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Joachim Wenning bleibt bis 2026 an der Spitze

Vertrag Stift Hand Unterschrift [Quelle: Pexels.com, Autor: Pixabay]

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Aufsichtsratschef Nikolaus von Bomhard verlängert die Verträge von drei Vorständen um jeweils fünf Jahre.

Die Munich Re schafft Planungssicherheit für die kommenden fünf Jahre. Die Verträge von Vorstandschef Joachim Wenning, Finanzvorstand Christoph Jurecka und dem für das operative Rückversicherungsgeschäft zuständigen Torsten Jeworrek wurden bis ins Jahr 2026 verlängert. Das teilte der weltgrößte Rückversicherer am Mittwoch mit. Die Verträge der drei Vorstände wären Ende des Jahres ausgelaufen.

Innerhalb der Munich Re gilt die Verlängerung um fünf Jahre als großer Vertrauensbeweis des ehemaligen Vorstandschefs und heutigen Aufsichtsratsvorsitzenden Nikolaus von Bomhard an seinen Nachfolger. "Die Zusammenarbeit mit dem Vorstand war in jeder Hinsicht geprägt von zielgerichtetem und verantwortungsvollem Handeln zur erfolgreichen Entwicklung von Munich Re", schreibt von Bomhard im Geschäftsbericht für das abgelaufene Jahr, der am Mittwoch veröffentlicht wurde.

Sein Nachfolger Wenning hatte den Konzern 2017 übernommen und musste ihn durch mehrere Krisen steuern. Gleich im ersten Jahr führten drei verheerende Wirbelstürme in der Karibik, in den USA und im Golf von Mexiko zu erheblichen Belastungen auf der Gewinnseite.

Im abgelaufenen Jahr drückten dann hohe Schadenaufwendungen für den Ausfall oder die Verschiebung von Großevents sowie Betriebsunterbrechungen das Ergebnis. Der ursprünglich geplante Gewinn in Höhe von 2,8 Milliarden Euro fiel um knapp 60 Prozent niedriger aus.

Mit einem realisierten Gewinn von 1,2 Milliarden Euro präsentierte sich Munich Re in Zeiten der Pandemie allerdings noch immer weitaus besser als die Konkurrenz. Swiss Re fuhr einen hohen Verlust von 878 Millionen Dollar ein, Hannover Rück schaffte einen Gewinn von 883 Millionen Euro.

Lediglich im letzten Jahr seiner verlängerten Amtszeit dürfte eine vertragliche Besonderheit auf Wenning zukommen. Er hätte dann das 60. Lebensjahr überschritten. Im Regelwerk der Munich Re ist verankert, dass dann eine Auflösung des Arbeitsvertrags möglich ist. Geschieht dies allerdings nicht, dann läuft der Arbeitsvertrag bis zum Ende der Laufzeit.

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