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Private Equity in der Praxis – Fallstudie Verkaufsprozess

Treppen, Weg [Quelle: pixabay.com, Autor: Free-Photos]

Quelle: pixabay.com, Free-Photos

Dir steht ein Bewerbungsgespräch bei Clifford Chance bevor und du willst dich fachlich darauf vorbereiten? Mit dieser Fallstudie bekommst du Einblicke in den gesamten Lebenszyklus einer Beteiligung: von den Kaufvertragsverhandlungen bis zur Veräußerung des Unternehmens.

Rechtsanwalt im Private Equity

Private Equity umfasst vor allem außerbörsliche Unternehmenskäufe von speziell dafür aufgelegten Investmentfonds (Private-Equity-Fonds). Private-Equity-Fonds halten ihre Beteiligungen in der Regel zwischen drei und sieben Jahre. Private Equity ist sehr beratungsintensiv. In allen Phasen der Beteiligung – Erwerb, Weiterentwicklung und Veräußerung – werden Rechtsanwälte gebraucht. Neben Rechtsanwälten werden in der Regel auch Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, oder auch Finanzierungs-, Management- und Industrieberater von Private-Equity-Fonds eingebunden. Der typische Zyklus einer Unternehmensbeteiligung durch Private-Equity-Fonds ist in untenstehendem Schaubild dargestellt.

Schaubild (Die Kapitalbeteiligung im Private Equity) [Quelle: Perspektive für Juristen 2019]

Die Kapitalbeteiligung im Private Equity

Anders als Mandanten aus der Industrie oder der öffentlichen Hand arbeiten Private-Equity-Fonds mit sehr kleinen Teams – in der Regel verantworten nicht mehr als drei bis vier Mitarbeiter eine Beteiligung. Dadurch sind die Anforderungen an jeden einzelnen beratenden Anwalt – aber auch seine Einflussmöglichkeiten – entsprechend hoch, und die Arbeit ist sehr persönlich. Und zwar auf allen Hierarchieebenen. Im Idealfall wird man als Anwalt nicht nur als externer Berater angesehen, sondern als Teil des Transaktionsteams wahrgenommen und eingebunden. Das kann insbesondere am Anfang der Karriere aber auch eine Herausforderung darstellen: Private-Equity-Mandanten bearbeiten wegen der geringen Größe ihres Teams viele Themen parallel und haben üblicherweise keine Zeit (und Geduld), um lange juristische Gutachten zu lesen. Sie brauchen juristisch fundierte und knapp dargestellte Handlungsempfehlungen. In der Kürze liegt hier oft die Würze. Private-Equity-Mandanten erwarten von ihren Anwälten neben einem fundierten Verständnis der Transaktion und ihrer Hintergründe auch vertiefte Industrie- und Marktkenntnisse. Ländergrenzen spielen für Private-Equity-Häuser keine Rolle – sie investieren häufig grenzüberschreitend und in international aufgestellte Unternehmen. Von ihren Beratern erwarten sie einen ebenso internationalen Ansatz. Kommuniziert wird dabei sehr häufig auf Englisch, und die Vertragsdokumentation wird in aller Regel auch in englischer Sprache verfasst und verhandelt.

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