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Vom Akzeptieren, Finden und Lernen

"Zwischen Ausbeutung und Selbstverwirklichung", "Was machen wir morgen?", "Die Maschinen kommen!" – so beginnen Artikel zum Thema Zukunft der Arbeit. Globalisierung, Digitalisierung, Technologisierung – sie verändern unsere Arbeitswelt stark. Was bedeutet das für mich als Arbeitnehmer, und wie kann ich mich schon heute darauf einstellen?

1. Akzeptiere: Die feste Anstellung verschwindet

Trotz Automatisierung wird es auch in Zukunft genügend Tätigkeiten geben – gerade in den Bereichen zwischenmenschliche Interaktion, Kreativität und Denkarbeit. Diese Tätigkeiten sind aber nicht zwingend im traditionellen Arbeitgeber/Arbeitnehmer-Verhältnis angelegt oder in einem Job vereint. Vielmehr wird sich das Arbeitsleben in Zukunft flexibler gestalten, als Kombination verschiedener "Projekte", die man sich selbst zusammenstellt.

Dies birgt viele Vorteile: Wir werden (teilweise gezwungenermaßen) unser Leben viel aktiver gestalten, statt in einem starren Angestelltenverhältnis festzusitzen. Arbeit wird sich aus vielen Facetten zusammensetzen und ein integrierter Teil des Lebens sein.

Natürlich birgt dieser Wandel auch Herausforderungen: weniger Sicherheit. Mehr Risiko. Weniger Planbarkeit. Das traditionelle System Ausbildung – Arbeit – Rente wird nicht mehr aufrecht zu erhalten sein. Und die Umsetzung, gerade in Deutschland, wird schwierig: Bei starren Strukturen wie Bildungssystem, Rentensystem, oder auch Arbeitsrecht ist ein grundsätzliches Umdenken notwendig. Ideen wie das Bedingungslose Grundeinkommen sind ein möglicher erster Schritt in die richtige Richtung.

2. Finde: Kenne deine Leidenschaft und dein Ziel

Umso wichtiger wird es für jeden von uns, seine persönlichen Ziele zu definieren. Ohne zu philosophisch klingen zu wollen: "Welchen Sinn möchte ich meinem Leben geben?" wird demnächst die zentrale Frage sein. Selbstverwirklichung kann für jeden in greifbare Nähe rücken. Mit der Freiheit, unser Leben aktiv gestalten zu können, können wir unsere Hobbys in Arbeitsprojekte umwandeln.

Natürlich wird diese Veränderung einschneidend und teilweise schmerzhaft. Jedoch zeigen verschiedene Studien, dass sich aktive Lebensplanung, eigene Gestaltungsmöglichkeiten und "Purpose in Life" positiv auf Gesundheit und Lebensqualität auswirken können. Das wird langfristig die positiven Aspekte der Zukunft der Arbeit in den Vordergrund stellen.

3. Lerne: Sei offen und entwickle dich kontinuierlich weiter

Was kann ich also schon heute tun, um mich auf die Zukunft der Arbeit vorzubereiten? Vorwiegend ist es eine Sache der Einstellung: Sei offen! Statt in Schreckstarre zu verharren, sollten wir uns auf die vielen Möglichkeiten einlassen und aktiv die neue Welt verstehen lernen. Flexibilität wird nötig sein, genauso wie die Fähigkeit, uns immer wieder neu zu erfinden. Wir definieren uns nicht mehr über den Status unserer jetzigen Position, sondern über unser Ziel im Leben.

Sozialkompetenzen werden zunehmend an Gewicht gewinnen. Sie sind nicht jobbezogen, sondern allgemein anwendbar, und können auch nur schwer automatisiert oder standardisiert werden. Kommunikation, emotionale Intelligenz, Teamwork – diese Fähigkeiten werden in Zukunft den Unterschied machen und sollten daher für jeden im Fokus stehen.

Zusammenfassend sollten wir die Zukunft der Arbeit aktiv und positiv mitgestalten, unsere persönlichen Ziele definieren und unser Leben nach ihnen ausrichten, und offen dafür sein, uns kontinuierlich weiter zu entwickeln.

Katharina Holch

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