Universität Bremen

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Blick auf die Mensa

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Während der ersten Runde der Exzellenzinitiative 2006 bezeichneten die Medien die Uni Bremen als „Wunder von der Weser“ , als sie sich unter den Top-Ten der bundesdeutschen Universitäten platzieren konnte. Auch bei der Einwerbung von Drittmitteln zählt die Uni Bremen ebenfalls bundesweit zu den zehn Erfolgreichsten. Die Universität Bremen ist das Wissenschaftszentrum im Nordwesten Deutschlands und Motor der Region. Sie ist Forschungsstätte für 1440 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Studienplatz für rund 20.000 Studierende und Arbeitsplatz für knapp 1000 nichtwissenschaftliche Mitarbeiter.

Geschichte

Der Studienbetrieb der heutigen Universität wurde zum Wintersemester 1971/72 aufgenommen. Die Gründungsphase in den 1960er Jahren verlief sehr kontrovers und führte u. a. zur Beendigung der Bremer Koalition zwischen SPD und FDP. Die Grundsteinlegung erfolgte am 11. November 1970 durch Studenten und Schüler unter dem Namen „Marx & Moritz-Universität“ (letzteres nach dem Namen des damaligen Bildungssenators Moritz Thape). Die Universität wurde von Politik, Dozenten und Studenten mit einem ausdrücklich libertären Anspruch gegründet. 1973 wurde die Pädagogische Hochschule integriert, wodurch der Schwerpunkt der Universität zunächst in der Lehrerausbildung lag.

Besonderes Merkmal war zunächst die Drittelparität, die Gleichberechtigung der Statusgruppen Lehrende, Studierende und der so genannten Dienstleister in den universitären Selbstverwaltungsgremien. Die Klage einiger Professoren beendete schließlich die Drittelparität. Einige Bestandteile des so genannten Bremer Modells sind bis heute erhalten geblieben. Ferner ist die Lehre auf forschendes Lernen, Interdisziplinarität, Praxisorientierung und Verantwortung gegenüber der Gesellschaft ausgerichtet.

Das Bremer Modell brachte der Uni Bremen den Ruf einer roten Kaderschmiede ein, ebenso wie die früher nicht selten an den Gremientagen am Mittwoch Vormittag (nominell keine Veranstaltungen) durchgeführten Außendarstellungen (Demonstrationen) in der Bremer Innenstadt.

Seit einigen Jahren hat sich das Bild von der roten Kaderschmiede hin zu einer exzellenten Universität gewandelt. Im Zuge der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder im Jahr 2006 wurde die Universität Bremen für ihre „Zukunftskonzepte zur universitären Spitzenforschung“ als möglicherweise förderungswürdig für besondere Förderungsmittel der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ausgezeichnet. Darüber hinaus wurde Bremen von dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft zur „Stadt der Wissenschaft 2005“ gekürt.

Finanzen

Im Jahr 2005 verfügte die Uni Bremen über einen Gesamtetat von ca. 237 Millionen Euro. Davon stammten etwa 67 Millionen aus Drittmitteln, was im Vergleich ein hoher Drittmittelanteil ist.

Sparmaßnahmen der Bremer Landesregierung und die Belastungen durch die wachsende Zahl der Studierenden haben die Finanzsituation der Universität verschlechtert. Eine Folge der finanziellen Probleme ist die Diskussion zur Einführung von Studiengebühren seit Ende 2002. Eine Verwaltungsgebühr in Höhe von 50 € pro Semester wurde 2004 eingeführt. Momentan wird von der Bremer Politik der HGP (Hochschulgesamtplan) diskutiert, in dem die Finanzmittel der nächsten Jahre bestimmt sind. Hierbei soll es zu einer Kürzung um ca. 25% kommen, in deren Folge die Studiengänge Sport und Behindertenpädagogik geschlossen und andere nur noch als Rumpfstudiengänge fortgeführt werden sollen. Die Entscheidung darüber wurde mittlerweile im zuständigen Ausschuss der Bremer Bürgerschaft getroffen. Seitdem erlebt die Universität eine statusübergreifende Protestwelle, die als Ziel die Verhinderung dieser umfangreichen Kürzungen verfolgt.

Studienangebot

Bis auf die Studiengänge Medizin, Architektur und Theologie bietet die Universität ein Studium fast aller größeren Wissenschaften in 80 verschiedenen Studiengängen an. Laut Uni-Auskunft gehört die Universität Bremen bei der Umstellung auf die neue Bachelor und Master- Studienstruktur zu den 21 führenden Hochschulen in Deutschland. Sie ist eine von der Hochschulrektoren-Konferenz (HRK) ausgezeichnete „Bologna-Universität“. So werden mittlerweile in nahezu allen Fachbereichen Bachelors ausgebildet. Diese Fachbereiche (Fakultäten) sind:

  • Fachbereich 01: Physik/Elektrotechnik
  • Fachbereich 02: Biologie/Chemie
  • Fachbereich 03: Mathematik/Informatik
  • Fachbereich 04: Produktionstechnik
  • Fachbereich 05: Geowissenschaften
  • Fachbereich 06: Rechtswissenschaft
  • Fachbereich 07: Wirtschaftswissenschaft
  • Fachbereich 08: Sozialwissenschaften
  • Fachbereich 09: Kulturwissenschaften
  • Fachbereich 10: Sprach- und Literaturwissenschaften
  • Fachbereich 11: Human- und Gesundheitswissenschaften
  • Fachbereich 12: Erziehungs- und Bildungswissenschaften

Studierende

Im Wintersemester 06/07 waren nach eigenen Angaben an der Universität 19.718 Studenten eingeschrieben, davon 10.430 Frauen und 3.079 ausländische Studenten.

Forschung

In einigen Fachbereichen gehört die Universität Bremen zu den führenden Hochschulen in Deutschland. Dies wird zum einen durch die hohen Drittmittel-Einnahmen als auch durch die momentan sieben DFG-Sonderforschungsbereiche und andere bedeutende Forschungseinrichtungen dokumentiert.

An der Uni Bremen gibt es seit 1991 einen Beschluss des Akademischen Senates, der Militär- und Rüstungsforschung ablehnt.

Weblinks

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