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M&A-Anwalt Dr. Maximilian Schiessl im Interview

Herr Dr. Schiessl, Sie waren an vielen Fusionen und Übernahmen beteiligt. Wie läuft eine solche Transaktion ab?

Transaktionen werden von einem großen Team betreut, zu dem neben den Mandanten und den Anwälten vor allem Investmentbanker, Wirtschaftsprüfer und PR-Berater gehören. Auf der Grundlage eines detaillierten Zeit- und Maßnahmenplans müssen wir die verschiedensten Bereiche koordinieren. Allein im juristischen Bereich sind mehrere Rechtsgebiete zu beachten, neben dem Übernahmerecht insbesondere das Börsenrecht, das Gesellschaftsrecht, das Kartellrecht und das Steuerrecht.

Worin liegt für Sie der besondere Reiz?

Der Reiz besteht insbesondere in der Verbindung von juristischen und wirtschaftlichen Fragestellungen. Bei Mergers & Acquisitions geht es nicht primär um juristische Denksportaufgaben, sondern darum, die Transaktion möglich zu machen und die wirtschaftlichen Ziele des Mandanten zu erreichen. Besonders reizvoll aber ist der intensive menschliche Kontakt mit Mandanten, anderen Beratern und Anwälten, die ja nicht "Gegner" sind, sondern Partner in einer Arbeitsgruppe mit einem gemeinsamen Ziel.

Muss ein Anwalt im M&A-Bereich eher risikobereit oder detailverliebt sein?

Selbstverständlich ist es unsere Aufgabe, Risiken für unsere Mandanten richtig einzuschätzen und zu vermeiden. Entscheidend ist aber, wirtschaftlich sinnvolle Lösungen zu finden statt Transaktionen mit juristischen Bedenken zu verhindern. Ein guter Anwalt in diesem Bereich muss deshalb pragmatisch sein und sollte dem Mandanten zusammen mit dem juristischen Problem nach Möglichkeit auch stets bereits die Lösung präsentieren.

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