LL.M an der Wake Forest University
LL.M.-Erfahrungsberichte
Welcher LL.M. ist der richtige für mich? In der Rubrik "LL.M.-Erfahrungsberichte" berichten LL.M.-Absolventen von Australien bis Südafrika von ihrer Erfahrung.
|
Ich habe im Studienjahr 2009/10 meinen LL.M an der Wake Forest University in Winston-Salem, North Carolina gemacht und habe dabei eines der schönsten Jahre meines Lebens genossen.
Inhaltsverzeichnis |
Why Wake Forest?
Wake Forest verbindet kleine Klassen mit einer erstklassigen Lehre. Das LL.M Programm nimmt jedes Jahr nur maximal 20 Studenten aus aller Welt auf und achtet dabei besonders auf eine geographische Ausgewogenheit der Studenten. Auch die gesamte Law School ist mit knapp 500 Studenten bewusst klein und familiär gehalten. Dies erlaubt ein Studenten - Professoren Verhältnis von 9:1, was eine persönliche Betreuung gewährleistet. Wake Forest verfolgt die Philosophie, die LL.M Studenten vollständig in die Welt der amerikanischen Studenten zu integrieren, so dass man durchgehend in Klassen mit amerikanischen Studenten sitzt.
Ich war besonders von der Qualität der Lehre begeistert. Im Süden der USA ist Wake Forest als absolute Top Law School bekannt. Allerdings muss einem auch bewusst sein, dass die "Name Recognition" in Europa sicherlich noch so hoch ist. Wake Forest nimmt jedes Jahr an der NYU Job Fair teil, so dass die Möglichkeit eines persönlichen Gesprächs mit Vertretern aller internationalen Top-Kanzleien besteht.
Ein weiterer großer Vorteil liegt in dem relativ geringen Preis des Studiums. Wake vergibt viele Stipendien für besonders qualifizierte Studenten (sprich: Prädikatsexamen) und für sozial bedürftige Studenten. Dazu sind die Lebenshaltungskosten im kleinen Winston-Salem sehr günstig. Winston-Salem mag zwar auf den ersten Blick nicht so aufregend wie NYC sein, dafür hat es den Charme einer Südstaatenstadt und die Liberalität einer typischen Collegestadt. Dazu ist es sicherlich ein "typischerer" Einblick in das Leben in den USA als es NYC, DC, Chicago oder San Francisco sind.
Study Time
Während des Semester muss man sich auf einen hohen Umfang von Hausarbeiten einstellen. Es ist keine Seltenheit, dass man pro Tag 50 Seiten in Case Books lesen muss. Dennoch ist das Arbeitspensum keineswegs mit der Examensvorbereitung zu vergleichen und erlaubt genügend Zeit für die schönen Dinge im Leben. Besonders gefallen hat mir der enge Kontakt zu Professoren, die einen schon vom ersten Tag an mit Namen ansprechen. Dabei kann auch schon mal eine Einladung zum Dinner oder zu einem Baseball Spiel herauskommen. Als LL.M Student kann man sich die Kurse aussuchen, die einen am meisten interessieren. Somit ist eine Spezialisierung auf so verschiedene Bereiche wie IP, Constitutional Law, Criminal Law und vieles mehr möglich. Dazu kommen noch interessante Kurse wie Sports Law, das Prof. Davis als der führenden Sportrechtler der USA anbietet.
Play Time
Das LL.M Jahr soll natürlich nicht nur zum Arbeiten genutzt werden. Dazu hat Wake ein hervorragendes Basketball Team zu bieten, das regelmäßig vor 15.000 Zuschauern spielt. An Winston-Salem haben mir besonders die vielen hervorragenden Restaurants und eine aktive Kunstszene gefallen. Nicht umsonst heißt Winston-Salem auch City of the Arts. Innerhalb von 30 Minuten ist man in der traumhaften Natur North Carolinas. Bis in die Berge sind es 2 Stunden und auch die Atlantikküste liegt nicht allzuweit entfernt. Am wichtigsten war meiner Einschätzung nach aber die Möglichkeit, mit den Amerikanern und den LL.Ms in Kontakt zu kommen. "In the end, it's all about the people you meet."
Go Deacs!