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Wo Patentanwälte arbeiten

Nach bestandener Prüfung gibt es unterschiedlichste Möglichkeiten der Berufsausübung. Je nachdem, ob du den Weg des Einzel-Patentanwalts, des Patentanwalts in einer Kanzlei oder des angestellten Patentanwalts in einem Unternehmen wählst, wirst du im Berufsalltag vor unterschiedliche Herausforderungen gestellt.

Der Klassiker: freier Patentanwalt

Die meisten Patentanwälte sind "frei" tätig – nämlich alleine oder zusammen mit anderen. Viele Patentanwälte treten in eine bestehende Kanzlei ein oder schließen sich mit anderen Patentanwälten zusammen, sei es in Form einer Bürogemeinschaft oder einer Sozietät.
 
Insbesondere bei der Führung einer eigenen Kanzlei bzw. als Partner einer Sozietät solltest du ein hohes Maß an sozialer und unternehmerischer Kompetenz aufweisen, zumal du dich auch mit Themen wie Gesellschaftsformen, Haftung, Buchhaltung, Büroabläufen, Personalwesen und Akquise beschäftigen wirst.
 
Und neben all diesen Aufgaben sind nicht die Alltagstätigkeiten des Patentanwalts zu vergessen wie das Übernehmen der Mittlerrolle zwischen deinen Mandanten, gegebenenfalls deren Mitbewerbern, den Patentämtern und Gerichten sowie anderen Patentanwälten im Ausland.

Als Patentanwalt in die Industrie

Wenn du als Patentanwalt in einem Unternehmen angestellt bist, bildest du dort die Schnittstelle zwischen Erfindern und Management. Du berätst allein oder als Mitglied einer Patentabteilung das Unternehmen im Wettbewerb mit anderen Unternehmen. Dabei wirst du nicht nur mit Patentanmeldungen betraut sein, sondern auch wirtschaftliche Verantwortung im Unternehmen tragen, indem du beispielsweise an Entscheidungsprozessen zu Patentstrategien oder Lizenzverhandlungen beteiligt wirst.

Es muss nicht immer Patentanwalt sein

Um im gewerblichen Rechtsschutz tätig zu sein, musst du jedoch nicht notwendigerweise den langen und aufwändigen Ausbildungsweg des Patentanwalts einschlagen. Eine Alternative ist zum Beispiel der Prüfer am Deutschen Patent- und Markenamt oder am Europäischen Patentamt. Hier befasst du dich hauptsächlich mit der Bearbeitung eingereichter Patentanmeldungen.
 
Für Uni-Absolventen, die zwar juristisches Interesse mitbringen, sich nach Studium und gegebenenfalls Promotion jedoch keiner weiteren, langwierigen Ausbildung hingeben möchten, kann der Beruf des Patentprüfers eine geeignete und attraktive Alternative darstellen.
 
Weitere alternative Berufe im gewerblichen Rechtsschutz sind Patentreferent (Patentingenieur) oder sonstige, teilweise noch im Entstehen begriffene Stellenprofile wie das des Intellecutal-Property-Managers.

Die Zukunft

Egal für welchen Weg du dich entscheidest, die Berufsaussichten für "Patent Professionals" sind hervorragend. Denn der gewerbliche Rechtsschutz wird auch weiterhin als Wettbewerbsfaktor eine entscheidende Rolle für den Erfolg eines Unternehmens spielen. Treffender als E. O. Häußer (1930-1999), Präsident des Deutschen Patentamts von 1976-1995, kann man dies nicht formulieren:
 "Wer nicht erfindet, verschwindet.
 Wer nicht patentiert, verliert."

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Der Karriere-Ratgeber Perspektive Patentanwalt von e-fellows.net informiert über den Karriereweg als Patentanwalt.

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