STOCCER

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STOCCER ist eine Internet-basierte virtuelle Börse, bei der Mitspieler kostenlos auf Ausgänge von Fußballereignissen handeln können.

Virtuelle Aktienmärkte basieren auf dem Prinzip, dass es pro vorher definiertem Ereignis, z.B. "Deutschland wird Weltmeister", eine sogenannte "virtuelle Aktie" existiert. Zu jeder Aktie gibt es eine Auszahlungsfunktion, die bestimmt, wieviel eine Aktie nach Schließung eines Marktes, z.B. am Ende der Weltmeisterschaft, wert ist. So kann die Aktie beispielsweise mit 50 Geldeinheiten bewertet werden falls Deutschland Weltmeister wird, beim Ausscheiden im Halbfinale mit 20 Geldeinheiten usw. Auf Basis der Marktpreise von virtuellen Aktien kann dann eine Prognose über das zugrunde liegende Ereignis erstellt werden.

Dieses Experiment, das von dem Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird, ist einer der ersten Versuche in Deutschland, eine Börse mit großer Userresonanz zu erzeugen und damit die Grundlage für weitere wissenschaftliche Arbeiten zu legen.

STOCCER bietet innovative Handelsfeatures wie wechselnde Marktmodelle und verschiedene Ordertypen, durch deren Einsatz den Wissenschaftlern nach der WM umfangreiche Daten über das Verhalten der Händler in unterschiedlichen Situationen zur Verfügung stehen werden. Mit der Handelsplattform STOCCER bedienen die Forscher der Universität Karlsruhe (TH), Universität Frankfurt und Universität Passau nicht nur ihren wissenschaftliche Interessen, sondern auch didaktische Ansprüche: Die Händler werden spielerisch an die Funktionsweise von Börsen herangeführt. Über das Thema „Fußball“ lernen die Mitspieler, wie Angebot und Nachfrage den Marktpreis von Aktien bestimmen und wie sich durch geschickten An- und Verkauf von Aktien der eigene Depotwert steigern lässt. Auch eventuelle Verluste lassen sich besser verkraften als in der Realität: Die Teilnahme an STOCCER ist kostenlos, gehandelt wird mit virtuellem Geld. Es bleibt also Raum für den Einzelnen, seine Strategien ohne finanzielles Risiko anzuwenden.

Aus dem fußballerischen Umfeld konnte mit Bernd Hölzenbein ein FIFA WM-Botschafter und ehemaliger Nationalspieler des Weltmeister-Teams von 1974 als Schirmherr des Projekts gewonnen werden.

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