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Täglich auf dem Programm: Echte IT-Pionierarbeit

Bedienung des Fahrsimulators [© Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt]

Arbeit mit dem Fahrsimulator des DLR [© DLR]

Abwechslung garantiert: Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bietet an insgesamt 55 Instituten und Einrichtungen viele spannende Jobs für ITler:innen – und das nicht nur in den Bereichen Luft- und Raumfahrt. In diesem Beitrag geben drei Mitarbeitende Einblick in ihren Arbeitsalltag, in dem sie in ganz unterschiedlichen Feldern die Zukunft mitgestalten.

IT beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) – woran arbeiten unsere Expert:innen da eigentlich genau? "Die eine" Antwort gibt es auf diese Frage nicht, denn die IT spielt an jedem unserer 55 Institute und Einrichtungen eine wichtige Rolle. Die ITler:innen am DLR programmieren digitale Zwillinge für die Flugzeuginstandhaltung und sorgen für den reibungslosen Betrieb und Test der IT-Bodeninfrastruktur sowie der wissenschaftlichen Bodenanlagen in der Raumfahrt. Sie entwickeln Software für eine sichere und effiziente Mobilität der Zukunft, vermitteln Robotern via KI das Wissen über ihre eigenen Fähigkeiten oder unterstützen Forschungsgruppen durch maßgeschneiderte Kommunikationslösungen. Kurz gesagt: Immer handelt es sich um echte Pionierarbeit für eine lebenswerte Zukunft.

Drei IT-Perspektiven aus dem DLR

So geht IT am DLR: Zahlreiche IT-Perspektiven bieten sich in unserer Forschung und Entwicklung – dazu gibt es viele technische IT-Jobs zur Sicherstellung der Infrastruktur oder Instandhaltung der Versuchsanlagen.

Informatiker Robert Hilbrich und sein Team sitzen am Institut für Verkehrssystemtechnik in Berlin. "Zusammen arbeiten wir an der Weiterentwicklung unserer Verkehrssimulationssoftware 'Simulation of Urban Mobility – SUMO'", erzählt er über sein Projekt.

Er ist Gruppenleiter einer vierzehnköpfigen Gruppe von Wissenschaftler:innen, die sich mit dem Thema Modellierung und Simulation von Straßenverkehr beschäftigen. Sein Institut hat sich die Erarbeitung von Lösungen für eine sichere und effiziente Mobilität der Zukunft zum Ziel gesetzt. Wie wird sich die stetig zunehmende Anzahl hoch automatisierter und vernetzter Fahrzeuge auf die Verkehrssituation in den Städten auswirken? Und wie lassen sich neue Fahrzeugfunktionen hoch automatisierter und vernetzter Fahrzeuge für den Einsatz in urbanen Räumen simulativ absichern? Das sind nur zwei der Forschungsfragen, bei denen SUMO helfen soll, Lösungen zu finden.

Städteplaner:innen ermöglicht es SUMO beispielsweise, Veränderungen an einer stark befahrenen Kreuzung zu simulieren und anhand der Ergebnisse die effektivste Maßnahme zur Verkehrsentlastung umzusetzen. SUMO ist eine Open-Source-Software und kann frei heruntergeladen werden.

"Ein Teil meines Teams lebt in Schweden, ein anderer in Braunschweig, während meine Gruppe ihren Schwerpunkt in Berlin hat. Der Quellcode unserer Simulationssoftware SUMO ist open source und liegt in einem GitHub Repository, so können wir sehr flexibel arbeiten", erklärt Robert Hilbrich. Parallel arbeitet er als Geschäftsführer der DLR-Ausgründung "Consultancy for Engineers (co4e) GmbH" und treibt dort die Kommerzialisierung der Forschungsergebnisse seines Teams voran.

Anwendung der Simulationssoftware SUMO, Quelle: DLR, CC-BY 3.0.

Anwendung der Simulationssoftware SUMO [Quelle: DLR, CC-BY 3.0.]

Gut vernetzt über Standorte hinaus

Das Institut für Softwaretechnologie an den Standorten Köln, Braunschweig und Oberpfaffenhofen bei München arbeitet an Software für die Internationale Raumstation ISS, außerdem für Raumsonden, Satelliten, Forschungsraketen sowie planetare Rover, forscht im Bereich High Performance Computing und betreibt angewandte Softwareforschung. Im Fokus stehen hier verteilte und dezentrale sowie intelligente und wissensbasierte Softwaresysteme, künstliche Intelligenz, außerdem Software Engineering und Softwareanalytik. In allen Bereichen dringend gesucht: neue Expert:innen für die Teams.

"Wir beraten bei der Umsetzung, entwickeln Guidelines und führen Schulungen durch", fasst Informatikerin Carina Haupt zusammen. Sie leitet von Berlin aus die Gruppe Software Engineering in der Abteilung "Intelligente und verteilte Systeme" des Instituts.

Gemeinsam mit ihrem Team entwickelt sie spezielle Kommunikationslösungen, testet Entwicklungswerkzeuge und erforscht Software-Engineering-Verfahren. Außerdem unterstützt sie regelmäßig andere Forschungsgruppen des DLR dabei, eine gute Softwarequalität sicherzustellen. In der COVID-19-Pandemie erledigte sie diese Aufgabe hauptsächlich im Homeoffice – für sie überhaupt kein Problem. "Chat, Telefon- und Videokonferenzen waren schon immer Bestandteil meines Alltags, da mein Team in Berlin, Braunschweig, Köln und Oberpfaffenhofen sitzt. Ich bin sehr kommunikativ und gebe mein Wissen gerne weiter. Deshalb setze ich mich immer für die Vernetzung von Wissenschaftler:innen ein, die in verschiedenen Instituten an verwandten Fragestellungen der Softwareentwicklung arbeiten." Ein VPN-Zugang war für alle im Team kurzfristig verfügbar. Schulungen bietet das Institut inzwischen online an, was in der Zukunft beibehalten wird. "Einmal mehr habe ich dieses Jahr die großen Spielräume und die Entscheidungsfreiheit zu schätzen gelernt, die ich beim DLR habe", meint Carina Haupt dazu.

Entwicklung von Wissensmanagement-Anwendungen am DLR [© Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt]

Entwicklung von Wissensmanagement-Anwendungen für das DLR. Das Foto ist vor Corona entstanden. [© DLR]

Dem Wetter voraus

Neuland betreten die DLR-IT-Expert:innen bei ihrer Arbeit an allen Instituten. Das Wetter erforscht Dr. Jakob Runge am Institut für Datenwissenschaften mit der Arbeitsgruppe Klimainformatik in Jena: Ihr Ziel ist es, durch das Auswerten großer Datenmengen ein besseres Verständnis von Klimamechanismen zu erhalten. Er arbeitet eng mit Klimawissenschaftler:innen sowie Partnern im In- und Ausland zusammen. "Wir analysieren mit Data-Science-Algorithmen, ob es Kausalbeziehungen zwischen unterschiedlichen Klimaphänomenen gibt, oder ob sie nur auf eine gemeinsame Ursache zurückgehen", erklärt der Forscher.

All das sind sehr unterschiedliche IT-Schwerpunkte – aber noch lange nicht alle! Im Zuge der Digitalisierung hat das DLR neue Institute gegründet, darunter das Institut für Instandhaltung und Modifikation in Hamburg und das Institut für Softwaremethoden zur Produkt-Virtualisierung in Dresden. Neu dabei sind außerdem die Institute für Quantentechnolgie in Ulm und das Institut für KI-Sicherheit in Köln, die auch für das DLR ganz neues Terrain erkunden. Überall dort helfen IT-Talente, den Fortschritt zu gestalten. Dazu sind Informatiker:innen besonders in folgenden DLR Instituten und Einrichtungen gefragt:

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt im Internet

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