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Kick-off für das Mentorium

Wer forschet, der findet!

Wer forschet, der findet!

Von den vier eingeladenen Mentees konnten leider nur zwei teilnehmen. Da die Veranstaltung am 26.03.2004 jedoch gemeinsam mit der Mentorengruppe um Dr. Rainer Kühn, dem Leiter Marketing&Sales im Bereich Applied Science, durchgeführt wurde, hatte sich trotzdem eine bunte Mischung von sechs Mentees zusammengefunden. Die meisten waren entweder Wirtschaftswissenschaftler mit Interesse und Zusatzqualifikationen im Bereich Health-Care oder Naturwissenschaflter, die sich ihre Zukunft eher im Management als an der Laborbank vorstellen. Beide Mentoren sind selber promovierte Naturwissenschaftler mit einer spannenden betreibswirtschaftlichen Karriere. Moderiert wurde das Event von Ulrike von Faber, die bei Roche unter anderem für das e-fellows-Programm zuständig ist.
 

Health-Care contra Crazy-Cow
 Nach einer herzlichen Begrüßung und einer kurzen Vorstellungsrunde hatten wir Mentees zunächst einmal die Gelegenheit, das Unternehmen und die Verantwortungsbereiche der beiden Mentoren näher kennen zu lernen. Beeindruckend waren vor allem die globale Präsenz des Roche-Mutterkonzerns und seine Health-Care-Philosophie. Sie reicht von der Gesundheitsvorsorge über die Diagnose bis zur Behandlung und Verlaufskontrolle von Krankheiten. Die Aufgaben von Dr. Matthias Pohlmeier liegen im Bereich Applied Science. Dabei geht es um die Diagnostik im Forschungssektor und in der Lebensmittelqualitätssicherung. Ein Schwerpunkt liegt für Roche hier derzeit bei der BSE-Analytik, die seit einigen Jahren besonders in Europa ein großes Thema geworden ist. So müssen zum Beispiel zurzeit in Deutschland alle Rinder, die älter als 24 Monate sind, getestet werden, ob sie die Veränderung des Prion-Proteins in sich tragen, die zum landläufig bekannten "Crazy-Cow"-Symptom führt. Roche ist ein Anbieter solcher Tests. Sie haben deshalb so eine große Bedeutung, weil der Verzehr von belastetem Fleisch im Verdacht steht, beim Menschen die so genannte neue Variante der Creutzfeld-Jakob-Krankheit auszulösen.
 

Bällchen verpflanz dich
 Gemeinsam mit der Mentorengruppe von Dr. Rainer Kühn wurden wir dann von Ulrike von Faber unter dem Motto "Gemeinsam profitieren" vor eine scheinbar unlösbare Aufgabe gestellt. In einem Halbkreis aufgestellt, sollten wir vier nummerierte Tennisbälle von der ersten zur letzten Person in der Reihe weitergeben. Dabei durfte jeder Ball nur in der numerischen Reihenfolge genommen und weitergegeben werden. Unsere Zielvorgabe war, dass der gesamte Prozess letztlich weniger als eine Sekunde dauern sollte. Im Team gelang es uns tatsächlich, die Lösung zu finden, die wir hier jedoch nicht verraten wollen (Probiert es selber mal aus!). Und gelernt haben wir dabei, dass man das Problem genau kennen und im Team zusammenarbeiten muss, um die optimale Lösung zu finden. Nach soviel geistiger und sportlicher Anstrengung luden unsere Mentoren uns zu einer Stärkung bei einem exzellenten Mittagessen ins vornehme Gästecasino ein. Dort setzten wir in lockerer Atmosphäre unser gegenseitiges Kennenlernen fort.
 

Unterschiedliche Erwartungen, neue Erfahrungen
 Nach dem köstlichen Mittagessen ging es dann wieder an die Arbeit: Die beiden Mentorenteams wollten ihre gegenseitigen Erwartungen an das Mentorium und die Vorstellungen zum Verlauf des Programmes klären. Ulrike von Faber gestaltete auch diese Runde mit Hilfe eines "Moderationskoffers" professionell. Die Ergebnisse hielt sie auf Pinwänden fest. Im Gespräch mit Dr. Matthias Pohlmeier kristallisierte sich schnell heraus, dass wir zwei Mentees recht unterschiedliche Erwartungen haben. Als Wirtschaftswissenschaftler mit Zusatzqualifikation Genetik möchte sich Árpád zunächst allgemein über Berufsmöglichkeiten an Schnittstellen zwischen biologischer Forschung und Management informieren. Langfristig will er ein Netzwerk aufbauen, das ihm bei seiner späteren Karriere behilflich sein wird. Dagegen steht Jascha, der als Biochemiker in naher Zukunft seine Promotion abschließen möchte, bereits direkt vor einer Entscheidung für einen Berufseinstieg. Er möchte daher ganz konkret von seinem Mentor erfahren, welche Möglichkeiten ihm sich im Management bieten und welche Aufgaben am bestem zu seinem Profil passen könnten. Dr. Matthias Pohlmeier hatte großes Verständnis für beide Erwartungshaltungen und zeigte sich sehr flexibel in der Ausgestaltung seiner Mentorenschaft. Seine eigenen Erwartungen an das Mentorenprogramm sind, neue Erfahrungen mit interessanten Studenten oder Berufseinsteigern zu machen. Bei Gelegenheit will er auch mal für seine eigenen Projekte Inspirationen von ihnen bekommen. Außerdem möchte er ihnen sein Unternehmen näher bringen und sie für Roche begeistern. Das ist ihm zumindest bei uns beiden gelungen.
 

Den Arbeitsalltag kennen lernen
 Die Erwartungshaltungen besprachen wir schließlich gemeinsam mit der Mentorengruppe von Dr. Rainer Kühn. Beide Teams waren auf ähnliche Ergebnisse gekommen. Die Details des Mentoriums können wir jedoch individuell nach unseren Bedürfnissen ausrichten. Das stellte sich in den abschließenden Einzelgesprächen zwischen Mentor und Mentee heraus. Auf jeden Fall möchten wir Mentees in engem Kontakt untereinander und mit den Mentoren bleiben. Wir wollen per E-Mail und in Telefongesprächen unsere individuellen Ziele abklären und umsetzen und uns auch etwa zweimal jährlich persönlich mit unserem Mentor treffen. Ein besonders spannender Aspekt dieser Mentorenschaft ist ein Angebot der Mentoren. Sie oder geeignete Kollegen im Management wollen uns Mentees einen Tag lang durch ihre Arbeit führen, damit wir ihren Arbeitsalltag kennen lernen.
 

Es hat gerade erst begonnen
 Das Mentorenprogramm kann auf jeder Stufe der Ausbildung interessant sein: für den Studienanfänger, der erst noch beginnt, sich zu orientieren. Aber auch für Berufseinsteiger, die nach einem Job Ausschau halten. Wir wollen unsere individuellen Ziele gemeinsam mit dem Mentor definieren und ein Programm zur Umsetzung erarbeiten. Bisher durften wir einen spannenden Tag erleben. Wir haben interessante Mit-Mentees und Mentoren kennen gelernt und viel über das Unternehmen Roche und die Arbeit unserer Mentoren erfahren. Das war ein erster und wichtiger Schritt. Aber nun ist es an der Zeit, unsere Ziele zu konkretisieren und umzusetzen. Das Mentorium hat gerade erst begonnen!
 
 weiter zum Erfahrungsbericht von Markus >>

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