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"Aller Anfang ist schwer"

Teil 1: In der ersten Woche seines Tagebuchs ist Hannes erst einmal in Chicago. Ein paar Tage Erholung tun ganz gut, denn ab Mittwoch widmet er sich bei T-Mobile in Seattle wieder der Datenbank, die er programmiert. Die Programmiersprache und den Datenbank-Aufbau hat er sich selbst erarbeitet – mit Überstunden und viel Geduld.

Montag, 7. September - Labor Day

 Am amerikanischen Tag der Arbeit befinde ich mich im Urlaub: vier Tage in Chicago! Ich treffe mich dort mit meinem Cousin, der gerade ein Praktikum in Washington D.C. macht. Seit Samstag bestaunen wir "The Second City" mit den unzähligen Wolkenkratzern und dem riesigen Lake Michigan. Der Sonntagmorgen beginnt mit einem Baseball-Spiel - den Menschenmassen nach zu urteilen eine große Leidenschaft der Chicagoer. Unsere Sitznachbarn im Stadion erklären uns geduldig die auf den ersten Blick relativ undurchschaubaren Regeln und Strategien des Spiels. Zudem sorgt das überwältigende Essens- und Entertainment-Angebot für reichlich Abwechslung. Die dreieinhalb Stunden im Stadion vergehen wie im Flug.
 

Dienstag, 8. September

 Unser letzter Tag in Chicago. Wir besteigen den Willis Tower, besser bekannt als Sears Tower, der mit einer Gesamthöhe von 527 Metern (oder 262 Michael Jordans) das vierthöchste Bauwerk der Welt ist. Er eröffnet uns eine sagenhafte Aussicht auf die Metropole und den Lake Michigan. Außerdem besuchen wir das Chicago Insitute of Art, das einige bedeutende Gemälde des europäischen Impressionismus und amerikanischer zeitgenössischer Kunst beherbergt. Zu "Deep Dish Pizza" schreiben wir unsere letzten Ansichtskarten und stärken uns für den Rückflug.
 
 Im Flugzeug lasse ich die sonnigen, erlebnisreichen Tage in "The Windy City" noch einmal Revue passieren. Generell ist meine Zeit in den USA von vielen neuen, spannenden Eindrücken geprägt. Sowohl beruflich bei T-Mobile als auch in meiner Freizeit in Seattle und Umgebung. Doch viel Zeit, zurückzublicken bleibt nicht: Seattle rückt näher und damit die Aufgaben der nächsten dreieinhalb Monate.
 

Mittwoch, 9. September

 Ich genieße eine angenehme Rückkehr ins Arbeitsleben: morgendlicher Small-Talk begleitet von selbstgebackenen Cookies und Brownies eines Kollegen. Am späten Vormittag habe ich ein Meeting mit dem Business-Operations-Team meiner Abteilung (Corporate Development and Wholesale). Ich gebe Karen, der Teamleiterin, ein Update über meine Arbeit an der Datenbank für das Partner-Relations-Management-Team. Wir beschließen, ein weiteres Tool in die Datenbank zu integrieren. Es wird vom Billing-Team verwendet, um fehlerhaft durchgeführte Abrechnungen aufzuspüren. Das bedeutet, dass ich in Zukunft stärker mit Dimitar, dem Entwickler dieses Tracking-Tools, zusammenarbeiten werde.
 
 Am Abend treffe ich Dimitar noch einmal. Die vier Teilnehmer des internationalen High-Potential-Programms Start up! der Deutschen Telekom geben eine kleine Abschiedsfeier. Nach drei Monaten "job rotation" heißt es für sie wieder: zurück nach Bonn. Bei dem Blick auf die Space Needle - das Wahrzeichen Seattles -, die beleuchteten Wolkenkratzer und den funkelnden Puget Sound bin ich nicht wirklich neidisch auf sie.
 

Donnerstag, 10. September

 Den heutigen Tag widme ich vollständig dem "Graphical User Interface", das ich für das PRM-Team programmiere. Es soll die Verwaltung der Daten aus den Discount Agreements erleichtern, beschleunigen und fehlerfrei halten. Vor drei Wochen wurde ich mit diesem Projekt beauftragt. Ich erstelle eine Datenbank, in der wichtige Vertragsdaten mit Partnerunternehmen benutzerfreundlich verwaltet und abgefragt werden können. Gleichzeitig dient die Datenbank als Quelle für den Partner-Management-Kalender, den ich bis Ende meines Praktikums entwickelt haben soll. Dabei handelt es sich um ein Tool für das International-Roaming-Team. In ihm sollen verschiedene Datenbanken und Analysetools integriert werden, um bestimmte Informationen (Marktinformationen, Vertragsdaten sowie finanzielle und strategische Indikatoren) zu analysieren. Je nach Auswertung generiert das Tool entsprechende Handlungsempfehlungen und verteilt sie per E-Mail an die Analysten.
 
 Es ist ein spannendes Projekt. Ich lerne die verschiedenen Werkzeuge kennen, mit denen die Analysten den Markt und die Roaming Deals analysieren. Um die Anforderungen an den Kalender zu spezifizieren, arbeite ich mit verschiedenen Interessengruppen zusammen: den Datenbank-Spezialisten, den Marktanalysten oder dem Business-Operations-Team. Vor allem aber gefällt mir, dass ich - nach kurzer Absprache mit meinem Betreuer Toai und unserem Teamleiter Peter - die Entscheidung über den Lösungsansatz selbst treffen kann.
 
 Unter dem Motto "Aller Anfang ist schwer" vertiefte ich mich in Literatur und Internetforen über Datenbanken und Visual Basic als Programmiersprache. Es kostete mich einige Überstunden und viel Geduld bis ich die Brücke zwischen Konzept und Implementierung schlagen konnte. Doch bin ich froh, dass man mich ins kalte Wasser geschmissen hat. Ich habe viel gelernt über den Aufbau von Datenbanken und mir die dazu nötigen Programmierkenntnisse selbst erarbeitet.
 

Freitag, 11. September

 Der letzte Tag der Woche vergeht schnell. Am Vormittag bespreche ich mit Dimitar die Hürden, die zu nehmen sind, um das Tracking-Tool an die Datenbank anzuschließen. Anschließend informieren wir die beiden Teamleiter Peter (PRM) und Karen (Business Operations) über unser Vorgehen. Die Deadline für die Implementierung und die anschließende Schulung des Personals wird auf Mitte Oktober gesetzt.
 Nachmittags habe ich eine zweistündige Access-Schulung, die sich für mein Projekt als sehr hilfreich herausstellt. Zuversichtlich starte ich ins Wochenende.

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