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Auf Leistung bauen

Fassade Skyline Hochhaus Architektur [Quelle: Unsplash.com]

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Ob deutscher Mittelständler oder internationaler Großkonzern: Unternehmen denken ihre Firmen zentralen neu – und beweisen, dass sich gute Gefühle und harte Arbeit nicht ausschließen.

Manchmal findet sich die Zukunft dort, wo man sie am wenigsten erwartet. Zum Beispiel in einem Reisekonzern. Wenn Alexander Huber morgens die Tür seines Büros öffnet, braucht er dafür weder Schlüssel noch Karte, sondern nur seine rechte Hand. Huber hat sich in diese einen RFID-Chip implantieren lassen. Mit dessen Hilfe öffnet der Vorstand von TUI Nordic nicht nur die Tür der Stockholmer Zentrale. Sondern er schaltet mit seiner Hand auch etwa den Drucker frei und bezahlt das Mittagessen in der Kantine.

Klingt nach irrer Science-Fiction. Doch in Wirklichkeit ist der Chip ein Symbol des tief greifenden Wandels bei TUI. Der Konzern will digitaler werden. In Skandinavien buchen mittlerweile 85 Prozent der Menschen ihre Reisen online oder per Smartphone, der Rest sind Buchungen per Telefon. Ins Reisebüro geht kaum noch jemand. Um sich auf die Veränderungen einzustellen, hat das Unternehmen alte Strukturen und eingefahrene Prozesse auf ihre digitale Zukunft hin geprüft. Und gemerkt: Alles muss anders werden. Die Organisation, die Kultur, die Arbeitsweise.

"Dafür mussten wir auch unsere Büros umstrukturieren", sagt Charlotte Wiebe, Personalchefin von TUI Nordic. Der Reiseanbieter riss Wände ein, baute Arbeitsplätze um, vernetzte Geräte und Schließanlagen mit den RFID-Chips. Immer mit dem Ziel vor Augen, dass ein neues Äußeres auch zu Veränderungen im Inneren eines Unternehmens führen kann.

TUI steht damit für einen Megatrend in der Wirtschaft: Immer mehr Unternehmen denken heute vor allem digital – und ordnen diesem Gedanken so einiges unter. Dazu gehört auch die Optik von Unternehmenszentralen. Sie dürfen nicht mehr nach Old Economy aussehen, nach grauer Behörde und Fantasiearmut, sondern nach Transparenz und Moderne, sprich: Zukunft. Agiles Arbeiten und Scrum funktionieren eben nicht im Konferenzraum Eiche rustikal.

Und so arbeiten auch die 440 TUI-Mitarbeiter in Stockholm nicht mehr in Einzelbüros, sondern auf offener Fläche. Sie konferieren in gläsernen Besprechungsboxen, unterhalten sich in Lounge-Areas. "Wir wollten eine offene Atmosphäre ohne Geheimnisse schaffen", sagt Personalchefin Wiebe. Auch Führungskräfte müssen auf ihre Einzelbüros verzichten: "Es gibt keine Hierarchien mehr, keine Trennung der Fachbereiche." Wiebe ist sicher: "Wenn jeder mit jedem arbeitet, fördert das die Innovationskraft."

Für die Unternehmen sind Innovationen heute entscheidender denn je. Das bestätigt das Meinungsforschungsinstitut Gallup in seinem Report "State of the Global Workplace". Wer seine Meinung frei äußert und sich als Teil einer Gemeinschaft fühlt, bringt mehr Leistung. Die Studienautoren betonen: Unternehmen könnten ihre Produktivität beträchtlich steigern, wenn sie stärker in zufriedene Mitarbeiter investieren. Bisher fühlen sich laut der Studie nur 15 Prozent der Angestellten weltweit ihrem Arbeitgeber verbunden und bringen sich ins Unternehmen ein. Anders gesagt: 85 Prozent der Mitarbeiter wollen besser motiviert sein.

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