Studieren in China

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Allgemeine Informationen und Tipps zum Leben und Studieren in China: Informationen zu Einreise, Visum und Aufenthalt, Lebenshaltungskosten, medizinischer Versorgung, chinesischer Sprache, Wohnen und China-Links.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeine Informationen und Tipps

China ist ein sehr heterogenes Land. Infrastruktur, Klima, Landschaft und Sprache unterscheiden sich von Studienort zu Studienort erheblich. Wer zum Beispiel ein Studium in der Provinz Kanton anstrebt und nur ein paar Brocken Mandarin versteht, wird sich vielleicht wundern. Denn der hier gesprochene Dialekt ähnelt dem Mandarin-Chinesisch in etwa so wie das Holländische dem Deutschen.

Danwei: Einheiten-System

In China ist die Berufs- und Bildungswelt in so genannten "Danwei" (Einheiten) organisiert. Zu diesen Einheiten zählen alle Personen samt Familie, die mit einer Firma oder Schule in direkter Beziehung stehen. Ihre Position spielt dabei keine Rolle. Zu den Hochschul-Einheiten gehören neben den Studierenden, Lehrenden und Gebäuden auch Krankenhäuser, Geschäfte, Restaurants oder Kindergärten mit ihrem Personal. Auf dem Campus findest du alles Lebensnotwendige. Er ist wie eine kleine Stadt, die du nicht verlassen musst, wenn du nicht willst.

Riesige Gebilde

Durch das Einheiten-System ergibt sich ein guter infrastruktureller Service. Allerdings werden die Hochschulen so zu riesigen Gebilden mit enormem Verwaltungsaufwand. Das erschwert die Modernisierung und den Ausbau. Weil sich auch die chinesischen Hochschulen in einem immer härter werdenden Wettbewerb untereinander behaupten müssen, geraten sie zunehmend in Konflikt mit dem Einheiten-System.

Hochschultypen

Der größte Teil der chinesischen Hochschulen beschränkt sich auf ein Spezialgebiet und bietet nur ein begrenztes Fächerspektrum an. Dazu zählen unter anderem 280 Institutionen für Naturwissenschaften und Technologie, 232 pädagogische (die "normal universities"), 123 medizinische, 75 wirtschaftswissenschaftliche und 53 landwirtschaftliche Hochschulen. Daneben gibt es etwa 79 Volluniversitäten mit einem breiten Angebot an Studienfächern. Die meisten Hochschulen unterstehen den Provinzregierungen und ihr Fächerangebot richtet sich nach den Bedürfnissen der jeweiligen Region. Der dringende Bedarf an Studienplätzen hat dazu geführt, dass in den letzten Jahren auch zehn staatlich anerkannte private Hochschulen eingerichtet wurden. Studienplätze sind sehr begehrt: Nur zwei von 1.000 chinesischen Bewerbern bestehen den harten Aufnahmetest und werden zum Studium zugelassen. Allerdings wird vom chinesischen Bildungsministerium viel investiert, um die Zahl der Studierenden weiter zu erhöhen.

Nicht alle Hochschulen dürfen ausländische Studenten aufnehmen

Als ausländischer Studierender darfst du nicht überall studieren. Es gibt so genannte Schlüsselhochschulen, die direkt dem chinesischen Bildungsministerium und nicht den Provinzregierungen unterstehen. Sie sind fast deckungsgleich mit den Hochschulen, die auch Selbstzahlern und Stipendiaten aus dem Ausland offen stehen. Was du außerdem bei der Wahl deiner Hochschule beachten solltest: In China gibt es zahlreiche Dialekte, die man nicht in allen Landesteilen problemlos versteht, so zum Beispiel den Dialekt in Shanghai. Dieses Problem relativiert sich jedoch dadurch, dass die Sprachlehrer und meisten Studierenden fast überall deutliches Hochchinesisch sprechen.

Ausländische Studierende in China

Trotz großer kultureller und politischer Unterschiede entscheiden sich immer mehr Studierende für einen Aufenthalt in der Volksrepublik – ob als Praktikant oder eingeschriebener Studierender. Über 40.000 ausländische Studierende lebten 2003 in China, um dort die Sprache und Kultur des Landes zu studieren. Der größte Teil davon stammt aus anderen asiatischen Ländern. Gaststudierende aus dem Westen sind dagegen noch immer etwas Besonderes. Doch die Tendenz ist steigend.

Großer Wachstumsmarkt mit hervorragenden Karrierechancen

China verändert sich rasant. Mit einem durchschnittlichen jährlichen Anstieg des Bruttoinlandprodukts von neun Prozent in den vergangenen Jahren ist es zu einer bedeutenden, dynamischen Wirtschaftsweltmacht herangewachsen. Die Volksrepublik gehört zu den attraktivsten Standorten für Direktinvestitionen weltweit und verzeichnet enorme Exporterfolge. Deutschland ist inzwischen mit Abstand Chinas größter europäischer Handelspartner geworden und steht in der Rangfolge der weltweiten Handelspartner Chinas auf Platz sechs. Der deutsch-chinesische Handel "boomt". Gute Karten auf einem der bedeutendsten Zukunftsmärkte haben daher Studierende, die frühzeitig Erfahrung mit der Kultur, Sprache und den Umgangsformen des Landes gesammelt haben. Denn für sie hält der Arbeitsmarkt später beste Karrierechancen bereit.

Die Wahl des richtigen Studienorts

Auf der Suche nach dem passenden Studienort hast du angesichts der Vielfalt die Qual der Wahl. Wenn du nicht ganz auf die Shopping-Tour oder die Latte Macchiato verzichten kannst, solltest du dich für ein Studium in einer der großen Küstenstädte Chinas entscheiden. Durch die vielen ansässigen ausländischen Firmen ist der Lebensstil hier weitaus westlicher geprägt als in den Kleinstädten und im Landesinneren. Wobei deutsche Großstädte wie Hamburg oder Köln Kleinstädte sind, wenn man in chinesischen Dimensionen denkt. Angesichts der enormen Bevölkerungszahl in den Metropolen ist auch eine Zwei-Millionen-Stadt eine Kleinstadt. Doch gerade dort wird dein Aufenthalt zum echten China-Erlebnis: statt eleganter Fünf-Sterne-Hotels, Wolkenkratzern, Bars und riesigen Einkaufszentren triffst du auf atmosphärische Krämerläden, pulsierende Märkte, traditionelle Häuser und verwinkelte, kleine Gassen neben den sozialistischen Einheits-Betonbauten.

Infrastruktur

Die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln in China ist für viele Ausländer sicher gewöhnungsbedürftig. In den wenigsten Städten gibt es ausgebaute U-Bahn-Netze; Busse sind das meistgenutzte öffentliche Verkehrsmittel. Hier kannst du dir selbst ein Bild vom raschen Bevölkerungswachstum Chinas machen. Trotz der hohen Investitionen im Verkehrssektor sind die Busse und Bahnen meist chronisch überfüllt. Viele Chinesen bewegen sich daher auf zwei Rädern fort. Günstige gebrauchte Fahrräder oder kleine Reparaturwerkstätten finden sich überall, da das Fahrrad das am weitesten verbreitete Verkehrsmittel in China ist. Die Fahrt in einem Taxi ist für den europäischen Geldbeutel zwar durchaus erschwinglich. Allerdings ist dieses Fortbewegungsmittel nur zu empfehlen, wenn du auch ein bisschen Chinesisch sprichst. Sonst drehst du ein paar unfreiwillige Runden.

Kontrollen

Die chinesische Gesellschaft ist in Einheiten gegliedert. Dieses System vermittelt zwar das Gefühl, aufgehoben und geborgen zu sein, ist aber gleichzeitig mit einer relativ starken Kontrolle des Einzelnen verbunden. Es kann durchaus sein, dass du das Studentensekretariat über deine Reisepläne in der Ferienzeit informieren musst. Als Studierender aus dem Ausland bist du aber nicht ganz so stark in die Hochschul-Einheit eingebunden wie deine chinesischen Mitstudierenden.

Reisen und Feiern

Die für ausländische Studierende zuständigen Sekretariate an den chinesischen Hochschulen bieten oft Reisen an, veranstalten Parties oder laden zu offiziellen Empfängen. So hast du die Chance einen tiefen Einblick in das kulturelle Leben deines Gastlandes zu bekommen. Doch Achtung, solche Veranstaltungen sind meist ein Geben und ein Nehmen, denn aktive Teilnahme ist erwünscht. So solltest du nicht überrascht sein, wenn du vor laufenden Hochschulkameras eine Rede halten oder die Zuschauer mit einem Lied oder landestypischen Tanz beglücken musst. Party bis in die Morgenstunden? Für die meisten chinesischen Studierenden kommt das nicht in Frage. Sie lernen viel und hart. Denn die meisten sind froh, überhaupt studieren zu dürfen; die Studiengebühren sind für viele Familien eine große Belastung.

Reisezeiten: zu den nationalen Feiertagen und Ferien, zu denen viele Chinesen frei haben, ist es nicht zu empfehlen durch China zu reisen. Oft verdreifachen sich die Preise (nicht nur für Übernachtungen sondern auch für Essen und Trinken), Plätze in Bussen oder Hostels sind kaum zu bekommen.

Einreise und Aufenthalt: Visum und Registrierung

Egal ob Tourist, Studierender oder Geschäftsreisender: Bevor du deine Reise in das Reich der Mitte antrittst, musst du dir unbedingt ein Visum besorgen. Zuständig dafür sind die Botschaft und die Konsulate der Volksrepublik in Berlin, Frankfurt, Hamburg und München. Der Antrag muss persönlich oder in Vertretung (Bekannter oder Visa-Service) gestellt werden und ist nicht per Post möglich. Allerdings gibt es Agenturen, denen man Pass und Antrag schicken kann. Diese bringen dann gegen einen relativ überschaubaren Betrag den Pass beim Konsulat vorbei und man spart sich die Fahrt dorthin. Frühestens 50 Tage vor der geplanten Einreise kannst du dein Visum beantragen. Die Bearbeitung dauert etwa zwei Wochen. Allerdings gibt es auch einen schnelleren Service, der 30€ kostet, wenn man persönlich (vor 11 Uhr) seinen Antrag beim Konsulat einreicht, dann bekommt man das Visum innerhalb einer Stunde.

Welches Visum ist das richtige?

Je nach Art und Dauer des Aufenthalts unterscheiden sich auch die Visa. Der Grund der Reise muss daher bei der Beantragung angegeben werden. Ein Wechsel der Visumart ist vor Ort in China nicht mehr möglich. Für Kurzstudien-Aufenthalte unter sechs Monaten musst du ein "F"-Visum beantragen, für Aufenthalte von mindestens einem Jahr benötigst du ein "X"-Visum. Daneben gibt es Visa mit einmaliger oder mehrmaliger Einreiseerlaubnis. Mit einem "Multiple-Entry-Visa" kannst du während deines China-Aufenthalts aus- und wieder einreisen (zum Beispiel nach Hongkong) ohne dafür ein neues Visum beantragen zu müssen. Allerdings erhält man dieses Visum nicht, wenn man zum ersten Mal ein Visum für China beantragt. Das Datum der Aus- und Wiedereinreise muss bereits beim Visumantrag angegeben werden - hält man sich nicht genau an diese Daten, so ist das meist kein Problem. Steht die Reiseplanung noch nicht fest, kann ein Visum mit einmaliger Einreise auch in China umgeschrieben werden.

Was braucht man für das Visum?

Für dein Visum brauchst du:

  • einen Reisepass mit einer Gültigkeit von noch mindestens 6 Monaten
  • ein ausgefülltes Antragsformular
  • ein Passbild
  • die Visumsgebühr von ca. 20-60 Euro in bar
  • bei Aufenthalten von einem Jahr und länger ein Gesundheitszeugnis (Formular kann man beim DAAD herunterladen)
  • für ein Studentenvisum den Zulassungsbescheid deiner Hochschule
  • für ein Geschäftsvisum ein Einladungsschreiben eines Unternehmens in China und eine entsprechende Einladung der zuständigen Provinzregierung

Die auf dem Visum angegebenen Aufenthaltsfristen sind unbedingt einzuhalten. Eine Überschreitung führt zu hohen Geldstrafen und Komplikationen bei der Ausreise. Eine Verlängerung ist nur bei einem Touristenvisum auf maximal 90 Tage möglich.

Kurzer Geheimtip: Wenn man Probleme mit der Visa-Ausstellung in Deutschland hat (zu kurzer Zeitraum, nur single entrance), ist es sehr einfach sich Visas für die VR in einer Travel Agency in Hongkong zu organisieren. Es wird nur der Reisepass benötigt, ist günstiger und braucht ca. zwei Tage.

Weitere Infos zum Visum

Weitere Infos zu Visaangelegenheiten erteilt die Chinesische Botschaft in Berlin:

Chinesische Botschaft Märkisches Ufer 54 10179 Berlin Tel: (030) 27588 0 Fax: (030) 27588 221 http://www.china-botschaft.de/det/

Hier findest du auch den Antrag zum Downloaden, ein Merkblatt zum Ausfüllen und die Adressen der Konsulate.

Registrierung

Innerhalb von 24 Stunden nach deiner Ankunft in China musst du dich bei der lokalen Polizeibehörde registrieren, es sei denn, dass du in einem Hotel oder Hostel untergebracht bist. In diesem Fall erledigen diese die Anmeldung. Bei der Erledigung dieser Formalitäten hilft meistens das für ausländische Studierende zuständige Sekretariat der Gasthochschule. Dabei legst du nochmals das Gesundheitszeugnis vor, das auch für die Bewerbung an der Hochschule erforderlich ist.

Lebenshaltungskosten

Währung und Bargeld

In ganz China (ausgenommen Hong Kong und Macau) gilt einheitlich die Volkswährung Renmin Bi (RMB). Bargeld ist meist die einzig mögliche Zahlungsform. Ausländische Kreditkarten werden nur in sehr wenigen Geschäften und Restaurants akzeptiert, selbst wenn die Aufkleber an den Eingängen etwas anderes versprechen.

Geldautomaten und Wechselstuben

Auch bei einem längeren Studienaufenthalt ist es aber nicht empfehlenswert, das gesamte Bargeld für ein Jahr oder länger bereits bei der Einreise mitzuführen. An den Automaten der Bank of China, die im ganzen Land ausreichend vertreten sind, kannst du mit einer Kredit- oder EC-Karte Geld abheben. Umtauschen kannst du Bargeld vor Ort am Flughafen, in vielen Hotels (Achtung, unbedingt Wechselkurs beachten!) und bei der Bank of China gegen Vorlage des Reisepasses. Vor dem Schwarztausch bei windigen Straßenhändlern kann nur ausdrücklich gewarnt werden. In China ist eine Menge Falschgeld in Umlauf. RMB kann in Deutschland weder angekauft noch rückgetauscht werden. Es ist daher besser, dein übriges Bargeldvermögen noch vor Ort zurückzutauschen.

Bei längeren Aufenthalten mag es sich anbieten, bereits in Deutschland ein Konto bei einer international vertretenen Bank zu eröffnen, die eine Lizenz für das RMB-Geschäft besitzt. So kann man sich die Gebühren für's Abheben sparen. Ein kostenloses Studentenkonto bietet bspw. die Citibank an, die in einigen großen Städten Chinas mit Filialen vertreten ist. Bleibt man länger im Land, ist aber auch die Eröffnung eines chinesischen Kartenkontos eine gute Option, auf das entweder Beträge vom eigenen Konto überwiesen oder größere umgetauschte Beträge eingezahlt werden können. Die zugehörige Karte funktioniert in etwa wie eine EC-Karte und gehört mittlerweile in Supermärkten und Kaufhäusern auch unter Chinesen zu den beliebtesten Zahlungsmittel.

Grundsätzliche Informationen zu Kosten von Abhebungen im Ausland sowie Möglichkeiten des Bargeldtransfers finden sich bei www.geld-im-ausland.de

Wer wie ein Chinese lebt, lebt günstig

Im Vergleich zu Europa ist das Leben in China relativ preiswert. Das gilt allerdings nur, wenn man vorwiegend chinesische Produkte einkauft und in chinesischen Restaurants essen geht. Importierte ausländische Produkte oder ausländische Restaurants, wie man sie in den großen Städten findet, sind oft überteuert. Gerade in touristischen Einkaufspassagen liegen die Preise meist höher als in so mancher europäischen Metropole. Also lieber ein bisschen abseits der Touristenpfade in den chinesischen Lebensstil eintauchen. Das schont den Geldbeutel und nur hier kannst du China erleben, wie es wirklich ist. Ein Teller Nudelsuppe in manch kleinem Straßenrestaurant schmeckt eben besser als ein Menü bei McDonalds. Und wie wäre es mit einer Tasse chinesischem Tee anstelle eines Kaffees bei Starbucks?

Gutes Essen für kleine Preise

Für ein Essen in einem chinesischen Restaurant der unteren Preiskategorie muss man pro Person mit ein bis zwei Euro rechnen. Noch preiswerter ist nur noch das Essen in der Mensa. Außerhalb der großen Metropolen findest du außerdem oftmals die traditionellen Garküchen am Straßenrand, wo schmackhafte Gerichte für ein paar RMB angeboten werden. Für "Selbstversorger" wird auf chinesischen Märkten eine Fülle an frischen Lebensmitteln zu kleinen Preisen angeboten, die das Herz eines jeden Hobbykochs höher schlagen lassen.

Feilschen ist Pflicht

Auch Kleidung und Schuhe werden in Geschäften und auf den Märkten sehr preiswert angeboten. Für groß gewachsene Europäer ab 1,90 Meter Körpergröße und Schuhgröße 45 ist die Auswahl allerdings begrenzt. Sehr beliebt sind Imitate westlicher Markenprodukte. Die Preise sind dabei meist Verhandlungssache. Doch Vorsicht: Ausländische Studenten und Touristen sind immer wieder ein beliebtes Ziel für Straßenhändler, die ihre Ware zu überhöhten Preisen an den Mann oder die Frau bringen wollen. Gerade auf Märkten solltest du unbedingt feilschen. Mit ein wenig Übung zahlst du dann meist nur einen Bruchteil des ursprünglichen Preises. Das Feilschen ist Teil der chinesischen Kultur. Man sollte sich in diesem Punkt anpassen und verhandelt. Außerdem treiben Ausländer, die nicht oder nur wenig Feilschen die Preise in die Höhe, was schlecht ist für die Bevölkerung vor Ort, die womöglich so hohe Preise nicht zahlen will oder kann.

Studentenjobs in China

Wenn du kein Stipendium erhältst und dein Taschengeld ein wenig aufbessern möchtest, bleibt nur noch die Suche nach einem Nebenjob. Das Angebot hängt von der wirtschaftlichen Bedeutung deines Studienortes ab. In den Metropolen stehen deine Chancen auf einen Studentenjob daher erheblich besser als in den Provinzstädten: ausländische Medienvertreter, Joint-Venture-Firmen oder chinesische Unternehmen mit vielen Auslandskontakten suchen immer wieder Gaststudenten als Übersetzer oder Berater. Die Löhne orientieren sich meist an den Durchschnittslöhnen der jeweiligen Stadt und liegen deutlich unter den deutschen Stundenlöhnen. Aber auch außerhalb der großen chinesischen Städte bieten sich Möglichkeiten für einen Nebenjob. Wie wäre es mit einem Sprachkurs in deiner Muttersprache für deine chinesischen Kommilitonen? Selbst wenn du damit nicht das große Geld verdienen kannst - auch die interessanten Erfahrungen, die du dabei sammelst, sind wertvoll und nützlich.

Medizinische Versorgung in China

Zusatzversicherung abschließen!

Für die Dauer deines Aufenthaltes solltest du auf jeden Fall eine Zusatzversicherung abschließen, falls deine Krankenversicherung keinen Auslandsschutz beinhaltet. Denn in der Regel müssen Arzt- und Krankenhausrechnungen sofort nach der Behandlung in bar bezahlt werden. Von den gesetzlichen Krankenkassen werden sie jedoch nicht erstattet. Es kann jedoch sein, dass für China eine Zusatzversicherung nicht ausreicht. Du solltest also zusätzlich eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Ein auf das Auslandsstudium angepasstes Angebot findest du bei Mawista auslandskrankenversicherung. Achtung: eine ZUSATZversicherung ersetzt nicht die eigentliche Krankenversicherung. Werden die Beiträge im Heimatland nicht bezahlt, so ist auch die Auslandskrankenversicherung nicht gültig.

Für alle Stipendiaten der chinesischen Regierung

Als Vollstipendiat der chinesischen Regierung erhältst du mit deinem Stipendienpaket auch eine Krankenversicherung. Damit kannst du dich allerdings nur in bestimmten Krankenhäusern und bei bestimmten Ärzten behandeln lassen. Bei niedergelassenen ausländischen Ärzten oder in einer der großen Unikliniken ist der medizinische Standard oft besser als in kleineren Krankenhäusern. Dafür musst du die Kosten selbst tragen. Falls du Stipendiat bist, lohnt es sich aber in jedem Fall bei deinem Stipendiengeber wegen Versicherungsschutz nachzufragen.

Arztpraxen und Krankenhäuser

Hinsichtlich der Ausstattung sind die chinesischen Ärzte gegenüber ihren europäischen Kollegen meist im Nachteil. Eine Hürde bei der Behandlung in einem chinesischen Krankenhaus ist außerdem oft die Sprache. Wenn möglich, sollten daher bei schweren Erkrankungen der Botschaftsarzt oder internationale Krankenhäuser konsultiert werden. Vor der Abreise lohnt sich auch ein Kontrollbesuch beim Zahnarzt. Falls dann doch Zahnschmerzen auftreten, solltest du eine der renommierten Kliniken in den Metropolen aufsuchen oder einen Kurztrip nach Hongkong einplanen. Denn wenn man den westlichen Standard gewöhnt ist, erscheint die Praxisausstattung in den Provinzen nicht sonderlich vertrauenserweckend. Auf jeden Fall gehört eine gut gefüllte Reiseapotheke ins Gepäck, da europäische Medikamente nicht überall verfügbar sind.

Chinesische Heilkunst

Wer auf Akupunktur und Kräutermedizin schwört, findet in China ein wahres El Dorado der verschiedensten Behandlungsmöglichkeiten. Akupunktur, Schröpfen oder andere traditionelle Techniken werden in allen Krankenhäusern angeboten. Vor allem bei leichteren Krankheiten ist die traditionelle chinesische Medizin empfehlenswert, die weitgehend auf homöopathischen Mitteln basiert.

Wohnen in China

Wohnheim

Die Mieten für einen Wohnheimsplatz sind preiswert. Je nach Standard kostet ein Doppelzimmer umgerechnet zwischen 50 und 130 Euro pro Monat. Für ein Einzelzimmer musst du allerdings mit dem doppelten Mietpreis rechnen. Selten bewohnen ausländische Studierende mit ihren chinesischen Kommilitonen dasselbe Wohnheim. Dabei spielen nicht nur politische Gründe eine Rolle. Die Wohnheime für die chinesischen Studierenden sind wesentlich einfacher ausgestattet: vier bis acht Personen pro Zimmer sind die Regel und südlich des Gelben Flusses haben chinesische Häuser und Wohnheime keine Heizung. Als Austauschstudierender genießt man also durchaus einen gewissen Luxus, selbst wenn es nicht in allen Wohnheimen eine Küche gibt. Aber keine Angst: Auf deinen Kaffee oder Tee zum Frühstück musst du nicht verzichten, denn Wasserkocher findet man überall. Und die Mensa gibt es ja auch noch.

Wohnungssuche auf eigene Faust

Bis vor ein paar Jahren war es ausländischen Studierenden nicht gestattet, außerhalb dieser Studentenwohnheime zu wohnen. Das hat durchaus auch Vorteile, denn die stressige Wohnungssuche vor Ort entfällt. Inzwischen ist es in den großen Städten Peking, Kanton, Nanjing und Shanghai aber auch möglich, sich abseits vom Campus eine Bleibe zu suchen. Hier kannst du das Leben in chinesischer Nachbarschaft kennen lernen, die sehr viel herzlicher ist als hierzulande. Wohnungen werden in China meist komplett möbliert angeboten, was Gaststudenten sehr entgegenkommt. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass der Vermieter eine gültige Lizenz zur Vermietung an Ausländer besitzt. Mietpreise verstehen sich grundsätzlich als Kaltmieten. Meist werden Wohnungen für mindestens 6 Monate vermietet. Möchtest du für kürzere Zeit wohnen beginne deine Suche früh genug (z.B. auf craigslist.com oder den bbs-Seiten der Hochschule).

Weblinks

  • Du möchtest dich mit e-fellows austauschen, die ein Auslandssemester in China gemacht haben? Tritt der Gruppe in der e-fellows.net community bei. (Gilt für Stipendiaten von e-fellows.net)

Wenn du ein Auslandsstudium oder Praktikum in China planst, kannst du gar nicht früh genug damit anfangen dich mit deinem Gastland zu beschäftigen. Deswegen findest du hier eine kleine Zusammenstellung hilfreicher Websites:

Offizielle Seiten

Auf der Homepage der Chinesischen Botschaft findest du Informationen zum Bildungswesen und zu den Einreisebestimmungen.

Diese Seite bietet dir Informationen über Förderungsmöglichkeiten und Aktivitäten des DAAD in China.

Ausstellungen, Vorträge, gesellschaftliche Veranstaltungen – die Deutsch-Chinesische Gesellschaft e.V. stellt nicht nur jede Menge Infos für China-Interessenten zur Verfügung, sondern auch eine umfangreiche Linksammlung.

Auf diesen Seiten findest du Aktuelles über deutsch-chinesische Beziehungen und Zusammenarbeit.

Hochschule und Studium

Studieren in China – aber wo? Eine Liste chinesischer Hochschulen findest du auf der Hompage des China Education and Research Network (CERNET).

How to study in China? Wie es funktioniert erfährst du auf den Seiten des China Scholarship Council. Außerdem gibt es eine Liste der 384 chinesischen Hochschulen, die ausländische Studierende zulassen.

Auf dieser Webseite findet man zahlreiche Informationen rund um das Studium in China.

Land und Leute

Du suchst die neusten Nachrichten aus Wirtschaft und Politik? Willst du wissen, wie das Wetter in Peking ist? Oder doch lieber chinesisch Kochen lernen? Kein Problem - auf www.china.org.cn findest du zahlreiche nützliche Tipps und interessante Neuigkeiten über die Volksrepublik.

Unentbehrlich für alle, die durch China reisen wollen: chinatravel.com bietet nützliche Reise-Informationen.

Medien

Auf den Seiten der Zeitung China Daily findest du tagesaktuelle Neuigkeiten. Weitere News gibt es bei China News Digest (Chinesisch).

Spannende Artikel über Asien und China gibt es auch online im Magazin Time Asia.

China-Spezial der FAZ zu Themen aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur.

Nachrichten aus Internet (Blog, Bilder, Videos, Forum, etc.) mit Themen Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, etc.

Auf der Suche

Was auch immer du über China wissen willst, die Experten der "China Search Agency" finden es für dich. Leider nicht umsonst.

  • SinoJobs SinoJObs ist das führende Jobportal für deutsch-chinesische Stellenanzeigen.
  • Jobsuche: Falls du in China Karriere machen möchtest: Auf diesen Seiten findest du Jobinformationen und zahlreiche Stellenangebote.

Geballte Information

Ob Reise, Medien, Kultur, Politik oder Bildung - auf Chinaweb.de erwarten dich über 1.000 Chinalinks.

China in Deutschland

Ob Ostasienwissenschaften in Duisburg, chinesische Sprache in Berlin, Sinologie in Freiburg oder BWL mit interkultureller Qualifikation Chinesisch an der Uni Mannheim - bereits in Deutschland hast du Möglichkeiten China und seine Sprache in dein Studium zu integrieren. Die verschiedenen Studienoptionen findest du im Hochschulkompass auf den Seiten der Hochschulrektorenkonferenz.

Sprache: Chinesisch lernen

Eine Homepage mit vielfältigen Informationen zum Lernen der chinesischen (und auch der japanischen) Sprache, die unter anderem die Möglichkeit bietet, Chinesische Texte (Kurzzeichen) oder ganze Homepages schnell zu übersetzen. Wenn man mit dem Cursor über ein Zeichen fährt, werden Aussprache und verschiedene Bedeutungen angezeigt.

ChinaWeiser ist eine Online-Lernumgebung mit vielen kostenlosen Online-Ressourcen für Chinesisch als Fremdsprache. Chinesischfans finden hier regelmäßig neue interaktive Aufgaben zu aktuellen Themen und damit eine gute Möglichkeit zum Selbstlernen. Die Einträge sind nach Stufe(Anfang->Fortschritt->Profi) unterteilt. Ein Teil der Texte ist auch in Pinyin-Umschrift vorhanden. Ganz oben links findet man nützliche Sprachtools zu Chineisch- oder Pinyin-Schreiben, Konvertierung von Zeichen zu Pinyin, etc.. Wenn man sich (kostelos) anmeldet, werden die Vokabeln beim Drüberfahren mit dem Zeiger in Zeichen, Pinyin und Übersetzung angezeigt.

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