Mathematik B.Sc. (Fernuniversität in Hagen)

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Inhaltsverzeichnis

Studieren neben Job oder Zivildienst

Während meines Zivildienstes habe ich an der Fernuni Hagen Mathe studiert. Ein Fernstudium kann aber auch Sinn machen, wenn man sich neben dem Beruf oder einem bestehenden Studium zusätzlich weiterbilden will. Die Fernuniversität in Hagen zählt zu den größten und bekanntesten Hochschulen ihrer Art. Neben einigen anderen Fachrichtungen, die an der Fernuni einen guten Ruf genießen (Wirtschaft, Politik) stelle ich den Modellstudiengang Bachelor: Mathematik vor.

Studienaufbau und Studienablauf

Das 6-semestrige Studium ist relativ anwendungsorientiert, was vor allem durch die Modulbauweise unterstützt wird. So sind Teile der Informatik (Imperative Programmierung) sowie mathematische Softwarepakete (Matlab) und ein mathematisches Praktikum fester Bestandteil des Studiengangs. Weiterhin wird zu Studienbeginn ein Nebenfach aus dem Katalog BWL, VWL oder Informatik gewählt, welches vom Umfang her etwa ein Drittel ausmacht.

Beispielgebend sei hier auf die Belegempfehlung für den Bachelorstudiengang mit Nebenfach Betriebswirtschaftslehre hingewiesen. Diese ist zwar in ihrer Reihenfolge nicht bindend, folgt jedoch gewissen didaktischen Überlegungen und enthält in dieser Form das "Minimalpaket" für die Bachelor-Prüfung.

Quelle: Fernuniversität Hagen, Zentrale Studienbetratung, Heft 4
Studienjahr Wintersemester Sommersemester
1.

Lineare Algebra I
Analysis I
Imperative Programmierung

Grundzüge der BWL I

Lineare Algebra I
Analysis II

Mathematisches Software-Praktikum
2.

Wahrscheinlichkeitstheorie
Proseminar der Mathematik
Angewandte Analysis (Differentialgleichungen)

Gestaltung realer Güterprozesse (BWL III)

Numerische Mathematik
Grundzüge der BWL II
Lineare Optimierung

Kosten- und Leistungsrechnung (BWL III)
3.

Wahlpflichtkurs

Mathematisches Praktikum

Wahlpflichtkurs
Seminar der Mathematik

Bachelorarbeit

Organisation und Zeitmanagement

Aus diesen wenigen Andeutungen wird schon ersichtlich, dass die Durchführung des Fernstuidums viel Disziplin erfordert. Gerade in der Mathematik wird der Wille, auch kompliziertere Zusammenhänge zu durchdenken, vorausgesetzt. Ein überwiegender Teil der Studierenden ist der Ansicht, dass nach dem oft als schwierig empfundenen Einstieg in den späteren Semestern dann eine gewisse Routine und Übung einkehrt. Deshalb sollte man sich gerade in den ersten zwei Semestern nicht überfordern und sein Zeitbudget sehr gut planen. Ein Vollzeitstudium ist parallel zu einer 40-Stunden-Woche im Job ohne "selektierende Bearbeitung" oder einzulegenden Nachtschichten nicht zu bearbeiten - wie die eigene Erfahrung lehrt. Daher kann ein Teilzeitstudium unter Umständen die bessere Alternative sein - oder aber man streckt das Vollzeitstudium durch individuelle Belegungen (siehe Kosten)

Betreuung und Kommunikation

Trotz der Ablauforganisation als Fernstudium gibt die Fernuniversität Hagen den Studierenden das Gefühl, nicht allein gelassen zu werden. So bieten sich eine Reihe (direkter oder indirekter) umfangreicher Kommunikationsmöglichkeiten an, zu nennen sind vor allem

  • Struktur der Lehrtexte
  • Einsendeaufgaben und Klausuren
  • Studientage
  • Newsgroup und fachliche Betreuung
  • Seminare und Präsenzphasen
  • Studienzentren

Die Inhalte sind so aufbereitet, dass Lernziele zu Beginn klar formuliert und Hinweise zur Bearbeitung gegeben werden - es handelt sich also nicht nur um den reinen Lehrtext. Darüber hinaus sind Übungsaufgaben (zur Selbstkontrolle) eingebettet, die die Einschätzung des Lernerfolges ermöglichen sollen.

Parallel dazu läuft ein Übungsbetrieb mit Einsendeaufgaben, die an die Fernuniversität zu versenden sind und korrigiert werden. Im Bachelor-Studiengang ist keine Mindestpunktzahl zur Erlangung der Klausurberechtigung vorgesehen (dies ist im Nebenfach gerade nicht der Fall), es bietet sich dennoch an, diese Aufgaben im Rahmen der Klausurvorbereitenden abzuarbeiten. Die Klausur selbst bietet dann eine willkommene Gelegenheit, mit Kommilitonen ins Gespräch zu kommen, denn gerade im Mathematik-Studiengang ist deren Anzahl relativ überschaubar.

In Vorbereitung auf die Klausur werden weiterhin Studientage (meist an einem Wochende) zur ausgewählten Vertiefung und Auffrischung der relevanten Inhalte angeboten. Eine Anmeldung hierfür ist nötig, diese ist aber kostenlos.

Den wohl wichtigsten Teil der Klausurvorbereitung stellen die Foren der Studierenden dar, die sog. Newsgroups. In ihnen werden allgemeine fachliche Fragen und Ansätze zu den Einsendeaufgaben diskutiert, darüber hinaus bieten sich Möglichkeiten zur individuellen Kontaktaufnahme mit den Kommilitonen und der Kursbetreuung.

Auch sonst bieten sich im Verlauf des Studiums noch Möglichkeiten, die Fernuniversität und ihren Campus in Hagen kennenzulernen (Seminare und Präsenzphasen).

In jeder größeren Universitätsstadt findet sich zudem auch ein Studienzentrum, in dem nicht nur fachliche Fragen diskutiert werden können, sondern auch technische Informationen und Veranstaltungen angeboten werden.

Die Fernuniversität in Hagen ist rechtlich gesehen eine Universität von Nordrhein-Westfalen, so dass die jeweils gültigen Landesgesetze maßgeblich sind. So verzichtet die Fernuniversität vorerst auf Studiengebühren, was aber dennoch nicht heißt, dass mit (überschaubaren) Kosten zu rechnen ist. Auf Basis der Eigenkosten für Druck, Versand und Betreuung erhebt die Fernuniversität Gebühren für die belegten Kurse (je nach Belegung also unterschiedliche Beträge, aus eigener Erfahrung aber nie mehr als 250 Euro pro Semester). Wer im Vollzeitstudium die Regelstudienzeit von 9 Semestern (Guthabenkonto) überschreitet, zahlt drauf. Dies gilt ebenso bei einem abgeschlossenen Erststudium und bei Überschreitung einer Altersgrenze (26 Jahre) - hier muss mit bis etwa 650 Euro gerechnet werden.

Fazit: Großer Vorteil für Berufstätige ist sicher die Flexibilität des Studiums - gerade weil die Fernuniversität auch genau diese Klientel ansprechen möchte und daher ihr Studien- und Betreuungsangebot trotz aller Sparzwänge daraufhin optimiert hat (leider werden allerdings bestimmte Kurse nicht durchgängig im Sommer- und Wintersemester angeboten, was sicher einen Kompromiss zur Finanzlage darstellt.) Dennoch bleibt festzustellen, dass ein Fernstudium gerade in bestimmten Fächern enorme Freiräume und Möglichkeiten eröffnet, gerade im Hinblick auf die allseits geforderte Weiterbildung und -entwicklung.

Studiengänge bei e-fellows.net

Ausführliche Porträts von Studiengängen aller Fachrichtungen gibt es auf der Website von e-fellows.net.

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  • Voraussetzungen
  • Fristen und Termine
  • Kontakte

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--Bernhard.reinsberg 16:47, 31. Aug 2006 (CEST)

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