Virtuelles Graduiertenkolleg (VGK) der Universitäten Tübingen, Freiburg und Münster zum Thema "Wissenserwerb und Wissensaustausch mit Neuen Medien"

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1998 wurde das Virtuelle Graduiertenkolleg "Wissensaustausch und Wissenserwerb mit Neuen Medien" (VGK) als erstes virtuelles Graduiertenkolleg gegründet.

Inhaltsverzeichnis

Konzept

Das Konzept, interdisziplinäre Experten aus ganz Deutschland zu dem Thema Lernen mit Neuen Medien zusammenzuschließen, war damals noch ganz neu. Das VGK wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Beteiligt sind die Universität Tübingen (Prof. Hesse, Prof. Diehl, Prof. Gerjets, Prof. Fischer), die Universität Freiburg (Prof. Spada, Prof. Strube, Prof. Renkl, Prof. Plötzner) und die Universität Münster (Prof. Bromme). Das VGK bietet nicht nur die Einbindung in die lokalen Forschungsteams und -projekte, sondern durch das Konzept der "Virtuealität" auch die enge Zusammenarbeit mit den anderen beiden Universitäten. Zudem haben die Stipendiaten Zugriff auf internationale Forschungskooperationen (z.B. mit den Universitäten Stanford, Pittsburgh und Berkeley) bzw. werden ermutigt, selbst Kooperationen zu initiieren. Begleitet wird die eigene Promotion durch semesterbegleitende Lehrveranstaltungen rund um das Thema des Graduiertenkollegs, die über eine gemeinsame Kommunikationsplattform und moderne Kommunikationsmedien wie Videokonferenzen, Skype, Chat etc. abgewickelt werden.

Thema

Das übergeordnete Thema des VGKs ist Wissenserwerb und Wissensaustausch mit Neuen Medien. Potenziale und Grenzen der Neuen Medien für Wissenserwerb und kooperatives Arbeiten werden in allen Promotionsprojekten adressiert. Dabei stehen unterschiedliche Aspekte im Vordergrund: Forschung zu multiplen Repräsentationen (Text & Bild, Multimedia im allgemeinen), innovative Medienanwendungen (Hypervideo, Awarenesstools), soziale Aspekte der computergestützten Zusammenarbeit (information pooling effect, social dilemmata bei geteilten Datenbanken) und Unterstützungsmaßnahmen für computergestütztes Lernen und Arbeiten (Scripting, Awarenesstools). Dabei untersuchen die Stipendiaten nicht nur "klassische" formale Lern- und Arbeitssettings, sondern beschäftigen sich auch mit informellen Settings (computerunterstütztes Lernen im Museum, Wissenserwerb mit Filmen).

Stipendienhöhe

Die StipendiatInnen erhalten monatlich ein Stipendium in Höhe von 1103 €, wie in anderen Graduiertenkollegs der DFG auch. Das Stipendium ist zunächst auf 2 Jahre angelegt, das dritte Jahr wird nach Antrag aber in der Regel verlängert. Die durchschnittliche Promotionsdauer im VGK ist mit 3,1 Jahren im Vergleich zur durchschnittlichen Promotionsdauer in der Psychologie (aus diesem Fachgebiet kommen die meisten Stipendiaten) kürzer. Vorteil ist, dass man durch das Stipendium 100% seiner Energie auf die Promotion verwenden kann. Daneben stehen den Stipendiaten großzügige Budgets für Reisen, Forschungsaufenthalte und Sachmittel zur Verfügung.

Weblinks

Persönliche Werkzeuge