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Wie man dem Prüfungsstress standhält

Prüfung, Druck, Stress [Quelle: Moritz Wussow/stock.adobe.com]

Quelle: Moritz Wussow/stock.adobe.com

Viel zu lernen und ständig unter Strom: Häufig erleben Kandidaten die bevorstehende Prüfung als enorme Drucksituation. So kann eine Angst entstehen, die durch fachliches Lernen alleine nicht zu bewältigen ist, erklärt Daniela Dihsmaier.

Starke Nerven sind zum Teil genetisch bedingt, doch auch die Summe unserer negativen und positiven Erfahrungen hat großen Einfluss darauf, ob wir entspannt oder sehr nervös mit Herausforderungen und Druck umgehen. Unser Stressverhalten wie auch Prüfungsangst sind automatisierte Gewohnheiten.

Diese routinierten Verhaltensweisen werden im sogenannten impliziten Gedächtnis abgespeichert. Das heißt, dass sie sich auf Erleben und Verhalten des Menschen auswirken, weil sie "automatisch" ablaufen. So können Prüfungsergebnisse deutlich hinter den Erwartungen zurückbleiben, obwohl man sich gut vorbereitet und viel gelernt hat. Gesundheitliche Einschränkungen wie ein schwaches Immunsystem treten ebenfalls häufig auf.

Der Dauerstress kann vor allem auch die Fähigkeit des Neulernens und des Erinnerns beeinträchtigen. So kann es dazu führen, dass wir wegen des dauernd erlebten Prüfungsdrucks vergesslich, unkonzentriert und weniger leistungsfähig werden – was angesichts des breiten Pflichtstoffkatalogs beider Examina alles andere als günstig ist.

Alte Denkmuster durchbrechen

Die gute Nachricht ist: Da wir zu einem Teil von unseren Erfahrungen geprägt werden, können wir ein Leben lang unsere Denkmuster verändern. Grund hierfür ist die sogenannte Plastizität des Gehirns. Es verändert seine feine Architektur zwischen den Nervenzellen permanent. Werden Aktivitätsmuster im Gehirn oft - und am besten auch mit Freude – wiederholt, dann lernen wir Neues. Das gilt für bewegungssteuernde Elemente, aber auch für die Art und Weise, wie sorgenvoll beziehungsweise -frei wir dem Examenstermin entgegenblicken, oder wie gut wir uns Dinge zum Kommunalwahlrecht merken können.

Genaugenommen denken Sie also bereits nach dem Lesen dieses Artikels schon nicht mehr ganz genauso wie vorher.

Doch warum zeigt unser Kopf oft solche Widerstände, wenn es darum geht, sich etwas abzugewöhnen, wie zum Beispiel ein bestimmtes Verhalten im Stress? Denn auch wenn es rational gesehen oft viele Vorteile für uns hätte, unser Verhalten zu ändern, so können wir doch beobachten, wie wir immer wieder in alte Verhaltensweisen abrutschen. Der Grund: Unser Gehirn belohnt (leider auch schlechte) Gewohnheiten mit der Ausschüttung von hirneigenen Opioiden.

Um zukünftig dem Prüfungsdruck mit einem neu erlernten Denkmuster begegnen zu können, braucht es kleine Erfolgserlebnisse, neue Sichtweisen – und Übung, um das Gehirn neu zu "programmieren".

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