einer Firma oder Branche.
  • Du profitierst vom Netzwerk deines Mentors: Ob für Diplomarbeit, Praktikum oder Berufseinstieg – dein Mentor kann dir einen Kontakt verschaffen.
  • Du bekommst Feedback von deinem Mentor, das dir hilft, deine fachliche und soziale Kompetenz weiterzuentwickeln.

Mentoring für e-fellows

Als Stipendiat von e-fellows.net kannst auch du vom Mentoring profitieren. Momentan stehen über 530 erfahrene Mentoren aus unseren Partnerunternehmen für dich bereit. Mit jedem von ihnen sicherst du dir nicht nur eine erstklassige Unterstützung bei allen Fragen zu Studium oder Berufseinstieg, sondern auch gute Kontakte zur Führungsetage unserer Partnerunternehmen.

Junger oder älterer Mentor?

Die Mentoren bei e-fellows.net befinden sich auf unterschiedlichen Hierarchiestufen im Unternehmen. Jüngere Mentoren, wie zum Beispiel Business Analyst Matthias Schmidt (27) von der Detecon, sind dir zwar nur ein oder zwei Karriere-Schritte voraus. Den schwierigen Übergang von Uni zum Berufsleben haben sie aber erst hinter sich gebracht und können dir viele Tipps geben, die auch für deinen Berufsstart und deine Bewerbungen noch aktuell sind. Der Alters-unterschied ist gering, das Eis bricht schneller und ein freundschaftliches Verhältnis stellt sich in der Regel mit einem jungen Mentor schneller ein. Ältere Mentoren, wie beispielsweise Senior Experte Andreas Dünges von der Deutschen Telekom, arbeiten schon viele Jahre im Unternehmen und blicken auf eine erfolgreiche Karriere zurück. Sie können dir dabei helfen, deine berufliche Laufbahn langfristig zu planen und sind oft noch besser vernetzt als die Jungen.

Bewirb dich!

Die Mentoren kommen aus unterschiedlichen Branchen und Fachbereichen. Suche dir einfach einen freien Mentor aus, der zu dir passt. Hast du deinen Wunschkandidaten gefunden, fehlt nur noch deine Bewerbung. Dazu klickst du im Profil des Mentors auf den Button "Als Mentee bewerben", e-fellows.net leitet die Bewerbung für dich weiter. Mehr Informationen zu den Mentoren und deinen Möglichkeiten als Mentee findest du auf unserer Übersichtsseite zum Mentoring.

Storytelling

Die Amerikaner haben das Erzählen von Geschichten zwar nicht erfunden, aber bereits in den 70er Jahren angefangen, das "Storytelling" für die Berufswelt zu nutzen. US-Universitäten laden regelmäßig Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft oder Sport zu Seminaren ein, damit sie ihre Erfolgsgeschichte erzählen. Auch beim Mentoring bildet das Storytelling eine Grundlage für den Wissenstransfer, die Entscheidungshilfe oder das Aufzeigen von möglichen Karrierepfaden. Warum empfindet der Mentee es als lehrreich, wenn der Mentor von seinen Erlebnissen erzählt? Warum lässt sich Wissen in Form von Geschichten so gut transportieren?

Das Geheimnis von Geschichten

Alle guten Geschichten haben eins gemeinsam: Sie wecken Interesse und sprechen Emotionen an. Beim Storytelling kommt neben der Sprache auch die Gestik, Mimik und Stimme zum Einsatz. So bindet die Geschichte den Zuhörer ein, der die Inhalte nicht nur hört, sondern auch miterlebt.
Das hat zwei Vorteile: Der Zuhörer versteht die Aussage der Geschichte besser und kann sich auch besser an sie erinnern. "Diese Merkmale entsprechen genau den Anforderungen von effektivem Lernen", sagt Professor Dr. Frank Thissen, der zum Thema "Kraft des Storytellings" einen Workshop organisiert hat. Bietet die Geschichte darüber hinaus noch Identifikations-möglichkeiten für den Zuhörer, ist der Lerneffekt maximal.

Storytelling als Lernmethode an Universitäten

Aber auch Geschichtenerzählen will gelernt sein. Die Handelshochschule Leipzig (HHL) hat deshalb Storytelling als Soft Skill in den Lehrplan des MBA-Programms International Management aufgenommen. "Damit Strategien in einem Unternehmen umgesetzt werden können, muss die ganze Belegschaft sie verstehen. Das kann man über Storytelling erreichen", sagt der HHL-Pressesprecher Volker Stößel.

Geschichten stiften Sinn

Der Mentor vermittelt dem Mentee durch seine Erzählungen nicht nur Wissen. Geschichten helfen auch, Sinn zu stiften, weil sie das Erlebte interpretieren und verständlich machen. Auf diese Weise leuchten dem Mentee Zusammenhänge ein, die vorher unklar waren. Das hilft dann auch, den individuellen Karriereweg des Mentees zu bahnen.

Eine Geschichte, mehrere Schlüsse

Wenn wir Erlebtes erzählen, kommt es auch auf das Wie an. Die gleiche Geschichte kann zu unterschiedlichen Schlüssen führen, je nach der Perspektive des Erzählers. Steve Jobs, der Mitgründer von Apple, hat sein Scheitern im Nachhinein als größten Glücksfall gesehen: Hätte er nicht sein Studium geschmissen, wäre er nicht auf die Idee gekommen, Apple zu gründen. "You can only connect the dots looking back", sagt er auf einer Abschlussfeier der Stanford University. Einzelne Geschehnisse aus der Vergangenheit zu einem größeren Sinn in der Gegenwart verknüpfen - genau das kann der Mentor durch seinen Erfahrungsvorsprung leisten. Und die Lektionen als gute Geschichten an seinen Mentee weitergeben.

Frauen und Mentoring

Männernetzwerke für die Karriere gibt es schon lange. Man denke zum Beispiel an die Tradition der Studentenverbindungen. Herren aus gutem Hause organisierten sich schon früh in Clubs, die als Karriereschmieden für den männlichen Nachwuchs galten. So lernten Männer schnell, Kontakte für die berufliche Laufbahn zu nutzen. Mentoring-Tandems ergaben sich oftmals von selbst.

Karrierenetzwerke der Frauen: ein junges Phänomen

Frauen fehlt diese Geschichte der informellen Netzwerke, die sie auch für ihre Karriere nutzen könnten. An Universitäten und zu leitenden Positionen hatten Frauen lange Zeit keinen Zugang. Während die Männer im öffentlichen Leben unter sich waren, beschränkte sich die gesellschaftliche Rolle der Frau auf den privaten Bereich. An Heim und Herd gebunden, pflegten die Frauen auch nur in diesem Umfeld Netzwerke.

Chancengleichheit im Job: theoretisch ja, praktisch nein

Was die fachlichen Qualifikationen anbelangt, können Frauen seit Jahrzehnten mit den Männern gleichziehen. Das eigentliche Problem ist aber nicht der Einstieg in den Beruf, sondern der Aufstieg in die Führungsetage. Die "gläserne Decke" versperrt den Frauen den Weg ins gehobene Management. Vor allem in technischen Berufen scheint sie undurchdringlich. Bauleiterinnen oder Ingenieurinnen im Chefsessel? Ein seltener Fall, obwohl nicht wenige Frauen in den klassischen Männerberufen arbeiten. Aber woran liegt's?

Karrierebremse oft ein strukturelles Problem

Studien belegen: Gleich und gleich gesellt sich gern. An der Spitze der Firmenhierarchie bleiben die Männer lieber unter sich. Frauen bekommen aufgrund ihres Geschlechts den Stempel "anders" aufgedrückt. Und haben das Nachsehen, wenn sich der Chef für den männlichen Prototypen entscheidet. Dass Frauen schwerer an leitende Positionen kommen, ist aber auch ein hausgemachtes Problem. Sind einmal Kinder da, verpassen Frauen oft den Wiedereinstieg in ihren Job. Oder sie gehen ihre Karriere als Einzelkämpferin an und setzen auf dem Weg zu ihrem Wunschberuf oft nur auf Qualifikationen. Doch wer nicht netzwerkt, kann seine Leistungen anderen auch nicht verkaufen. So bleiben Frauen oft hinter ihren Möglichkeiten zurück, die Beförderung geht an männliche Kollegen.

Mentoring als Durchbruch

Mentoren kennen die firmeninternen Strukturen und können dem Mentee gezielt bei der Karriereplanung helfen. Doch Mentoring unter Frauen geht oft darüber hinaus. Mentorinnen zeigen den angehenden Unternehmerinnen, wie sie die gläserne Decke zur männlichen Führungsebene durchbrechen. Dazu gehört, sich besser zu vermarkten, Netzwerke für die Karriere zu nutzen und vor allem, den unterschwelligen "Geschlechterkrieg" für sich zu entscheiden. Neben ihren Tipps bietet die Mentorin Berufsanfängerinnen einen weiteren entscheidenden Vorteil: oft hat sie schon eine leitende Position inne. Von dort kann sie Studentinnen helfen, ihren Weg nach oben zu verfolgen.

Karrieretipps von Frau zu Frau

In den letzten Jahrzehnten haben Frauen verstärkt damit begonnen, berufliche Netzwerke zu gründen. Viele engagieren sich ehrenamtlich als Mentorinnen. Unternehmen wie die Allianz und Deutsche Bank haben das Potenzial der Frauen für das Management erkannt und initiierten Förderprogramme für weibliche Nachwuchskräfte. e-fellows.net veranstaltet Power Breakfasts, bei denen Stipendiatinnen weibliche Fach- und Führungskräfte aus den unterschiedlichsten Unternehmen, Hierarchiestufen und Fachbereichen kennenlernen und Fragen zum Berufseinstieg klären. Die McKinsey-Direktorin Claudia Funke meint sogar: "Talentmanagement von Frauen muss Chefsache sein". Mentoring für Frauen gehört dazu.

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