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Wenn Zahlen lebendig werden

Am 3. Mai um 9.15 Uhr am Eingang der Münchener Olympiahalle angekommen, erhielten wir unsere Eintrittskarten für die Allianz-Hauptversammlung. Nach einem gründlichen Sicherheitscheck, der denen an Flughäfen in nichts nachstand, starteten wir mit einem Rundgang in der Olympiahalle. Wir erhielten eine Einführung in die verschiedenen Unternehmensbereiche, die den Aktionären in Form von Messeständen präsentiert wurden. Der Geschäftsbericht sowie diverse Zeitungen lagen zum Mitnehmen bereit. Am Eingang erhielt außerdem jeder eine Tasche mit Informationsmaterial und einigen weiteren Werbegeschenken.
 

Eine vollgepackte Tagesordnung
 Die Tagesordnung gestaltete sich wie folgt: Vorlage des festgestellten Jahresabschlusses, Verwendung des Bilanzgewinns, Entlastung der Mitglieder des Vorstands, Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats und Zustimmung zum Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Allianz AG und der Allianz Alternative Assets Holding.
 

Ein großes deutsches Unternehmen als europäische SE
 Um Punkt zehn Uhr eröffnete der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Henning Schulte-Noelle die Hauptversammlung mit einer Ansprache. Daraufhin präsentierte der Vorstandsvorsitzende Michael Diekmann in einem einstündigen Vortrag die Geschäftsergebnisse. Kernpunkt war die Entwicklung der wichtigsten Kennzahlen des vergangenen Geschäftsjahrs im Vergleich zu den Vorjahren. Die Umwandlung der Allianz als erstes großes deutsches Unternehmen in eine europäische Aktiengesellschaft ("Societas Europaea" oder kurz "SE") soll die Geschäfte der einzelnen Versicherungssparten bündeln und den Vertrieb konzentrieren.
 

Unternehmen im Umbruch
 Zudem wird sich diese Rechtsformänderung auch auf den Aufsichtsrat auswirken, da durch die Halbierung der Mitglieder des Kontrollgremiums die Arbeitnehmervertreter an Einfluss verlieren werden. Die Brisanz dieses Themas zeigten auch die Wortmeldungen in den auf den Vortrag folgenden Fragen an das Management. Arbeitnehmervertreter, Aktionärssprecher und Kleinanleger beklagten darüber hinaus vor allem die geringe Höhe der Dividende im Verhältnis zum stark gestiegenen operativen Ergebnis. Auf die erste Fragenrunde antworteten die anwesenden Vertreter des Allianz-Vorstandes.
 

Weiter ging's zur Dresdner Bank
 Da für uns e-fellows eine Einladung der Dresdner Bank auf dem Programm stand, machten wir uns nach diesem ersten Eindruck vom Ablauf einer Hauptversammlung auf den Weg zur Dresdner Bank.
 

Lebendige Zahlen?
 Die Gruppe, die um 13 Uhr dorthin aufbrach, bestand nun neben uns e-fellows aus weiteren rund 15 Personen aus dem Studentenförderprogramm der Dresdner Bank. Hier stand ein gemeinsamer Workshop "Allianz-Zahlen lebendig gemacht" mit Hintergrundinformationen zur Hauptversammlung der Allianz auf dem Programm. Ich war sicher nicht die Einzige, die sich fragte, wie man Zahlen zum Leben erwecken sollte. Zunächst stellte Dr. Peter van Aubel aus dem Group Planning, Controlling & Banking der Allianz sich und die Tätigkeitsfelder seiner Abteilung vor und erklärte, worum es derzeit beim Controlling geht. Damit wir die Kennzahlen, die die Allianz Hauptversammlung geprägt hatten, besser verstehen und in einen Zusammenhang einordnen konnten, legte Herr Dr. van Aubel diese nochmals dar.
 

In der Rolle der Investor-Relations-Abteilung
 Um unser Können unter Beweis zu stellen, wurden wir im Anschluss an diese theoretische Erklärung zu einer Teamarbeit aufgefordert: Zunächst teilten wir uns in vier Gruppen auf. Jede Gruppe sollte einen Aktionsbereich der Allianz vertreten. Zur Auswahl standen also Schaden-/Unfall-, Lebens- und Krankenversicherung, Banking oder Asset Management. Wir sollten uns in die Rolle der Investor-Relations-Abteilung versetzen und die Ergebnisse des jeweiligen Bereichs präsentieren. Durch diese praktische Umsetzung wurde schnell klar, was mit lebendigen Zahlen gemeint war. Die lebhafte Beteiligung der Mitwirkenden und die Interaktion machten den Nachmittag zu einem spannenden Erlebnis, dass ganz und gar nicht an eine trockene Zahlenanalyse erinnerte. Im Anschluss an die Gruppenarbeit gaben wir dem Referenten Feedback und klärten noch offene Fragen.
 

Fazit: hautnahe Erlebnisse und neue Kontakte
 Als Nicht-Aktionär war dies bisher meine erste Hauptversammlung und somit auf jeden Fall eine interessante Erfahrung. Den meisten e-fellows ging es sicher ähnlich, dass sie aus Neugier an einer Hauptversammlung und aus Interesse am Unternehmen Allianz teilgenommen haben. Es war eine gute Gelegenheit, etwas über die Allianz zu erfahren und das Erfahrene gleich hautnah mitzuerleben. Zudem bestand so die Möglichkeit, persönliche Kontakte zu anderen e-fellows sowie zu Dresdner-Bank-Studenten zu knüpfen.

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