Studieren in Russland

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Inhaltsverzeichnis

Studieren in Russland

Für Auslandssemester in Russland sollte man sich am Besten an vorhandene Austauschprogramm der Univeristät halten. Die postsowjetische Bürokratie macht die Organisation eines Studiums durch Aufenthaltsbestimmungen, Gesundheitstests, Einschreibungsregeln, Sprachbarrieren, usw. nicht gerade zum Vergnügen. Doch heutzutage hat fast jede deutsche Hochschule ein Austauschprogramm mit einer russischen Hochschule. Die Partner vor Ort sind sehr kompetent und stellen den fast reibungslosen Aufenthalt sicher.

Praktische Tipps

Wohnungssuche

Transport

Lebensmittel

Geld abheben

Geld kann man in Russland in den größeren Städten ganz bequem mit seiner EC-, Maestro- oder Kreditkarte an jedem Geldautomaten in Rubel abheben. Der Wechselkurs ist meißtens ziemlich gut. Man sollte aber nicht vergessen, dass für die Geldautomatenbenutzung von den Banken Gebühren erhoben werden. Diese sind ungefähr so hoch die Benutzung des Geldautomaten einer fremden Bank in Deutschland. Eine Übersicht über Kosten des Bargeldtransfers über verschiedene Möglichkeiten findet sich bei www.bargeld-ausland.de. Hier wird auch aufgezeigt, wie man in Russland über deutsche Konten direkt kostenlos Bargeld abheben kann. Eine Möglichkeit, kostenlos Geld im Ausland abzuheben, bietet die Postbank mit der Karte ihres Sparkontos. Jedoch nur vier mal im Jahr kostenlos.

Sprache

Auslandssemester in Sankt Petersburg – Ein Erfahrungsbericht

Im Wintersemester 2005/2006 nahm ich an einem Austauschprogramm im Rahmen einer Partnerschaft der Universität Siegen mit der Sankt Petersburger Staatlichen Universität für Wirtschaft und Finanzen (FINEC) teil. Die Partnerschaft ist in vielerlei Beziehungen für Austauschstudenten ein echter Glücksfall. Wie üblich entfallen bei einem Austausch natürlich die Studiengebühren an der Gastuniversität. Doch die Uni genießt außerdem noch in Russland einen sehr guten Ruf und nimmt bei diversen Rankings zwischen den Wirtschaftshochschulen seit geraumer Zeit den ersten Platz ein.

Warum St. Petersburg

Dazu kommen auch sehr viele praktische Argumente, die für die FINEC sprechen. Die Uni und das Wohnheim für internationale Studenten befinden sich direkt in der Innenstadt von SPb. Dadurch kann man alles zu Fuß erreichen und spart sich eine Menge Geld für Taxifahrten, wenn man nach 24 Uhr unterwegs ist und die U-Bahn geschlossen ist. Außer dem zentralen International Office wurden für ausländische Studierende noch ein Deutsches und ein Französisches Zentrum eingerichtet. Die Mitarbeiter des Deutschen Zentrums sind sehr freundlich und helfen in allen Angelegenheiten. Für Studenten die einen Russischkurs besuchen möchten werden nach einem Einstufungsgespräch Unterrichtseinheiten von 4 bis 20 SWS angeboten. Zusätzlich vermittelt das Deutsche Zentrum Sprachtandems. Die Tutoren des Zentrums helfen bei der Auswahl der Vorlesungen und anderen organisatorischen Fragen.

Die Vorlesungen

Die Vorlesungen und Übungen finden in kleinen Gruppen (ca. 20-30 Studenten, in Ausnahmefällen werden Gruppen zusammengefasst) statt und sind meistens Pflichtveranstaltungen. Das macht das Arbeiten effektiver; die Dozenten gehen, besonders in den Übungen, auf die einzelnen Studenten ein und vergeben oft auch für Zwischenleistungen, wie Hausaufgaben und Tests, Noten, die in die Endnote mit einfließen. Ein Nachteil stellt für ausländische Studierende die Methodik in den Vorlesungen dar. Einige Dozenten, besonders die Älteren, beschränken sich auf den mündlichen Vortrag des Unterrichtsmaterials, was bei mangelhaften Kenntnissen der Sprache Schwierigkeiten beim Mitschreiben hervorruft. Doch dieses ist nicht sonderlich schlimm, da sie meistens auch auf Quellen verweisen und die einheimischen Studenten sehr bereitwillig ihre Mitschriften zur Verfügung stellen. Ich nahm an Kursen in Makroökonomie, Internationale Wirtschaftsbeziehungen und Internationales Marketing teil und legte auch erfolgreich Prüfungen in den Fächern ab.

St. Petersburg

Die Stadt selber ist an Sehenswürdigkeiten wohl kaum von einer anderen Stadt der Welt zu überbieten. Der Prunkt der Zaren und der Fürsten ist allgegenwärtig. In der Innenstadt sowie außerhalb der Stadt kann man wunderschönen Paläste, Kathedralen, Festungen, Brücken usw. besichtigen. In der kälteren Jahreszeit bieten sich Museumsbesuche sowie abends diverse Veranstaltungen an. Dabei hat man die Auswahl von ca. 25 Theatern und unzähligen Konzertsälen, in denen von Oper bis modernen Komödien alles geboten wird. Mit den russischen Studentenausweisen bekommt man auch sehr viele Rabatte. So gibt es sogar ein ziemlich gutes Theater für Opern und Ballett, in dem der Eintritt ab 60 Rubel (ca. 1,80 EUR) kostet.

Wohnen und leben

Das mit ca. 50 EUR pro Monat sehr günstige Wohnheim für ausländische Studenten ist fast das Beste an der Uni. Die Wohnheimverwaltung kümmert sich sehr liebevoll um jeden Einzelnen und versucht ständig ihre Leistungen zu verbessern. Während unseres Aufenthaltes wurden diverse neue Geräte angeschafft und es wurden gründliche Reparaturarbeiten durchgeführt. Es herrschte eine sehr gemütliche Atmosphäre. Dies bot nicht nur eine wunderbare Gelegenheit andere Nationen kennen zu lernen und dadurch Sprachkenntnisse in Russisch und Englisch zu verbessern; mit der guten Gemeinschaft des Wohnheims wurden in kleineren und größeren Gruppen sehr viele Ausflüge unternommen, sowohl in der Stadt, sowie an Wochenenden auch Fahrten nach Moskau, Nowgorod, Pskow, Finnland und die Baltischen Staaten. Eine kleine Gruppe unternahm sogar, nach Semesterende, eine Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn. von Daniel Rogalsky

Weblinks

Allgemeine Infos

Informationen zum Studium

Informationen über die FINEC

Persönliche Werkzeuge