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Die Zukunft der Gesellschaft mitgestalten – IT-Beratung im öffentlichen Sektor

Shaping (Y)Our Future; Quelle: AdobeStock

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Fit für die Zukunft: Afshad Syed-Ahmed hilft dabei, den Digitalisierungsmotor in Deutschland anzuwerfen. Der IT-Consultant berichtet im Interview, wie er die öffentliche Verwaltung bei der digitalen Transformation unterstützt, was der Straßenverkehr mit seinem Job zu tun hat und wie das "People Business" Beratung in Pandemiezeiten funktioniert.

Was genau machst du in deinem Job als Consultant?

Ich helfe Unternehmen und der öffentlichen Verwaltung – wie z. B. Bundesämtern und Bundesministerien – bei der Transformation ihrer IT. Dabei geht es um die Einführung oder Modernisierung von Fachanwendungen oder die Entwicklung von zukunftsweisenden IT-Architekturen. In der öffentlichen Verwaltung gibt es viele Anwendungen, die nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen und aus Gründen der Wartung, Sicherheit, aber auch des Datenschutzes modernisiert werden müssen. Deutschland hinkt hier im internationalen Vergleich hinterher. Eine solide und sichere IT-Infrastruktur, die zugänglich und reaktionsfähig ist, und digitale Kompetenz sind aber Grundvoraussetzungen für Wettbewerbsfähigkeit und moderne Demokratie. Entsprechend bedeutsam sind Projekte im öffentlichen Sektor – und das finde ich an meinem Job besonders spannend.

Worin bestehen deine Aufgaben? Wie gehst du dabei vor?

Aktuell analysiere ich Fachanwendungen, die für die Straßenverkehrsverwaltung eingesetzt werden. Dabei handelt es sich um Programme, die mehr als 20 Jahre alt sind und die heutigen Anforderungen an Software nicht mehr erfüllen. Details wie Schnittstellen, Abhängigkeiten zu anderer Software oder Prozessen im Unternehmen müssen strukturiert erfasst werden. Darauf aufbauend können dann IT-Architekturen entwickelt bzw. modernisiert und neue Software beschafft werden. Hierzu habe ich einen Techniksteckbrief mitentwickelt, mit dem die Erfassung deutlich effektiver wird. Eine strukturierte und methodenorientierte Arbeitsweise hilft dabei enorm.

Wie sieht eine typische Arbeitswoche für dich aus?

Vor Corona bin ich häufig gereist und war zwei bis drei Tage in der Woche in einer anderen Stadt bei unseren Kunden vor Ort. Meine typische Arbeitswoche hat sich dann mit dem Beginn der Pandemie schlagartig gewandelt und ich arbeite nun die meiste Zeit von zu Hause aus.

  • Da ich in mehreren Projekten parallel arbeite, beginnt meine typische Arbeitswoche mit virtuellen Teammeetings in MS Teams, in denen der aktuelle Stand des jeweiligen Projekts und die anstehenden Aufgaben besprochen und priorisiert werden.
  • Anschließend bearbeite ich Fragen in JIRA und prüfe Arbeitsergebnisse von Projektmitarbeitenden auf dem Sharepoint, die dann später beim Kunden vorgestellt werden.
  • Wenn ein Problem mit einer Anwendung entsteht, prüfe und analysiere ich die Ursachen oder hole mir weitere Daten und Informationen mit SQL-Abfragen vom technischen Betrieb.
  • Parallel entwickele ich Ideen zur Prüfung der digitalen Fitness von Fachanwendungen, um den Digitalisierungsgrad messen und die weiteren Entwicklungs- und Modernisierungsschritte planen zu können.
  • Beratung ist People Business, daher kommuniziere ich viel mit meinen Projektteams und mit Kunden, entweder telefonisch oder in Videokonferenzen.
  • Zum Abschluss der Woche nehme ich meist an einem (aktuell virtuellen) After-Work-Treffen teil, um mich mit Kolleg:innen auch außerhalb meiner Projekte auszutauschen. Den persönlichen Kontakt zu den Kolleg:innen kann das aber sicherlich nicht ersetzen.

Was war das spannendste Projekt, an dem du mitgearbeitet hast?

Mein aktuelles Projekt, die Konsolidierung der Straßenverwaltungen der Bundesländer in Deutschland, ist extrem spannend. IT-Infrastruktur, IT-Architektur und die Fachanwendungen spielen hier eine zentrale Rolle bei Migration und Modernisierung. Besonders herausfordernd ist dabei, die Konsensfindung mit den Ländern, Architektur-Handlungsoptionen und Varianten von Systemen und Schnittstellen herauszuarbeiten und Entscheidungen herbeizuführen. Das Projekt ist im vollen Gange und es motiviert mich sehr, dem etwas schleppend laufenden Digitalisierungsmotor in Deutschland einen entscheidenden Antrieb zu geben.

Wie bleibst du selbst auf dem neuesten Stand der Technik?

Da ich mich sehr für aktuelle Trends in der Informatik interessiere, informiere ich mich laufend über angesagte Architekturen, Technologien, Frameworks und Methoden­­­­. Als BearingPoint-Mitarbeiter steht mir dazu ein umfangreicher Trainingskatalog zur Verfügung. So habe ich z. B. zum Thema Enterprise-Architektur ein Training durchgeführt und mich anschließend für das Architektur-Framework TOGAF zertifiziert.

Warum hast du dich als Informatiker für die Beratung entschieden? Wie kam es dazu und was macht das Consulting für dich so spannend? 

Den Grundstein habe ich während meiner Abschlussarbeit im Studium gelegt, in der ich für ein deutsches Luftfahrtunternehmen Handlungsempfehlungen für ein bestehendes Business-Intelligence-System herausgearbeitet habe. Dabei habe ich gemerkt, dass mich die projektbasierte Arbeitsweise und der enge Kundenkontakt besonders reizen, und mich deshalb für die Beratung entschieden.

Es macht mir Spaß, gemeinsam mit einem Team an einem Problem zu arbeiten und dieses zu lösen. Da sich die IT-Welt schnell dreht, finde ich es super, mit neuesten Technologien wie Cloud oder Machine Learning arbeiten zu können. Und jedes Projekt ist wie ein neuer Job, ohne dabei den Arbeitgeber wechseln zu müssen.

Welche Fähigkeiten sind für den Beraterberuf besonders wichtig?

Soft Skills wie Kommunikationsstärke und Teamfähigkeit sind meiner Meinung nach besonders wichtig. Wir arbeiten ja immer in Projektteams mit Menschen, sei es unser Kunde und/oder BearingPoint-Kolleg:innen. Wir nennen das erforderliche Skillset "easy to work with". Genauso wichtig ist Zuverlässigkeit, wenn es um Deadlines oder Absprachen geht. Ein positives Mindset hilft enorm, wenn etwas mal schiefgeht oder das Arbeitsergebnis dem Kunden nicht gefällt. Ein Consultant sollte sich dabei auch Fehler eingestehen können und Lernbereitschaft zeigen.

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