Mikrotechnologie B.Eng. (Westsächsische Hochschule Zwickau)
aus e-fellows.net wiki, dem Wissensspeicher von e-fellows für e-fellows
Artikel über den Studiengang "Bachelor of Engineering in Mikrotechnologie" an der Westsächsischen Hochschule Zwickau.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Überblick
Aufgrund der Nachfrage nach hochqualifizierten Fachkräften im Bereich der modernen Hochtechnologien wurde an der Westsächsischen Hochschule Zwickau der Bachelorstudiengang Mikrotechnologie ins Leben gerufen. Die Studieninhalte basieren auf den Hauptdisziplinen Physikalische Technik und Elektrotechnik, wobei sich die Fächer in etwa auf beide Fachbereiche aufteilen. Somit ist der B.eng. Mikrotechnologie eine typische Querschnittsdisziplin. Man lernt dabei sehr gut das fächerübergreifende Denken, was in der Praxis bei den Ingenieurberufen in Wirtschaft und Forschung ein Muss ist.
Für die inhaltliche und studiengangbezogende Organisation ist der Fachbereich Physikalische Technik / Informatik zuständig.
[Bearbeiten] Studenten, Professoren und Lehrverhältnis
Jedes Jahr beginnen etwa 20 Studenten das Studium der Mikrotechnologie. Allgemeine Ingenieurgrundlagenfächer werden gemeinsam mit den Studenten des Studiengangs Physikalische Technologien durchgeführt. Somit hat man eine gute Möglichkeit viele Kontakte zu knüpfen, die einem vielleicht in seinem „kleinen“ Studiengang entgangen wären. Fachspezifische oder relativ komplexe Fächer werden in eigenen kleinen Vorlesungsgruppen durchgeführt, wobei die „Mikrotechnologen“ unter sich sind. Dies ermöglicht eine sehr gute Rückkopplung zu den Professoren. Man kann direkt Fragen stellen und so den Stoff richtig verstehen, anstatt Unverstandenes mit nach Hause zu nehmen und auswendig zu pauken. Die meisten Professoren sind in einem eigenen Büro und unter eigener Telefonnummer zu erreichen. Spezielle festgelegte Sprechzeiten gibt es nicht: Man kann wann immer der Prof an seinem Arbeitsplatz ist, vorbeikommen. Ein Vorteil ist auch, dass die Professoren während der Praktikumszeiten (nahezu jedes Studienfach wird durch ein Praktikum ergänzt) anwesend sind und nochmals anhand von praktischen Beispielen und anschaulichen Experimenten auf ihr vermitteltes Wissen hinweisen.
[Bearbeiten] Studienzeiten und Bachelor
Während des gesamten Studiums werden 210 ECTS – Punkte (European Credit Transfer System) erbracht. Somit ist die Anzahl an Vorlesungsreihen festgelegt, jedoch können im 5. und 6. Semester aus verschiedenen Katalogen die Wahlpflichtfächer – je nach Neigung bzw. späterer Berufsrichtung – zusammengestellt werden. Die Regelstudienzeit für den Studiengang, der mit dem Bachelor of engineering endet, beträgt 7 Semester. Wer mit einer Abschlussnote, die besser als 1,3 ist, sein Studium beendet, erhält zudem eine Auszeichnung, den sogennanten Bachelor with honours.
[Bearbeiten] Duales Studium
Wer viel Wert auf praktisches Arbeiten neben dem Studium legt, der sollte sich über den dualen Studiengang Mikrotechnologie informieren. Dabei wird neben dem Fachhochschulstudium eine Ausbildung zum Mikrotechnologen abgeschlossen. Dadurch erhöht sich die Regelstudienzeit auf 9 Semester. Praktische Lehrgänge werden während der Semesterferien in der dresden chip academy durchgeführt. Im gesamten 5. und 6. Semester findet der Einsatz im jeweiligen Betrieb statt. Nach dieser Zeit schließt sich die Facharbeiterprüfung an. Während des gesamten Studiums erhalten die Studenten ein Stipendium, dass sich an den aktuellen Ausbildungsgehältern orientiert. Namenhafte Unternehmen wie Roth & Rau, aber auch kleinere Betriebe wie AMTC oder KSG Leiterplatten bieten diese Form des Studiums an. Das gesamte Bewerbungsmanagement übernimmt die dresden chip academy. Wer Interesse hat, sollte sich bis ein Jahr vor dem gewünschten Eintrittstermin informieren und bewerben.
[Bearbeiten] Ausblick
Nach dem Studium der Mikrotechnologie stehen einem die Türen zur Welt offen. Besonders das Silicon Saxony rund um Dresden – der größte Halbleitercluster in Europa – lockt mit attraktiven Jobangeboten. Branchenriesen wie Globalfoundries, Infineon, ZMD, kleine Firmen sowie die Zulieferer der gesamten Sparte buhlen um die Gunst der Bewerber und warten mit attraktiven Einstiegsgehältern auf. Wem der Bachelorabschluss allerdings nicht reicht, hat die Möglichkeit an der Fachhochschule Zwickau den Master für Nano- und Oberflächentechnologien draufzusatteln, und sich somit eine Qualifikation für Führungspositionen in Wirtschaft, öffentlichen Dienst oder Forschung zu erarbeiten. Die Dauer des Masterstudiengangs beträgt 3 Semester. (Voraussetzung: Studium Mikrotechnologie, Physikalischen Technik oder ähnlichen Studiengang, Abschlussnote besser als 2,3)
[Bearbeiten] Verwandte Artikel im Wiki
