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So viel verdienen e-fellows

Geld, Geldscheine, Euros [Quelle: pixabay.com, Autor: 1588877]

Quelle: pixabay.com, 1588877

e-fellows gehören zu Deutschlands Spitzenverdienern. Doch welche Fachgruppe hat beim Einkommen die Nase vorn? Für wen lohnt sich die Promotion besonders, und wer kann seine Berufserfahrung in bare Münze umwandeln? Wir haben unsere Gehaltsdatenbank ausgewertet – jetzt nachlesen!

66.500 Euro – so viel verdient der durchschnittliche e-fellow laut der e-fellows.net-Gehaltsdatenbank. Obwohl das rund 300 Euro weniger sind als noch bei der letzten Auswertung im November 2015, verdienen die über 4.000 teilnehmenden e-fellows damit immer noch deutlich besser als der bundesdeutsche Durchschnitt: Diesen beziffert die Bundesregierung in Zusammenarbeit mit dem Statistischen Bundesamt auf 37.103 Euro für das Jahr 2017.

Der Median aller 4.427 Einträge in der e-fellows.net-Gehaltsdatenbank liegt bei 58.800 Euro. Angeführt wird die Liste von einem selbstständigen, promovierten Notar mit einem angegebenen Jahresbrutto von 600.000 Euro – im Tabellenkeller drängen sich Doktoranden und wissenschaftliche Mitarbeiter mit Gehältern um die 20.000 Euro.

Welche Fachrichtung zahlt sich aus?

Dass der derzeit bestverdienende e-fellow in der Gehaltsdatenbank Jurist ist, wundert mit Blick auf die Durchschnittsgehälter nach Studienrichtung kaum. Auch hier führen die Juristen unter den e-fellows nämlich mit einem durchschnittlichen Bruttojahreseinkommen von 73.100 Euro die Tabelle an. Damit verbessern sich Anwälte, Notare und Co. im Vergleich zur Auswertung von 2015 sogar noch einmal um 1.700 Euro jährlich und bauen auch ihren Vorsprung auf andere Fachgruppen aus.

Erst mit einigem Abstand folgen ihnen die Gruppe der Informatiker, Mathematiker und Physiker sowie der Wirtschaftswissenschaftler und Wirtschaftsingenieure. Mit durchschnittlich 67.800 Euro laufen Erstere dabei den Wiwis im Vergleich zur letzten Auswertung sogar den Rang ab. Lagen diese 2015 mit 70.500 Euro noch auf Platz zwei, landen sie im diesjährigen Ranking mit 67.000 Euro "nur" noch auf Platz drei. Dicht auf den Fersen sind den Wirtschaftswissenschaftlern die Ingenieure, die wie 2015 den vierten Platz belegen, sich allerdings von 67.700 auf 66.300 Euro verschlechtern.

Den Ingenieuren folgen mit einigem Abstand die Naturwissenschaftler und Mediziner mit 61.700 Euro Jahresbruttoeinkommen und – mit noch größerem Abstand – die Geisteswissenschaftler unter den e-fellows mit lediglich 51.800 Euro. Sie verschlechtern sich damit im Vergleich zu 2015 um lediglich 900 Euro, während die e-fellows mit Life-Science-Hintergrund fast 3.500 Euro verlieren. 

Was verdienen e-fellows nach Bachelor, Master oder Promotion?

Die an der e-fellows.net-Gehaltsdatenbank teilnehmenden Bachelor-Absolventen (n=808) verdienen durchschnittlich 46.800 Euro; mit Diplom, Staatsexamen oder Master-Abschluss (n=2.675) sind es bereits 65.200 Euro und somit 18.500 Euro mehr Gehalt. Auf den ersten Blick ein großer Sprung – er dürfte aber zumindest in Teilen auch dadurch zu erklären sein, dass viele in der e-fellows.net-Gehaltsdatenbank eingetragenen Bachelor-Absolventen nach dem ersten Abschluss weiter studieren und ihre Gehälter somit nur einer Teilzeitstelle entsprechen. Die Master-Absolventen verdienen folglich auch aufgrund ihrer höheren Arbeitszeit mehr.

Besonders stark heben sich die Diplom-/Master-Gehälter der e-fellows.net-Wirtschaftswissenschaftler und –ingenieure ab (n=598 und n=1.387), für die der höhere Abschluss mit satten 23.400 Euro im Vergleich zum Bachelor zu Buche schlägt. Mit 70.500 Euro liegen die Gehälter der Wiwis damit auch an der Spitze aller Diplom- und Master-Absolventen unter den e-fellows, gefolgt von denen der Mathematiker, Physiker und Informatiker (64.300 Euro), der Ingenieure (62.400 Euro), der Geisteswissenschaftler (54.900 Euro) und dem Schlusslicht, den Naturwissenschaftlern (45.100 Euro).

Genau die Naturwissenschaftler aber (n=176) profitieren laut der e-fellows.net-Gehaltsdatenbank besonders von einer Promotion, die ihnen ein sattes Gehaltsplus von 71 Prozent im Vergleich zum durchschnittlichen Diplom- oder Master-Gehalt (n=159) beschert. Gerade unter Naturwissenschaftlern aber ist die Promotionsquote sehr hoch: Die extreme Verbesserung erklärt sich also auch dadurch, dass viele Natwi-Master-Absolventen als Doktoranden naturgemäß schlecht verdienen, während sie anschließend in der freien Wirtschaft einen umso größeren Sprung hinlegen.

Wer macht aus Zeit Geld?

51.500 Euro – so viel verdienen die 2.183 teilnehmenden e-fellows durchschnittlich in ihren ersten beiden Berufsjahren. Angeführt werden die Gehälter bereits in dieser ersten Phase von den Juristen, die sich über 57.800 Euro freuen (n=255). Direkt auf den Fersen sind ihnen die sehr hoch einsteigenden Mathematiker, Informatiker und Physiker mit 56.900 Euro (n=296), gefolgt mit einigem Abstand von den Ingenieuren mit 51.800 Euro (n=253). Die in vielen anderen Rankings führenden Wirtschaftswissenschaftler und –ingenieure (n=1.087) landen in ihren ersten beiden Berufsjahren mit 49.500 Euro knapp hinter den Medizinern und Naturwissenschaftlern, die zu Beginn ihrer Karriere immerhin 50.000 Euro einstreichen (n=204).

Um 32 Prozent auf 67.700 Euro steigen in den darauffolgenden drei Jahren die Durchschnittsgehälter aller e-fellows (n=1.282). Mit 37 Prozent den größten Sprung machen dabei wenig überraschend die Wiwis, die sich mit 67.900 Euro in der Einkommenstabelle auf Platz 3 vorkämpfen (n=654). Mit 35 Prozent ebenfalls stark zulegen können die Juristen (n=101), die mit 78.100 Euro die Tabelle weiter anführen. Ingenieure (n=139) und die stark einsteigenden Informatiker (n=226) hingegen machen mit 25 beziehungsweise 21 Prozent nur einen unterdurchschnittlichen Sprung. Die Ingenieure unter den e-fellows landen somit nach fünf Jahren mit 64.800 nur auf einem der hinteren Ränge, während die Informatiker, Mathematiker und Physiker dank starkem Einstieg mit nunmehr durchschnittlich 68.600 Euro immer noch auf Platz zwei liegen.

Nach fünf Jahren oder mehr verdienen die e-fellows im Schnitt 99.100 Euro (n=962) und somit 46 Prozent mehr als noch nach zwei Jahren. Besonders bemerkenswert ist der finanzielle Fortschritt bei den Wirtschaftswissenschaftlern, die sich um sagenhafte 56 Prozent auf im Schnitt 105.600 Euro verbessern (n=480). Die Gehälter von Programmierern und Co. hingegen wachsen nur unterdurchschnittlich um 26 Prozent auf 86.100 Euro an (n=167), was die Gruppe der Informatiker, Mathematiker und Physiker unter den e-fellows nach fünf Jahren auf einen der hinteren Ränge zurückwirft. Deutlich vor ihnen landen nach fünf Jahren oder mehr die Ingenieure (n=145), die sich um 44 Prozent auf 93.200 Euro verbessern.

Mehr Mitarbeiter und mehr Verantwortung = mehr Gehalt

Wenig Überraschungen ergeben sich auch dieses Jahr in der Auswertung nach Unternehmensgröße: Je mehr Mitarbeiter eine Firma hat, desto höher sind die Gehälter. So verdienen e-fellows in Unternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitern im Schnitt nur 54.200 Euro, in Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern schon 58.400 Euro. In Viertausenderschritten geht es auch anschließend weiter die Gehaltsleiter hoch: Firmen mit 100 bis 1.000 Mitarbeitern zahlen bereits 62.600 Euro, bei bis zu 5.000 Mitarbeitern werden es 66.200 Euro und bei mehr als 5.000 Mitarbeitern winken schließlich 70.500 Euro.  

Wenig überraschend auch die Auswirkungen von Personalverantwortung auf das Gehalt. Während e-fellows ohne Führungsposition über alle Fachgruppen hinweg 61.500 Euro verdienen (n=3.690), freuen sich e-fellows in leitenden Funktionen über 49 Prozent oder 30.200 Euro mehr Gehalt, sprich über 91.700 Euro (n=737). Besonders interessant ist eine Führungsposition für Wirtschaftswissenschaftler und –ingenieure (n=361), die mit 98.600 Euro satte 62 Prozent mehr verdienen als ihre Kollegen ohne leitende Funktion (n=1.860). Wie schon beim Thema Promotion profitieren Informatiker, Physiker und Mathematiker auch beim Antritt einer Führungsposition nur unterdurchschnittlich: Sie verbessern sich gehaltstechnisch lediglich um 33 Prozent im Vergleich zu ihren Kollegen ohne Personalverantwortung (n=107 und n=582), so die Zahlen der e-fellows.net-Gehaltsdatenbank.

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