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Wie sich das Gehalt im Laufe der Karriere verändert

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Mit zunehmender Berufserfahrung steigt meist das Einkommen. Doch die Gehaltssprünge fallen je nach Branche und Qualifikation sehr unterschiedlich aus.

Mag zu Beginn des Arbeitslebens noch vor allem das Einstiegsgehalt im Fokus stehen, richtet sich der Blick bald auf die persönlichen Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten – spätestens, wenn es an die Familienplanung geht oder der Traum vom Eigenheim kein Traum bleiben soll.

Das Vergleichsportal Gehalt.de hat jetzt untersucht, wie sich das Einkommen je nach Qualifikation, Erfahrung und Branche verändert. Fachkräfte aller Altersgruppen verdienen demnach durchschnittlich 45.341 Euro brutto je Jahr, Führungskräfte kommen auf 104.573 Euro.

Während allerdings bei den Fachkräften ab dem 40. Lebensjahr das durchschnittliche Brutto-Jahresgehalt nur noch minimal anwächst, folgt bei Führungskräften eine weitere Steigerung um mehr als 20.000 Euro.

Eine weitere Lehre aus den Zahlen: Studieren zahlt sich in der Regel aus! Die Gehaltsdifferenz zwischen Akademikern und Nicht-Akademikern beläuft sich nach rund 40 Jahren im Beruf auf fast 30.000 Euro brutto im Jahr. Das kumulierte Einkommen für Fachkräfte liegt im Laufe des Erwerbslebens derweil bei durchschnittlich 1,8 Millionen Euro und für Führungskräfte bei rund 3,7 Millionen Euro. Beschäftigte, die dauerhaft auf Mindestlohnniveau arbeiteten, verdienten insgesamt 802.221 Euro, wie aus der Studie hervorgeht.

Gehaltsvorsprung kann sich relativieren

Für die Untersuchung wurden 216.711 Vergütungsdaten analysiert, wobei 40 Prozent der Befragten weiblich und 60 Prozent männlich waren. Unter den Frauen trugen rund drei Prozent Personalverantwortung, bei den Männern waren es elf Prozent. Für die Berechnung der Lebenseinkommen wurden bis zum 60. Lebensjahr die Brutto-Jahresgehälter als Durchschnitt für das jeweilige Jahr und die darauf folgenden vier Jahre angelegt. So ergibt sich die Unterteilung in Zeiträume von fünf Jahren. Das letzte Gehalt im 60. Lebensjahr wurde zusätzlich addiert.

Förderlich auf das Gehalt wirken sich den Autoren zufolge – wenig verwunderlich – der Wechsel vor allem in größere Unternehmen, der Erwerb von Zusatzqualifikationen und die Übernahme von Personalverantwortung aus. Auch die Verfügbarkeit von potentiellen Arbeitskräften in der jeweiligen Branche und Region spielt eine Rolle. In wirtschaftlich starken Kommunen mit großen Unternehmen, wie etwa Audi, BMW oder Daimler in Süddeutschland, ist das Gehaltsniveau tendenziell höher. Das gilt freilich auch für die Lebenshaltungskosten, wodurch sich ein etwaiger Gehaltsvorsprung relativiert.

Lukrative IT-Branche

Der Branchenvergleich offenbart indes keine Überraschungen. Besonders gut stehen sowohl Fach- als auch Führungskräfte in der Software-, Banken- und Autobranche da. Bemerkenswert mit Blick auf die Führungskräfte sind die Gehaltssprünge bei Software-Unternehmen. Schon mit 30 Jahren erhalten sie ein Durchschnittsgehalt von etwas mehr als 100.000 Euro; in der Banken- wie auch in der Automobilbranche ist dies erst 10 Jahre später der Fall. Eine mögliche Erklärung für diese Beobachtung wäre der Mangel an qualifiziertem Personal im IT-Bereich. Im Durchschnitt dauert es 132 Tage bis für eine freie Stelle ein geeigneter Bewerber gefunden ist, hat die Bundesagentur für Arbeit kürzlich berechnet.

Eher schlechter verdienen Beschäftigte im Hotel- und Gaststättengewerbe, Einzelhandel und Handwerk. In allen Bereichen liegt der Jahresverdienst unter dem generellen Durchschnitt. Gerade die Gehaltssteigerungen der Fachkräfte fallen relativ schwach aus. Im negativen Sinne sticht besonders das Gastgewerbe heraus – vom Berufseinstieg mit knapp 25.000 Euro brutto im Jahr kommt man im Laufe des Arbeitslebens lediglich auf etwa 32.000 Euro. Führungskräfte in den eher schlecht bezahlten Bereichen können indes durchaus mit dem Gehalt der Fachkräfte in den vermeintlichen Top-Branchen mithalten.

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